Empathielosigkeit, als Pietät verkleidet, liegt falsch, schrecklich falsch. Wir müssen hinschauen, endlich hinschauen. Die Bilder aus Nizza sind emotional verstörend. Doch es gibt eine weitere Ebene dieses Horrors, die den Verstand verstört zurücklässt.
"Hereinspaziert, hereinspaziert! Hier sehen Sie garantiert zum allerersten Mal alle Gruseligkeiten zum Brexit. So haben Sie das noch nie gesehen, Herrschaften! Hereinspaziert ...
Können durch die Steigerung der Energieeffizienz die Einsparziele der Energiewende ohne Verzicht und ohne Wohlstandsverluste erreicht werden? Wer das glaubt, verfällt einem Mythos. Energieeffizienz ist ein Wachstumstreiber, der auf direkte und indirekte Weise immer einen Mehrverbrauch an Energie induziert. Wäre es anders, würde in effizientere Produkte nicht investiert. Das Werben der Bundesregierung für Energieeffizienz lenkt in Wahrheit nur vom Problem der künftigen Energiearmut ab.
Die Beschwerde der Amadeu Antonio Stiftung beim Fernsehrat des ZDF über einen humorig-witzigen Beitrag von Achim Winter gerät zur unfreiwilligen Selbstkarikatur.
An der Finanzkrise 2007/2008 war angeblich der „Neo-Liberalismus“ schuld. Seitdem rast die Regulierung: Basel III, Zentralisierung der Bankenaufsicht bei der EZB, Bankenstreßtests bei der EBA, Europäischer Stabilitätsmechanismus ESM, einheitliches Bankenabwicklungsregime ... All das sollte das Vertrauen in das Banken- und Finanzsystem erhöhen, systemische Risiken frühzeitig offenbaren und künftige Krisen verhindern. Bald eine Dekade später ist nichts davon eingetreten. Gar nichts!
Ein Imam verweigerte der Lehrerin seines Sohnes den Handschlag zur Begrüßung. Es kommt zum Streit. Der Imam und seine Frau zeigten die Lehrerin daraufhin an wegen ihrer Aufforderung, ihr die Hand zu geben, wegen „Beleidigung“ und „Verletzung der Religionswürde“. Und Berlins Ex-Bürgermeister Diepgen und Momper? Die schlagen sich auf die Seite des Imams.
Von Forschern in gutdotierten und großanlegten Projekten erfahren wir, wie sich Heuschrecken, Insekten und Würmer als Grundlage unserer Nahrung von morgen nutzen lassen können. Aber Sch***e, die stoßen auch schädliche Klimagase aus, also von einer Massentierhaltung in die andere?
Was macht man, wenn dann auch noch ein Zusatz im „historischen“ Integrationsgesetz durchgewunken wird, der es uns künftig noch unmöglicher machen wird, Menschen, die hier eigentlich kein Anrecht auf Asyl haben, konsequent abzuschieben? Was, wenn man all diese jungen Männer, für die die Frauen hierzulande nichts weiter als Freiwild sind, nie wieder los wird?
Ein Handwerker mit 2 Millionen auf dem Vorsorgekonto ist ein böser Reicher, ein Politiker mit Pensionsansprüchen in gleicher Höhe ist ein armer Wicht. Man muss sich die Verhältnisse halt nur zurechtzubiegen wissen.
Religionen sind im Westen 150 Jahre lang als „Opium fürs Volk“ verlacht worden. Mindestens sind die christlichen Kirchen auf die andere Seite des laizistischen Staates verbannt worden. Religiöser Krieg und Terror, von Isis, Al Quaida, Boko Haram usw. sind dabei, die Köpfe im Westen erfolgreich zu vernebeln.
Je weniger die Parteien zur Mitgliedschaft motivieren können, desto maßloser werden sie in den Vorschriften für unser Leben, desto ausufernder wird ihre Politik der kollektiven Volkserziehung. Mitgliederverlust und Parteienanmaßung sind direkt proportional.
Bälle hin- und herschieben, dass es eine wahre Freude ist und die filigrane Kunst, den Ball zu jonglieren wie eine Christbaumkugel: Für unseren Autor eher ein Hinweis, dass Gender-Mainstreaming die Stadien in Deutschland erobert hat: Ein Spiel ohne Siegwillen ist eben keins.
Die große Mehrheit der Deutschen ängstigt der Kontrollverlust des Staates in der Flüchtlingskrise und die Überforderung der Politiker: ein katastrophales Urteil für die politische Klasse.
Zwischen Hebriden und Stiefelabsatz machen sich nach dem Brexit-Referendum weitere Fliehkräfte bemerkbar. Reinhard Olt über vergessene Altlasten.
Der türkische Präsident Erdogan entwickelt sich im Eiltempo zu einem islamischen Despoten. Sein Einfluss greift bis tief in die deutsche Politik – und nicht erst seit der Armenien-Erklärung des Deutschen Bundestages dient ihm dazu eine irreale Blut- und Boden-Ideologie, die erschreckende Parallelen zum nationalsozialistischen Denkmodell aufweist.
Es ist eine merkwürdige Stimmung in Deutschland 2016. Diese Schwere, die auf uns liegt, sie ist auch ein Gefühl der Hilflosigkeit. Wir fühlen uns ausgeliefert. Wir fühlen uns Merkel ausgeliefert, einigen ist es sogar bewusst, andere mögen das.
Die FAS sorgt für Heiterkeit (Vorsicht sarkastisch), die WamS bietet ein Bukett, die BamS besticht durch Kürze und alle sind im Sommerloch angekommen. Sonntagszeitungen, gelesen für Sie von Roland Tichy und Fritz Goergen.
Der SPIEGEL ist in dieser Woche ein Fenster in die Welt. Lesenswert das Doppelinterview Junker/Schulz. Ungewollt offenbar das Duo, woran die EU krankt - und die peinliche Schwäche des Europa-Parlaments, das diesen Namen nicht verdient.
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 222.000 neue Flüchtlinge registriert, etwas weniger als im ersten Halbjahr 2015 (228.000). Dennoch: Zwischen Januar und Juni sind mehr Flüchtlinge gekommen als im ganzen Jahr 2014. Damals waren es 203.000.



























