Nachdem Kubicki Merkel aufforderte die Vertrauensfrage zu stellen, zieht auch Bartsch im Bundestag nach. Die CDU-Fraktion leistet sich einen kleinen Fauxpax: Sie beklatscht Merkels Antwort so schnell, dass es fast so wirkt, als würde man die Forderung nach der Vertrauensfrage unterstützen.
Die Union muss sich die Frage stellen, ob sie ihrer Kanzlerin noch folgen will in die immer wahrscheinlicher werdende Wahlniederlage, denn Merkels Autoritätsverlust ist nicht nur irreparabel, er wird sich rapide fortsetzen, oder ob sie einen neuen Kanzler stellt, der gleichzeitig als Kanzlerkandidat antritt.
Merkel sollte ihre unwürdige Theatervorstellung endlich beenden und die Vertrauensfrage stellen. Und Laschet muss nun zeigen, ob sein Widerspruch in der Corona-Frage nur ein taktisches Manöver zu Ostern ist oder ob mehr dahinter steckt.
Merkel tut, was sie noch nie tat: Sie korrigiert sich selbst und räumt einen eigenen Fehler ein. Jetzt wird alles ganz schnell gehen. Dass sie unter diesen Bedingungen noch lange Kanzlerin bleiben kann, ist höchst zweifelhaft.
Das Bundeskanzleramt hat den geplanten Lockdown Total zu Ostern rückgängig gemacht und einen "persönlichen Fehler" eingestanden. Sie steht offenkundig mit dem Rücken zur Wand, ihre Presseerklärung wirkt dennoch wenig demütig.
Nur noch 28,5 Prozent würden die Unionsparteien wählen. Noch dramatischer ist das Wählerpotential von CDU und CSU gefallen. Mittlerweile können sich mehr vorstellen, die Grünen zu wählen. Eine große Mehrheit bewertet das Krisenmanagement der Regierung nun negativ.
Die Bundestagsmehrheit für NGEU, das 750-Milliarden-Corona-Paket der EU, ist sicher. Mit einem Eilantrag will das „Bündnis Bürgerwille“ die Ausfertigung durch den Bundespräsidenten stoppen, die den teilweisen Verzicht auf das Budgetrecht des Bundestages bedeuten würde.
Sobald die Union durch ihre Entkernung schwach genug ist, wird sie als vorübergehender Mehrheitsbeschaffer nicht mehr benötigt: Vom Wähler nicht, und von der politischen Konkurrenz erst recht nicht.
Bei Institutionen wie der "Bundesstiftung Gleichstellung" geht es nicht um Gleichheit, sondern um Macht und Geld für einige. Das ist der Trend der Zeit: Nicht Chancen für alle, sondern die Befriedigung der Ansprüche einiger.
Wer diesen Dienst politisch nicht mehr will oder ihn als Kirche freiwillig aufgibt, sollte sich ein neues Betätigungsfeld suchen. Zum Ende der Fastenzeit nicht Klimafasten, Autofasten und welche Phantastereien noch. Nein! Steuern- und Gehaltsfasten, das wäre jetzt angesagt.
Nach einer Umfrage der Deutschen Depressionshilfe verschlechtert sich die Situation psychisch Kranker massiv. Suizidversuche nehmen offenbar zu.
Das aktuelle Lagebild der Stiftung Deutsche Depressionshilfe zeigt den Einfluss der Lockdown-Maßnahmen auf den Zustand vielfach suizidgefährdeter depressiv Erkrankter und solcher, die neu erkrankt sind.
Die Corona-Politik der Bundeskanzlerin entsetzt nicht nur Wähler, sondern auch Mitglieder ihrer Partei. Er könne, schreibt ein langjähriges Mitglied, das "Desaster der Pandemiebekämpfung" nicht mehr ertragen und trete daher aus seiner "bisherigen Herzenspartei" aus.
Aber Frau Merkel, haben Sie Ulbricht vergessen? Sie hätten sagen müssen, mit der Karwoche beenden wir den Lockdown. Dann wären die Undankbaren in der Falle gesessen, wenn Sie Palmsonntag nachts Lockdown Total angeordnet hätten. So verpufft die halbe Wirkung.
Der R-Wert, mit dem weltweit die Ansteckungsrate berechnet wird, liegt in Israel aktuell bei 0,62. Alles unter 0,8 beweist, das Virus verschwindet langsam. Wenn von einer Welle geredet wird, denken lebensfrohe Israeli deshalb nur an die nächste aufschäumende Meereswelle am Mittelmeer-Strand.
Die Kanzlerin liefert nach dem Corona-Gipfel eine Show, die sprachlos macht: Sie verkauft das Virus als einen Feind, der "nicht locker lässt", und die Einschränkung von Grundrechten als "Ruhe". Wer so spricht, muss seine Zuhörer für Idioten halten.
Im Ausnahmezustand der Corona-Krise sehen die Grünen eine Gelegenheit, so viele Wähler für ihre Vorstellungen von einer durchregulierten Gesellschaft zu gewinnen, dass sie nach sechzehn Jahren Opposition sogar das Kanzleramt erobern können.
Merkel erreicht bei diesem Corona-Gipfel eine nie dagewesene Radikalität. Sie wollte für fünf Tage alle Geschäfte schließen – wirklich alle. Das konnte noch abgeschwächt werden. Zu den Ergebnissen fehlen einem dennoch die Worte.
Selbst in der ARD hat man genug vom "deutschen Speziallockdown". Allein zwei eingeladene Gäste halten die letzten Stellungen mit aller Kraft - und reiten sich dabei immer mehr in Argumentationsmuster, die wirklich jenseits jeder Realität sind.
Die Geschichte der Vorgängerreiche des späteren China zeigt uns Europäern, was uns vielleicht blüht – aber Konservativen auch, welche großen politischen Möglichkeiten sie haben.





































