Nach den großen Künstlern Gustav Klimt (1910) und Oskar Kokoschka (1926) vertritt aktuell Florentina Holzinger Österreich auf der Biennale in Venedig – ihre Bade-Performance in den Ausscheidungen der Festivalbesucher langweilt, nur die Höhe der Subvention mit Steuergeld emotionalisiert.
picture alliance / ROLAND SCHLAGER / APA, Screenprint - Collage: TE
„Schade, wenn Kunst als ein Freibrief für das Narrentum missbraucht wird“, kommentiert etwa der X-User Markus-Johannes Handl auf der Social-Media-Plattform den Beitrag der Österreicherin Florentina Holzinger. Hunderte andere Kritiker sind ebenfalls tief enttäuscht darüber, was die einstige Kulturhochburg Österreich bei der Biennale in Venedig zeigt: eine langweilige Nacktperformance von 25 Frauen, die im Urin der Festival-Besucher baden oder unbekleidet mit einem Jetski in einer gefluteten Halle Runden drehen.
Holzingers Projekt, das im Jahr 2026 wohl kaum noch durch die gezeigte Nacktheit aufregt, wird auf der Biennale-Homepage so beschrieben: „Seaworld Venice geht als neues Werk aus dieser kontinuierlichen Auseinandersetzung hervor und tritt in den Dialog mit Venedig – einer Stadt, die durch ihr enges Verhältnis mit Wasser, Überleben und den Folgen menschlicher Intervention geprägt ist. Der Wasserspiegel steigt. Wasser, das wir in unzähligen Zyklen täglich trinken und ausscheiden. Wasser als lebendige, lebenswichtige natürliche Ressource – und als streng kontrolliertes Gut. Wasser, in das wir uns fallen lassen, in das wir eintauchen und aus dem wir, vielleicht transformiert, auftauchen.“
600.000 Euro Steuergeld für die Pisse-Performance
Der wahre Aufreger sind nicht die Spielereien in Pisse und Wasser, sondern deren Kosten: Dass die österreichische Bundesregierung, die aktuell knallharte Sparmaßnahmen gegen Familien mit Kindern, gegen Pensionisten und sogar gehandicapte Beruftsätige sowie Geringverdiener durchsetzt, den österreichischen Biennale-Beitrag mit 600.000 Euro subventioniert, sorgt für einen Aufstand auf den Social-Media-Plattformen. Die meisten Wut-Postings sind gegen den Kultur- und Medienminister verfasst: Der sozialdemokratische Vizekanzler Andreas Babler solle sich schämen, dass Österreichs Steuerzahler „diesen Dreck“ finanzieren müssen.
Auch der bekannte Wiener Soziologe, Meinungsforscher und TV-Talker Bernhard Heinzlmaier kommentierte auf X die Performance-Kunst in Venedig: „Wenn man sagt, dass moderne Kunst in weiten Teilen vertrottelt ist, ist man ein Kulturbanause. Das sind unsere hochkulturellen Zeiten. Herzlichen Dank dafür, dass ich in Zeiten der Dekadenz leben darf.“
Eine weitere X-Userin meint zu dem Urin-Beitrag: „Sorry. Aber wie eklig. Die Bundesregierung sagt immer, wir haben ein ‚Budgetproblem‘, gell? Aber Geld für die Kunst diverser Freunderl und Künstler haben wir immer.“
— Elisabeth Abler (@lisawinkler73) May 5, 2026
Noch eine Reaktion auf X: „In einem Sexclub wäre es ein FetishAct. Hier ist es ‚Kunst‘, weil eine anerkannte Künstlerin, ein Kuratorenteam und die Biennale es so deklarieren. Ob das den Ekel rechtfertigt, ist letztlich Geschmackssache. Nicht alles, was legal und konsensual ist, muss öffentlich zelebriert werden. Die Gesellschaft kann tolerant gegenüber dem Privatleben sein und trotzdem klare Grenzen für das Öffentliche ziehen. Das ist kein Rückschritt, sondern gesunder Menschenverstand.“
Überraschend fiel ein erstes Urteil des in Österreich meistgelesenen Blatts, der Kronen Zeitung aus: „Im Inneren ließ sich ein erster Einblick in die ‚Seaworld Venice‘, so der Titel, nehmen. So viel sei verraten: Da ist einiges gelungen, das den Österreichischen Beitrag heuer zu einem Favoriten, auch beim Publikum, machen könnte.“ Kein Wort von Urin, kein Wort über die extrem hohe Subvention.


Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein
Nächster Schritt: das Baden in den Ausscheidungen von Schweinen oder Salatöl oder Château Cheval Blanc 2018. Mir egal, nur dass der Steuerzahler die Dame subventioniert, ist schon ekelhaft. Aber Kompliment an all diejenigen, die das Ganze intellektuell und symbolisch aufwerten. Wäre ich Venedig, würde ich mir das verbieten.
Spätrömische Dekadenz würde Guido Westerwelle sagen, wenn er noch lebte.
Deckel drauf und untergehen lassen, denn man muß nicht alles tolerieren was Verrückte anbieten, denn Kunst kommt von Können und das kann sehr unterschiedlich sein, sollte aber nicht dazu verführen, daß Idioten auf ihre Kosten kommen, weil es eine Beleidung für das Auge des Zuschauers darstellt und für andere Kunstschaffende, die wirklich was vozuweisen haben und es reine Provokation ist, was auf den Müllhaufen gehört, wenn kein Sinn dahinter zu erkennen ist. Das kommt doch bereits in die Nähe unserer politischen „Künstler“, die auch nichts vom Geschäft verstehen und damit das ganze Land dem Ruin immer näher bringen und Beharrlichkeit… Mehr
Politische Propaganda hat nichts mit Kunst zu tun, sie zeigt nichts schönes und erhebendes, sondern begrenzt sich auf die neomarxistische Betrachtungsweise dieser Welt, in all ihrer düsteren, perversen und materialistischen Verkommenheit. Sie ist das Resultat eines Schuldkultes, eine kollektive Perversion mit einem einzigen Ziel, dass erreichen von Macht über den Diskurs mittels der Erschaffung eines Opfer-Täter-Narratives. Sie ist eine Form von Tribalismus, an deren Ende die Zerstörung des Individuums und damit jeder Form von Wahrheit und Schönheit steht.
Wieder ein Künstler nach dem Motto: kunst ma net an Euro schenken? Ein Witz solche eine Sauerei auch nur ansatzweise mit Kunst in Verbindung zu bringen, aber heut zu tage wird ja schon jeder DRECK als Kunst angepriesen. Demnächst malt man die Bilder wahrscheinlich mit Kot- eine besondere Kunst und Millionen wert, gelle!
Da kommt das Holzinger Flori her und das ist ihr Wohlfühlbad. Zeigen die Politiker, die diesen ekelhaften Unsinn mit Steuergeld fördern, Anteilnahme und begeben sich ebenfalls in die Brühe? Sollten sie.
Um bei den Ausscheidungen zu bleiben: Wieviele marode Schultoiletten hätte man mit 600.000 Euro sanieren können? Aber die Performance dieser „Künstlerin“ auf dem Rücken der Steuerzahler ist dem Staat Österreich offenbar wichtiger. „Felix Austria“? Das war einmal. Lange ist’s her.
das Schlimme ist, dass es wahrscheinlich nur eine handvoll gewesen wären. Weil zu jeder Schultoilette müsste erst einmal ein Gremium gegründet werden, anschließend mehrere Lehrer und Elternrunden geflogen werden, anschließend verhandelt man dann 3 Wochen mit dem Handwerker über die Fliesenfarbe damit sich niemand benachteiligt fühlt, stellt fest, dass bei der Modernisierung der Toilette zwingend nach VDE/DIN 4711 auch das dritte Geschlecht mit berücksichtigt werden müsste und landest dann pro Schule bei 200.000€ Gesamtkosten während der pragmatische Chinese mit gleicher moderner Optik und gleichguten Material das Ganze für 15.000€ gemacht hätte.
Wenn man mit solchen Aktionen im Kunstbetrieb Geld verdienen kann, dann ist das Kunst ! Das Budget ist vorhanden und will verbraucht werden. Eine Facette Kunst ist es schon immer, dass sie anstössig,auch vulgär sein kann.
Und es ist auch keine langweilige Aktion, sondern ein echter Aufreger, genau so ist es wahrscheinlich auch geplant.
Ich persönlich möchte nicht im Pinkelbecken schwimmen, aber empören tue ich mich darüber nicht.
„Dann ist es Kunst!“
Nein, ist es nicht!
Denn außer staatlichen Institutionen wäre kaum jemand bereit, freiwillig dafür Geld auszugeben.Es gibt sicherlich Leute, die dafür Geld, auch viel Geld, ausgeben, aber die nennen das dann nicht Kunst und den Ort nur als dirty joke Biennale.
Sie bauen eine Definition von Kunst auf ein aktuell ökonomisches Anreizsystem auf, entfernen sich dabei aber von Kunstdefinitionen die zwar älter, jedoch erheblich fruchtbarer waren. Die „Kultivierung“ von vulgärer Anstößigkeit ist eher Kennzeichen des Paradigmenwechsels, dieser „Umwertung aller Werte“. Phänomene wie diese Piss-Party basieren auf ästhetisch und ethisch verrotteten Vorstellungswelten, von kulturellem Rückschritt gar nicht zu sprechen. Wer sich hier austobt, genießt den lange und mühsam errichteten „safe-space“ indem man seine randständigen Marotten ausleben und bedeutungsüberhöht zu Geld machen kann. Nicht zu vergessen die moralisierenden Höhepunkte dieses Biotops, wenn es sich über seine Kritiker erhebt, und missbilligende Kommentare als Symptome… Mehr
Ich dachte immer KUNST kommt von KÖNNEN. Wenn man nur noch schockieren will, käme es von WOLLEN und müsste eigentlich zur besseren Unterscheidung WUNST heißen.
Dito, meine Meinung Kunst kommt von Können. In der heutigen Szene ist man wohl drauf angewiesen, noch ekelhafter, beleidigender, schockierender, grenzüberschreitender aufzutreten, um überhaupt in dieser (überschaubaren) Blase noch Aufmerksamkeit zu erhalten. Wenn man dann mal wieder einen neuen Maßstab im Wettbewerb noch unten gesetzt hat, lässt sich die anscheinend ziemlich einseitig aufgestellte Kunstkritiker-Szene herbei und interpretiert in das neue Elaborat eine Deutung hinein. Dann zeichnet man sich gegenseitig aus, berichtet übereinander, feiert sich und die anderen. Dabei ist die „Wagenburg-Abschottung“ grundlegend wichtig, weil sich fast niemand ausserhalb dieses Milieus für diese „Abläufe“ interessiert oder es gar als Kunst anerkennt.… Mehr
Achselschweiß und Dekadenz.
Österreichische Kunstförderer haben einen gemeinsamen Fetisch.
Baden bei Wien wird zu Baden im Urin.
Deutschland fördert Transsexuellennetzwerke weltweit.
Österreichische Kultur für das neue Jahrtausend
badet in Urin.
Demnächst wird auch der Tafelspitz mit Urin gewürzt.
Vom Chefkoch persönlich.
Gefördert vom Landwirtschaftsministerium.
Bis alle es lieben.
So wird die Urintherapie mehrheitsfähig.
Aber das stumpft mit der Zeit natürlich ab. Dann wird man zu Kot wechseln. Millionen Fliegen können schließlich nicht irren. Vielleicht fallen dann auch die Subventionen aufgrund des höheren Ekelfaktors für solche „Künstler“ noch höher aus.
Was lehrt uns das? Wie im Putzeimer, schwimmt auch im Urin der Dreck immer oben! Eine, für den österreichischen Steuerzahler, teure Erkenntnis! So ein Sch..ß!
Wenn mal einmal verstanden hat, dass dieser „Dreck“ einen Spiegelbild der Untiefen unserer Gesellschaft ist und von hinten durch die Brust ins Auge auf einen überaus gravierenden Missstand hinweist, den die meisten Durchschnittsbürger noch nicht einmal bemerkt haben, und der uns hier faktisch unserer Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung beraubt, dann versteht man sofort, warum die 600.000,- € sehr gut investiert sind. Es gibt Kräfte außerhalb Europas, die uns hier durch die Hintertür in voller Absicht in einen Sumpf voller triebgesteuerter Neanderthaler verwandeln wollen, damit wir hier selbst nichts mehr geregelt bekommen. Das Internet ist voll mit Pornos. Der Großteil des… Mehr