Wie werden wir einen Kanzler los? 70 Prozent der Deutschen sind unzufrieden mit Friedrich Merz. Maximilian Tichy spricht mit der ehemaligen Abgeordneten Joana Cotar über das „Psychogramm eines Blenders“, die Mechanismen eines Kanzlersturzes und den frustrierenden Alltag im Berliner Politikbetrieb.
Die ehemalige Bundestagsabgeordnete Joana Cotar, die nach ihrem Austritt aus der AfD als fraktionslose Abgeordnete tiefe Einblicke in das System gewonnen hat, rechnet schonungslos ab: Warum werden gute Oppositionsanträge aus Prinzip abgelehnt? Wie funktioniert der Fraktionszwang in den sogenannten „Beichtstuhlgesprächen“ wirklich? Und warum sind die Parteilisten laut Cotar „die Pest“ für unsere Demokratie?
Cotar fordert radikale Reformen – und dass die deutsche Politik sich ein Beispiel an Javier Milei nehmen müsse. Nur so könne dieses Staatswesen aus seiner tiefen Krise ausbrechen.


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Verehrte Frau Cotar „Einfach nur mal den Hintern hochkriegen“?? Erinnern Sie sich, wie viele Volkshintern sich damals vom Sofa erhoben haben, als es darum ging, gegen den Lockdown zu protestieren? Und was mit ihnen geschah? Kontokündigungen, Arbeitsplatzverlust, öffentlich zerstörte Reputation, Bedrohung durch die Faschisten von der Antifa? Kennen Sie die Fälle von Dr. Füllmich, Frau Dr. Witzschel oder Dr. Habig und zahllosen anderen, die mehrjährige Haftstrafen absitzen müssen dafür, daß sie ihren Hintern hochgekriegt, die Pandemielügen aufgedeckt, sich gewehrt und so Leben und Gesundheit zahlloser Bürger gerettet haben? Vielleicht stecken Sie, Frau Cotar, einfach auch nur Ihrer Bubble fest, in… Mehr
Vielen Dank! Warum aber kommt Frau Cotar nicht darauf? Und warum auch die anderen Autoren bei Tichy nicht? (Außer der von mir verehrte Herr May …) Dass man nur das Mehrheitswahlrecht einführen muss und der Würgegriff der Parteien ist auf einen Schlag beseitigt! Warum wird darüber nicht breit diskutiert? Warum? Frau Cotar ist doch nicht dumm! Stattdessen kommen von ihr so unerquickliche und unrealistische Vorschläge von besonderen Listen und besonderen Vergütungen. Nein, Demokratie! Es gibt das Verhältniswahlrecht oder es gibt Demokratie in Deutschland! So einfach ist das! Man müsste sich den Wortlaut des Art. 38 GG halt mal durchlesen. Da… Mehr
Super Interview, vielen Dank Herr Tichy. Ich kann Frau Cotar vollumfänglich zustimmen. Der Knackpunkt ist die Feststellung, dass eben die Mehrheit des Souveräns zu träge, zu faul, zu wohlstandsverwahrlost ist, sich gerne und lange in der heute ach so angesagten, „tollen worklife balance“ suhlt und es sich gemütlich macht – natürlich auf Kosten der Fleißigen und Wertschöpfenden! Diese „Masse“ ist – sorry – einfach zu blöd, sich darüber Gedanken zu machen, aufzuwachen und AKTIV ETWAS ZU TUN! Wenn wir es nur schaffen würden, die Parteien und ihren Funktionärsfilz loszuwerden, einschl. dieser unsäglichen, linken GO’s (es sind ja keine NGO’s), dann… Mehr
„Wenn wir es nur schaffen würden…! Hätte, hätte, Fahrradkette. Im Ernst, dazu bedürfte es einer politischen Revolution und nicht nur einer Reform. Welche Froschpopulation legt einen Sumpf trocken, in dem sie lebt und existiert? Es müssten schon Schwärme von Störchen auf der Bildfäche erscheinen, die den Fröschen ans Leder gehen. Die Frösche selber wären mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn sie eine Revolutionierung aller politischen Verhältnisse anstrebten, die ihre eigene Existenz in Frage stellt.
Im übrigen, nur etwa 20% der Bevölkerung interessiert sich eingehend mit politischen Fragen, 80% nur ganz oberflächlich oder überhaupt nicht, das haben Untersuchungen zu diesem Phänomen ergeben
Ich stimme Ihnen zu und es wird nicht ohne Revolution gehen, dazu sind wir schon zu weit im Parteien-Listen-Abhängigkeits-System gefangen. Aber Revolution kommt erst dann, wenn es auch den benannten 80% schlecht geht (die 80/20er Regel gilt fast immer!), also kurz vor dem Abgrund.
Es gibt eine sehr gute Analyse von Herrn Ganteför über die Führung und Entwicklung Singapurs seit Gründung 1965. Könnte ein Beispiel sein, aber nicht unserem derzeitigen, linken Millieu.
Gut, dass die Dame aus der AFD ausgetreten ist. Die Bezahlung der Abgeordneten muss einheitlich sein und müssen eine höhere Bezahlung bekommen, damit eine „Bestechung“ oder Einflußnahme von aussen ausgeschlossen ist, Ausnahme bestätigen die Regel. Meiner Meinung muss die Grundvoraussetzung für ein Mandat im Bundestag, eine abgeschlossene Berufsausbildung sein.
Frau Cotar hatte eine politische Kampfabstimmung um den Parteivorsitz der AfD, gegen das Duo Weidel/Chupalla verloren.Ihr Partner war damals , wenn ich richtig erinnere, Herr Fest, ehemals Reporter bei der BILD. Hätte das Duo Cotar/Fest gewonnen und jetzt die Sprecherposition inne, würde sie ganz anders agieren unter Berücksichtig , dass die AfD keinesfalls eine homogene Partei ist sondern ein Zusammenschluß verschiedenster konservativer Strömungen, von Wertkonservativ, Liberalkonservativ , Rechtskonservativ, Sozialkonservativ bis Libertär. Also eine konservaive, breitaufgestellte Volkspartei. Dass es hier zu Gerangel um Listenplätze kommt ist ein vollkommen normaler Prozess, wie bei allen anderen Parteien auch. „Politik ist Kampfsport“ hat Helmut… Mehr
Wie ich immer sage, Parteien gehören verboten. Es zieht der Politiker im Wahlkreis ins Parlament ein, der die meisten Stimmen in Wahlkreis bekommt. Bei der ersten Wahl kommen die beiden Politiker weiter die am meisten Stimmen bekommen. Im zweiten Wahlkampf muss sich der Wähler für einen der beiden Politiker entscheiden. Jede Abstimmung im Bundestag ist offen. Ich will wissen wer wie entscheidet, schließlich übertrage ich mein Stimmrecht auf einen Kandidaten, dann will ich auch wissen wie der abstimmt.
De facto funktioniert das so hier in Irland, wo ich lebe. Es hat zur Konsequenz dass die Mitglieder des Dail nur von Dienstag bis Donnerstag in Dublin anzutreffen sind, weil sie sich im Rest der Woche persoenlich daheim vor Ort um die persoenlichen Anliegen ihrer Waehler kuemmern muessen. Vorraussetzung dafuer ist das Mehrheitswahlrecht, bei dem man Volksvertreter anstatt von Parteienvertretern wie beim Vwrhaeltniswahlrecht, waehlt.
Es sollte nicht nur die Frage gestellt werden „wie werden wir den Kanzler los“
sondern, wie werden wir die ganze Regierung los? Wie den ganzen Parteienklüngel? Alle eigentlich gegen das Volk, gegen Demokrtatie
Ich gehe davon aus, dass die Dame die auf eben der angeprangerten Korruption basierende Altersentschädigung abgewiesen hat?
Schon komisch!
Wenn die Leute merken, daß sie in der Partei „nichts werden“ können, treten sie beleidigt aus und reden dann schlecht darüber.
Andersrum. Die AfD hat sich, vorsichtig formuliert, zum Schlechteren gewandelt und Frau Cotar hat die Konsequenzen gezogen. Und ihre Begründung dazu geliefert.
Würde ich AfD wählen, wäre das reine Notwehr.
Das Parteiensystem in Deutschland ist vollkommen aus dem Ruder gelaufen und gehört abgeschafft.
Die Altparteien haben fertig und die Neugründungen sind allesamt gescheitert. Da bleibt nur noch die AfD.
Frau Cotar war Teil der Meuthen-Seilschaft,und dieser wiederum wollte die AFD spalten,um Juniorpartner der CDU zu werden….
danach wollte er beim Centrum mitmachen,dann bei der Werteunion etc und NIRGENDWO ist er im Guten gegangen
Das sagt auch was aus
Und diese Loser werden dann von Medien eingeladen, welche die fragliche Partei und deren weit interessanteres Personal weitgehend ignorieren…
Zunächst Danke ich für dieses Gespräch. Natürlich sind die Infos von Frau Cotar interessant und bedenkenswert. Zum Leben gehört auch das Scheitern in einem System, in dem man ( oder Frau ) nicht erwünscht ist. II. „Skin In The Game“ – „Warum wir nur denen vertrauen sollten, die etwas zu verlieren haben“. https://de.wikipedia.org/wiki/Nassim_Nicholas_Taleb In Deutschland gibt es keine Haftung für Politiker und Bürokraten. Von den Gesetzen, Verordnungen und Maßnahmen, welche dem Steuerzahlenden Bürgern zugemutet werden, ist diese „Transfer – Elite“, selbst niemals betroffen. Je höher die politisch ideologischen Lasten für die Steuerzahlenden Bürger steigen, um so höher steigen automatisch auch… Mehr