Bei Lanz: Eine Hinrichtung von Correctiv auf großer Bühne

Correctiv macht das, was es am besten kann: eine Hinrichtung. Diesmal aber trifft es Correctiv selbst. Ort war die Sendung von Markus Lanz im ZDF.

Screenprint: ZDF / Markus Lanz

Die Sendung von Markus Lanz war diesmal scharf. Es ging um die Rolle von Correctiv und die Nachwirkungen der viel diskutierten und von zahlreichen Medien verbreiteten Berichte über das vermeintliche Potsdam-Geheimtreffen. Ausgangspunkt war jenes private Treffen aus dem Jahr 2023, das Correctiv Anfang 2024 öffentlich machte und das politisch enorme Wellen schlug – einschließlich bundesweiter Demonstrationen Hunderttausenden Teilnehmern und Bundeskanzler Olaf Scholz an der Spitze sowie 86 Theateraufführungen des Correctiv-Stücks. Letzteres war das Bemerkenswerte: alles nur Show. Jetzt die Abrechnung.

Im Studio stieß mit Marcus Bensmann ein Vertreter von Correctiv direkt auf Kritik, die sich aus den juristischen Auseinandersetzungen speist. Besonders im Fokus standen dabei mehrere Gerichtsentscheidungen. So untersagten Gerichte in einstweiligen Verfügungen zentrale Passagen oder Deutungen. Immer wieder rügten Gerichte, dass die Behauptungen nicht hinreichend belegt seien oder den Eindruck erweckten, Teilnehmer hätten sehr konkrete oder weitergehende Pläne verfolgt. Immer wieder mussten Aussagen abgeschwächt oder präzisiert werden; teils wurde Correctiv verpflichtet, entsprechende Stellen nicht weiter zu verbreiten.

Bensmann verteidigte die Correctiv-„Recherche“ dennoch wie ein Rumpelstilzchen mit dem Fuß aufstampfend als insgesamt korrekt und behauptete gar, sie sei von öffentlichem Interesse getragen. Das ist der Correctiv-Anspruch: irgendeine öffentliche Sache zu vertreten, die im Zweifelsfall auf die rotgrüne Linie einzahlt. Die Kernaussage – dass sich ein Netzwerk aus rechten Akteuren getroffen und über politisch brisante Konzepte wie „Remigration“ gesprochen habe – sei durch Recherchen, Quellen und Einordnungen gedeckt. Dass es sich bei den Teilnehehmern um weitgehend einflusslose Personen ohne Amt gehandelt hat – Correctiv bläst die Backen auf und unterstellt dem privaten Abendessen mit Vorträgen eine Wichtigkeit, die nun wirklich nicht vorhanden war.

Die gerichtlichen Entscheidungen beträfen aus seiner Sicht Randaspekte oder Formulierungsfragen, nicht jedoch den Kern der Geschichte. Doch gerade diese „Formulierungsfragen“ waren entscheidend für die öffentliche Wirkung: Erst durch die zugespitzte Darstellung sei der Eindruck eines konkreten, unmittelbar umsetzbaren Plans entstanden, der politisch mobilisierend wirkte, lautet die Kritik. Man kann die Wirklichkeit eben auch durch Selektion verfälschen.

Markus Lanz lenkte die Diskussion immer wieder auf genau diese Differenz zwischen Fakt, Interpretation und Wirkung. Er fragte nach, was tatsächlich belegt ist, was interpretiert wurde und wie stark journalistische Narrative politische Dynamiken auslösen können. Dadurch verschob sich der Fokus der Sendung zunehmend auf eine Meta-Ebene: Correctiv erschien nicht mehr nur als recherchierendes Medium, sondern auch als Akteur mit erheblichem Einfluss auf die politische Debatte. Genau das ist auch die Rolle: Correctiv ist eine Art halbamtliche Regierungs-Miliz mit Schreibhonorar aus der Staatskasse. Und Gerichte übernahmen die Rolle, nachträglich mit ihren Entscheidungen einzelne Zuspitzungen wieder einzuhegen. Insofern funktioniert der Rechtsstaat noch und unterwirft sich nicht komplett dem Bundespresseamt oder den diversen Schwarzen Kassen, aus denen NGOs gefüttert werden, damit sie ein auftragsgemäßes Bild zeichnen.

Eine besonders bemerkenswerte Szene ist diese: Markus Lanz liest Kritik aus dem linken Blog „Übermedien“ vor, seit Jahren harter Kritiker von Correctiv und deren Methoden. Währenddessen zoomt die Kamera dramaturgisch auf das Gesicht von Markus Bensmann und verweilt dort lange. Der Kopf von Bensmann füllt den ganzen Bildschirm aus und verrät in dem Moment überdeutlich: Übermedien, das Kryptonit von Correctiv. Dass Lanz aus dem Blog vorträgt, hat auch niemand kommen sehen, schon gar nicht Bensmann.

In der Sendung trat die Potsdam-Teilnehmerin und AfD-Bundestagsabgeordnete Gerrit Huy klar und überzeugend auf. Sie war nicht einfach nur „Gegenstimme“, sondern konnte juristisch gestärkt die Correctiv-Erzählung richtigstellen. Ihr Auftritt speiste sich erkennbar aus den Verfahren, in denen sie – zumindest in Teilen – gegen die Darstellung von Correctiv vorgegangen war und vor Gericht Erfolg hatte.

Huy nutzte die Sendung, um genau diesen Punkt immer wieder zu betonen: dass zentrale Elemente der öffentlichen Wahrnehmung des Potsdam-Treffens nicht aus harten Fakten, sondern aus interpretativen Zuspitzungen entstanden seien. Indem sie auf die ergangenen einstweiligen Verfügungen verwies, verschob sie die Debatte weg von der politischen Bewertung des Treffens hin zur Frage der journalistischen Sorgfalt und Grenzüberschreitung. Wenn Gerichte Formulierungen untersagen oder korrigieren, dann ist das kein Detail, sondern ein Hinweis darauf, dass die öffentliche Darstellung in entscheidenden Punkten zu weit gegangen ist.

Diese Lanz-Sendung macht deutlich, dass die Auseinandersetzung um Correctiv längst über den konkreten Fall hinausgeht. Sie berührt grundsätzliche Fragen nach der Macht von Medien, von denen sich einige eine geradezu halbamtliche Rolle anmaßen und aus der Staatskasse mindestens in großen Teilen gefüttert werden und mit Regierungsmitgliedern kooperieren und sich absprechen.

Gerichte bestimmen heutzutage darüber, wer in einer aufgeheizten politischen Lage festlegt, was als gesicherte Tatsache gilt. Denn die unkritische Unterstützung, die Correctiv durch die öffentlich-rechtlichen Sender erhielt, und die Verstärkung durch die einseitigen Mainstream-Medien zeigt, dass hier die Kontrollfunktion nur noch durch alternative Medien wie Tichys Einblick und anderen erfolgt. Das Recht ist auf der Seite dieser Medien, die die halbamtliche Propaganda, die zur Staatsraison aufgemotzt wird, aufdecken.

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Kommentare ( 79 )

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November Man
26 Tage her

Diese Lügerei von Correktiv ist ganz sicher nicht im öffentlichem Interesse. Dieser verlogene Saftladen gehört für alle Zeiten verboten. Punkt aus Basta.  

Udo Zimmermann
26 Tage her
Antworten an  November Man

Das wäre ein zu starker Eingriff. Die Missachtung durch den Leser lässt keine Dolchstoßlegende hervorrufen.

Ben Clirsek
25 Tage her
Antworten an  November Man

Es reicht vollkommen direkt und indirekt gewährte staatliche Unterstützung komplett zu streichen. Wie auch anderen GO’s wie Faktenfuchs oder insbesondere diesen unsäglichen Zensur- und Denunziationsportalen REspect!, Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Bundesverband Onlinehandel e.V. (BVOH), HateAid, die stasiunterwanderte AAS und viele Weitere.

Wolfgang Schuckmann
20 Tage her

Was anderes ist denn dieser Verein in Hamburg, als ein vom Staat gesponserter Hotspot von Lügen und Verschwörung gegen die Wahrheit. Für mich steht nach den diversen Richtersprüchen außer Frage, wie mit solchen Leuten umgegangen werden muß.
Weg vom Futtertrog und gnadenlose Verfolgung jeglicher nicht den Tatsachen entsprechender Lügengespinste.
Generell steht fest, daß diese ominöse Truppe in diesem Fall von Anfang an gelogen hat und ihre ungerechtfertigte Macht dazu benutzt hat, um in der Öffentlichkeit eine Lüge zu transportieren, die nicht mal annäherungsweise mit der Wirklichkeit zu tun hatte.

HansKarl70
25 Tage her

Da werden längst bearbeitete Themen durchgekaut. Das Ganze erinnert sehr an „Klimawandel“

Sidetrack
25 Tage her

Im Wikipedia Eintrag des Potsdamer Treffens stehen weiterhin Lügen, und es findet sich kaum ein Wort zu den Gerichtsurteilen. Warum darf Wikipedia das einfach weiter veröffentlichen?

Juergen P. Schneider
25 Tage her

Alles gut und schön. Bei der links-grün gehirngewaschenen Deppen-Mehrheit ist aber nur der vom links-grünen Bankrottkartell inszenierte Demonstrations- und Medienzirkus im Gedächtnis hängen geblieben. Das ist ja das Infame an dieser offenkundigen Lügengeschichte, sie wurde geglaubt, aber die späteren Enthüllungen über dieses erbärmliche Propagandamärchen wurden doch nur von denen wahrgenommen, die der Inszenierung ohnehin keinen Glauben schenkten. Die ÖRR-Glotzer der Lanz-Sendung werden das alles schulterzuckend zur Kenntnis nehmen. Die Correctiv-Gauner wähnen sich auch heute noch als Sieger dieser erbärmlichen Kampagne und wenn man auf die politische Naivität der Untertanenmehrheit blickt, dürften sie damit vielleicht sogar Recht haben.

pcn
25 Tage her
Antworten an  Juergen P. Schneider

Sehe ich genau SO. Aus Erfahrung weiß man, dass dieser gehirngewaschenen Mehrheit durch die Öffentlich-Rechtlichen und der Hardcore Desinformationspolitik durch einfaches Weglassen von entscheidenden Indizien die Wahrheit schnell in Unwahrheit umformuliert werden kann. Die Komnunikationswissenschaft belegt das in Studien. Jedenfalls ist es tatsächlich so, dass man der AfD nicht länger mit der Nazikeule bekämpfen kann, weil auch Lanz mittlerweile erkannt hat, sofern er nicht an kognitiver Dissonanz leidet, dass die AfD keineswegs mit diesem Attribut eine Nazipartei zu sein belegt werden kann…weil diese unfassbare Unterstellung nur subalterne Untertanen noch glauben.

Last edited 25 Tage her by pcn
Kassandra
25 Tage her

„Correctiv ist eine Art halbamtliche Regierungs-Miliz mit Schreibhonorar aus der Staatskasse“
Wäre es eventuell möglich zu klären, wie u.a. dieses „correctiv“ mit der von Merkel installieren NudgingAbteilung im Kanzleramt verbunden ist – und wer dort überhaupt insgesamt in Position kam – und wie die Funktionsbeschreibung der dort „Engagierten“ zu unseren Lasten ganz konkret lautet?
https://www.welt.de/wirtschaft/article138326984/Nudging-Die-neuen-Strategien-der-Bundeskanzlerin.html
Wiewohl auch diese Krake inzwischen in jedem Ministerium einen „Ansprechpartner“ und Vervielfältiger haben wird –
mündend in einer willigen Presse, die gerne schreibt wie vorgegeben und erwartet: https://www.sueddeutsche.de/medien/serie-wozu-noch-journalismus-4-das-ist-nicht-ihr-kanzleramt-1.63398
Welche „Appendixe“ zu correctiv gibt es zudem?

Last edited 25 Tage her by Kassandra
HavemannmitMerkelBesuch
25 Tage her

Und da Correctic ja von sich selbst nicht einmal behauptet, ein Satiremedium zu sein und Kunst zu fertigen, wie andere halbseidene Verrückte des modernen Kommunismus ohne schlechte Bilder an den Grenzen aber mit Pollern am Gemüsemarkt, kann man zu Recht behaupten, es handelt sich um linken Staatsterrorismus, wenn mit gezielten Fakenews das Volk zu Massendemos und Gewalt aufgestachelt wurd – ohne jegliche Sachgrundlage, gerichtlich bestätigt! Wo ist das Verbotsverfahren gegen den echten Faschismus?

OJ
25 Tage her

Nehmen sie noch die Amadeu Antonio Stiftung hinzu, diese zu verbieten.
Das wäre ein Anfang ❗

Last edited 25 Tage her by OJ
Wise Otherwise
25 Tage her
Antworten an  OJ

Nicht die XYZ Stiftung gehört verboten, sondern deren <strong> Finanzierung durch den Staat </strong>.
So habe ich „Endlich Frei“ verstanden. Und so denke ich auch.

karlotto
26 Tage her

Lanz , ein Andreas Hofer ?

Judith Panther
26 Tage her

Ob Goebbels wohl jemals geglaubt hätte, daß es kaum 100 Jahre später nochmal jemandem gelingen würde, sein propagandojournalistisches Niveau noch zu unterbieten?
Gut, daß er DAS nicht mehr erleben muß …

RUEDI
26 Tage her

Sonst wird jeder Auswurf im Kampf gegen Rechts, vulgo AFD, im Nachgang ( nicht nur) der Lanz-Sendungen ausgiebig in der Staatspresse durchgekaut. In der Lückenpresse bis jetzt kein Thema.