Deutschland wird morgen so sein wie Großbritannien heute

„Wir fahren gegen Engelland“: Die Zeiten sind vorbei. Das Deutschland von 2026 bekämpft die britische Insel nicht mehr. Es imitiert sie. Wirtschaft, Zensur, Islam – wer unsere Zukunft sehen will, muss nur über den Kanal schauen.

picture alliance / PA Images | Andrew Matthews

Nein, das Vereinigte Königreich ist kein Vorbild. Nun wirklich nicht. Aber für uns Deutsche ist es eine Projektion. Ob wir wollen oder nicht: Auf der Insel sehen wir uns selbst – nur ist man dort schon ein paar Jahre weiter.

Die wirtschaftlichen, politischen, medialen und kulturellen Funktionseliten beider Länder haben über Jahrzehnte sehr ähnliche Rezepte befolgt: Masseneinwanderung, Klimapanik, De-Industrialisierung, Bürokratisierung, Identitätspolitik, Meinungsunterdrückung und systematische Dekonstruktion familiärer und nationaler Bindungen.

Die Ergebnisse sind verblüffend ähnlich.

So, wie Großbritannien heute ist, wird Deutschland morgen sein. Nicht in jedem Detail, aber in den großen Linien: wirtschaftlich, demografisch, politisch, kulturell.

Wirtschaftlicher Abstieg

Großbritannien hat seine Industrie schon vor ein paar Jahrzehnten versenkt.

Die einst stolzen britischen Autohersteller gehören heute entweder Chinesen (Lotus, MG) oder Indern (Jaguar, Land Rover). Im Reich von König Charles hat die Industrie heute einen kleineren Anteil an der Wirtschaftsleistung als in Deutschland kurz nach dem Krieg. Ganze Regionen wie Lancashire, die Midlands oder Yorkshire sind ökonomisch entkernt. Das Land ist voller alter Fabriken, die notdürftig zu Industriemuseen umgebaut wurden – oder einfach als Ruinen herumstehen.

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Die Produktivität pro Stunde liegt etwa ein Sechstel unter den Werten des auch nicht eben übermäßig erfolgreichen Frankreich. Das Wachstum stagniert, die Investitionen bleiben aus, und der Dienstleistungssektor kann nicht annähernd ausgleichen, was die Industrie verloren hat. Sicher, der Brexit und die Energiekrise haben das verschärft. Doch die wahren Wurzeln liegen tiefer: sozialistische Träume, Regulierungswut und eine Politik, die auf Green New Deals setzt, während die reale Wirtschaft erstickt.

London hat die britische Industrie schon weitgehend vernichtet. Berlin tut gerade nach Kräften alles, um auch die deutsche zu vernichten. Die Gründe kennt jeder: irre Steuern, irre Energiekosten, eine irre Bürokratie. Und eine politische Klasse, der Diversitätsquoten viel wichtiger sind als Wettbewerbsfähigkeit.

Die Autoindustrie streicht zehntausende Jobs. Massenentlassungen auch bei Bosch, Siemens und Thyssenkrupp. Stahlwerke kämpfen ums Überleben. Chemiekonzerne flüchten irgendwohin in der Welt, BASF investiert lieber in China als in Ludwigshafen. Selbst Mittelständler verlagern ihre Produktion inzwischen ins Ausland.

Die deutsche Wirtschaft ist gerade das dritte Mal in Folge geschrumpft. Hohe Löhne, kurze Arbeitszeiten, rigide Arbeitsmärkte und eine alternde Bevölkerung lähmen die Dynamik. Das sind unübersehbare Parallelen zur britischen „Decline“-Phase des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts – nur dass Deutschland heute schneller altert.

Die politische Klasse in London wie in Berlin opfert den Wohlstand ihrer jeweiligen Länder auf dem Altar von Klimazielen und Sozialromantik. Der britische Patient liegt deshalb schon im Sterbehilfe-Hospiz; der deutsche wird gerade in die Intensivstation eingeliefert.

Demografische Überlastung

Die Deutschen und die Briten sterben aus.

Schuld sind niedrige Geburtenraten: Bei uns liegen sie bei ca. 1,38 bis 1,46 Kindern pro Frau. In Großbritannien liegen sie um 1,5. Beide Länder haben eine hohe Lebenserwartung und eine schrumpfende einheimische Bevölkerung. Deutschland ist zudem mit einem Medianalter von über 46 Jahren eines der ältesten Länder der Welt; Großbritannien folgt dicht dahinter.

Noch deutlicher sind die Parallelen bei der Migration.

Seit den 1990er-Jahren erlebt Großbritannien die vermutlich größte Einwanderungswelle seiner Geschichte. Zeitweise hat die Nettozuwanderung Rekordwerte von mehreren Hunderttausend Menschen pro Jahr erreicht. Selbst nach dem Brexit stieg sie zunächst weiter an. Die ONS-Daten zeigen für die Nach-Corona-Jahre zeitweise eine Nettozuwanderung von weit über einer halben Million Menschen jährlich.

Kein Zufall, kein Versehen
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Selbst die notorisch linke BBC kann nicht anders als zuzugeben, dass die hohen Asylbewerberzahlen einen enormen Druck auf den Wohnungsmarkt, auf das Gesundheitssystem, auf die Justiz und auf die staatliche Verwaltung ausüben – von Problemen mit der öffentlichen Sicherheit ganz zu schweigen.

Seit 2015 haben in Deutschland weit mehr als drei Millionen Menschen Asyl beantragt. Das muss man sich mal vorstellen. Das ist einmal ein kleines Berlin. In den vergangenen elf Jahren haben durchschnittlich in jedem Jahr 284.000 Menschen einen Asylantrag gestellt. Das ist einmal Wiesbaden – jedes Jahr.

Die Folgen sind eindeutig.

In London bilden Briten ohne Migrationshintergrund in sehr vielen Stadtteilen keine Mehrheit mehr. In Berlin, Duisburg, Frankfurt, Offenbach und Teilen des Ruhrgebiets geht es in exakt dieselbe Richtung.

Die politische Klasse feiert dies regelmäßig als Bereicherung. Die Bevölkerung ist da, nun ja, sagen wir: wesentlich skeptischer.

Hamburg Wandsbek:
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Denn diese Einwanderung belastet die Sozialsysteme, drückt die Löhne im Niedriglohnsektor, erhöht die Kriminalität in bestimmten Deliktfeldern und verändert die kulturelle Identität. Statt qualifizierter Zuwanderung nach kanadischem Modell importieren beide Länder oft bildungsferne Gruppen, die sich nicht integrieren und häufig noch nicht einmal arbeiten.

Das Resultat ist eine gespaltene Gesellschaft, und die Zeche zahlt das einheimische Prekariat.

Die Kommunen klagen über knappen Wohnraum, überlastete Schulen und Kitas sowie über Behörden am absoluten Limit. Davor warnt seit langem auch der Deutsche Städtetag. Und natürlich passiert genau das, was die Bundesarbeitsministerin und SPD-Vorsitzende Bärbel Bas so dreist leugnet: die Einwanderung in das deutsche Sozialsystem. Fast die Hälfte der 5,3 Millionen Leistungsberechtigten in der Sozialhilfe (ob das nun Arbeitslosengeld II heißt oder Sozialgeld oder Bürgergeld oder Grundsicherungsgeld) haben keinen deutschen Pass.

Islam als neues Leitbild

Schon bei der Volkszählung 2021 lag der moslemische Bevölkerungsanteil in England und Wales bei gut 6,5 Prozent. In Deutschland leben etwa 5,6 Millionen Moslems; damit liegt ihr Anteil bei gut sechs Prozent unserer Bevölkerung.

Auf der britischen Insel gibt es zahlreiche Städte und Stadtteile, in denen Moslems das Stadtbild und das öffentliche Leben prägen. Birmingham, Bradford, Luton, Tower Hamlets… Man muss nur sehen können. Der politische Einfluss wächst entsprechend. Moslemische Kandidaten gewinnen Wahlen. Religiöse Interessenorganisationen dominieren die Kommunalpolitik. Debatten über Blasphemie, Religionskritik oder islamische Parallelgesellschaften gehören zum politischen Alltag.

Und Deutschland?

Auch bei uns sind Moscheeverbände längst politische Akteure. Debatten über Kopftücher, islamischen Religionsunterricht, Ramadan-Beleuchtung oder nach Geschlechtern getrennten Öffnungszeiten der Schwimmbäder prägen inzwischen die kommunale Politik. Wer darauf hinweist, wird nicht inhaltlich widerlegt, sondern moralisch diszipliniert.

Ausbreitung Grooming Gangs Phänomen
Nürnberg, Rotherham, Telford, Köln: Das Muster ist immer dasselbe
In Großbritannien haben meist pakistanisch-moslemische sogenannte „Grooming Gangs“ tausende meist weiße, einheimische Mädchen in Rotherham, Rochdale, Telford und anderen Städten systematisch missbraucht, vergewaltigt und verschleppt. Berichte sprechen von mehr als 250.000 Opfern seit 2001 in mindestens 50 Städten. Politische Korrektheit und Angst vor „Rassismus“-Vorwürfen lähmten Polizei und Behörden jahrelang.

In Deutschland hatten wir die Kölner Silvesternacht 2015/16 mit Hunderten sexuellen Übergriffen durch nordafrikanisch-arabische Männer. Wir haben No-Go-Areas in Berlin-Neukölln und Duisburg-Marxloh. Wir haben Scharia-Patrouillen, eine blühende Salafisten-Szene und geradezu eine Explosion des Antisemitismus nach dem 7. Oktober 2023. Moscheen werden von ultra-radikalen Regimen aus dem Ausland finanziert, Parallelgesellschaften fordern Sonderrechte.

Wie viel kulturelle Selbstrelativierung verträgt eine Gesellschaft, ohne sich selbst aufzugeben?

Ende der Meinungsfreiheit

Großbritannien galt einst als weltweite Heimstatt der freien Rede.

Unfreiheit ante portas
In England wird die Zwei-Klassen-Justiz eingeführt – in Deutschland die Meinungs-Unfreiheit
Heute beschäftigen die Polizeibehörden dort riesige Abteilungen für sogenannte „Non-Crime Hate Incidents“ – also für Vorfälle, die keine Straftaten sind, aber dennoch staatlich registriert werden. Menschen werden verhaftet, weil sie vor einer Moschee aus der Bibel vorlesen. Autoren, Journalisten und Aktivisten landen wegen Regierungskritik vor Gericht. Inzwischen gibt es jedes Jahr tausende Verhaftungen wegen angeblich „beleidigender“ Kommentare in den Sozialen Medien. Der berüchtigte „Section 127 Communications Act“ führt zu mehr als 30 Verhaftungen wegen verbotener Tweets – jeden Tag.

Deutschland hat dasselbe Modell, nur die Instrumente heißen anders: Meldestellen, Plattformregulierung, Netzwerkdurchsetzungsgesetz, Digital Services Act, „Desinformation“, „Delegitimierung des Staates“. Der Mechanismus ist derselbe: Unerwünschte Meinungen werden nicht argumentativ widerlegt, sondern juristisch unterdrückt.

Es ist egal, ob man das schon Zensur nennen will oder nur ein politisches Klima der Vorzensur. So oder so hat es mit einem freiheitlichen Rechtsstaat nichts mehr zu tun. Beide Länder verraten ihr liberales Erbe an die neue Intoleranz der Woken und Multikulti-Ideologen.

Elitenaustausch als Revolution

In beiden Ländern steht eine Revolution an. Manche glauben: eine blutige. Ich glaube das nicht. Aber es ist trotzdem eine Revolution.

Denn was ist eine Revolution? Der Austausch der Eliten. Genau den erleben wir.

Seit den 1920er-Jahren wechseln sich die britischen Konservativen und die Sozialisten in der Regierung ab. Dieses etwa 100 Jahre alte System kommt erkennbar an ein Ende. Es ist kaum vorstellbar, dass Labour oder die Tories die nächste Wahl gewinnen – wann auch immer die stattfinden mag. Das ist dann im Ergebnis eine politische Revolution: ein Austausch der Funktionseliten. Das System wird gar nicht abgeschafft. Aber die bisherigen Hauptdarsteller verschwinden.

In Deutschland sind wir noch nicht ganz so weit. Aber die brachiale Panik, mit der unsere seit Ende des Zweiten Weltkriegs etablierte Berufspolitikerkaste auf das Erscheinen der AfD reagiert, ist ein deutliches Zeichen:

Das System versucht zu retten, was nicht mehr zu retten ist.

Natürlich unterscheiden sich Programme und Traditionen diesseits und jenseits des Ärmelkanals. Aber die politische Dynamik ist dieselbe: Die Wähler verlassen die etablierten Parteien. Nicht unbedingt aus Begeisterung für die neuen Kräfte – sondern aus Enttäuschung über die alten.

So wie die Menschen auf der Insel die Tories und Labour abräumen, so werden auch die Menschen in Deutschland die Einheitspartei mit Namen „Unsere Demokratie“ abräumen. Was danach kommt? Wer weiß das schon. Aber mal ganz im Ernst:

Schlechter kann es ja nicht mehr werden.

Großbritannien ist Deutschland voraus. Nicht beim Wohlstand, nicht bei der Stabilität, aber beim Zerfall eines alten politischen Modells. Genau deshalb lohnt der Blick auf die Insel: Wer Deutschlands Zukunft sehen will, muss heute nach Großbritannien schauen. Dort im Kino läuft schon der Hauptfilm.

Deutschland sitzt noch in der Werbung.

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Kommentare ( 2 )

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2 Comments
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Lars Baecker
37 Minuten her

Erst müssen die Politiker, die dies absichtlich verantwortet haben zum Teufel gejagt werden. Dazu braucht es Mehrheiten. Die sehe ich leider noch nicht, aber warten wir mal die Wahlen im Osten ab, vielleicht könnten die eine Initialzündung für das Aufwachen der Bürger im Westen sein. Mit dem alten Politpersonal werden wir die Situation nicht mehr in den Griff bekommen, da die am Niedergang dieses Landes interessiert sind. Ich denke auch, dass wir der EU den Rücken kehren sollten. Denn was nützt es, hier ein anderes Recht zu schaffen, das entweder bereits mit EU-Recht nicht in Einklang zu bringen ist oder… Mehr

Jatoh
40 Minuten her

Revolution = Austausch der Eliten.
Ganz ohne Wahlen! Aber im Namen der Demokratie.
Alles muss sich ändern, damit alles so bleibt wie es ist:
Einer verdient immer!