Mehrere tausend Menschen fordern in Berlin den Rücktritt der Bundesregierung. Deutschlandfahnen, Migrationskritik, direkte Demokratie – doch die großen Medien schweigen. Warum bleibt dieser Protest unsichtbar?
picture alliance/dpa | Michael Kappeler
Während Politik und Medien jede noch so kleine Demonstration, wenn es nur für Klima oder gegen rechts ist, aufmerksam begleiten, versammelten sich am Brandenburger Tor mehrere tausend Menschen, um den Rücktritt der Bundesregierung zu fordern, ohne das darüber in den Medien berichtet worden wäre. Die Berliner Polizei spricht von 4.000 Teilnehmern, die Bilder und Videos in den sozialen Medien sehen nach mehr aus.
Auf der Straße des 17. Juni demonstrierten die Teilnehmer gegen die Bundesregierung und insbesondere gegen deren Migrationspolitik. Die Demonstranten fordern den sofortige Rücktritt der aktuellen Bundesregierung. Viele Teilnehmer trugen Deutschlandfahnen. Die Route die der Demonstrationszug und das Auto-Korso nahmen, führte durch das Regierungsviertel.
Die Forderungen gingen jedoch über die Tagespolitik hinaus. Nach Angaben der Veranstalter verlangten die Demonstranten eine direkte Demokratie, einen Stopp der Migrationspolitik, die Abschaffung der Rundfunkgebühren sowie die Einführung einer Politikerhaftung. Zusammengefasst wurde dies in einem Elf-Punkte-Plan des „Projekts M1llion“.
Von einer Massenbewegung kann also noch noch keine Rede sein. Aber dennoch handelt es sich um eine Größenordnung, die der anderen politische Akteure von den entsprechenden Medien maximale Beachtung zugestanden wird.
Wie absurd der Umgang mit nationalen Symbolen inzwischen geworden ist, zeigte sich ausgerechnet im Bundestag. Unter den Büros der AfD zog die Demo vorbei, Teilnehmer schwenkten ihre Deutschlandfahnen, Abgeordnete und Mitarbeiter antworteten aus den Fenstern ebenfalls mit Deutschlandfahnen. Daraufhin erschien die Bundestagspolizei und wies darauf hin, das Schwenken der deutschen Fahne könne gegen die Hausordnung verstoßen. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Im deutschen Parlament wird das Zeigen der deutschen Flagge zum möglichen Ordnungsverstoß erklärt, während Regenbogenfahnen in anderen Fenstern offenbar niemanden stören. Die politische Botschaf: Wer das Landessymbol zeigt, gerät unter Verdacht; wer das jeweils genehme Bekenntnis sichtbar macht, darf sich auf Milde verlassen.
Für die Berliner Polizei sperrte für die Demonstration die Straße des 17. Juni zwischen Großem Stern und Ebertstraße. Bemerkenswert ist der zeitliche Zusammenhang mit einer parallel laufenden Protestwoche linker Gruppen unter dem Motto „No Super Return“. Diese richtet sich gegen die Investorenkonferenz „Super Return“ in einem Berliner Hotel. Die Aktivisten kündigten an, die Konferenz stören zu wollen, da Leben und Versorgung kein Spielball für Profitinteressen seien. Wie Versorgung und Leben ohne Investitionen gesichert werden soll, wird von diesen Demonstranten vermutlich geklärt werden. Für Montag und Dienstag wurden kreative – was durchaus gewaltsam bedeuten könnte – Protestaktionen angekündigt. Für Donnerstag eine größere Demonstration und für Freitag eine Straßenparty. Bezahlt wird das vermutlich von NGOs, die dafür staatliche Zuschüsse bekommen. Nach heutigem politischen Sprachgebrauch also ebenfalls Investitionen. Investitionen, die aber ganz offensichtlich weder Leben noch Versorgung gefährden und deshalb von den Demonstranten gutgeheißen werden.
Es würde nicht überraschen, wenn die Berliner Polizei bei den linken Demonstrationen mehr zu tun hat.

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Naja, man kann es so oder so sehen. Da die ganze Junta & ihre Medien permanent lügen, nicht nur der Fritz, ist es zielsicherer die Wähler der Einheitsfront ihr eigenes Votum am eigenen Leib erfahren zu lassen. Es gibt hier genügend Artikel, wie hier die Union den eigenen Wähler das Wasser abdreht.
Moin, soweit kommt das noch, daß Politiker für die Wahlergebnisse haften. Abschaffung der Rundfunkgebühren. War Mioska bei Bas gestern wirklich so schlimm? Ein Volk was sich auf n-tv von waipu enreden lässt, Tore 3 Sekunden eher zu sehen, ist nicht mehr bei Trost. Und was meinen die mit Stopp der Migrationspolitik? Ende der Grenzkontrollen oder Zaun drumrum? Ich meine, das ist Berlin. Da kann man nicht ausschliessen, dass Merz weg soll, damit die Werte von Franziska Banaszak besser aussehen. Wenigstens die Polizei spielt mit. 4000 bestätigte Teilnehmer, heisst ganz sicher waren es, je nach gusto, deutlich mehr. Ist der Kanzler… Mehr
Wo versammeln sich die Merz-Gegner?
In der Merz-weg-Halle.
Boah….ganze 4.000 ! Das ist doch der Millionen-Marsch,oder? Wenn es uns Konservative es nicht schaffen, nach 2-3 monatelangen Hinweisen…mehr zu mobilisieren…dann ist das einfach nur traurig.
Kommt alles noch. Oder glauben Sie das bleibt alles so ruhig?
Die Linken haben Zeit. Die bürgerlichen müssen arbeiten Steuern zahlen.