Mehrere tausend Menschen fordern in Berlin den Rücktritt der Bundesregierung. Deutschlandfahnen, Migrationskritik, direkte Demokratie – doch die großen Medien schweigen. Warum bleibt dieser Protest unsichtbar?
picture alliance/dpa | Michael Kappeler
Während Politik und Medien jede noch so kleine Demonstration, wenn es nur für Klima oder gegen rechts ist, aufmerksam begleiten, versammelten sich am Brandenburger Tor mehrere tausend Menschen, um den Rücktritt der Bundesregierung zu fordern, ohne dass darüber in den Medien berichtet worden wäre. Die Berliner Polizei spricht von 4.000 Teilnehmern, die Bilder und Videos in den sozialen Medien sehen nach mehr aus.
Auf der Straße des 17. Juni demonstrierten die Teilnehmer gegen die Bundesregierung und insbesondere gegen deren Migrationspolitik. Die Demonstranten fordern den sofortige Rücktritt der aktuellen Bundesregierung. Viele Teilnehmer trugen Deutschlandfahnen. Die Route, die der Demonstrationszug und das Auto-Korso nahmen, führte durch das Regierungsviertel.
— sabrina.follome (@sabrinafollome) June 8, 2026
Die Forderungen gingen jedoch über die Tagespolitik hinaus. Nach Angaben der Veranstalter verlangten die Demonstranten eine direkte Demokratie, einen Stopp der Migrationspolitik, die Abschaffung der Rundfunkgebühren sowie die Einführung einer Politikerhaftung. Zusammengefasst wurde dies in einem Elf-Punkte-Plan des „Projekts M1llion“.
Von einer Massenbewegung kann also noch noch keine Rede sein. Aber dennoch handelt es sich um eine Größenordnung, der bei anderen politischen Akteuren von den entsprechenden Medien maximale Beachtung zugestanden wird.
Wie absurd der Umgang mit nationalen Symbolen inzwischen geworden ist, zeigte sich ausgerechnet im Bundestag. Unter den Büros der AfD zog die Demo vorbei, Teilnehmer schwenkten ihre Deutschlandfahnen, Abgeordnete und Mitarbeiter antworteten aus den Fenstern ebenfalls mit Deutschlandfahnen. Daraufhin erschien die Bundestagspolizei und wies darauf hin, das Schwenken der deutschen Fahne könne gegen die Hausordnung verstoßen. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Im deutschen Parlament wird das Zeigen der deutschen Flagge zum möglichen Ordnungsverstoß erklärt, während Regenbogenfahnen in anderen Fenstern offenbar niemanden stören. Die politische Botschaft: Wer das Landessymbol zeigt, gerät unter Verdacht; wer das jeweils genehme Bekenntnis sichtbar macht, darf sich auf Milde verlassen.
Die Berliner Polizei sperrte für die Demonstration die Straße des 17. Juni zwischen Großem Stern und Ebertstraße. Bemerkenswert ist der zeitliche Zusammenhang mit einer parallel laufenden Protestwoche linker Gruppen unter dem Motto „No Super Return“. Diese richtet sich gegen die Investorenkonferenz „Super Return“ in einem Berliner Hotel. Die Aktivisten kündigten an, die Konferenz stören zu wollen, da Leben und Versorgung kein Spielball für Profitinteressen seien. Wie Versorgung und Leben ohne Investitionen gesichert werden soll, wird von diesen Demonstranten vermutlich geklärt werden. Für Montag und Dienstag wurden kreative – was durchaus gewaltsam bedeuten könnte – Protestaktionen angekündigt. Für Donnerstag eine größere Demonstration und für Freitag eine Straßenparty. Bezahlt wird das vermutlich von NGOs, die dafür staatliche Zuschüsse bekommen. Nach heutigem politischen Sprachgebrauch also ebenfalls Investitionen. Investitionen, die aber ganz offensichtlich weder Leben noch Versorgung gefährden und deshalb von den Demonstranten gutgeheißen werden.
Es würde nicht überraschen, wenn die Berliner Polizei bei den linken Demonstrationen mehr zu tun hat.

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Also es gibt doch einen Bericht bei ARD unter Regionales https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/demo-berlin-208.html Die Berichterstatter sind nach den üblichen „Einordnungen“ sogar relativ neutral und direkt. Etwas das ich auch im bayrischen Rundfunk seit kurzer Zeit beobachte, so als ob sich gerade der Wind drehen würde und die Redaktionen gerade ein Zurückrudern auf neuen Kurs vorbereiten. Da gibt es einen Prof. Stecker https://www.politikwissenschaft.tu-darmstadt.de/institut/personen_pw/stecker_christian/christianstecker_inhalt_1.de.jsp der im Bayrischen Rundfunk eine sehr neutrale und mutige Position gegen linke Einordner vertreten hat. Es kommen immer mehr Sendungen zu Sinn und Unsinn der Brandmauer. Ein wenig tut sich in die richtige Richtung was. Man merkt das an der… Mehr
Mir fällt der Schwenk bei der ZEIT auf. Natürlich immer noch vernagelt, aber sie bringen endlich mal Argumente. Bekennend bösartig weiterhin FAZ und ein Sudelblatt aus dem Alpenraum. Letzteres kommt selten ohne die Titulierung „Kriegsverbrecher“ bei Putin aus.
Man sagt gerne: stetiger Tropfen höhlt den Stein – aber diese Zeit haben wir nicht mehr.
Wir sprechen von der Reduktion der Entwicklungshilfe und sollen dann wegen Klima noch mehr an diese Länder abdrücken. Was werden denn Länder wie Indien , China, Russland oder Kontinente wie die Amerikas, Afrika oder Asien zahlen? Oder Länderorganisationen wie OPEC?
da sage ich nur: Spar, Baby, Spar
Eine Million waren angekündigt, 4.000 sind es geworden. So wird das nichts, damit macht man sich lächerlich. Man hätte bescheidener anfangen müssen. Es ist viel zu früh für den Aufruf zu echten Massenprotesten, dafür geht es den Leuten noch zu gut und sie haben noch zu viel zu verlieren. Im nächsten Jahrzehnt bei deutlich größerer Armut sind die Aussichten besser. Lasst erst einmal die nächsten 3 Landtagswahlen im September vorübergehen, dann kommt etwas mehr Schwung in die Bude und der Kanzler wird durch den schwarzgrünen Wüst ersetzt. Dann 5 Landtagswahlen mit AFD-Erfolgen in 2027 bei noch mehr Arbeitslosen. Und dann… Mehr
Das Mobilisierungspotential ist bei links eingestellten Menschen um ein vielfaches höher, als bei liberal oder konservativ eingestellten Menschen. Linke denken kollektivistisch, während liberale/konservative überwiegen individualistisch denken.
Für Individualisten muss der Leidensdruck sehr hoch sein, um gemeinsam zu demonstrieren, während für kollektivistische Menschen sich direkt danach sehnen.
Kurz & knapp: Russland hat im Wirtschaftsforum angekündigt, dass es bereit sei, bei einer neuen Bundesregierung die Gas-/Öl-Lieferung sofort wieder aufzunehmen und die USA unter Präs.Trump ist auch für eine neue Regierungslinie D-Lands, also BEIDE „Allierten“ Ost & West.
Frankreichs Macron und Britanniens Stamer stehen im eigenen Volk unter massiver Kritik…warten wir mal ab.
Sie meinen also:
Warten,Baby, Warten
Na dann schauen wir mal am St. Nimmerleinstag was das Warten gebracht hat.
Na ja, es gab schon Berichte außerhalb der alternativen Medien. Offensichtlich kam die Demo aber etwas überraschend, denn ansonsten wären die Kettenhunde des Establishments auf sie losgelassen worden – also Strassenblockaden, Angriffe auf die Teilnehmer etc.
Vielleicht dämmert es einigen NGO-Vorständen, daß sie persönlich für Steuerforderungen haften,wenn ihnen die Gemeinnützigkeit aberkannt wird. Einigen Beamten könnte auch was dämmern für das Geld in dubiose Organisationen pumpen. Da halten sie lieber die Füße still. Die Omis könnten das Problem haben,daß sie empfangene Zahlungen nicht dem JobCenter gemeldet haben.
Dann hoffe ich doch, dass die ach so braven „Befehlsempfänger“, am Montag und Dienstag, recht viel zu tun haben. Sind die Polizisten keine Deutschen, oder was haben sie gegen deutsche Fahnen.
Am Sonntag, dem 07.06., gab es auf „achgut“ einen Artikel Das Schweigen der Bürger, der fragte, warum es keine machtvollen Demonstrationen gegen die Zustände im Land gibt.Bereits im ersten Absatz des obigen Artikels gibt ein Nebensatz die Antwort: … ohne dass darüber in den Medien berichtet worden wäre. Das Wesen und der Sinn einer Demo ist,der Öffentlichkeit zu zeigen, daß viele Bürger für etwas aufstehen. Wenn aber die Medien das verschweigen, welchen Sinn hat es noch, sich irgendwo nach langer Anreise die Füße platt zu treten? So läuft das, ganz einfach. Die andere Seite karrt die Leute mit Bussen und finanzieller… Mehr
„Projekts M1llion“. ??? scheint mir keine glückliche Wahl , prägt sich schlecht ein.
Immerhin berichtet Tichy wenigstens im Nachhinein. Tagelang habe ich darauf gewartet, dass die geplante Demonstration hier oder in den anderen alternativen Medien erwähnt wird. Fehlanzeige. So wird das nichts. Geplante Protestveranstaltungen müssen künftig im Vorfeld weite Verbreitung erfahren.
Schreiben Sie es doch in einen Kommentar, wenn Sie von so was wissen.
Wenigstens das!
Demonstrationen gegen die Regierung sind ein Zeichen von Demokratie. In Deutschland wird ja seit Jahren nur gegen die Opposition demonstriert, was man auch als Zeichen einer Diktatur werten könnte, denn nur in Diktaturen wird für die Regierung und gegen die Opposition demonstriert. Dass das links-grüne polit-mediale Kartell über solche Aktionen weder berichtet noch Stellung dazu nimmt, dürfte klar sein. Man kann nur hoffen, dass diese Protestbewegung weiter wächst.
Demokratie kann funktionieren, wenn möglichst viele Menschen die Goldene Regel verinnerlicht haben und praktizieren.
Wer nicht ZULASSEN will, dass er belogen, betrogen, bestohlen, verleumdet, verachtet, versklavt, ausgegrenzt, beschädigt und getötet wird, sollte auch nicht ZULASSEN, dass ANDERE belogen, betrogen, bestohlen, verleumdet, verachtet, versklavt, ausgegrenzt, beschädigt und getötet werden.
Merz weg hilft nicht.
Es würde nur irgendeine andere Kartellparteienmarionette kommen.
Es braucht Neuwahlen mit einer absoluten Mehrheit für die blaue CDU!
Dann könnte sich was zum besseren ändern.