Bereits 2014 durfte Hannelore Krafts gepanzerter und hochmotorisierter Dienstwagen keine Rheinbrücke mehr überqueren. Zwölf Jahre später wiederholt sich die Farce mit Hendrik Wüst. In NRW und Deutschland verfällt alles, auch die Infrastruktur.
picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd
Die Automobil-Industrie Deutschlands ist zwar im Niedergang. Alte, mit dem Auto verbundene Gewohnheiten, sind aber, Gott sei Dank, noch tief in der deutschen Seele verwurzelt. Nichts zeigt in Deutschland sicherer Rang und Erfolg an, als das Auto. Es ist und bleibt das Prestigeobjekt. Kein Wunder, dass der Ministerpräsident Wüst deshalb Wert auf ein großes, schweres und gepanzertes Auto legt. Es symbolisiert ja nicht nur die Würde seines Amtes, sondern auch seine persönliche, also die konditionale Form von dem, was er ist, oder zumindest sein will.
Durch das Land, dessen Ministerpräsident er ist, fließt nun ein Fluß und deshalb wurden hier einst viele Brücken gebaut, damit man leicht und trockenen Fußes von einer zur anderen Seite gelangen konnte. Jetzt sind leider viele dieser Brücken, wie auch vieles andere in diesem Lande, dessen Ministerpräsident er ist, marode, etliches sogar sehr marode. Und eine Brücke davon, die Theodor-Heuss-Brücke, ist ganz besonders marode. So marode, dass sie für Lastwagen über 3,5 Tonnen gesperrt ist. Also auch für den schönen, großen, nicht-elektrischen und eindruckheischenden Dienstlastwagen von Herrn Wüst. Warum so viele Brücken und auch andere Dinge in seinem Land marode sind, weiß der Ministerpräsident natürlich nicht. Immer hat er aber eine Ahnung, wer dafür verantwortlich sein könnte. Wahrscheinlich liegt es an den Rechten, oder an Putin oder an Trump. Auf keinen Fall aber an ihm oder seiner Partei.
Milliarden fließen in Deutschland und Nordrhein-Westfalen an öko-sozialistische Prestigeprojekte. Förderprogramme der Nogos der Zivil-Gesellschaft, Klima-Agenturen, die mit Geld dafür sorgen, dass Kohlevorkommen geflutet werden und an alles was grün, links und woke ist, und gerne leistungslos vom Geld anderer Leute lebt. Gleichzeitig zerfällt die Infrastruktur und die innere Sicherheit verfällt. Dafür ist kein Geld vorhanden. Der Staat scheint nicht nur nicht mehr in der Lage zu sein, die elementarsten Aufgaben wie Sicherheit und Bereitstellung einer funktionierenden Infrastruktur zu gewährleisten. Er will es offenbar gar nicht mehr. Straßen, Schienen, Schulen, Stromnetze, überall wird auf Verschleiß gefahren. Mit dem schweren Dienstlastwagen des Ministerpräsidenten bekommt das Problem jetzt aber, im wahrsten Sinne des Wortes, Gewicht.
Denn jahrelang hatten die unterschiedlichen Regierungen der Brandmauerparteien die Infrastruktur verfallen lassen. Die Folge dieses Nichthandelns: Lieferverkehr im Umwege-Modus, Zeitverluste, höhere Kosten und sinkende Produktivität. Kosten die diejenigen übernehmen müssen, die nicht von staatlichen Transferzahlungen leben. Mittelständler, Handwerker, Selbstständige und Angestellte der privaten Wirtschaft. Aber solange eben nur die gewöhnliche Steuerzahler betroffen waren, blieb das politische Echo überschaubar.
Nun muss auch Wüst Umwege fahren
Der gepanzerte und überschwere Audi A8 des Ministerpräsidenten wird so zum Symbol eines Staates, der sich selbst nicht mehr tragen kann. Die politische Elite schützt sich mit tonnenschweren Luxusfahrzeugen vor einer Welt, für die sie ursächlich verantwortlich ist, scheitert dann aber an einer Brücke aus den 50er Jahren.
Natürlich erklärt die Staatskanzlei nüchtern, man berücksichtige die Gewichtsbeschränkung nun eben bei der Routen- und Terminplanung. Tatsächlich ist es, im Gegensatz zum Handwerker, dem Krankenwagen und der Feuerwehr, bedeutungslos, ob Wüst zu spät zu seinen Terminen kommt.
Besonders grotesk ist allerdings der historische Rückblick. Bereits 2014 durfte Hannelore Kraft mit ihrem gepanzerten Wagen die Leverkusener Rheinbrücke nicht mehr überqueren. Zwölf Jahre später wiederholt sich dieselbe Farce in Düsseldorf. Gelernt wurde offenbar nichts. Aber das stimmt nicht ganz: Die Pressemeldungen sind jetzt deutlich geschmeidiger formuliert.
Nordrhein-Westfalen kein allerdings beileibe kein Einzelfall. Bundesweit sind tausende Brücken sanierungsbedürftig. Die Infrastruktur verfällt schneller, als Politiker Transformation sagen können. Planungsverfahren dauern Jahre, Ausschreibungen gehen im undurchdringlichen Dickicht der Bürokratie unauffindbar verloren, während gleichzeitig die Baukosten explodieren. Währenddessen verkündet dieselbe Politik „Transformation“, „Mobilitätswende“ und „Klimaneutralität“. Doch wer nicht einmal bestehende Brücken instand halten kann, sollte vielleicht etwas vorsichtiger mit seinen öko-sozialistischen Heilsversprechungen.




Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein
Viel mehr als diese ohnehin verluderten Brücken ,Straßen ,Schienen und sonstdergleichen interessiert diese im Geiste feudalen Lehnsherren an der Landesspitze die Gewaltigkeit und Protzigkeit ihrer monströsen Fahrzeuge .
Wozu fragt man sich ? Sind sie elitär auserkoren ,gesalbt vom Allmächtigen derartig unverschämt protzig und Sonnenkönighaft aufzutreten .
Sie sollten eigentlich Vertreter des Bürgers ,des Volkes sein .
Sollten mit ihm leben ,das Volk verstehen und ihm zur Seite stehen .
Umso abgehobener ,feudaler ,volksverachtender ist dieses Auftreten mit Encoutage und „ Königskutsche „ .
Und die vor Dummheit strotzende Mainstraempresse und die Fernsehfuzzis unterstützen diesen Blödsinn auch noch .
Und da lassen sie sich fahren – in schwer gepanzerten Limousinen mit viel Personenschutz haben sie keinen Grund, sich um die wahren „Probleme“ der Bürger auch nur ansatzweise scheren zu müssen!
Trotz der desaströsen Bilanz des herrschenden links-grünen Kartells hat die Untertanenmehrheit noch lange nicht genug von den Politversagern, die seit Jahren unser Land ruinieren. Die Wahlergebnisse der jüngsten Zeit in Westdeutschland lassen keinen anderen Schluss zu.
Möchte sich die AfD das wirklich antun, in ein paar Jahren, in denen die Infrastruktur unter der linken Einheitspartei noch weiter verfällt, dieses Land zu regieren?
Dazu treten sie an.
Sagen sie.
Und ich hoffe wie in den USA auf den Turnaround – wobei die verblendete Masse bei uns deutlich aggressiver scheint als in Übersee. Und die Messermänner nie vergessen, die ihre Pfründe dann schwinden sehen werden.
Barbara Köster schreibt schon 2015, dass die kommen der Ansicht sind, dass ihnen hier eh schon alles gehört – und sie es momentan nur noch nicht in Besitz nehmen können: https://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/merkel-und-die-hidschra-unbeabsichtigte-einladung-zur-eroberung/
Viele weitere Augen öffnende Artikel bei TE, wenn man nach dem Namen der Autorin sucht: https://www.tichyseinblick.de/?s=barbara+k%C3%B6ster
Keine Angst, die AfD wird das nicht müssen. Durch die Kriegstreiberei in Europa wird es schon vorher so kräftig „rummsen“, dass danach leichter Neu angefangen werden kann.
Und auch wenn das nicht passiert: die Linksgrünen werden dafür sorgen, dass die AfD scheitert. Von Bundesrat, über Gerichte, Staatsanwaltschaften, höhere Beamte, Polizei bis hin zur EU ist alles linksgrün unterwandert. Jeder von denen wird alles, wirklich alles tun, um eine Änderung der Politik zu verunmöglichen.
Was halt auch schwerer fallen wird, brennt das Licht nicht dauerhaft und wenn die Heizung kalt bleibt. Und auch, wenn die Nahrung nicht ausreicht. Aber so, wie man gerade versucht das aufkommende wirtschaftliche Debakel in Deutschland Trump in die Schuhe zu schieben, so wird ihnen auch dann jemand einfallen, der von wahren Übeltätern ablenkt. . Dass man sich hat belügen lassen, das will man vor sich selbst nicht zugeben: „Und ich habe mir Gedanken gemacht, warum hört man uns nicht zu, warum sind so viele Menschen in Panik und Angst und ich habe immer geglaubt, es sei die Angst vor… Mehr
Die sich rasant verändernde Sicherheitslage in Deutschland, von Angelas Ziehsöhnen wie Wüst oder Günther gerne bestritten, findet hier diskret ihren persönlichen Ausdruck. Die Bevölkerung muss sehen, wie sie damit klar kommt.
Das kann sie bestimmt schaffen. Sie hat doch so gewählt, was sie nun regiert. Ich hab von nichts gewusst gilt nur für erwischte Politiker.
Die Zeiten, in denen der Slogan „Nordrhein-Westfalen vorn“ galt, sind ganz offensichtlich nicht erst seit Herrn Wüst vorbei, daran haben auch schon seine Vorgänger/innen gearbeitet, seit Jahren sind die Probleme u.a. auch der Verkehrsinfrastruktur hinlänglich bekannt, aber das Geld wurde lieber für andere – vor allem inzwischen Lieblingsprojekte der Grünen – ausgegeben und zwar u.a. mit großer Leidenschaft für Meldestellen, „UnsereDemokratie“ und – ganz wichtig – den Kampf gegen Räächts! Pech für Herrn Wüst, dass nun sein Dienstwagen die Route ändern muss, allerdings dürfte das wohl das geringste Problem in NRW sein!
Wenn Wüst ein umsichtiger Landesvater wäre, wäre die Brücke schon längst wieder in Ordnung gebracht, aber Meldestellen als Beschäftigung für die Genossen gegen „Hass und Hetze“ waren im wahrscheinlich wichtiger.
Der grüne Wüst ist beliebt, also werden die CDU und die Grünen entsprechend mehrheitlich gewählt, weil es die Bürger so wollen! Scheint doch alles Bestens in NRW!
Während der Schmerz des Lachkrampfs allmählich abklingt, kommt mir die Idee, dass der schwarzlackierte Zauberlehrling mit ‚Grünkern‘ vielleicht einmal bei denen anfragen sollte, die, getrieben vom ‚Wahren Glauben‘, aus seinen Ballungsräumen inzwischen bis ins letzte Dorf vordringen, ob sie ihm vielleicht ein Dienstgeschwader an Fliegenden Teppichen gegen angemessenes Bakschisch zur Verfügung stellen könnten!
Aber mal im Ernst: Statt sich unter ‚Land.NRW‘ aufzuplustern: „Wir werden (die) vor uns liegenden Aufgaben meistern. Mit Zusammenhalt, Erfindergeist und Tatkraft“ (der Traum aller katholischen Schwiegermütter am 28. Juni 2022) sollte es besser heissen: „Wir.In.NRW haben fertig – Flasche leer“.
Fragt denn keiner mal bei Putin nach, wie man in 2 Jahren eine Brücke über die Strasse von Kertsch baut, die sogar ukrainische Bombenangriffe aushält, also bestimmt auch Herrn Wüst samt Panzeraudi ertragen könnte?
Apropos „Putin“ – das mit den maroden Brücken und der verfallenden Infrastruktur spart nicht nur Geld, es ist offenbar auch Teil der praktizierten Verteidigungsfähigkeit von Buntland, denn wenn mehr als Infanterie und bestenfalls einzelne Enduros, besetzt mit je max. 2 „Rotarmisten“, selbige noch queren können, scheitert jede Invasion aus dem „fernen Osten“ garantiert schon im Ansatz..