Man darf und kann gegen Merkel und die AfD zugleich sein. Demokratie bedeutet nicht, einer seit zehn Jahren nach Gutsherrenart regierenden Person selbst zu überlassen, ob sie Kanzlerin bleiben möchte oder nicht.
Peinlich, dass für Viktor Orbáns Referendum gegen EU-Migrationsquoten nur 43 Prozent der Wähler an die Urnen eilten. Aber wer glaubt, dass Orbán klein beigibt, täuscht sich – die Reste des Habsburger-Reichs sammeln sich zur „kulturellen Konterrevolution“.
Wenn Merkel und andere Anführer Europas in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Wirkungsvolles tun wollen, müssen sie ein paar Singapurs und Hongkongs errichten: Sonderwirtschaftszonen mit Millionen guter Jobs. Statt wohlfeiler Sprüchen auf Gipfeln.
Der Weltklimavertrag ist in Wahrheit ein zahnloser Tiger in Bezug auf den Klimaschutz. Als diplomatisches Werkzeug für Forderungen an andere Vertragspartner (man denke an die Geldgier vieler Drittweltpotentaten) eignet er sich aber schon.
Wer hätte gedacht, dass unsere Bundesoffiziellen so tief getroffen sind von den Demos in Dresden? Die hatten tatsächlich Applaus für ihre Politik erwartet. Kein Wunder, dass Maybrit Illner nacharbeiten musste. Ein Streitgespräch mit Justiz-Heiko gab es auch noch.
Natürlich ist der Keim zu Gewalt, Krieg, Hass und Zerstörung in jedem Individuum angelegt. Dürfen wir daraus die Forderung ableiten, dass Menschen oder Gesellschaften ihre Identität vorrangig aus der Erinnerung an das Böse ableiten sollten? Das erscheint Gero Jenner als unheilvolle Verirrung.
Gastautor Wolfgang Müller-Michaelis nimmt die Erfolgslosigkeit und den falschen Ansatz der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank aufs Korn und warnt vor den zerstörerischen Folgen für die Soziale Marktwirtschaft und die Europäische Union.
Anders als in Hornberg kann die EZB immer neues Schießpulver produzieren. Sie kann unendlich Geld direkt und indirekt produzieren und dies Banken und Unternehmen zur Verfügung stellen. Doch dieses Geld verliert dann immer mehr an Qualität.
Wenn es nur noch um die Verkündung der einen, heiliggesprochenen Wahrheit geht, empfiehlt sich der Formatwechsel von der nur noch so genannten Talkrunde, was ja wohl Gesprächsrunde heißen soll, zur Kanzelpredigt. Allerdings nicht nur bei Maischberger.
Die politische Agenda der Kanzlerin ist heute auf eine Weise offen gegen das Wohl des deutschen Volkes gerichtet, dass ein Verzicht auf die härteste Form des rechtlich gerade noch zulässigen politischen Widerstandes – lassen Sie mich es bitte ausnahmsweise so pathetisch formulieren – einer Verletzung der Bürgerpflicht gleichkommen würde.
Ohne öffentliche Diskussion senken Politik und Pädagogik die Bildungs- und Unterrichtsqualität ganz bewusst auf ein unverantwortliches Niveau und verwandeln die ehemalige Bildungsrepublik Deutschland in eine Bildungswüste. Dokumentiert eine Bildungsstudie von Prof. Dr. Reinhard Franzke, die einen Vergleich mit Schulen und Kindergärten Kenias einschließt.
Es geht hier nicht um die Aktualität der Schlagzeile zum politischen Jubelfest der Wiedervereinigung, wo die Polizei ausgerechnet der Gegenseite einen erfolgreichen Tag wünscht, sondern vielmehr um den inneren Zustand der Sicherheitsinstitution. Der nämlich wurde in Dresden bei der Einheitsfeier unabsichtlich etwas sichtbarer gemacht.
2015 wanderten insgesamt rund 2 Millionen Menschen nach Deutschland ein, gut eine Million EU-Bürger und 0,9 Millionen Asylsuchende. Dazu kamen aber lediglich 82.000 aus Drittstaaten, um hier eine qualifizierte Arbeit aufzunehmen. Darunter waren ganze 5.867 Hochqualifizierte, die mit Hilfe der „Blue Card“ kamen. Das traurige Fazit: Deutschland ist für Asylsuchende attraktiver als für hochqualifizierte Arbeitssuchende.
Michel Houellebecq sagt, die Linke sei immer aggressiver und bösartiger geworden. Es handle sich um den klassischen Fall des in die Enge getriebenen Tiers, das Todesangst verspürt und gefährlich wird. Schüler als Propagandisten einzusetzen, findet Ansgar Neuhof unerträglich.
Zum ersten Male in der Geschichte der Menschheit wurde ein Komet direkt vor Ort untersucht und die Ergebnisse zur Erde gefunkt. Das Faszinierende daran: Dessen chemische Zusammensetzung hat sich seit seinen Ursprüngen nicht verändert.
Merkel sagte in ihrer Interview-Videobotschaft vor den Feierlichkeiten zur deutschen Einheit, gefragt, was sie von der Pegida-Parole, wir sind das Volk, hält, den etwas merkwürdigen Satz: "Alle sind das Volk". Dann bleibt sie die Antwort, was sie da meint, schuldig.
Die neue politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Führungsschicht im "Beitrittsgebiet" hat sehr schnell die Weltsicht jener im Westen weitestgehend übernommen. Die gerufen hatten, "Wir sind ein Volk", überwiegend nicht. In der politischen Krise, die aus dem Unvermögen entstand, mit der plötzlich viel größeren Zuwanderung seit 2015 umzugehen, brach der unsynchrone Prozess der Weltsicht zwischen "Oben" und "Unten" unübersehbar und unüberhörbar auf - ein Prozess, der sich zweifelsohne noch lange fortsetzen wird.
In Dresden feiert sich die Obrigkeit selbst, beschimpft das Volk und im Schwarzwald wird das Grundgesetz in der Dose im Bunker archiviert - symbolischer geht's wohl kaum noch.
Und so lässt sich am Tag der deutschen Einheit konstatieren, dass wir wohl gespaltener sind denn je. Dass es keine Einheit, keinen gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer Gesellschaft gibt, in der sich die in ihr vorherrschenden Kulturen im Endeffekt nichts abgewinnen können.
In den meisten Würdigungen wird der soeben verstorbene Shimon Peres als der einzige ernst zu nehmende israelische Friedenspolitiker dargestellt. Das ist so glaubwürdig, als wollte man Angela Merkel zur singulären deutschenPolitikerin mit Mitgefühl stilisieren.


























