Was hat der Porsche-Enkel vor? Warum steigt er ausgerechnet jetzt aus, wo doch der VW-Konzern – wie die gesamte Autobranche – wieder glänzende Geschäfte macht?
Wladimir Putin unterstützte Aleksandar Vučić offen, Merkel lud ihn in der heißen Phase des Wahlkampfs zum Abendessen nach Berlin, Gerhard Schröder lobte ihn "meinen Freund" bei dessen größter Wahlkampfveranstaltung.
Der ständige Ruf nach Gerechtigkeit schafft mit seinem Ruf die Unzufriedenheit der Massen, prägt aus der diffus gefühlten Ungerechtigkeit seine Legende von der Gerechtigkeit.
Die Verantwortung für das Erstarkung der Demagogen ist auch bei den Eliten zu suchen, die zu leichtfertig meinen, ihre elitäre Weltsicht, deren Offenheit und letzte Ungewissheiten vielleicht eine Elite auf Dauer erträgt – sei auch für die Mehrheit gut und gültig.
"Linke" und "grüne" Gruppen fordern zum Boykott auf für Bücher, Bier und bedrohen Hotels: Politische Gesinnung wird zum Kaufargument. Aber Konsumenten wehren sich gegen die totale Bevormundung. Auf jeden Boykott folgt ein Gegenboykott.
Alles in allem fragt man sich schon, wie weit die Literaturkenntnisse deutscher Politik reichen. Denn bisweilen verhält sich die politische Klasse wie Jakob Biedermann in Max Frischs Einakter „Biedermann und die Brandstifter“ von 1958.
Für Frau Ates ist die doppelte Staatsangehörigkeit ein ehrliches Abbild der Realität, für Herrn Somuncu eine Einladung zu einer gespaltenen Identität. Das war dann der interessanteste Moment dieses Talkabends. Die Erkenntnis nämlich, das beide recht haben.
Wen immer man in der FDP fragt, kriegt man bestätigt, die Wut auf die CDU ist so groß wie nicht mehr seit den Jahren der ersten großen Koalition von 1966 bis 1969.
Jetzt hat die Mittelmeerunion die Mehrheit in der EU und kann endlich unbegrenzt das umverteilen, was Gabriel als Außenminister so bereitwillig ins Schaufenster stellt.
Weiter hinten, bei den wenig prominent placierten Artikel fand ich denn doch drei, die mehr bringen als das, was man täglich auch ohne SPIEGEL erfährt. Tiefe suchte ich ansonsten vergeblich.
Wenn die liberale Gesellschaft noch gerettet werden soll, muss am allerdringlichsten ein Kurswechsel in der Gesellschafts- und Integrationspolitik her. Mit aufgewärmten Steuerthemen und Digitalisierungsfragen kann die FDP kein Vertrauen erwerben.
Natürlich fährt der Schulz-Zug volle Pulle weiter! Und sonst? Frühlingsgefühle im Kanzleramt, Besinnliches vor Ostern, Hamburgs Polizei verschanzt sich hinter NATO-Draht, und wo ist es am schönsten? Natürlich im Homeland NRW.
Moderne Pädagogik erzieht zur Oberflächlichkeit. Wenn etwas schwierig erscheint, dann denkt Pädagogik nicht darüber nach, wie man den Kindern das Schwierige erfolgversprechend beibringen könnte. Stattdessen schafft man schwierige Inhalte ab.
Die FDP könnte für eine schwarz-gelb-grüne Koalition die Bedingung stellen, dass die Kanzlerin ausgewechselt wird. Das tat die FDP schon einmal bei Adenauer. (Zu den bösen Erinnerungen an zwei vergangene Fehler der FDP folgt Teil 2.)
Reiches Deutschland - Armut im Alter? Oder mit Bert Brecht: Die im Schatten sieht man nicht. Allen sozialpolitischen Beteuerungen zum Trotz gibt es eine wachsende Zahl von Armen im Alter. Durchschnittszahlen helfen wenig - die kollektivistischen Systeme geraten an den Rand ihrer Möglichkeiten.
Mit den Unwörtern der politischen Extremismen werfen inzwischen alle Seiten aufeinander. "Links" verliert sein Monopol auf ideologische Wurfgeschosse gegen "Rechts". "Rechts" schleudert mittlerweile doppelt zurück - mit den gleichen Unwörtern.
Von Angela Merkels Triumph müssen wir uns erst erholen. Es gibt in Saarbrücken keine nennenswerte Opposition mehr. Modell Saarland also. Im Bundestag blüht uns nichts anderes. Frau Schulz-Merkel operiert ungestört Deutschland weiter ins Wachkoma.
Vor 75 Jahren beging Stefan Zweig im brasilianischen Exil Selbstmord. Eine regelrechte Zweig-Renaissance an Büchern und Filmen verdankt sich nicht zuletzt der Frage, warum er das tat – er war finanziell unabhängig und in Sicherheit vor Hitlers Schergen.
Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht. Zum Beispiel: einen Feelgood-Manager. Gibt’s nicht, werden Sie sagen. Sag ich doch: Sachen gibt’s … Googlen Sie mal.
C’est la Vie: Im 1. Wahlgang kann Marine Le Pen vom Front National den Sieg davon tragen. Aber die erste Präsidentin der Republik Frankreich wird sie damit noch lange nicht. Drei Gründe sprechen gegen die Juristin und prominenteste französische Politikerin.



























