Sexuelle Übergriffe in Jugendclubs: Verantwortliche decken migrantische Täter – bundesweit

Es ist nicht nur Neukölln, nicht bloß Gnarrenburg. Neue Wortmeldungen legen offen: Das System der Vertuschung in Jugendclubs ist bundesweit im Gange. Sexuelle Übergriffe werden von Verantwortlichen ausgeblendet, die migrantischen Täter im Namen ihrer „Zukunftsperspektive“ geschont

picture alliance/dpa | Jens Kalaene
Das Jugendzentrum Wutzkyallee in Neukölln

Erst war da der Vergewaltigungs-Vertuschungs-Skandal von Neukölln, in den im Zweifel alle regierenden Parteien involviert sind, jedenfalls Linke und SPD.

Geschehen war es in und um den Jugendclub Wutzkyallee in verschiedenen Etappen, die mindestens bis zum vergangenen November zurückreichen.

Erst kam eine reale Vergewaltigung, in diesem Fall keine virtuelle, zusammen mit weiteren Sexualdelikten gegen ein und dasselbe Mädchen, gefolgt von der Forderung, dass das Opfer seine jüngere Schwester an die Täter ausliefern sollte. Und obwohl die Mitarbeiter des Jugendclubs davon wussten, zeigten sie keine eindeutige Reaktion – keine Anzeige bei der Polizei gab es, keine harten Sanktionen für die beteiligten Jungen.

Auch die zuständige Mitarbeiterin des Jugendamts wusste Bescheid, aber tat nichts. Der von ihr auf Nachfrage genannte Grund: Die muslimischen Jungen seien „bereits genug im Visier der Polizei“, sie wolle „einen Generalverdacht verhindern“.

Am Ende kommt man zur Leugnung jeder Verantwortung durch die Jugendbezirksstadträtin von der Linkspartei, Sarah Nagel, die sich inzwischen selbst – als „linke Frau“ – als Opfer fühlt. „Es geht auch nicht um mich, auch wenn ich als linke Frau eine gute Zielscheibe für so etwas bin“, sagt sie der Süddeutschen Zeitung.

Und an dieser Stelle ist dieses Skandal-Drama zwar nicht beendet, aber an seinem vorläufigen medialen Endpunkt angekommen – der auf die politische Bühne übertragenen Täter-Opfer-Umkehr und dem Ringen einer Politikerin darum, sich nicht für Handlungen im eigenen Aufgabenbereich zu verantworten.

Und auch der SPD-Bürgermeister von Neukölln, Martin Hikel, mischt sich nun laut SZ mit den Worten ein: „Auf dem Rücken der Betroffenen wird jetzt Politik gemacht. Und das finde ich das eigentlich Empörende, weil es offenbar für diejenigen, die das an die Öffentlichkeit gebracht haben, nicht zählt, dass da jemand, der vielleicht traumatisiert ist, aber mindestens erheblichen Schaden erlitten hat, Gegenstand der öffentlichen Berichterstattung ist.“ Das Wichtigste: Entwarnung geben. Alles nicht so schlimm. Wir regeln das intern. Nur keine öffentliche Aufregung. Das ist auch die Devise dieses alten SPD-Recken.

Gnarrenburg: Selbes Muster – anderer Ort

Es folgte ein Fall aus Niedersachsen, der eigentlich länger her ist, aber noch immer wie ein böser Schatten über der Gemeinde Gnarrenburg liegt. Schon im letzten Sommer soll dort eine 14-Jährige wiederum im örtlichen Jugendzentrum vergewaltigt worden sein, von drei Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren, wie es heißt. Und das geschah eben an einem Ort, an dem Staat und in diesem Fall die Kirche ein besonders gutes Auge auf die Kinder werfen sollten.

Aber passiert ist danach nicht viel. Das Jugendzentrum JUZE ist immer noch geöffnet. Ähnlich wie in dem Neuköllner Jugendclub hat man eben ein paar Türen ausgehängt, damit es eine Möglichkeit weniger für die Täter gibt. Klar wachsen seit der mutmaßlichen Vergewaltigung massiv die Zweifel in diesem Ort, stellt sich die Frage, ob man seine Kinder überhaupt in das Zentrum schicken kann. Aber auch dieser Vorfall war wohl nur ein Ausschnitt aus vielem, was außerdem in dem Jugendzentrum geschehen ist, wie auch Jugendliche berichten. Dazu heißt es pauschal: „Über Gnarrenburg sagen alle: Hier ist immer was los.“ Was los im zweifelhaften Sinn jenes Trubels, den man eigentlich nicht erleben will. Es scheint dabei um die berüchtigten „Gruppen junger Männer“ zu gehen, denen man als junges Mädchen am Abend lieber nicht begegnen will.

Im Berliner Jugendclub in der Wutzkyallee wusste man jedenfalls sofort, um welche Jungen es ging, als die Leiterin des Mädchentreffs von nebenan die mutmaßliche Vergewaltigung zur Sprache brachte. Man wusste aber auch, dass man sie nicht verpfeifen wollte. Auch ein Hausverbot wurde bislang seit dem Öffentlichwerden der Vorwürfe nicht verhängt. Das bedeutet: Es gibt immer noch eine Nullreaktion der Behörden aus Sicht der Täter. Und nun hat man als Handlungsersatz eine Kommission eingesetzt, um sich endlich ein Bild von den Vorfällen seit letztem November zu machen.

Jeder, der solche Jugendclubs gesehen hat, kennt das Bild

Aber jeder, der in der Nähe eines solchen Jugendzentrums wohnt, weiß auch, dass junge aufgetakelte Mädchen dorthin pilgern, um gleichaltrige Jungs zu treffen, oft bis in die Abendstunden hinein. Es geht also um einen merkwürdigen Graubereich, wie so oft, über den jedenfalls die Eltern nicht immer vollständig im Bilde sein dürften.

In Gnarrenburg verlief tatsächlich vieles ähnlich wie in Neukölln. Zwei männliche Jugendliche, ein 15-jähriger Syrer und 16-jähriger „Niederländer“, sowie ein schon 18-jähriger Iraner sollen ein Mädchen gemeinsam vergewaltigt haben, so der Bild-Bericht. Diesmal also sogar eine Gruppentat. Die Tür hatten sie abgeschlossen oder verbarrikadiert und laute „Musik angemacht, damit man nichts hört“. Niemand in dem belebten Jugendzentrum soll etwas mitbekommen haben. Auch der Betreuer, daneben Diakon in der Kirchengemeinde, will nichts gehört oder bemerkt haben. Später gab er an, der Schweigepflicht zu unterliegen, scheint also inzwischen mehr über die Tat zu wissen. Laut Polizei greift die Schweigepflicht nicht bei Straftaten wie dieser.

Im August rief die Patentante des Mädchens über die sozialen Netzwerke dazu auf, Hinweise an die Polizei zu geben. Die Mutter ist empört: „Wir kämpfen gegen Windmühlen. Die Gemeinde, die Kirche, alle schweigen es tot, als sei nichts passiert. Jeder macht so weiter, als ob nichts passiert wäre.“

Es fängt im ganz Kleinen an

Und nun gibt es verschämt, am Ende eines ZDF-Berichts die Mitteilung, dass das wahrscheinlich noch bei weitem nicht alle Fälle dieser Art sind. Eine Sozialpädagogin Julia K. erzählt von vielen Jugendlichen mit Migrationshintergrund, mit denen sie in Süddeutschland gearbeitet hat. Auch sie kann sich an einen „Vorfall“, einen schweren Übergriff erinnern, der nicht bei der Polizei angezeigt wurde. Und wieder folgte das gleiche Muster auf die Tat. Die Leitung der Jugendeinrichtung fragte Julia K., ob sie riskieren wolle, dass „ein Jugendlicher quasi seinen Platz in [seiner] Pflegefamilie verliert und damit ohne Zukunftsperspektive bleibt“. Das bedeutet glasklar: Wenn die Sozialpädagogin nichts riskieren will, dann besser keine Anzeige. Es kam nicht dazu. Julia K. fügte sich in den Lauf der Dinge, ließ sich unterbuttern vom herrschenden System.

Das muss man sich allerdings auf der Zunge zergehen lassen: Jugendliche Ausländer werden in Pflegefamilien untergebracht, begehen „Übergriffe“ und werden nicht belangt, damit sie in eben dieser Pflegefamilie bleiben können. Das ist schon eine großflächige Delinquenzvermeidung, man könnte auch sagen, anti-aufklärerisch. Eine Gesellschaft, ein Teil von ihr, bestimmte Milieus schauen systematisch weg und haben als Sozialpädagogen oder auch Jugendarbeiter den Daumen auf der Lage, die andere für sie aushalten müssen, vor allem die betroffenen Jugendlichen, aber auch Eltern, die ihre Kinder kaum noch irgendwohin schicken können. So entsteht langfristig eine Segregation der Bürger von ihrem Staat und seinen Einrichtungen.

Die Gründe für das Schweigen benennt Julia K. dann aber doch erfreulich deutlich: Es sind „falsch verstandene Toleranz“ oder „Angst vor dem Rassismusvorwurf“, die dazu führen, dass sich niemand an diese Themen herantraue. Die Rede ist offenbar von tief-linken Milieus, die seit Jahren im Dienst der Migrationskrise stehen oder auch ihr Geld damit verdienen. Und diese Milieus umgeben die zugewanderten Migranten wie ein Sicherheitscordon, lassen nichts auf sie kommen und ermutigen so weiteres Fehlverhalten. So fängt es an, im ganz Kleinen, und das haben sicher eine Reihe von Ländern besser verstanden als Deutschland.

Man kann absolut sicher sein, dass die bekannten Fälle nur die Spitze eines Eisbergs sind, der noch weitgehend unbekannt ist.

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Kommentare ( 4 )

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4 Comments
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jwe
23 Minuten her

Warum erinnert mich das nur an Großbritannien?

Sabine Ehrke
27 Minuten her

Gewollt und gefördert und es wird ganz sicher noch bunter unter der baldigen Burkapflicht. Andere Erklärungen gibt es nicht. Wie gewählt, so geliefert.

Schwabenwilli
31 Minuten her

Alle Beteiligten inklusive Politiker sofort rausschmeißen.
Alle Sittenstrolche und Vergewaltiger sofort in die Heimatländern abschieben.

In was für einem Affenstall sind wir mittlerweile angelangt. Wird höchste Zeit das da jemand mit eisernem Besen durchkehrt.

OJ
38 Minuten her

Unfassbarer Beamtenanstieg.
Parallel sind die Behörden bewusst untätig und unfähig ❗