Blackbox KW 13 – 1. April, oder wie es heute heißt: Tag der „Fake News“

Natürlich fährt der Schulz-Zug volle Pulle weiter! Und sonst? Frühlingsgefühle im Kanzleramt, Besinnliches vor Ostern, Hamburgs Polizei verschanzt sich hinter NATO-Draht, und wo ist es am schönsten? Natürlich im Homeland NRW.

Nein! Nein! Und nochmals nein! So lassen wir uns doch den Hoffnungsträger
Martin 100%-Schulz nicht kaputtschreiben! „Statistiker prognostiziert Ende des Schulz-Effekts“ (Focus), ein Spiegel-Reporter nennt den Schulz-Effekt „eine infantile Politikbetrachtung“. Geradezu hinterhältig spottet die BZ: „Ist der Schulz-Effekt an den Haaren herbeigezogen?“ Ja, an welchen Haaren denn bitte?

Den alten Vorschlag vom Berliner Polit-Guru Udo Walz „Bart muss ab! Und vielleicht mal ´ne dicke Brille“ (passend zur dicken Hose) sollte die Partei allerdings nicht achtlos beiseite schieben. Der Mann hat schließlich auch Santa Angela mit modernem Kurzhaarschnitt (Marke Uschi von der Leyen) und passendem Hosenanzug und Raute zur Kanzlerin gestylt.

♦ Ganz unten, beim Volk, hat die „neue SPD“ längst ähnliche Organisationen inspiriert. So wurde gerade ein gewisser Kuckelkorn mit 100% zum Festkomitee Kölner Karneval gewählt!. Darauf ein dreifaches „Alaaf & Gerechtigkeit“!

♦ Wenigstens bei der Liebe hat die Kanzlerin noch die Nase vorn. Nach einem ersten etwas unglücklichen Date in Washington hat „er“ jetzt zurückgerufen und ihr zum Wahlsieg im Saarland gratuliert. Nachtigall, ick hör dir trapsen! Das war doch nur vorgeschoben. Donald hat in seinem Leben noch nie vom Saarland gehört. Wir sind gespannt, wie es bei den Turteltauben weitergeht …

♦ Apropos. Der türkische Geheimdienst hat die junge Frau vom alten Münte ausspioniert? Die Presse ist außer sich. Dass Geheimdienste hauptsächlich spionieren, war ihr nicht bekannt. Wir fragen uns nur, was wollten sie bei Michelle herausfinden? (Fahren Müntis diesen Sommer in den Schwarzwald oder ins Rothaargebirge?)

♦ Brandanschlag in Hamburg. Fünf Polizeiautos ausgebrannt. Polizeivizepräsident warnt vor „spürbarer Lageverschärfung“ und verrammelt sein Hauptquartier mit NATO-Draht. Vielleicht wäre es billiger, die Ganoven hinter Schloss und Riegel zu bringen. Sachdienliche Hinweise entnehmen Sie vielleicht dem Linksradikalen-Portal Indymedia.de, Herr Kommissar. Was sagen Sie? Diese „Linken“ wollen bloß spielen? Ach so.

♦ Auch bei der Polizei in Dresden ist die Führung intellektuell ausgedünnt. Nachdem das Auto des „Pegida-Forschers Patzelt“ (Tagesspiegel) angezündet wurde, gab man bekannt, es werde „in alle Richtungen“ ermittelt, obwohl sich eine Gruppe auf dem o.g. Radikalenportal längst für die Tat feierte.

♦ Die Theologie ist ein gar schwierig‘ Ding. Gerade die katholische Kirche quält sich mit den Herausforderungen des modernen Lebens. Danke, FAZ, dass du uns am 1. Tag diesen Monats den Auseinandersetzungen über schwierige Fragen teilhaben lässt:

  • „Können Veganer auch Katholiken sein?“ (Wegen der Wandlung vom Brot in den Leib des Herrn), und wir ergänzen gerne weitere Fragen an diesem besonderen Tag für den Rest des Jahres:
  • Dürfen Schizophrene mehrfach zur Kommunion und gilt das jeweils für die empfangende Persönlichkeit?
  • Brauchen Männer-Klöster jetzt Unisex-Toiletten?
  • Darf, wer als „Kevin“ getauft wurde, als „Schantalle“ heiraten?
  • Dürfen Schwule Kardinäle werden?

Sagen Sie doch auch mal was, Woelki.

♦ Gottseidank haben die Brüder und Schwestern von der anderen Abteilung (früher „Ketzer“ genannt) die Theologie zugunsten des Dienstes am Flüchtling beiseite geschoben (leider erst nachdem die grüne Schwester Göring-Eckhardt ihr Studium bereits abgebrochen hatte). Vorbildlich! Nur die Ökonomie wird noch zu oft mit Ökumene verwechselt. Trotz sprudelnder Kirchensteuer (Geschenk von Teufel Adolf!) pfeifen die Gemeinden aus dem letzten Loch. Klingt nach Afrika: 11 Milliarden Einnahmen, ist mehr,als das gesamte Bruttosozialprodukt Afrikas südlich der Sahara, da kommt auch nix unten an.

♦ In diesen Tagen darf man natürlich den Islam bei der Berichterstattung nicht ausklammern. Der sprachkundige Constantin Schreiber hat sich in Moscheen gesetzt und dort gehört: ‚Ihr könnt nicht Demokraten und Muslime sein‘. Wozu die Aufregung, das gilt für christliche Kirchen genauso („Christen haben in der AfD nichts verloren“) …

♦ Panzer IV Tiger I. Müssen wir Militärfreaks mehr sagen? Aber jetzt kommt‘s: Die Bundeswehr rekonstruiert ein Modell aus Glasfaser, statt aus Stahl! Wissen Uschi von der Bundes-Kita und ihre Bundes-Mädels, was ihr da treibt, Jungs?

♦ Endlich wird eine wichtige Frage der Verkehrsordnung zum Parken abschließend beantwortet: Welcher Autofahrer hat wirklich das Anrecht auf die Lücke? In NRW gilt: Na, der mit dem Messer.

♦ Wo wir schon im Homeland NRW sind: Natürlich darf man minderjährige kleine Mädchen heiraten. Sie müssen nur schwanger sein.

♦ Eigentlich hat die Kanzlerin genug zu tun (Welt retten, Altmaier briefen, mit Trump telefonieren, 16.00 Uhr Kaffee und Kuchen), aber manchmal guckt sie auch in Akten.
Wer macht mehr Schulden als alle anderen 15 Bundesländer zusammen? Welches Bundesland verzeichnet die meiste Kinderarmut? Wer hat einen „ganz negativen Beitrag“ zur Willkommenskultur geleistet? „Wer ist bei allem hintendran?“ Logo, Hannelores NRW (Slogan: Freude durch Kraft). Vielleicht sollte Angie mal bei Churchill nachschlagen. Dem Sozialismus wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends.

♦ AfD-Chefin Frauke Petry sagte: „Weder die Politik noch die AfD sind für mich alternativlos.“ Also gibt es eine Alternative zur Alternative? Vielleicht Kinder wie bei Sigmar?

♦ Ich weiß nicht, ob Sie es schon wussten: Donald Trump ist Milliardär. Und alle um ihn herum haben auch schwer was auf dem Konto. Das hat das Weiße Haus jetzt offengelegt. Den „Linken“ in Frankreich geht es nach eigenem Bekennen auch saugut – die heißen da „gauche caviar“. Nur bei uns redet, seit Rudolf Scharping einen schicken Anzug mit Zweithose vom PR-Berater geschenkt bekam, kein Politiker mehr gerne über sein Geld. Dabei hätten wir so viele Fragen: Schulz und seine EU-Zeit. Heiko mit zwei Frauen und Model-Klamotten …

♦ In Berlin wollte ein Zivilpolizist den Streit zweier Migranten schlichten. Abgestochen. Wo landet das in der Statistik? Unter „fremdenfeindlich“?

♦ Brennpunkt Hanau wg. Migranten. „Stadt braucht Hilfe.“ Ist man bei Reisen nach Hanau eigentlich noch krankenversichert?

♦ Altkanzler Schröder warnt vor Koalition mit der Linkspartei, oder wie die bei ihm heißt: „Familie Lafontaine“.

Heiko der Woche (Denuntio Ergo Sum)

Sollte das in der letzten Woche nicht klar gewesen sein: Natürlich bekommen Sie auch den Heiko, Herr Bsirske, nicht nur ihr Ver.di-Ortsverein. Bei der wachsweichen Entschuldigung, der irreführenden, haben Sie ihn sich redlich verdient.

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Kommentare ( 101 )

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Dazu könnte mir was einfallen, wäre aber nicht mit der nettiquette vereinbar.

Wieso berichtet ihr nicht über verbrechen von Flüchtlingen in Deutschland oder in Schweden wo tag für tag frauen vergewaltigt werden und unbestraft davon kommen.

Wird bei mir in Hamburg schon lange am Hauptbahnhof und den umliegenden U- und S-Bahnstationen betrieben.
Ergebnis: Der Jungfernstieg ist nach Einbruch der Dunkelheit zur No-Go-Area verkommen – man ist einfach nur weitermigriert.
Mittlerweile erscheint es sinnvoller, als allererste Maßnahme das kostenlose W-LAN an bestimmten Orten abzuknipsen.
Denn egal, was an Brennpunkten, die immer neu entstehen, passiert – immer wieder wird der freie Netzzugang als Indikator für die irgendwann entstehende ‚Versammlungskultur‘ bestimmter Menschen angeführt.
Soweit ich weiß, haben die Österreicher schon an einigen Hauptbahnhöfen so gehandelt – Netz aus, Problem gelöst.
Einfach das Problemklientel trocken legen.

Nur mal so, um den Hintergrund zu beleuchten: Kuckelkorn ist rein zufällig einer der größten Bestatter in Köln – ein Chelm, wer böses dabei denkt.

Ist doch prima, dass der Chulz Effekt noch wirkt. Man muss sich nur vorstellen, dass Mattin nicht ein bildungsferner, alkoholkranker Spesenritter ist, sondern die Reinkarnation Willy Brands. Na klappt doch – oder?

Jemand wie Willy Brandt hätte heute keinerlei Chance, an die Spitze der SPD zu kommen. Chulz passt schon.

Und wieder ein psychisch gestörter Einzeltäter, so wie der 23 jährige Syrer, der in der Altstadt von Regensburg kürzlich einem 28 jährigen Passanten ohne Vorwarnung ein 10 cm langes Messer in den Rücken gestoßen und dabei lebensgefährlich verletzt hat.
Erste Ermittlungen hätten ergeben, daß es sich nicht um eine politisch(!) motivierte Tat gehandelt haben soll, vielmehr soll beim Täter eine psychische Erkrankung vorliegen (Quelle: Nordbayern.de).
Daß der IS explizit zum Messer -Djihad aufruft, ist den Ermittlungsbehörden scheinbar wenig bekannt, man orientiert sich bei der Interpretation wohl lieber an politischen Vorgaben.

…die Gefängnisse sind voll.

stimmt, eine Regierung die es ernst meint mit der „vollen Härte des Gesetzes“, wird zuerst einmal neue Gefängnisse bauen. So lange das nicht passiert, wird das nix mit Härte …

Und daran erkennt man den Irrsinn des Ganzen; bis vor zwei Jahren schien die Gefängniskapazität zu reichen.

Die Betonung liegt aud „schien“.
Die Gerichte haben damals schon oft lasch geurteilt, weil sie wussten, dass die Gefängniss-Kapazitäten arg begrenzt sind.
Nur einen Neubau? Wohin damit? Ein Gefängnis wollen die Leute genauso wenig in der Nähe haben, wie ein Kernenergie-Endlager …

Das altbekannte „…die ich rief die Geister…“;-(

ich glaub nicht, dass wir das Problem noch mit normalen Mitteln, oder mit normaler Politik, in den Griff bekommen. Einerseits wünsche ich mir, dass der Knall noch lange auf sich warten läßt, ich möchte vorher noch so manches erledigen. Andererseits hoffe ich, dass er bald knallt, noch bin ich fit genug um mich zu wehren – und es zu überstehen.

Dieses „einerseits- andererseits“ der Gedanken kenne ich auch; vor allem auch in Bezug auf die Enkelkinder…

die machen Radau nicht aus dem Glauben heraus, sondern aus Langeweile und Übermut!

Eine Meldung hätte noch zum Wahnsinn der letzten Woche gepasst. Die GRÜNEN in Bayern machen die Flüchtlingspolitik der Landesregierung dafür verantwortlich, dass sich im Jahr 2016 im Freistaat 4 Flüchtlinge das Leben nahmen. So traurig diese Nachricht ist, so bemerkenswert ist es, dass die Selbstmordrate unter Flüchtlingen in Bayern weit unter dem Wert der angestammten Bevölkerung liegt. Bayern ist, aus nicht bekannten Gründen, schon lange das Bundesland mit der höchsten Selbstmordrate in Deutschland.

Naja, wer den Seehofer jahrein, jahraus ertragen muss, kann schon auf eigenartige Gedanken kommen.

comment image Hallo Herr Paetow,

da mir Militärfreak‘s schon immer auf den Geist gingen, möchte ich Ihnen nicht ohne Schadenfreude eine Zukunftsstudie von Krauss-Maffei Wegmann vorstellen.
Angepasst an die Leistungsfähigkeit der zugewanderten Fachkräfte.
So kann ich dann auch in der Zuwanderung etwas Positives sehen;-))

Gruß
H.D.