„Keine Fahnen!“ – das WM-Public-Viewing der Linken

„Kein Nationalismus, keine Fahnen“: So hat die Parteiführung der Linken schriftlich festgelegt, wie das WM-Spiel der deutschen Elf am Parteitag anzusehen ist. Ein Parteitags-Teilnehmer soll laut einem Medienbericht das aktuelle Public Viewing auch mit „Deutschland verrecke!" kommentiert haben.

IMAGO / Kirchner-Media

Bereits im Vorfeld hatte Parteichefin Ines Schwerdtner bei einer Pressekonferenz erklärt: „Die Fifa ist ein Drecksverein, aber Fußball ist natürlich toll.“ Ein Parteisprecher begründete die Entscheidung zum Public Viewing auf Anfrage damit, der Vorstand sei davon ausgegangen, dass es unter den Delegierten viele gebe, die das Spiel gerne sehen wollten.

Die Partei gab den möglichen Public-Viewing-Teilnehmern dazu auch einen Flyer mit Verhaltensregeln mit: „Keine Fahnen, kein Nationalismus, kein Stress!“

Die Stimmung unter den Delegierten war gespalten: Während einige das Public Viewing begrüßten, löste es bei anderen deutlichen Protest aus. Ein Mitglied der Linksjugend reagierte auf die Frage von Focus, ob er sich das WM-Spiel ansehen werde, so: „Deutschland verrecke!“

Ein weiterer Delegierter verwies auf die parteiinterne Beschlusslage, wonach Nationalismus abzulehnen sei – und zählte dazu offenbar bereits das Schauen eines Spiels der deutschen Nationalmannschaft.

Ein anderer Delegierter kündigte gegenüber Focus an, „Gespräche zu führen“, falls jemand mit einem Deutschland-Trikot erscheinen sollte. Er machte klar, dass er dabei wenig Verhandlungsspielraum sehe.

Besonders kritisch äußerte sich ein älterer Delegierter aus Nordrhein-Westfalen über die Vorgaben der Fraktion: „Das sagt nichts Gutes über unsere Partei. Es hat doch nichts mit Nationalismus oder Patriotismus zu tun, wenn man sich ein Fußballspiel anschaut.“ Auch jüngere Mitglieder waren klar für das Public Viewing. Es sollte auch als „politischer Akt“ verstanden werden: Fußball sei schließlich ein Sport der Arbeiterklasse.

Ein weiterer Delegierter kommentierte die teils grotesken Debatten kopfschüttelnd: „Wir Linken sollten auch einfach mal leben und Spaß haben.“

Samstagabend eskalierte dann die Diskussion über das WM-Spiel – ein Delegierter stellte einen Dringlichkeitsantrag gegen das Public Viewing mit der Begründung: „Ich hasse die Fifa und Infantino ist ein Faschist“, gemeint war Gianni Infantino, der Präsident des Weltfußballverbands.

Bundesgeschäftsführer Jannis Ehling wies den Antrag in seiner Gegenrede als „Kleinkram“ zurück. Die Mehrheit der Delegierten folgte ihm und lehnte eine Beratung des Antrags ab.

Deutschland gewann das Match gegen die Mannschaft der Elfenbeinküste mit 2:1.

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Kommentare ( 89 )

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na sowas
26 Tage her

Die Linken haben wohl große Sorge, dass sie in Vergessenheit geraten, wenn sie nicht täglich „rumlabern“ können

ESC-Gast
26 Tage her

Wenn man Probleme mit der differenzierten deutschen Sprache hat, kommt halt so ein Humbug dabei raus. Die Linken beharren auf Nationalismus, aber das Mitfiebern bei der Fußball-WM ist Patriotismus. Das überfordert manche.

Bernd Schulze sen.
26 Tage her

Moin, nun kommt die alte Leier wehe einer von der Afd Jugend hätte dies „DE verrecke “ vor der Presse geäußert. Mit Sicherheit stände der VS auf der Matte. Die Genossen hätten erneut das Verbot gefordert. Doch die Linken die ganz offen ihre Abneigung gegen Deutschland zeigen, haben Narrenfreiheiten. Dabei würden sie alle Bedingungen eines Verbots erfüllen. Im Grunde müsste es die Nachfolge Organisation der SED garnicht geben.

H.H.
26 Tage her

Deutschland gewann das Match gegen die Mannschaft der Elfenbeinküste mit 2:1.“ – dank der großartigen Unterstützung der immerzu linksextremistischer werdenden LINKE-Partei.

Siggi
26 Tage her
Antworten an  H.H.

Interessant in diesem Zusammenhang:

Hamburg: „Nazi-Schweine“ – Dutzende Vermummte greifen Gruppe nach WM-Spiel an – WELT

Soweit zu der Gefahr von Rechts. Die wirkliche Gefahr kommt aus dem Kampfbündnis Linksextremismus und Islam. Das der türkisch geführte Verfassungsschutz das nicht sehen darf, versteht sich wohl von selbst.

Last edited 26 Tage her by Siggi
KorneliaJuliaKoehler
26 Tage her

Die Linksextremisten aller Couleur waren schon immer Herrenmenschen, die sich und ihre totalitäre Ideologie über alles und jeden
stellen. Deswegen verbrüdern sie sich ja auch mit anderen totalitären Ideologien, die
dieselben Feinde haben wie sie selbst.
Um mit den Worten der Parteichefin zu sprechen: Es ist ein absoluter „Drecksverein“,
der seit über 100 Jahren nur die schlimmsten
Verbrecher hervorgebracht hat.

A.Heinz
27 Tage her

Nachdem die Politik auch den Sport total vereinnahmt, Funktionäre in Schlüsselpostionen der Sportverbände geschleust hat, und nachdem Spitzensportler zu „korrekter“ Haltung genötigt (um nicht zu sagen erpresst wurden und werden) habe ich mich von WM-Fußball und Olympia schon längst verabschiedet. Es fällt mir schon schwer genug meinen Brechreiz zu unterdrücken, wenn ich Banner, Logos und Aktionen zur Vielfalt, „korrekter“ Haltung, usw. von Fußballvereinen ertragen muss, mit denen sie sich der Politik anbiedern. Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich gerne … würde. Früher bin ich oft in’s Stadion gegangen. Das werde ich erst wieder tun, wenn dieses betreute… Mehr

Kermit
27 Tage her

Oje! Die armen Linken! Was die wohl gemacht haben als Deniz Undav die deutsche Elf zum Sieg geschossen hat? Jubeln? Geht nicht. Wäre nationalistisch. Buh-Rufen? Geht auch nicht. Schließlich ist Undav türkisch-syrischer Abstammung. Verbissen schweigen? Haben Sie schon mal einen Linken gesehen, der nicht zu allem und jedem seinen Senf dazugibt? Und sei es noch so ein Blödsinn.
Ja, man hat es nicht leicht als Linker!

Milton Friedman
27 Tage her

> Wir Linken sollten auch einfach mal leben und Spaß haben.

Hahaha… weiß er denn nicht, dass Spaß rechtsradikal ist und zu leben zutiefst klimaungerecht?

November Man
27 Tage her

„Deutschland verrecke!“
Solche Deutschland feindlichen, linksextremistischen Worte hat man auch schon von den Grünen gehört. Und trotzdem nehmen diese Leute unser Steuergeld aus der staatlichen Parteienfinanzierung sehr gerne. Die Linke bekommt 11,5 Millionen und die Grünen sogar 35,32 Millionen Euro. Und die keine Haar bessere SPD sogar satte 58,28 Millionen Euro. So wird in Deutschland der Linksextremismus gefördert und bezahlt. Solche Parteien, mit solchen Gedankengut, gehören schlicht und einfach verboten. 

roffmann
27 Tage her

FRankreich gegen Senegal , ein weiser Mann soll gesagt haben ! Egal wie es ausgeht, es gewinnen Afrikaner !

H.H.
26 Tage her
Antworten an  roffmann

Ist es rassistisch, wenn man sagt, daß die Afrikaner den Weißen hinsichtlich Athletik überlegen sind?