Razzia des Jobcenters liefert unerfreuliche Fakten

Rund die Hälfte der 61 Bewohner seien „auf Urlaub“ und deshalb nicht anwesend: Was die Polizisten und Mitarbeiter des Bezirksamts Neukölln sowie des Jobcenters bei einer überraschenden Kontrolle in einem Wohnheim vorfinden, dürfte die Realität im Umgang mit Sozialleistungen in Deutschland gut zeigen.

picture alliance / Schoening | Schoening

Offiziell sind in der Sozialeinrichtung in der Bürgerstraße in Berlin-Neukölln 61 Personen gemeldet, die keine eigene Wohnung haben. Für die meisten übernimmt das Jobcenter die Kosten der Unterbringung und bezahlt direkt an die Betreiberfirma – finanziert aus dem Bürgergeld (ehemals Hartz IV). Doch als die Beamten an jede Tür klopfen und Ausweise kontrollieren, treffen sie nur 34 Personen an. 27 von 61 Bewohnern fehlen. Die Erklärung der Anwesenden: Die anderen seien „im Urlaub“. Sozialstadtrat Hannes Rehfeldt (CDU) meint dazu laut Focus.de: „Wir werden uns sehr genau anschauen, ob das noch mit einer ordnungsrechtlichen Unterbringung vereinbar ist.“

Dutzende „Geisterbewohner“

Diese Aktion war nicht die erste: Bereits im März hatte eine Kontrolle ähnliche Lücken offenbart. Jobcenter-Mitarbeiter hatten Hinweise erhalten, dass einige Gemeldete nur zu Terminen beim Amt auftauchen, ansonsten aber woanders leben. Solche „Geisterbewohner“ ermöglichen es Betreibern, Gelder für nicht vorhandene Personen zu kassieren. In Neukölln kommt hinzu: Ein Mann, der sich als Verwandter aus Rumänien ausgibt, war offenbar schon bei der Kontrolle im März vor Ort. Das Bezirksamt prüft nun, ob hier eine dauerhafte Überbelegung durch Drittpersonen vorliegt – obwohl solche Heime eigentlich nur für akute Notfälle vorgesehen sind.

Und obwohl die Betreiber Kosten für einen Sicherheitsdienst abrechnen, ist bei der Kontrolle keine Security zu sehen. Gleichzeitig laufen im Haus umfangreiche Renovierungsarbeiten, für 61 Bewohner fehlt schlicht der Platz. „Die Begehung hat sich tatsächlich gelohnt“, sagt Rehfeldt. Das Amt will nun prüfen, ob die Unterkunft ordnungsgemäß betrieben wird, und bei Bedarf Konsequenzen ziehen – bis hin zu Kürzungen oder Schließung.

Bereits eine Recherche des Tagesspiegels aus dem Frühjahr 2026 zeigte, dass die Unterbringung Wohnungsloser in Berlin zu einem profitablen Geschäft geworden ist: Mehr als 500 Einrichtungen existieren, viele davon werden privat betrieben. Während seriöse Träger echte Hilfe leisten, ziehen hohe Tagessätze – oft mehrere Hundert Euro pro Person und Monat – auch dubiose Anbieter an. Das Geld fließt direkt vom Jobcenter an die Betreiber, ohne dass eine lückenlose Präsenzkontrolle immer garantiert sei.

600 Millionen Euro an offenen Forderungen

Auch in Charlottenburg deckten Jobcenter auf, dass eine Pensionsbetreiberin über längere Zeit Leistungen für nicht existente Bewohner kassierte. Der Schaden: mehr als eine Million Euro. Ermittlungen wegen Betrugs laufen. Und in der Fuggerstraße in Schöneberg (Tempelhof-Schöneberg) trafen Kontrolleure von 70 Gemeldeten nur zwei an, in Reinickendorf waren in einem Heim mit 140 Plätzen 185 Personen gemeldet. In ganz Berlin haben Jobcenter offene Forderungen in Höhe von mehr als 600 Millionen Euro – viele wohl durch illegal abgerechnete Leistungen.

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Kommentare ( 73 )

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Der Ketzer
9 Tage her

Pragmatische Lösung:

  1. Anschreiben mit kurzer Fristsetzung (Aufforderung zur Vorsprache)
  2. bei Fristversäumnis: Einstellung sämtlicher Zahlungen

Bei mehrfachem Versäumnis dauerhafte Einstellung der Zahlungen.
Kann doch nicht so schwer sein …

Jan Frisch
9 Tage her

Ich kann alle beruhigen, das ist ganz genau so gewollt. Das Geld kann auch sinnlos verschwendet werden, Hauptsache die Deutschen haben es nicht.

murphy
9 Tage her
Antworten an  Jan Frisch

Der arme Herr Fischer muss dabei natürlich dulden, dass die umsonst gezahlten Mieten in die Taschen der Migrationsbefürworter fließen die z.T deutsch sind ;-( (Ironie aus)

Berthold Bohner
9 Tage her

Mal einen Vorschlag zur Lösung des Problems : Wir richten Auszahlungsstellen für die Ansprüche der betreffenden Personen ein. Tägliche Auszahlung in bar beim persönlichen Erscheinen. Als Personal für die Auszahlungsstellen werden Mitglieder der grünen Partei zwangsverpflichtet. Nein , Zwangsarbeit ist verfassungswidrig, aber die genannten grünverblendeten Personen werden sich sicher freiwillig melden!

Endlich Frei
10 Tage her

Man will offenbar keine Kontrolle ausüben, sonst wäre man der Ankündigung, solche Zustände künftig zu verhindern, schon in den 90er Jahren – als diese und andere Probleme allesamt schon in ähnlicher Form – bekannt waren , nachgekommen. Ich habe nicht vergessen, dass man dem vor über 30 Jahren mit einer „längst überfälligen“ (schon damals als Mangel erkannt !) Digitalisierung schon beikommen wollte. Es kann ja wohl nicht so schwer sein, den realen familiären Verhältnisse dieser Goldstücke mit ähnlicher Akrebie, wie sie beispielsweise das Finanzamt oder die Familienkassen bei Originiären an den Tag legt, auf den Grund zu kommen bzw.eine regelmäßige… Mehr

Innere Unruhe
10 Tage her

Klar, sie sind alle damit beschäftigt, Sätze im Internet zu verfolgen. Da ist keine Zeit, Asylanten zu kontrollieren, wo man doch Deutsche kontrollieren kann.

Teide
10 Tage her

Dafür müssen Arbeitnehmer nun ab dem ersten Tag eine Krankmeldung vorlegen. Die faulen Säcke müssen zur Arbeit getrieben werden, damit das Sozialgeld nicht ausgeht.

Turnvater
10 Tage her
Antworten an  Teide

Irgendwer muß doch die Renten unserer Gäste bezahlen …

Manfred_Hbg
10 Tage her

Zitat: „Sozialstadtrat Hannes Rehfeldt (CDU) (……): „Wir werden uns sehr genau anschauen, ob das noch mit einer ordnungsrechtlichen Unterbringung vereinbar ist.“ > Nun ja, wenn ich mich rückblickend recht erinnere, dann soll es beim „Arbeitsamt“ und der Sozi das Gesetzl gegeben haben, dass der „Kunde“ zwar einen Anspruch auf „Einmal im Jahr Urlaub“ hat, doch das dieser Urlaub der sog, Verfügbarkeitsregel wegen rechtzeitig angemeldet und genehmigt werden muß. DOCH was bedeuten heute schon Regeln und Gesetze -besonders auch dann, wenn man Teil der „Bereicherung“ ist?! Und abgesehen davon, gab es dieses Thema mit den „urlaubenden“ -Hahaha……- „Flüchtlingen“ und „Fachkräften“ doch… Mehr

Blauracke
10 Tage her

Das Fahrende Vok aus Rumänien und Bulgarien wird auf diesem Weg praktisch genau so entschädigt wie die Indianer in den USA. Jeden Monat kommt die Security und kippt einen LKW voller Dollar auf den Tanzplatz. Ist natürlich nicht ganz so, aber ähnlich wie es mir mein Freund ( Sergeant im Reservat Lac du Flambeau) geschildert hat.

Britsch
10 Tage her
Antworten an  Blauracke

Wie Viele sind mit verschiedenen Identitäten registriert? dDie können natürlich nich überall gleichzeitig sein. Wie viele siond eventwell im Urlaub in Ihren Heimarländern aus denen sie angeblich aus Angst um ihr Leben flüchten mußten. Wie Viele sind nur zum Abholen von ihrer Leistungen vor Ort?

maps
10 Tage her

Dafür werden wir tagtäglich ausgeraubt und wie Arbeitssklaven gehalten, während sich dieser aufgeblähte Politiker- und Beamtenstaat die Taschen voll macht. Millionenfache Migration in die Sozialsysteme und Sozialbetrug am laufenden Band und im grossen Stil. Das ist die bunte Vielfalt, die uns zu Sklaven macht mit den höchsten Steuern und Abgaben. Riese Kriminalität und Vergewaltigungen am laufenden Band, Schiesserein, etc. pp. Es ist ein linker Mafiastaat, der durch eingesetzte linke Aktivisten in den „Gerichten“ und beim Propaganda-Staatsfunk am Leben erhalten wird. Es ist ein ekelhaftes System!!

na sowas
10 Tage her

Nur mit der AFD, kann dieser Missstand beseitigt werden

DDRforever
10 Tage her
Antworten an  na sowas

Quatsch, das wird am Ende das gleiche in Blau. Aussteigen, Verweigern, nicht mehr arbeiten, keinerlei Regeln mehr anerkennen. Die Punks damals hatten den einzig richtigen Ansatz.