Nun ist Sebastian Kurz nicht nur der jüngste Außenminister, sondern mit dem Wahlsonntag vielleicht der jüngste Regierungschef der Welt. Deutschlands derzeitige Führungselite hingegen wirkt wie eine geriatrische Clique auf Rekonvaleszenz.
Frank Underwood aus der vielgelobten TV-Serie „House of Cards“ brachte es einmal so schön auf den Punkt: Wenn dir nicht gefällt, wie die Karten auf dem Tisch liegen, dann wirf den Tisch um.
Die Frage der Zuwanderung überlagert alles – komplizierte „Wahlanalysen“ verdecken nur diese simple Wahrheit.
Über „starke Kandidaten“ wurde verständlicherweise nicht geredet – so was haben wir ja auch gar nicht. Dafür greift Edmund Stoiber ohne Namen seinen Nachfolger Seehofer an, und wir spekulieren ein wenig über Boris Palmer.
Eine Staatssekretärin unter Schock! Nein, sie wurde nicht überfallen, beleidigt oder auf der Könne Domplatte begrapscht. Ihr wurden Komplimente dargebracht. So etwas darf nie mehr passieren.
Zwei Spitzenkandidaten sprachen über eine Dimension, die Österreichs Koalitionsregierungen bisher nicht kannten, Sebastian Kurz und Matthias Strolz von den NEOS. Kann Kurz neue Wege gehen?
Der FDP-Vize wirft Nebelkerzen, wenn er die größten Meinungsverschiedenheiten in der Migrationspolitik zur CSU ausmacht.
Offensichtlich hat jemand die Wahl entschieden, der am Sonntag gar nicht auf dem Stimmzettel stand: die von den Grünen zur CDU gewechselte Abgeordnete Elke Twesten.
Die Bürger Glauben zu machen, damit ließe sich die illegale Zuwanderung von Fluchtmigranten begrenzen und den Schleppern das Handwerk legen, ist jedoch entweder völlig blauäugig oder Nebelkerzen werfen.
Die Österreich-Wahl widerlegt die These, ein Aufgreifen jener Themen, die Protestwähler bewegen, führe zu Stimmenverlusten.
Aus Sicht der WerteUnion haben die Wählerinnen und Wähler in Niedersachsen das unreflektierte "Weiter so" der Bundeskanzlerin und das Festhalten an der Politik der offenen Grenzen unter fortlaufender Missachtung des Artikels 16a des Grundgesetzes abgestraft.
Nein, Niedersachsen ist nicht Österreich. In Wien hat ein Kandidat Erfolg, der aufgreift, was den Bürgern auf den Nägeln brennt. Zwischen Niedersachsen und Berlin werden nur Misserfolge hin- und hergeschoben - Misserfolge, weil die Wähler ignoriert werden.
Seehofer braucht eine ganz große Trophäe. Das wäre der kurze Zügel, mit dem Seehofer eine von der CSU geduldete Minderheitsregierung mal länger, mal kürzer laufen ließe.
Dieses Mal haben alle Gäste dieselben Tropfen bekommen - Baldrian oder Cannabis? – , deren Wirkung erst im Laufe der Sendung nachließ. So saßen Olaf Scholz, Wolfgang Kubicki, Volker Bouffier und, man glaubt es kaum, Katrin Göring-Eckardt zunächst absolut tiefenentspannt bei Anne Will.
In den USA ist die Inflation so niedrig, dass einige Währungshüter laut Fed-Protokoll meinen, die ultralockere Geldpolitik solle nur sehr vorsichtig zurückgefahren werden. Auch das treibt die Kurse, ebenso wie die Hoffnung auf niedrigere Unternehmenssteuern.
Die Folgen des Wahlergebnisses in Wien können größer sein, als manche ahnen.
Noch eine Wahl verliert die CDU - ein Warnsignal an die FDP: Der Siegestaumel im Bund erhält einen Dämpfer. Jamaika wäre eine Koalition der Verlierer.
Ein Gründungsmitglied der Grünen aus dem Westen und zwei ehemalige SPD-Politiker aus dem Osten mit zehn klaren Thesen.
Im aktuellen SPIEGEL-Interview vermittelt FDP-Vize Wolfgang Kubicki den Eindruck, er wolle Jamaika um jeden Preis. Auch unter Preisgabe zentraler FDP-Positionen.



















