Ab 2027 sollen Gasimporte in die EU der neuen Methanrichtlinie unterworfen werden. Der Rattenschwanz an Dokumentationspflichten wäre beispiellos. Neben den USA warnen Katar und andere Liefernationen vor möglichen Konsequenzen. Diese könnten bis hin zu einem Lieferstopp reichen. Bundeswirtschaftsministerin Reiche will die Verordnung nun erstmal aussetzen.
picture alliance / MAXPPP | Nicolas Landemard / Le Pictorium
Schockmoment im Bürokratenviertel der EU: Am Mittwoch ließen die Energieminister der USA, Katars, Nigerias und Algeriens einen gemeinsam unterzeichneten öffentlichen Brief zirkulieren. Darin warnten die Minister der wichtigsten internationalen Gaslieferanten der Europäischen Union vor den gravierenden Auswirkungen der im kommenden Jahr geplanten EU-Methanemissionsregulierung.
Die Warnung ist lakonisch, präzise und unmissverständlich. Die von der EU-Kommission geplante Verpflichtung, Methanemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungs- und Lieferkette künftig nach europäischen Standards zu erfassen, zu dokumentieren und zu zertifizieren, werde erhebliche technische und administrative Hürden schaffen. Letzten Endes drohe der Ausschluss unverzichtbarer Lieferanten und in der Folge möglicherweise sogar eine Versorgungskrise Europas, das sich noch immer den Luxus erlaubt, in weiten Teilen der Union eigene Gasreserven unerschlossen im Boden zu belassen.
Hat EU-Europa aus der Gaskrise im Zuge der Sperrung der Straße von Hormus tatsächlich gar keine Lehre gezogen? Selbstverständlich handelt es sich um eine rhetorische Frage: Ursula von der Leyen und die EU-Kommission verstärken ihren Einsatz, um den Hebel der Klimagas-Emissionen, wie es stets heißt, zu einem immer tiefer greifenden Extraktionsmechanismus auszubauen.
Diese noch junge Ebene der Ressourcenallokation aus dem produktiven Bereich der Gesellschaft in die Kassen eines immer weiter expandierenden Staatsgebildes zwingt zur internationalen Kooperation. Weichen größere Wirtschaftsräume ab und verzichten auf diesen zusätzlichen steuerlichen Raubzug, entstehen erhebliche Wettbewerbsnachteile. Die deutsche Deindustrialisierung dürfte das prägnanteste Beispiel für die Konsequenzen sein, die der ideologische Ritt gegen die Vernunft zeitigt.
Vor allen Dingen in Washington verliert man zusehends die Geduld mit Brüssel. Bis zum heutigen Tag verzögerten die EU-Kommission und ihre Mitgliedstaaten beispielsweise die Ratifizierung des vor beinahe einem Jahr abgeschlossenen Handelsabkommens mit den Vereinigten Staaten.
Es ist eine etablierte Verhandlungstaktik: Eine Einigung wird erzielt, und von diesem Moment an sucht Brüssel nach Wegen, diese Einigung zu unterminieren. Wie nennt man eine solche Haltung? Eurozentrismus oder ideologische und machtpolitische Selbstüberschätzung?
Zum Verständnis des Ärgers in den politischen Führungen von Washington, Doha, Algier und Abuja lohnt es sich, die technische Dimension der geplanten EU-Regulierung näher zu betrachten. Methan ist Hauptbestandteil von Erdgas. Emissionen entstehen nicht nur an der Förderquelle selbst, sondern entweichen entlang einer Lieferkette, die nicht selten mehrere Kontinente und zahlreiche Transportstufen umfasst.
Bereits bei der Förderung treten Leckagen an Bohrungen, Ventilen und Verdichteranlagen auf. Auch Pipelines sind keine hermetisch abgeschlossenen Systeme. Hinzu kommen Emissionen bei der energieintensiven Verflüssigung zu LNG – jener Gasform, auf die insbesondere Deutschland inzwischen angewiesen ist. Weitere Verluste entstehen während des Transports sowie später bei der Regasifizierung in den europäischen Importterminals.
Die Exportstaaten müssten künftig technische Vorrichtungen und Kontrollsysteme bereitstellen, die sämtliche relevanten Emissionen dokumentieren und nach europäischen Standards nachweisen. Es entstünde ein Berichts- und Kontrollapparat, der in Ländern wie Nigeria, Katar und selbst in den Vereinigten Staaten bislang nicht im Ansatz existiert – europäischer Regulierungswahn, der ein neues Level anstrebt.
EU-Europa exportiert Regulierung und ideologische Vorgaben in die Welt, weigert sich jedoch bis heute, die eigene Abhängigkeit und die veränderten geopolitischen Realitäten anzuerkennen. Vor diesem Hintergrund wirkt der Versuch, ein solches Regelwerk global durchzusetzen, grotesk und kaum praktikabel – beinahe wie die Reaktion eines Kindes, das ein Nein seiner Eltern nicht akzeptieren will.
In Brüssel und den Filialhauptstädten des EU-Gebildes hält man noch immer an der Hoffnung fest, dass die Vereinigten Staaten nach einem möglichen politischen Wandel in zweieinhalb Jahren wieder auf die Linie der europäischen Politik einschwenken, die Deregulierung des Energiemarktes unter Präsident Donald Trump rückgängig machen und auf diese Weise die Installation des CO2-Extraktionskomplexes flankieren.
Noch immer macht Erdgas rund ein Viertel des gesamten Primärenergieverbrauchs der Europäischen Union aus. An diesem Befund ändert auch das inzwischen billionenschwere Pseudotransformationsregime der EU nichts. Für Industrie, Stromerzeugung und Wärmeversorgung bleibt Gas auf absehbare Zeit unverzichtbar.
Staaten wie Katar und vor allem die Vereinigten Staaten befinden sich gegenüber Brüssel und den EU-Mitgliedstaaten in einer außerordentlich starken Verhandlungsposition. Die Europäische Union importiert inzwischen rund 90 Prozent ihres Erdgasbedarfs aus dem Ausland – das schafft eine geostrategische Abhängigkeit von externen Lieferanten, die die energiepolitische Souveränität zur Illusion macht.
Die Emanzipation vom Brüsseler Energieregime dürfte daher in den kommenden Jahren zu einer nationalen Existenzfrage vieler europäischer Staaten werden. Rumänien beschreitet mit der Erschließung des Gasfeldes Neptun Deep im Schwarzen Meer bereits einen Sonderweg. Sollte das Projekt erfolgreich verlaufen, könnte es zum Präzedenzfall für andere Staaten werden, die ihre energiepolitischen Handlungsspielräume zurückgewinnen wollen.
Wer sich von der Brüsseler Erpressungstaktik lösen möchte, die vor allem über Mittelzuweisungen, Regulierung und Verbotsmechanismen funktioniert, muss sich in erster Linie energiepolitisch emanzipieren. Darin liegt die fundamentale Lehre der Energiekrise dieser Jahre.
Brüssels Versuch, die globale Wirtschaft mit dem Vehikel der Klimaregulierung zu kolonisieren, wird scheitern. Selbst die kafkaeske Bürokratie Brüssels vermag es nicht, Fragen der Physik, der Energiekosten sowie der Versorgungsstabilität aus ihrem Kalkül zu streichen. Zivilisatorischer Fortschritt entscheidet sich genau hier – auf dem Gebiet der reinen Physik.
Das Problem mit der neuen EU-Verordnung ist so gravierend, dass in der Bundesregierung ein Streit darüber ausgebrochen ist. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche warnt vor Lieferengpässen und fordert eine temporäre Aussetzung der Maßnahme. Sie will der Industrie Luft verschaffen in ihrem immer schwieriger werdenden Abwehrkampf gegen wachsende Kostenprobleme, für die sie selbst mitverantwortlich ist, weil sie die Linie der EU grundsätzlich mitträgt.
Ihr Kabinettskollege und Umweltminister Carsten Schneider von der SPD lehnt eine Verschiebung ab. Auch die Grünen kritisieren Reiches Vorstoß und werfen ihr Verrat an den Wirtschaftsinteressen der EU vor. Skurril, kurios – und am Ende wird es wohl einmal mehr so sein wie stets: eine leichte Aufweichung der Regel, doch in der Substanz wird sich nichts ändern.




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Alles, was ich von der EU Bürokratie und auch D in den letzten 10 Jahren erlebt und erfahren habe, hat den Menschen geschadet. Aktuell Meldungen, dass in Pflegeheimen die Alten kollabieren und 1 Toter gemeldet wurde, weil Klimaanlagen klimaschädlich und also ein no go sind. – Die EU Bürokratie macht den ganzen Tag nichts anderes als am Fließband Regularien rund um die Uhr zu produzieren und zu verkünden – was bei 85000 völlig unproduktiven Angestellten und Beamten, zu denen nochmals 2500 kommen sollen, nicht verwundert – .ohne sich jemals direkt an die Menschen zu wenden, es sei denn es handelt… Mehr
So wie man den Zu- und Aktenträgern in der EU-Verwaltung die Klimaanlagen abgedreht hat, will man jetzt also dem gemeinen Bürger auch den Gashahn abdrehen. Tja, machen wir es eben wie die Beamten in Brüssel. Aufhören zu arbeiten, viel trinken und nach Hause gehen.
Denken Sie schon jetzt an den nächsten Winter und speichern Sie in ihrem Körper das Gefühl für Wärme ab – denn wir werden das brauchen!
„nach europäischen Standards zu erfassen, zu dokumentieren und zu zertifizieren, „ bereits diese wenigen Worte sagen alles: eine neue Möglichkeit, aus dem Nichts Geld zu schöpfen, und Macht und Einfluß der EU-Bürokratie weiter zu vergrößern und ihren Apparat aufzublähen. Genau wie schon mit dem CO₂-Lügengespinst erfolgreich durchgezogen. In der Realität ist dieser Moloch nicht einmal in der Lage, seine eigenen Vorschriften durchzusetzen. In den EU-Grenzändern z.B. im Osten, wie Rumänien, interessiert das meiste, außer den abschöpfbaren EU-Geldern, niemanden so richtig. Hier wird fröhlich Holz in selbstgebauten Öfen verfeuert, die Leute leben wie bisher auch, und was die EU verordnet, wird nur… Mehr
Wäre ich Gaslieferant würde ich der EU zwei Vorschläge machen.
Ihr nehmt das Gas zum ausgehandelten Preis, Eure Vorschriften interessieren mich nicht. Wollt ihr das Gas ja oder Nein?Wir machen Euren Bürokratiewahnsinn mit. Überweist vorab X-Milliarden, dass wir die Infrastruktur zur Messung der Verluste und die Dokumentationspflicht erfüllen. Sollten die X-Milliarden nicht reichen, weisen wir das nach und ihr zahlt den fehlenden Betrag obendrauf.
Wollt Ihr Vorschlag 1 oder Vorschlag 2 annehmen? Ihr habt 4 Wochen Zeit, Euch zu entscheiden, danach schließen wir Verträge mit anderen, und unsere Gaslieferung zu Euch wird eingestellt.
Diese Antwort bekam der Bückling ja schon damals in Katar, als er nur für eine „Übergangszeit“ bestellen wollte.
Warum soviel Mühe mit dem EU-Gesocks. Einfach an den Meistbietenden verkaufen. Basta. Die Ukraine sorgt schon dafür (mit unserem Steuergeld), dass das Angebot klein und die Erträge hoch sind.
Vorsicht! Die machen das glatt so wie V2, legen das auf den Verbraucher um und dann noch die Steuer, CO2 Abgabe usw. drauf. Und das betrachten die dann als Win-Win Situation: Steuern erhöht, Klima gerettet, weil keiner mehr Gas verbrauchen kann, Wirtschaft weiter geschrumpft. Also alles gut.
So klein und mickrig sich manche Zeitgenossen physischer Gestalt darstellen umso verkommener kann ihr Hirn entarten und das ist keine Seltenheit, denn Napoleon, Stalin, Lenin und sogar Friedrich II. waren auch sogenannte „Sitzriesen“, bis sie aufgestanden sind und gegenteiliges zu sehen war, was auch nicht gerade für sie spricht, wenn sie im wörtlichen Sinne zu kurz gekommen sind um es dann mit anderem auszugleichen, wo alles möglich ist, wenn man ihnen Gelegenheit dazu gibt. Die gesamte EU wird doch weltweit schon lange nicht mehr für voll genommen und das hängt zwangsläufig auch mit der unterschiedlichen Bewertung von Frauen zusammen, denn… Mehr
Das Dumme ist nur, dass ich das alles ertragen muss.
Tja. Montags warten welche vielleicht auch vor Ihrem Rathaus auf Sie.
Wann, wenn nicht jetzt?
Moin Herr Kolbe, sparen Sie Sich bitte, wie manch Ihrer Kollegen auf Tichys, das präsentierte Lobbyisten-Gequatsche zum Fracking. Das ist völlig absurd, alleine schon der Wasserverbrauch ist völlig absurd. Hier befinden wir uns außerhalb seriöser Berichterstattung. Sie tun Sich & dem Medium keinen Gefallen. Bei den ganzen 2.klassigen Edelmetall-Lieferanten im konservativen Lager, will ich nicht meckern. Aber irgendwann hört der Spaß auf. Denn Sie provozieren zukünftigen Stimmengewinne bei den Grünen.
Wenn genug Wasser da ist, um Kohlegruben, die vielleicht später wieder einmal einer Nutzung zugeführt werden könnten, zu fluten, sollte auch genug für Fracking da sein.
Seltsamerweise geht noch keinem der ganze Plan auf: wir werden seit Jahren sukzessive von jeglicher Energie abgetrennt – so dass wir bald kalt und dunkel sitzen werden – und das Nahrungsangebot zudem knapp wird.
Wasser im Flöz ist was völlig anderes, als das Wasser in zerstörten Gesteinsschichten. Ich weiß nicht, Kassandra, wo das Problem ist, hier mal selbst zu recherchieren. Fracking kann das Grundwasser verseuchen. Recherchieren Sie, in welchen Staaten der USA Fracking betrieben wird. Da wohnt quasi niemand.
Das ist unrichtig, weil längst überholt, da die Technik sehr viel weiterentwickelt ist.
Zudem lagert das Gas in grossen Tiefen, weit unterhalb des Grundwassers. Dazwischen sind wasserundurchlässige Schichten, die nun mal auch das Gas eingeschlossen halten. Andernfalls wäre auch das zu frackende Gas längst weg.
Sie erzählen Märchen. Das entscheidende technische Momentum wird auf Tichys immer weggelassen. Sie faseln.
WEnn Sie Geowissenschaftler wären – bin ich – dann wüssten Sie mehr und wären v. a. vorsichtiger mit Ihren Aussagen. Das ist wie alles komplexer. Damit outen Sie sich als grüner Narrativ-Anhänger, der stur an seinem Glauben festhält. Tut mir leid!
Warum recherchieren Sie nicht Selbst?
Einigen wir uns doch darauf, dass beides für uns zum Schaden sein wird. Und hier gar keiner daran denkt, das eine in die Wege zu leiten und das andere zu lassen. Mir ist ein Rätsel, wie man für teuer Geld erstellte Energieinfrastruktur derart vernichten kann, dass auch die Nachkommen, von denen man nicht weiß, wie sie dereinst in der Welt stehen werden, nicht mehr davon profitieren können sollen. Mit Schaudern betrachte ich zudem das Werk Selenskys auf der Krim, was nicht nur den Menschen dort zum Verhängnis werden wird. Was für ein Gesamtbild ergibt das eigentlich, erkennt man, dass der… Mehr
Fracking-Schiefer ist in 20 Jahren alle. Dafür versauen wir den Boden. Kohle gibt uns über 1k Jahre Suveränität.
Auch die Reichweite des Gases ist Unsinn. Nur bez. der Kohle haben Sie recht!
Nein, s. Antwort an Laurenz, es ist komplexer und v. a. viel weiterentwickelt und eine Sache der Geologie, worin der sich nicht auskennt und auch nicht in Bergbautechnik.
Sie können doch Selbst im Netz recherchieren. Das dürfen nicht nur Geologen.
Im Netz steht sehr viel Blödsinn, gefärbt und oberflächlich.
Geologen mit den hier zitierten Gutachten, werden meist von den Energieinvestoren bezahlt, denen die gesellschaftlichen Folgekosten am Allerwertesten vorbeigehen.
Der nächste Winter wird hoffentlich schön kalt und teuer.
Ich hoffe mal das sich die Grünen und die Antifanten den Arsch abfrieren.
Letzte Woche in der Nacht vom 20.06.26 auf den 21.06.26 hat es bei uns einen Stromausfall von ca. 5 Stunden gegeben.Gestern 26.06.26 hat es einen Stromausfall von ca. 1 Stunde in der früh gegeben..Ich denke mal das ist der Beginn der Gasknappheit.
Hier https://störungsauskunft.de/stromausfall kann man sich informieren.
Die links-grünen Weltretter in Deutschland und die Bürokratendiktatur in Brüssel werden entweder in ihre Schranken gewiesen oder wir werden ruiniert.
So ist das eben wenn marktferne Bürokratie auf echte Kunden trifft. Die Bürokraten sind es gewohnt mit Untertanen zu tun zu haben. Das ist für die anscheinend eine völlig neue Erfahrung.
Die EU hat wie eine Grüne Anakonda ganz Europa umschlungen, um aus ihr den Wohlstand zu pressen. Sie sehen sich bereits als die Herrscher der Welt im vereinigten Sozialismus dem sich alle unter zu ordnen haben.