Klima-Aktivisten verurteilt: 30 Jahre am Existenzminimum

Die Rechnung für den nervenden Klimaprotest kommt mit Verzögerung: Im Prozess vor dem Landgericht Köln verurteilte Richterin Julia Krüger zwei Aktivisten der „Letzten Generation“, die im Sommer 2024 den Flughafen Köln/Bonn lahmlegten, zu 6420 Euro Geldstrafe – zivilrechtlich wird aber ein Schadensersatz in Millionenhöhe gefordert.

IMAGO / Bihlmayerfotografie
Symbolbild

Am 24. Juli 2024 schnitten die Klima-Aktivisten mit Bolzenschneidern ein Loch in den Zaun des Flughafengeländes in Köln-Wahn: Fabian Beese (28) und Judith Beadle (46) sowie weitere Mitstreiter begaben sich auf eine Zufahrtsstraße zur Start- und Landebahn und klebten sich mit einem zähen Gemisch aus Klebstoff und Quarzsand fest. Die Aktion löste eine Kettenreaktion aus: Der gesamte Flugverkehr wurde für mehrere Stunden eingestellt. Laut Flughafenangaben waren in der Hauptreisezeit 3.000 Passagiere von kompletten Flugausfällen betroffen, weitere 10.000 von massiven Verspätungen. Eine Maschine musste nach Düsseldorf umgeleitet werden. Der direkte Schaden für den Airport belief sich auf etwa 50.000 Euro – inklusive des entgangenen Umsatzes in Geschäften und Restaurants. Dazu kamen noch Polizeikosten von 12.000 Euro. Aber Fluggesellschaften drohen mit weiteren, deutlich höheren Regressforderungen.

„Da haben Menschen für ihren Urlaub gespart und können dann nicht fliegen“, betonte Richterin Julia Krüger nun beim Prozess. Im Vergleich zu Straßenblockaden sei diese Aktion ungleich schwerwiegender gewesen – nicht nur wegen der Sicherheitsrisiken auf einem Flughafengelände, sondern auch wegen der massiven Beeinträchtigung tausender Reisender. Dennoch sah das Gericht von weiteren Haftstrafen ab: Judith Beadle wurde zu einer Geldstrafe von 1.020 Euro verurteilt, Fabian Beese (unter Einbeziehung weiterer Delikte wie einer Farbattacke auf das Bundeskanzleramt) zu insgesamt 5.400 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; die Staatsanwaltschaft hatte auf Bewährungsstrafen gedrängt und die Angeklagten als unbelehrbar bezeichnet.

Aktivistin lebt bereits unter der Pfändungsgrenze

Die beiden Klima-Aktivisten dürften jedoch die nächsten 30 Jahre von den rechtlichen Folgen ihres Tuns belastet sein: Judith Beadle berichtete in einem Interview mit der „Zeit“ von unzähligen Anwaltsbriefen und Forderungen in Millionenhöhe, darunter sind auch Kosten von 3,5 Millionen Euro allein für einen Farbanschlag auf eine Luxusyacht. Die 46-jährige Kommunikationsdesignerin lebt mit zwei Kindern und ihrem Mann, der als Stand-up-Comedian eine kleine Betriebsrente bezieht, bereits unter der Pfändungsgrenze. Sie verdient derzeit etwa 400 Euro monatlich durch ehrenamtliche Tätigkeit. Fabian Beese, Vater eines vierjährigen Sohnes, äußerte im Gerichtssaal tiefe Sorge um seine Zukunft: „Ich mache mir große Gedanken. Vor der Aktion habe ich gar nicht darüber nachgedacht, wie teuer das werden könnte.“ Auf GoFundMe bittet er um Unterstützung für Anwaltskosten, bislang kamen 340 Euro an Spenden.

Auch das Hamburger Landgericht verurteilte kürzlich zehn Aktivisten nach einer Blockade zu insgesamt 400.000 Euro Schadensersatz. In Köln verteilt sich der Schaden zwar auf weniger Opfer, doch die Summe dürfte dennoch sechsstellig ausfallen. Flughäfen und Airlines gehen zivilrechtlich gegen die Angreifer vor – diese Strategie setzt die Bewegung massiv unter Druck: Die „Letzte Generation“ hat sich inzwischen weitgehend aufgelöst, die Folgen der radikalen und nervenden Aktionen werden von den Tatverdächtigen allerdings noch Jahrzehnte zu tragen sein.

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Kommentare ( 176 )

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CanTrucker
19 Tage her

[„Vor der Aktion habe ich gar nicht darüber nachgedacht, wie teuer das werden könnte“….so der Mann Fabian, in der PERSON FABIAN BESE, die ihm nicht gehört….hätte er, wie alle „STREET-AKTIVSTEN“ mal VORHER über die HANDELSRECHTLICHE JURISDIKTION tiefer nachgedacht und studiert, wären sie ALLE NEVER EVER als Personen, PERSOträger uff die Stross gegangen. Hier werden zwei Fachgebiete verletzt unter SACH- u.HANDELSRECHT wie VERTRAGSRECHT das Öffentliche der NGO und das UNTERNEHMERISCHE, der Fa. Gruppe „FLUGHAFEN Köln-Bonn,“ mit vielen Subunternehmungen, die in diesem Netzwerk ihre GESCHÄFTE pflegen und geschädigt wurden, durch ne anerzogene IRRTUMS-IDEOLOGIE um „SOCIAL TENSION“ zu erzeugen um tüchtig KAPITAL daraus zu… Mehr

Markus Becker
19 Tage her
Antworten an  CanTrucker

Du benutzt eine Sache, um dich mit extremem Kauderwelsch in Szene zu setzen, das fast keiner mehr versteht und das nichts neues bringt. Damit bist du ein Teil des Problems, wir aber nicht dein Stuhlkreis und keine Psychatrie, um dir mit deiner psychischen Störung zu helfen. „Qui bono all in“ . Hilfe.

Bernd Geiss
18 Tage her

Arbeitslager bis ans Lebensende. Die sollen für die Schäden bezahlen.

Sozia
18 Tage her

Man hat diese Leute angelogen und ihnen weisgemacht, ihre Kinder würden auf einem verglühenden Planeten sterben. Also ist es aus dieser Sicht nicht unlogisch, bis zum Äußersten zu gehen. Jetzt hat man das mit dem verglühenden Planeten zurückgenommen, aber die Klimaaktivisten bleiben auf ihren Schäden sitzen, während die Finanzindustrie mit Klima abzockt. Man sollte einfach grundsätzlich davon ausgehen, dass man heute von einem Konglomerat aus Politik, Finanzen und Wissenschaft gründlich veralbert wird. Ich glaube diesen Leuten grundsätzlich nichts mehr. Nicht einmal die Uhrzeit, ohne dass ich sie überprüft habe.

Privat
18 Tage her

Solche hirnkranken Terroristen müssten dafür so extrem bestraft werden, auf das sie nicht mehr im Traum daran denken, sich auf Flugplätzen auf einer Startbahn – festzukleben – !

Bernd Schulze sen.
18 Tage her

Ist deren Sitz nicht in England, dann würde ich die Millionen Rechnung dort hinschicken und vor allem, alle Konten der Allerletzten Generation, einfrieren. Das die beiden von sich aus dies durchführten, müsste den Richtern doch aufgefallen sein. Das die beiden eine Strafe erhalten, ist schon richtig, doch wie immer trifft es nur das Fußvolk und die Dummen. Die großen läßt man laufen. Ist zwar abgedroschen, zu DDR wären sie zur Arbeit verpflichtet worden , wenn nicht gab es die Soko und die durften Schuften z. B. Waggons sauber machen. Die erhielten zwar Lohn, wurde ihnen aber nicht ausgezahlt. Hier bei… Mehr

HavemannmitMerkelBesuch
18 Tage her

Die zweierlei Maß mit denen in Deutschland geurteilt wird, erinnern genauso wie eigentlich inzwischen jede Meldung und Entwicklung in Deutschland an historische deutsche Schurkenstaatlichkeiten. Offensichtliche gewisse Kräfte haben so offensichtlich mit der Taktik der sozialistischen Dialektik und der kommunistischen Taquia wirklich alles unterwandert und erschlichen, wo sie durch Umpflügung aller bisher bestehenden Ordnung inzwischen auch aus einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat von einst eine alberne Sozialismusjustiz wiedererrichten konnten, die den Grundsatz – alle wären gleich vor dem Gesetz – zum Grundsatz, wir entscheiden, wer gleicher ist, umbiegen konnten. So richtet sich eine inzwischen weit entfernt von jeglicher einstigen demkoratisch-rechtsstaatlich geordneten Verhältnismäßigkeit… Mehr

Nibelung
18 Tage her

Unterhalb der Pfändungsgrenze zu liegen ist eine harte Strafe und auch gerechtfertigt, denn da gibt es dann tatsächlich keine große Entwicklungsmöglichkeit mehr für die kommenden Jahrzehnte und in diesem Fall hat die Gerichtsbarkeit und die Geschädigte voll das Ziel erreicht, aus lebensgefährlichen Aktionen heraus ein Fanal zu setzen und das wäre in vielen anderen Fällen auch einsetzbar um Verbrechern zu zeigen wo der Hammer hängt. Das gilt nicht nur für Minderbemittelte sondern müßte auch Konsequenzen bei allen Großkopfeten nach sich ziehen, denn wenn die in die gleiche Lage kämen, alles zu verlieren um danach am Rande der Pfändungsgrenze existieren zu… Mehr

Walzerfee
18 Tage her
Antworten an  Nibelung

Das Problem sind in diesem Fall aber vorhandene Kinder. Die baden das mit aus. Und wenn man sieht, wie die Leute zu Coronazeiten durchgedreht sind und vor Angst auf ihre Mitmenschen losgegangen sind…Gewiss, es gibt auch den Typ „Aufseher“, der sich gut damit fühlt, andere zu gängeln oder zu vernichten. Aber die, die in solchen Fällen verurteilt werden, sind doch eher gehirngewaschene nützliche Idioten. Die Sektengurus verdienen daran im Hintergrund. Und gerade junge Leute sind oft sehr leicht zu ideologisieren oder zu ängstigen. Viele glauben das alles ja wirklich und benötigen eigentlich eine Art Sekten-Aussteigerprogramm. Man denke mal an seine… Mehr

Blauracke
18 Tage her

Selbst Gerichte können nur versuchen, ihnen es zu erklären! Begreifen müssen (gnadenloser Imperativ) die es selbst: Forderungen aus unerlaubter Handlung sind (leider/gottseidank🙏) insolvenzfest. Nichts mit in paar Jahren mal die Hände heben ….und gut.

Last edited 18 Tage her by Blauracke
Stefferl
19 Tage her

Das war ja das Geschäftsmodell. Einige wenige, wie z.B. die Langstreckenluisa, halten ihren Kopf in jede Kamera und ihren Mund in jedes Mikrofon. Dafür dürfen dann arme Schlucker die Risiken übernehmen. Wenn es dann schiefgeht, sind die Gören an der Spitze aus dem Schneider.

DDRforever
19 Tage her

Das BRD System ist einfach lächerlich. Die Scharia hätte da gute Antworten für die Klimaspinner.

peter sponsel
19 Tage her

Ich wette darauf, dass wir die Aktivisten dann übers Bürgergeld (oder wie auch auch immer das die Politik nennt) alimentieren müssen.