Klima war nie Stillstand: Warmzeiten, Kaltzeiten, Vulkanausbrüche und Sonnenzyklen prägten die Geschichte der Menschheit lange vor Kohle, Öl und Automobil. Der Physiker Dr. Werner Huber widerspricht in seinem Buch „Klima-Wahrheit“ der einfachen Erzählung vom allein menschengemachten Klimawandel – und warnt vor den wirtschaftlichen Folgen einer deutschen Energiewende, die auf einem Dogma beruhe.
Von Hannibal über Ötzi bis zur Französischen Revolution: Dieses Gespräch zeigt, wie eng Klima, Macht, Hunger, Migration und Politik seit Jahrtausenden zusammenhängen.
Deutschland marschiert weiter in Richtung Klimaneutralität – doch Werner Huber fragt: Was, wenn die wissenschaftliche Grundlage viel umstrittener ist, als Politik und Medien behaupten?
Denn Klima entscheidet über Ernten, über Hunger, über Wanderungen, über Aufstieg und Niedergang von Reichen. Genau diesen Gedanken stellt Werner Huber in seinem Buch und im Gespräch mit TE Wecker in den Mittelpunkt. Der studierte Physiker versteht sich ausdrücklich nicht als Klimaforscher, sondern als unabhängiger Beobachter mit naturwissenschaftlicher Skepsis. Sein Ansatz: Nicht glauben, sondern plausibilisieren. Nicht einer offiziellen Erzählung folgen, sondern prüfen, ob sie mit der Klimageschichte zusammenpasst.
Hubers zentrale These: Die Geschichte der Menschheit ist ohne Klimageschichte nicht zu verstehen. Klima sei nie statisch gewesen, sondern habe sich stets in Warm- und Kaltphasen bewegt. Der Mensch habe diese Veränderungen über Jahrtausende nicht verursacht, sondern er musste sich ihnen anpassen. Besonders plastisch macht Huber dies an historischen Beispielen.
Ähnliches passierte bei „Ötzi“. Der Mann aus dem Eis starb vor rund 5300 Jahren auf über 3000 Meter Höhe. Für Huber zeigt dieser Fund sehr deutlich, dass Hochlagen der Alpen damals zumindest zeitweise leichter passierbar waren als in späteren Kaltphasen. Ötzi wird bei ihm nicht nur zur archäologischen Sensation, sondern zum Beleg dafür, dass Warmphasen in der Menschheitsgeschichte immer wieder auftraten und zwar lange vor Industrialisierung, Kohlekraftwerken, Dieselmotoren und moderner Landwirtschaft.
Auch die Völkerwanderung deutet Huber nicht allein politisch oder militärisch, sondern klimatisch. Er beschreibt den Zusammenbruch der römischen Ordnung als Ergebnis vieler Faktoren, darunter auch eine Verschlechterung des Klimas. Wenn Ernten ausfallen, Weideflächen vereisen, Rohstoffgewinnung in Gebirgsregionen schwieriger wird und ganze Völkerschaften ihre Lebensgrundlagen verlieren, geraten historische Ordnungen ins Wanken.
Dasselbe Muster sieht Huber bei der Französischen Revolution. Es gab politische, soziale und geistige Ursachen: Absolutismus, Ständestaat, Privilegien, Schulden, Aufklärung. Aber die allein hätten wohl kaum solche breite Revolutionen auslösen können wie in Frankreich. Huber rückt die unmittelbare Notlage der Bevölkerung in den Blick: Missernten, Hagel, Kälte, Nässe, teures Brot haben die revolutionäre Stimmung verschärft. Der Sturm auf die Bastille war demnach nicht nur ein Akt politischer Symbolik, sondern auch Ausdruck einer Hungerkrise. Wer kein Brot hat, hört den Parolen der Revolutionäre anders zu.
Besonders drastisch erscheint der Ausbruch des Vulkans Tambora 1815. Das Folgejahr 1816 ging als „Jahr ohne Sommer“ in die Geschichte ein. Asche und Schwefelpartikel in der Atmosphäre verdunkelten den Himmel, Temperaturen fielen, Regen und Kälte ruinierten Ernten. Hunger, Auswanderung, Elend – Huber beschreibt diese Episode als Beispiel dafür, wie abhängig die Menschen von natürlichen Klimaschocks sind. Ein Vulkanausbruch am anderen Ende der Welt konnte in Europa Hunger auslösen und Menschen zur Auswanderung treiben.
Entscheidend ist für Huber: Wer die heutige Erwärmung beurteilen will, dürfe nicht nur auf die letzten 150 Jahre schauen, sondern müsse Jahrtausende in den Blick nehmen. Dies führt er in seinem Buch detailliert mit vielen Beispielen aus.
Huber bestreitet nicht, dass CO2 ein Klimafaktor ist, aber sehr wohl, dass es der alleinige oder fast alleinige Haupttreiber des Klimawandels sei. Natürliche Faktoren, vor allem Sonnenaktivität, spielen eine weit größere Rolle, als im politischen und medialen Mainstream zugestanden werde. Er verweist auf historische Korrelationen: Warmzeiten fielen mit erhöhter Sonnenaktivität zusammen, Kaltzeiten mit solaren Minima. Für ihn ist die Sonne der naheliegende Hauptverdächtige im großen Klimageschehen.
Wenn CO2 nicht der entscheidende Treiber wäre, dann geriete auch die Begründung der deutschen Energiewende ins Wanken. Die Politik der Klimaneutralität, so Huber, beruhe auf dem Dogma, dass CO2 um nahezu jeden Preis reduziert werden müsse. Daraus folge ein gewaltiger Umbau von Energieversorgung, Verkehr, Industrie und Gebäuden. Für Deutschland bedeute dies nicht nur technische Herausforderungen, sondern enorme Kosten. Huber nennt Schätzungen in Billionenhöhe für den Weg zur Klimaneutralität. Industrieabwanderung, steigende Energiepreise, Belastungen für den Staatshaushalt und eine massive Schwächung des Wirtschaftsstandortes drohen. Wind und Sonne schickten zwar keine Rechnung, sagt das politische Schlagwort. Doch Netze, Speicher, Reservekraftwerke, Subventionen, Eingriffe und Folgekosten schicken sehr wohl Rechnungen und zwar sehr hohe.
Eine besondere Rolle weist Huber den Medien zu. Katastrophenmeldungen steigerten Aufmerksamkeit, Angst mobilisiere Leser, Zuschauer und Klicks. Zugleich hätten viele Leitmedien die CO2-Erzählung bereitwillig übernommen. Daraus sei ein Meinungskorridor entstanden, in dem Zweifel schnell als unwissenschaftlich oder gefährlich erschienen. Huber sieht darin ein Problem für jede offene Debatte: Wissenschaft lebt vom Widerspruch, nicht von Verkündigung.
Klima war immer Wandel. Die Menschheit lebte nie in einer stabilen Idealtemperatur. Sie überlebte, weil sie sich anpasste, baute, wanderte, erfand, speicherte, handelte und Technik nutzte. Genau deshalb wirkt es widersprüchlich, wenn eine moderne Industrienation ihre eigene Energiegrundlage schwächt, um ein globales Klimasystem steuern zu wollen, dessen natürliche Antriebe gewaltig sind.
Werner Huber. Klima-Wahrheit. Ewiger Wandel, Geschichtsmacht, Klimastreit, Klima- und Energiezukunft. Gerhard Hess Verlag, Klappenbroschur, 300 Seiten, 22,80 €





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Der Autor outet sich ja selbst: Er ist kein Klimatologe – und das merkt man deutlich in dem was er von sich gibt. Nichts von dem was er schreibt ist irgendetwas Neues oder gar „revolutionäres“ für Klima- und Geowissenschaftler! Alles kalter Kaffee und längst bekannt, und – das wichtigste – nicht der geringste Anlass, am heute zu beobachtenden, hauptsächlich menschengemachten Klimawandel Zweifel zu hegen! Entgegen der ganzen Nebelkerzen der „Klimaleugner“ sind wir tatsächlich in der Lage Ursachen für Klimaerwärmungen zu identifizieren! Ja, und noch mehr: Wir können unterscheiden zwischen regionalen Klimaschwankungen (wie wir sie in der Europäischen Geschichtsschreibung wiederfinden) und… Mehr
Danke für Ihren Kommentar. Es bleibt aber zu befürchten, dass die übrigen Kommentatoren weiter den Klimaleugnungsschwurbel der entsprechenden Autoren glauben.
Der Autor bestätigt nur, was seit einem halben Jahrhundert (oder länger) bekannt ist. Daraus hat sich ein systemimmanentes Geschäftsmodell entwickelt – ohne Aussicht auf Heilung.
Wetter ist der momentane oder kurzfristige Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort. Klima ist die statistische Beschreibung des Wetters über einen Zeitraum von mind. 30 Jahren. Trotz Supercomputer ist die Wissenschaft nicht mal in der Lage, die Veränderung des Wetters für die nächsten drei Wochen vorherzusagen, somit ist die Vorhersage für mind. 30 Jahre oder noch größere Zeiträume nichts weiter als Spekulation. Es sei denn, man erkennt an, dass das Klima durch die Sonnenaktivität und der Veränderung der Erdbahn um die Sonne aufgrund der Gravitationskräfte zwischen den Planeten oder durch Naturereignisse wie Vulkanausbrüche bestimmt wird. Damit lassen sich alle… Mehr
„Gegen die heute verbreitete Behauptung, der gegenwärtige Klimawandel sei in seiner Geschwindigkeit historisch beispiellos …“ Was historisch beispiellos ist, ist die Urbanisierung und Flächenversiegelung, was zu städtischen Wärmeinseln führt, während sich die Temperaturen im ländlichen Bereich nur wenig verändert haben. Und genau diese Urbanisierung bilden die offiziellen Temperatur-Messstationen des IPCC ab, aber nicht einen dramatischen Klimawandel. Denn die Messstellen wurden bewußt so ausgewählt, dass sie inzwischen in diesen städtischen Wärmeinseln liegen. Das habe ich anhand von Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) überprüft. Dazu Beispiele: Im Bundesland Hamburg gibt es zwei Messstellen mit langer Messreihen-Historie: An der Hamburger Seewarte (jetzt Standort… Mehr
Sind die ganzen Messstellen auf dem Ozean auch manipuliert?
Wer ein wenig Kenntnis von Thermodynamik hat, erkennt leicht, dass das ganze Klimagedöns nichts mit menschengemachten Dingen zu tun hat. Mit CO2 gleich garnicht. Das ist alles hinlänglich bekannt. Kann auch jederzeit z.B. bei EIKE nachgelesen werden. Es wurde als reines Geschätsmodell eingeführt, maßgeblich durch den Club of Rom. Norbert Patzner hat es im Buch “ Das Ende der liberalen Demokratie“ hervorragend beschrieben. Die Begriffe wie „Klimaneutralität“ usw. sind derartiger Blödsinn, daß man sie aus dem Sprachgebrauch bannen sollte. Es erhebt sich die Frage, wieviel Bücher noch für die Widerlegung des Blödsinns erforderlich sind. Es ist alles schon sehr oft… Mehr
Was für ein Klima-Furor wegen 3,4 Tage Schönwetter aus Süden.
Früher haben Hitzeperioden mit ähnlichen Temperaturen schon mal sechs Wochen und mehr gedauert!
Bei uns aber endet leider das kurze sommerliche Intermezzo gerade mit heftigem, abkühlenden Gewitter und kräftigen Regenschauern.
Schade!
Das was sie schreiben ist einfach nachweislich falsch und sogar für jeden, der etwas älter ist – wie ich – und über ein gesundes Erinnerungsvermögen verfügt einfach nachfühlbar und nachvollziehbar nicht den Tatsachen entsprechend! Wie gesagt, nachprüfbar: Diese Hitzewelle 2026 hat dreimal Rekordhöchsttemperaturen in bisher nie gemessener Höhe in Deutschland gebracht, war so früh im Jahr wie noch nie und auch so lang wie nie in dieser Jahreszeit! Sämtliche Hitzewellen in den vergangenen ca. 100 Jahren und mehr waren also weniger extrem, als das was wir im Juni 2026 erlebt haben. Was der Rest des Sommers noch bringen wird, bleibt… Mehr
Das römische Westreich hatte keine klimatischen Ernteausfälle. Die Kornkammer Westroms war Africa, welches von den Vandalen erobert und vom Römischen Reich abgetrennt wurde. Später spazierten die Vandalen von Africa nach Rom, um es zu plündern (455).
Klima ohne Menscheit, nennt man Wetter!
Dieses kommt von der Sonne!
Alles gut und schön, aber der Klimasekte kann man nicht mit Fakten oder der Realität kommen, das ist für sie gleichbedeutend mit Blasphemie! In ihrem totalitären Wahn reißen sie lieber ein ganzes Land mit sich in den Abgrund, als ihren Verstand (soweit vorhanden) zu gebrauchen.
> In ihrem totalitären Wahn reißen sie lieber ein ganzes Land mit sich in den Abgrund, als ihren Verstand (soweit vorhanden) zu gebrauchen.
Dazu käme es allerdings nicht, würden Millionen Michels den Verstand nutzen (sofern vorhanden) und den Murks strikt ablehnen. Wo meine Frau zwischen Michelnden:innen arbeitet, ist die die einzige, die an Klima/“Öko“-Dogmen nicht glaubt.
Mehr CO2, mehr Pflanzenwuchs, bessere Ernten