Zehn Thesen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers sollen die Zehn Gebote ergänzen, müssen freilich jedoch ihrerseits ebenfalls ergänzt werden.
Jahrtausendelang galten die Zehn Gebote als Grundregeln der abendländischen Kultur. Jetzt reichen sie nicht mehr: die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers hat sie durch Zehn Thesen ergänzt. Diese müssen allerdings ihrerseits kommentiert werden – im Folgenden fett gesetzt.
I. In den Augen Gottes ist jeder Mensch kostbar. Im Rechtsextremismus erkennen wir menschenverachtende Züge.
Deswegen verachten wir die Rechten.
II. Jesus von Nazareth hat ein friedfertiges Leben vorgelebt. Als Christ*innen setzen wir uns für den Frieden ein.
Und beliefern die Ukraine mit Panzern und Kanonen.
III. Jesus Christus sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Im Rechtsextremismus werden Menschen durch falsche Alternativen verführt.
Deswegen verdammen wir die Alternativen.
IV. Jesus Christus sendet seine Anhänger*innen in die ganze Welt. Als Christ*innen laden wir alle Menschen zur Gemeinschaft ein.
Nur keine AfD-Mitglieder, die laden wir aus.
V. Gott schenkt das Leben. Als Christ*innen gestalten wir Leben in Verantwortung.
Und warnen davor, am Marsch für das Leben teilzunehmen.
VI. Die Schöpfung Gottes ist reich und bunt. Rechtsextremismus klassifiziert Menschen, Völker und Kulturen und schreckt vor Abwertung nicht zurück.
Deswegen werten wir die Rechten ab.
VII. Jesus lebte und lehrte Nächstenliebe. Als Christ*innen erkennen wir gerade in den Schwachen unsere Nächsten. Rechtsextremisten verachten die Schwachen.
Darum verdienen sie unsere Verachtung.
VIII. Jesus von Nazareth war Jude. Jüdische Menschen sind für uns Schwestern und Brüder im Glauben.
Muslime auch. Deswegen haben wir Verständnis für die Kämpfer der Hamas, des Hisbollah und so weiter.
IX. Jesus hat Vergebung gelehrt. Im Rechtsextremismus sehen wir eine Ideologie des gnadenlosen Herrenmenschen.
Deswegen: keine Vergebung und keine Gnade für die AfD!
X. Gott ist der Herr.
Oder die Frau. Oder beides. Oder Allah. Oder schwul, queer, divers und so weiter, so genau wissen wird das nicht. Aber wir wissen, dass alles, was wir sagen, stimmt.
***
Die entscheidenden Sätze fehlen natürlich, müssen also nachgetragen werden. Sie lauten: Wer rechtsextrem ist, bestimmen wir. Woran man ihn erkennt, das glauben wir. Und was ihm blüht, das wissen und das wollen wir.

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Die Thesen sind in etwa so bereichernd wie die Ergänzungen.
„Jesus von Nazareth hat ein friedfertiges Leben vorgelebt“
Niemand kann sagen, welches Leben Jesus mit 40.000 kampferprobten Kriegern unter seinem Kommando geführt hätte. Die Geldwechsler im Tempel soll er jedenfalls ziemlich übel zugerichtet haben.
Links apelliert an das Edle im Menschen und befreit das Übel
Eine Kirche, deren Symbol ein Folterinstrument ist, die den gefolterten, zu Tode gequälten mit einem Opfertier gleichsetzt und ihn regelmäßig während „Gottesdiensten“ in Form durch rituellen Kanibalismus (Blut trinken, Leib verspeisen) nachträglich verachtet, auf diese Weise friedliche Botschaft und Erlösung verballhornt, kann nur pervers sein.
Der Gott einer solchen Kirche kann nur Satan höchstpersönlich selbst sein.
Was will man denn von einer Kirche erwarten, die einen der Ihren im Abschlussgottesdienst beim Kirchentag vor ein paar Jahren die Worte: „Gott ist queer“ rausschreien lässt….und dafür tosenden Applaus bekommt.
Da in der Bibel von einer „Organisation Kirche“ keine Rede ist, sondern Kirche im biblischen Sinne „die Gemeinschaft der Gläubigen weltweit“ ist, deren einzelne Glieder durch Jesus Christus die Vollmacht der Jünger verliehen bekommen haben, brauchen wir uns um diesen Unsinn nicht zu kümmern. Auch von den Amtskirchen ordinierte Pastoren sind völlig überflüssig, da die Bibel „das Priestertum des Einzelnen“ lehrt. Die Jünger hatten den Auftrag, zu taufen und jeder der getauft ist, hat die Berechtigung, selbst zu taufen. Das wird zwar amtlich nicht anerkannt, aber die Beziehung zu Gott Vater und zu Jesus Christus ist damit hergestellt, egal wie… Mehr
Warum machen die keinen Vorschlag für hundert neue Suren für den Koran? Bin sicher, die Resonanz wäre umwerfend.
Tja. Ein vollkommen geschlossenes System. Kein Punkt veränderbar – und zu ergänzen gibt es da auch nichts. Da tummeln sich welche gefangen seit über 1448 Jahren zwischen den Buchdeckeln der Schriften.
@Tichys Einblick: Nett wäre es gewesen, die Quelle zu den obigen Zitaten zu nennen. Ich habe im Netz recherchiert und die oben genannten Thesen/Aussagen nicht gefunden – ich meine nicht Ihre Anmerkungen zu den Thesen. Ich hab’s weder in Text- noch in Videoform gefunden.
Das einzige, das ich gefunden habe, ist dieses Interview hier, und das liegt auch schon 7 Jahre zurück:
https://www.domradio.de/artikel/wir-brauchen-entschlossenheit-und-intakte-netzwerke-hannovers-landesbischof-warnt-vor
Und die glauben, in der Nachfolge von Gottes Sohns zu stehen? Das ist allein schon Blasphemie.
Auf die Einstellungen dieser Kirche zur absoluten Intoleranz des Islam und ihrer Befürwortung der Kriegsmorde und Kriegskrüppelerzeugung in der Ukraine ist eigentlich gar nichts zu sagen. Nur der Gang zum Einwohnermeldeamt um die Mitgliedsbeiträge zu diesem Heuchelclub zu stoppen. Man kann sich ja trotzdem an die 10 Gebote von Moses halten: nicht lügen, nicht klauen, nicht morden, die Familie achten, nicht fremdgehen usw..
Christus hat keinen Bock mehr auf euch. Waffenlieferungen sind Nächstenliebe. https://www.ekd.de/kurschus-entscheidung-zu-waffenlieferung-nicht-unchristlich-74047.htm Kurschuss Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Christus Nun ja, im ersten Weltkrieg wurden Kanonen noch gesegnet. Gut Schuss, EKD Die Glaubensbrigade des Todes. Abknallen von Franzosen ist Nächstenliebe. Die knallen uns schließlich auch ab. Weihnachten 1914 gab es noch Feuerpausen an der Front und ein wenig Verbrüderung. Danach war es vorbei. Abknallen in der Nachfolge Christi. Seit dem Konzil von Nicäa im Jahre 325 ist das so und bleibt auch bei der EKD des Jahres 2026 noch so. Da hält keiner dem anderen die andere Wange auch… Mehr