Der Kampf um 180 Menschenleben auf Flug Flydubai FZ1073

Auf Flug FZ1073 von Dubai nach Tel Aviv stach der omanische Co-Pilot plötzlich mit einem Messer auf den indischen Flugkapitän Smit Machchhar ein. Die Boeing geriet in einen Sturzflug, verlor laut den Flugdaten in zwei Minuten 5.180 Meter an Höhe und sendete den Notcode 7700 und den Entführungscode 7500. Zwei Wunder retteten die Passagiere.

Yaniv Hayun nach dem Kampf im Flydubai-Jet Imago Xinhua
Yaniv Hayun nach dem Kampf im Flydubai-Jet

Der Flug Flydubai FZ1073 war um 7.05 Uhr Ortszeit in Dubai gestartet, das Ziel: der Airport Ben-Gurion. An Bord waren nach Angaben von Premierminister Benjamin Netanjahu sechs Besatzungsmitglieder und 174 Passagiere, fast alle israelische Staatsbürger – darunter auch 27 Kinder. Gegen 8.21 Uhr, über jordanischem Luftraum, kippte die Maschine plötzlich weg. Passagier Almog Italie schilderte Reuters das Gefühl „massiver Turbulenzen“, bevor klar wurde, dass im Cockpit der Boeing um Leben und Tod gekämpft wurde.

Eine Frau mit vier Töchtern sagte der Times of Israel später, es habe dann „zwei Wunder“ gegeben: Mutige Israelis, die ins Cockpit vordrangen – und weitere Piloten an Bord, die den Passagierjet auch sicher landen konnten.

Der Ablauf im Cockpit ist inzwischen durch Passagieraussagen, ein von Reuters verifiziertes Video und israelische Sicherheitskreise belegt. Pilot Smit Machchhar, seit mehr als vier Jahren bei Flydubai, wurde vom Co-Piloten niedergestochen – Passagiere berichteten von Wunden an Kopf und Händen. Schwer verletzt und am Boden liegend, zog er nach Angaben von Netanjahu-Sprecher Doron Spielman „in den letzten Momenten seiner Kraft“ den Öffner der Cockpittüre – sie ging auf. Flugzeug-Passagier Yaniv Hayun und weitere Israelis, darunter Assaf Rajuan, stürmten nach vorne zu den beiden Piloten. Hayun sah den Angreifer zwischen den Sitzen an den Instrumenten, der offenbar dabei war „das Flugzeug unbrauchbar zu machen“.

Zweite Crew war an Bord

Land of the free and the home of the brave
11. September 2001: Der islamische Anschlag auf die freie Welt
Er nahm ihn in den Würgegriff, zerrte ihn aus dem Cockpit. Andere Passagiere fesselten ihn mit Kabelbindern und Kopfhörerkabeln. Die Maschine raste dabei weiter in die Tiefe. Yaniv Hayun griff nach den Hebeln. Er sagte später, er wisse aus einer Fernsehdoku über Flugunfälle, wie in einem derartigen Notfall zu handeln sei. Wenige Sekunden später übernahm dann eine zweite Flydubai-Besatzung, die in Zivil in der Kabine mitreiste, das Steuer und konnte den Jet in Tabuk landen. Smit Machchhar kam schwer verletzt ins Krankenhaus, die indische Botschaft in Saudi-Arabien meldete am Abend einen stabilen Zustand des Piloten. Der Angreifer wurde ebenfalls verletzt ins Spital eingeliefert und von den saudischen Behörden festgenommen.

Am Abend brachte ein Ersatzflug die Passagiere nach Tel Aviv. Am Ben-Gurion-Flughafen empfing Netanjahu Yaniv Hayun, der noch im blutverschmierten Hemd mit dem israelischen Premier am Airport sprach. Gegenüber Fox News sagte Netanjahu, dieser Mut habe „einen weiteren Anschlag wie am 11. September“ verhindert. Und Verteidigungsminister Israel Katz meinte: Ein dschihadistischer Anschlag sei nur durch israelische Passagiere vereitelt worden, die den Täter überwältigt und die Kontrolle des Jets durch eine zweite Crew ermöglicht hätten. Die israelische Luftwaffe hatte bereits Kampfjets starten lassen.

Kritik an Falschmeldungen

Die Jerusalem Post bestätigt nach Informationen aus Sicherheitskreisen: Der Co-Pilot ist omanischer Staatsbürger, der Täter sei seit weniger als einem Jahr bei Flydubai. Der Oman unterhält keine diplomatischen Beziehungen zu Israel. Auch zwei hochrangige US-Ermittler bestätigten NBC News die omanische Herkunft. Israels Verteidigungsministerium nimmt an, dass der Täter die Maschine mit den israelischen Passagieren zum Absturz bringen wollte – exakt nach dem Muster der Anschläge vom 11. September 2001.

Auf Social-Media-Plattformen wie X/Twitter setzt es weiterhin viel Kritik an einigen deutschen Medien: Diese News-Plattformen hatten kurz nach Bekanntwerden des Anschlagversuchs getitelt, dass in der Flydubai-Maschine ein „russischer Pilot“ von einem „ukrainischen Co-Piloten“ überwältigt werden konnte – und der Ukrainer das Flugzeug sicher landete. Diese Version verschwand dann ohne jede Erklärung.

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Kommentare ( 181 )

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Casa Done
6 Tage her

Wie jetzt, ich dachte, hier stecke wieder einmal Putin dahinter? 🙂

Ceterum censeo Berolinem esse delendam
5 Tage her
Antworten an  Casa Done

Ich glaube, Sie sollten das hier mal lesen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Paranoia

Stefan Peveling
6 Tage her

Es wäre interessant, festzustellen, woher diese Ente geflogen kam, https://aviation.direct/russe-und-ukrainer-piloten-pruegeln-sich-im-cockpit-waehrend-flydubai-flug Noch findet man sie ab und zu.

DDRforever
6 Tage her

„Diese News-Plattformen hatten kurz nach Bekanntwerden des Anschlagversuchs getitelt, dass in der Flydubai-Maschine ein „russischer Pilot“ von einem „ukrainischen Co-Piloten“ überwältigt werden konnte – und der Ukrainer das Flugzeug sicher landete. Diese Version verschwand dann ohne jede Erklärung.“ Das sind eure Medien BRD Bürger, ihr habt immer wieder die gewählt die solchen Meldungen überhaupt möglich machen. Und ihr werdet weiter so machen. Ein widerwärtiges Volk, einfach ekelhaft!

Ceterum censeo Berolinem esse delendam
5 Tage her
Antworten an  DDRforever

Das „Neue Deutschland“ und „Der schwarze Kanal“ waren für Sie sicherlich sehr viel glaubwürdiger, lieber Herr DDR-Nostalgiker.

Ohanse
6 Tage her

Die CDU-Wähler hier im Kommentarbereich würden ja gern das Russland-Ukraine-Märchen verteidigen, aber die Quelle hat den Schwanz eingezogen, und nun stehen sie frustriert da.

Riffelblech
6 Tage her

Erste Meldungen im deutschen Medienstadel :
russischer Pilot sticht auf ukrainischen Copiloten ein

So weit ist die antirussische Hysterie mittlerweile das es in einigen „“ Spezialmedien „“ ein russischer Pilot sein musste der seinen ukrainischen Copiloten absticht .
Fällt eigentlich irgendjemandem in diesem Lande noch auf das in den Redaktionsstuben Riesenidioten sitzen die diese gezielte Sch……e unter die Leute bringen wollen .
Dreckig ist gar kein Ausdruck mehr ,es ist schlicht eine riesige Sauerei von diesen Idioten .
Hier – und genau hier fehlt der berühmte eiserne Besen .
Ein lebenslanges Berufsverbot gegen solche Medienverbrecher wäre gerade noch ausreichend.

Reinhard Peda
6 Tage her

Es ist immer das selbe? Im Cockpit muss es einige Notschalter geben, sollte aus außerhalb des Cockpits vorhanden sein. Drückt man diesen, können von außerhalb des Flugzeugs, per installieren Kameras, die Vorgänge im Cockpit überprüft werden. Hat ein Attentäter den Piloten getötet, sollte es möglich sein von außerhalb: Das Cockpit des Flugzeugs zu öffnen. Die Flugkontrolle über das Flugzeug durch den Autopiloten zu erlangen. Bei Zerstörung des Cockpits, ein Reservesystem für das Cockpitsystems außerhalb der Reichweite eines potentiellen Attentäters zu haben. Zumindest sollte es dann ausgeschlossen sein, irgendwelche Flugzeuge in Hochhäuser zu steuern. Nun bin ich kein Techniker traue aber… Mehr

Last edited 6 Tage her by Reinhard Peda
Fatmah
6 Tage her
Antworten an  Reinhard Peda

Wo wollen Sie dann aufhören, allen Passagieren Handschellen vor dem Abflug anlegen?

Michael M.
6 Tage her
Antworten an  Reinhard Peda

Ich bin Techniker/Ingenieur und ich sage ihnen, dass das leider nicht klappen wird.

Reinhard Peda
5 Tage her
Antworten an  Michael M.

Also, ich bin der Meinung, das von außerhalb des Flugzeugs die Beobachtung der Vorgänge im Cockpit möglich sind, und im Falle eines Falles eine Entsperrung der Cockpittür auch von dort aus eingeleitet werden könnte.

Michael Theren
6 Tage her

das die sichere Landung die Teamarbeit eines ukrainischen und eines russischen Piloten war, ist „fake news“ oder wird warum nicht erwähnt ?

roffmann
6 Tage her

Bei einem Sturzflug landet ein teil der Passagiere mitsamt losem Material wo ? … vor der Kabine . Aber , die waren gut vorbereitet , alle angeschnallt und loses Material gab es nicht im Flieger . Keine Zeitung , keine Bücher , kein Handy -Laptop oder sowas , aber zum Glück ein Päckchen mit passenden Kabelbindern .

Monostatos
6 Tage her
Antworten an  roffmann

Ein gut recherchierter Artikel würde solche Fragen stellen. Und er würde sich der Interessenlage annehmen. Auch warum die Bildzeitung solch erkennbaren Unsinn in Umlauf bringt. Meine VT-Annahme: damit das nächste fast ebenso hanebüchene Märchen den leichtgläubigen Fanstikern aufgetischt werden kann. Gustave Le Bon erforschte in seinem Buch „La Psychologie des Masses“ diese Mechanismen.

Zhenmei Zutun
6 Tage her

Tichy: erklärt doch mal bitte, wie man ein Flugzeug aus der Kabine unbrauchbar macht. Das hat ja Comicniveau, was Ihr schreibt.

Fatmah
6 Tage her
Antworten an  Zhenmei Zutun

Ein Pilot weiss sicher auch, wie man die Triebwerke einfach hätte abschalten können, an der Story stimmt einiges scheinbar nicht.

Michael M.
6 Tage her
Antworten an  Zhenmei Zutun

Der Komiker scheinen Sie zu sein, denn im Cockpit kann man definitiv so viel Schaden anrichten, dass sich ein modernes Verkehrsflugzeug nicht mehr steuern lässt.

Casa Done
6 Tage her
Antworten an  Zhenmei Zutun

Erst lesen, dann fragen!

olympos
6 Tage her

Relotius ist überall präsent in Deutschland.