Frankreich brennt: Polizisten werden gejagt, Feuerwehrmänner in Brand gesteckt

Nein, das sind keine üblichen Schülerproteste: Frankreich wird von massiver Gewalt junger Migranten erschüttert. Die Täter handeln total enthemmt: Frauen oder auch Feuerwehrmänner werden mit selbstgebauten Flammenwerfern angezündet, einschreitende Lehrerinnen geschlagen, Polizistinnen durch die Straßen gehetzt, Schulen angezündet. Die Polizei verhaftete 1949 Tatverdächtige.

Gewalt in Frankreich Imago ABACAPRESS
Gewalt in Frankreich

Die Schülerproteste in Frankreich haben sich binnen weniger Tage zu einer landesweiten Welle der Gewalt mit Blockaden, Brandstiftungen und Angriffen auf Einsatzkräfte ausgeweitet: Allein am Donnerstag nahm die Polizei 1949 Personen fest, überwiegend wegen tätlicher Angriffe auf Beamte, Gewalttaten und verbotener Ansammlungen, wie das Innenministerium mitteilte.

Seit Montag wurden nach Angaben des Innenministeriums 305 Polizisten und Gendarmen verletzt. Bildungsminister Édouard Geffray sprach von 235 Verletzten im Bildungsbereich seit Beginn der Mobilisierung – 170 Schüler sowie 65 Lehrer wurden verletzt. Mehr als 400 Schulen bleiben am Freitag geschlossen und bieten nur Fernunterricht an.

Der Aufstand begann Ende vergangener Woche in der Île-de-France und griff rasch auf das ganze Land über: Die Jugendlichen fordern mehr Mittel für marode Gebäude, kleinere Klassen, ausreichend Lehrkräfte und weniger Druck durch die Zulassungsplattform Parcoursup. Von 3700 Lycées waren am Donnerstag 1027 von den Angriffen betroffen, davon waren 222 komplett blockiert. Zugleich schlossen sich Studierende an: Die Union étudiante meldete Blockaden an 30 Hochschulen, darunter Paris-Cité, die Sorbonne, Lyon, Strasbourg, Montpellier und Rennes.

 

Während einige Proteste friedlich verliefen, eskalierte die Lage vor vielen Bildungseinrichtungen zu dem, was Innenminister Laurent Nuñez als „ungezügelte Gewalt“ und als „städtische Unruhen“ bezeichnete. In Nantes setzten Unbekannte den Eingangsbereich des Lycée Nelson-Mandela in Brand; das Feuer ging von brennenden Mülltonnen aus, griff auf das Gebäude über und erzwang eine Evakuierung.

Auch das Lycée Talensac wurde beschädigt. Die Präfektur zählte in der Stadt neun betroffene Einrichtungen und drei Brände mit erheblichen Schäden. In Rouen geriet der Eingang eines Lycées in Flammen; die Schulleitungen der Lycées Blaise-Pascal und Élisa-Lemonnier in Petit-Quevilly wurden bei Angriffen verletzt und mussten notärztlich versorgt werden.

Lehrer mit Benzin übergossen

In Marseille überfielen maskierte Jugendliche vor dem Lycée Saint-Exupéry im 15. Arrondissement ein Einsatzfahrzeug der Marins-Pompiers und steckten das Feuerwehrfahrzeug in Brand, ein Feuerwehrmann wurde verletzt. Mehrere Busse der RTM wurden attackiert, Fahrer flohen aus den Fahrzeugen, einer wurde angegriffen. Der öffentliche Nahverkehr wurde zeitweise vollständig eingestellt. Am Lycée Victor-Hugo sollen Pädagogen mit Benzin bespritzt worden sein. In Auchel im Pas-de-Calais traf ein Feuerwerkskörper den Schulleiter des Lycée Fernand-Degrugillier am Kopf, er wurde ins Krankenhaus gebracht. In Clermont-Ferrand erlitt ein Schulleiter eine Kopfverletzung durch einen Mörser.

Proteste eskalieren
Vor G7-Gipfel in Frankreich: Linksextreme Gewalt erschüttert Genf
Weitere Schäden an Schulgebäuden meldeten die Behörden unter anderem aus Nice, Dijon, Besançon, Valence, Toulouse, Bordeaux, Montpellier, Rennes, Saint-Étienne, Orléans und Strasbourg. In Grenoble und Teilen des Elsass stand der Nahverkehr still. Und in Bordeaux wurden Bushaltestellen zerstört, in Saint-Denis und anderen Vororten der Hauptstadt flogen Feuerwerkskörper und Projektile auf Einsatzkräfte.

Premierminister Sébastien Lecornu berief eine Krisensitzung ein und bat alle Minister, Reisen abzusagen. Die Behörden sprachen von einer möglichen Mittäterschaft der linkspopulistischen La France insoumise (LFI) und ultralinker Gruppen – ein Vorwurf, den LFI zurückweist.

Jean-Luc Mélenchon hatte zuvor von „Repression mit rassistischem Beigeschmack“ gesprochen und zum Einschreiten aufgerufen. Innenminister Laurent Nuñez erklärte, die Lage habe „nichts mehr mit dem legitimen Ausdruck von Schülerforderungen“ zu tun: Feuerwerkskörper werden bewusst auf Polizeibeamte abgefeuert, öffentliche Gebäude werden angezündet und Geschäfte geplündert.

Frankreichs Bildungsminister Édouard Geffray rief im Sender France 2 zur Ruhe auf und kündigte Gespräche mit Schülervertretern an. Er warnte Eltern, ihre Kinder bei den Ausschreitungen mitmachen zu lassen. Der einzige Weg, so der Minister, sei der Dialog.

Die Bilder und Videos von gewalttätigen Jugendlichen mit Migrationshintergrund schockieren ganz Frankreich. Und sie sind auch eine Warnung für alle europäischen Nationen.

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Kommentare ( 70 )

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Weltenwandler
7 Tage her

In meinem Gymnasium, dem heutigen Rhein-Wied-Gymnasium (Mädchen) in Neuwied, man kann meine Aussage also möglicherweise nachprüfen, hatten wir in den 1960ern durchschnittlich 50 (fünfzig) Schülerinnen in einer Klasse. Es herrschte Disziplin, und man hörte dem Lehrer zu. Bis heute kann ich noch vieles, was ich damals gelernt habe, besonders in Fremdsprachen, wo ich meinen Kindern Einsicht in Grammatik geben kann und konnte, was ich dort gelernt habe. Ende der 1960er fehlten zunehmend Lehrer, und die wissenschaftlichen Fächer sind zu kurz gekommen. Aber es ging sehr gut mit so großen Klassen. Heute heulen die Lehrer, wenn sie 30 Schüler in der… Mehr

Last edited 7 Tage her by Weltenwandler
RA.Dobke
8 Tage her

Wieso ist es dazu gekommen? Liegt es vielleicht in F ähnlich wie in D? Liegt es daran, daß unser Staat eigentlich von der Führungsseite her verkommen ist und Partei undf Mitgliedern die Taschen vollstopft und unsäglich hohe Mittel in die korrupte Ukraine abfließen läßt, um die Chimäre Russische Föderation und Putin als neues Feindbild zu bekämpfen? Franzosen sind impulsiver als Deutsche! Aber was, wenn auch unsere Machthaber an den wirklichen Bedürfnissen des Souveräns an der bundesdeutschen Gesellschaft vorbeiregieren?

klaugue
9 Tage her

warum nennt niemand den Geldmangel beim Namen? Kriegstüchtigkeit und Ukrainegeschenke. Die Reserven in Deutschland sind schon aufgebraucht. Der Griff nach neun „Sondervermögen“ wird bald erfolgen müssen.

maxmink
9 Tage her

Gestern habe ich rein zufällig ( eigentlich meide ich inzwischen Nachrichtensendungen in den ÖRR) eine kurze Nachrichtensendung in einem der dritten Programme gesehen und musste mir anhören dass es bei den Protesten NUR um bessere Schulen, mehr Lehrer, kurz um eine Verbesserung des Schulwesens in Frankreich, geht. Der Reporter vor Ort (!) entblödete sich nicht diese Aussagen in die Kamera zu sprechen.
Ich kenne einige die sich ausschliesslich über die ÖRR informieren und davon auch nicht ablassen.
Da bekommt man es mit der Angst zu tun wenn man bedenkt wie viele immer noch der Gehirnwäsche dieser Sender zum Opfer fallen.

Verzeihtnix
9 Tage her

Das mit den kleinen Klassen ließe sich bewerkstelligen, wenn die Polizei endlich schießen würde.

DDRforever
9 Tage her

Was erwarten sie von einer Kultur in der als Gipfel der Weisheit das Auswendiglernen des Korans gilt??????

DDRforever
9 Tage her

Schau gut hin BRD Bürger und wähl weiter so wie immer. Bald sind die Hübschen vor Deiner Tür!

Martin Buhr
9 Tage her

2014 in Kiew hatten sie die „Graswurzeldemonstrationen“ noch befeuert und nun holt Europa die eigene Heuchelei ein ; der Fluch der boesen Tat !

Buck Fiden
9 Tage her

Wofür hat die Polizei Waffen? Wenn ein Feuerwehrmann mit Benzin übergossen wird, warum wird nicht geschossen?
Entweder der Staat setzt sich durch, oder die gewalttätigen Islamisten und Migranten haben gewonnen. Dann sind Frieden, Demokratie, Gewaltmonopol des Staates als Grundlage einer friedlichen Koexistenz der Bürger, all das sind dann im Eimer.

Kassandra
9 Tage her
Antworten an  Buck Fiden

Scheint schon so zu sein?
Denn niemand hindert sie an den Gräueltaten gegen die Einheimischen.

Ho.mann
9 Tage her

Keiner will solche Gewaltexzesse wahrhaben, dass sie nun aber unabdingbar und planvoll folgen, das sollte bereits jedem klar sein, der durch das Werfen politischer Nebelkerzen bisher getäuscht wurde.