Der Protest gegen den ab Montag stattfindenden G7-Gipfel im französischen Évian eskaliert. In Genf brennen Autos, Geschäfte werden eingeschlagen, Vermummte ziehen mit Gasmasken durch die Stadt. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz, um gewalttätige Ausschreitungen wie 2003 zu verhindern. Damals fand der G8-Gipfel ebenfalls in Évian statt.
picture alliance/dpa | Michael Kappeler
Vor dem am Montag im französischen Évian-les-Bains beginnenden G7-Gipfel sind am Sonntag im benachbarten Genf Tausende Menschen unter dem Motto „No G7“ zu Protesten zusammengekommen. Bereits kurz nach dem Start schlug die Demonstration in Gewalt um. Am Rand der Route wurde unter anderem ein Auto in Brand gesetzt, zudem wurden trotz Holzbarrikaden erste Geschäfte eingeschlagen.
Auf zahlreichen Plakaten waren profeministische und antikapitalistische Botschaften zu sehen. Außerdem hielten Demonstranten Schilder mit der Aufschrift „Free Palestine“ hoch und schwenkten Palästinenserfahnen. Unter den Protestlern befanden sich auch zahlreiche Vermummte, die mit Schutzbrillen und Gasmasken ausgestattet waren.
Die Demonstranten hatten sich zunächst im „Parc de la Perle du Lac“ am Genfer See versammelt und waren anschließend Richtung Innenstadt gezogen. Die Demonstrationsstrecke wurde großflächig mit Zäunen gesichert. Die Polizei ist in Genf am Sonntag und in den kommenden Tagen mit einem Großaufgebot im Einsatz, um mögliche Ausschreitungen wie im Jahr 2003 zu verhindern, als der damalige G8-Gipfel ebenfalls in Évian stattfand.
Damals zogen rund 100.000 Menschen zur Hauptdemonstration; in Genf und Lausanne kam es über mehrere Tage zu Ausschreitungen, Sachbeschädigungen und Zusammenstößen mit der Polizei. Der wirtschaftliche Schaden durch Störungen und Geschäftsausfälle wurde auf rund 50 Millionen Schweizer Franken beziffert. Die Polizei setzte damals Wasserwerfer, Tränengas und Gummigeschosse ein, in Lausanne wurden etwa 400 Menschen auf einem Aktivisten-Campingplatz festgenommen. Ein Demonstrant wurde schwer verletzt, als er von einer Autobahnbrücke stürzte, die Aktivisten blockieren wollten, um Delegationen den Weg nach Évian zu versperren.
Geschäfte verbarrikadiert – „Kleiner Familienbetrieb“
Zahlreiche Läden sind in Vorbereitung auf die Proteste bereits seit Tagen verbarrikadiert. In der Genfer Innenstadt wurden viele Schaufenster mit Sperrholz verkleidet. Auf manchen stehen Aufschriften wie „Kleiner Familienbetrieb“ in verschiedenen Sprachen, offenbar in der Hoffnung, gewaltsame Protestler würden diese Geschäfte verschonen.
Der Gipfel findet vom 15. bis 17. Juni 2026 statt und wird von Frankreich ausgerichtet. Zur G7 gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA; auch die Europäische Union nimmt an dem Treffen teil. Neben den Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten werden weitere eingeladene Regierungschefs erwartet.
Auf der Tagesordnung stehen internationale Krisen und wirtschaftliche Konfliktlinien. Nach aktuellen Berichten dürften vor allem der Krieg in der Ukraine, die Lage im Nahen Osten, Iran, Handelsfragen und globale wirtschaftliche Ungleichgewichte eine Rolle spielen.
Der G7-Gipfel wird zwar von Frankreich ausgerichtet, doch die 10.000-Einwohner-Stadtgemeinde Évian-les-Bains ist in mehrere Schutzzonen aufgeteilt und weiträumig abgeriegelt. Die Anwohner wurden mit Sonderausweisen ausgestattet. Die Proteste verlagerten sich deshalb wie schon 2003 in die Schweiz.
Neben Genf und Lausanne fanden am Sonntag auch in Zürich, St. Gallen, Bern, Luzern, Zug, Basel, Biel und Aarau Anti-G7-Veranstaltungen statt.

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Kann doch nicht so schwer sein, die festzusetzen. Sofern eine Mitgliedschaft in einer der üblichen Vorfeldgruppen festgestellt werden kann, sollte m.E. die finanzielle Unterstützung beendet werden. Als nächstes sollte es m.E. als illegal erklärt werden, Gruppen finanziell zu unterstützen von denen Terror ausgeht (dürfte wohl konsensfähig sein). Dafür muss dieses rote Netzwerk allerdings einmal offengelegt werden, sonst weiß ja niemand wer hier wen finanziert, und die rote Stadt-Guerilla lacht sich eines. Will denn z.B. eine renommierte Institution wie die Bosch-Stiftung nicht sicher gehen, dass ihre Spendengelder auch wirklich in „grüne Transformation“ fließen, und nicht in „rote Transformation“? Es muss m.E.… Mehr
Rechtsextreme Gewalt ist bescheiden,
Linksextreme Gewalt ist extrem ❗
Der Witz ist, dass man ständig von linksextremen Anschlägen in Millionenhöhe lesen kann, die nie aufgeklärt werden, aber von Anschlägen Rechter, habe ich noch nie gelesen. Wie kommt dann die Statistik des türkisch/deutschen Verfassungsschutzes zustande. Führt da eventuell das Innenministerium die Feder?
Wetten, dass das den ÖRR und den „Spiegel“ mal wieder nicht interessiert, denn es zündeln ja die „Richtigen“…
Wie sich zeigt, weder friedliche Proteste noch die Gewalt die auf die Verursacher zielt, bringen was. Die Radikalen haben einen Vorteil gegenüber den friedlichen Protesten – ihre Chefs können nicht wegen der falschen Erklärung von 20€ enteignet und in den Knast geschickt werden. Ich hoffe nur dass Herr Ballweg irgendwann sein Eigentum zurück bekommt.
In den Kartellmedien kein Wort darüber, dass Genf brennt, nicht mal in den Schweizer Medien.
Die Globalisierung hat und hatte schon immer viele Gegner. Und die stehen nicht nur „Links“.
Also bei WELT heute morgen meinte man, dass alles super friedlich war…bis auf „ganz kleine Ausschreitungen“…..insofern….alles gut.
Laut der Lügenpresse ist es nur eine kleine Gruppe von Randalierern. Die anderen würden alle friedlich protestieren. Und dafür sind 7000 Polizisten im Einsatz.
Politisches gewolltes und gefördertes Affentheater … alles Aktivisten dauerhaft einlochen – am besten in der Klapsmühle – wäre eine Lösung …. Die Verantwortlichen zusammentreiben und vor Gericht bitte, sowie volle Haftung für die Schäden
Theater ist das schon. Wer dafür sorgt ist wieder eine sehr interessante Frage. Wie es scheint, hat das hier auch geklappt alle für die Herrschaften von G7 zu stimmen. Das ist schon eine Leistung selbst hier wo nicht alle unter Atlantik Brücke sitzen.
Da das Treffen von Frankreich ausgeht,wäre es wohl mal an der Zeit die französische Fremdenlegion loszulassen um für Ordnung zu sorgen.