Zur Meinungsfreiheit gehört auch ein akzeptierendes Klima, in dem ein breites demokratisches Spektrum an Meinungen sagbar ist und von Andersdenkenden nicht diffamiert wird. Kommentiert Ralf Schuler die Reaktionen auf Stefan Kretzschmar.
Mit dem Brexit beginnt das Jahr der Entscheidungen: Kein Drehbuchautor hätte sich eine spannendere Dramaturgie der politischen Agenda ausdenken können als jene, die der Kalender für 2019 bereithält.
Die Debatte um die Kritik der Handball-Legende Stefan Kretzschmar an fehlender Meinungsfreiheit zeigt eine Verkümmerung des Demokratie-Verständnisses in Deutschland. Und Mängel bei der Aufarbeitung unserer Vergangenheit.
Die AfD wird laut Medienberichten zum „Prüffall“ für den Verfassungsschutz. Damit wird eine gefährliche Spirale der Eskalation in Gang gesetzt. Das berühmte„Hase-Video“ aus Chemnitz spielt dabei eine wichtige Rolle, auch wenn sich die Realität ganz anders darstellt.
Stefan Kretzschmar nimmt die Meinungsfreiheit als eingeschränkt wahr. Die einen stimmen ihm zu, die anderen tun genau das, was er kritisiert: Sie labeln seine Aussagen als "gefährlich", drängen ihn in eine unbequeme politische Ecke, stellen absurde Nazi-Fragen. Ihre Kritik ist unlauter, unehrlich und unfair.
Während sich Polizeibeamte organisieren können, haben i.d.R. die Schwächsten der Gesellschaft weder eine Lobby noch sonstige Fürsprecher. Es trifft die Alten unserer Gesellschaft.
Matussek über Augsteins vergessenen Halbsatz: „Sagen, wie die Welt is – und nich, wie se sein soll“.
Euro, Klima und Migration haben etwas gemeinsam. Der Nationalstaat mit seiner Demokratie hat immer weniger zu sagen. Gesetze und Verträge kommen nicht von unten, aus der Gesellschaft, sondern im Gegenteil von oben, aus Büros mit internationalen Beamten, Lobbygruppen und Unternehmen.
Heute entscheidet das englische Parlament über Teresa Mays Brexit-Deal, ganz unabhängig davon, was gestern die Runde bei Frank Plasberg dazu zu sagen hatte.
Tolerant kann nur sein, wer etwas ablehnt und trotzdem hinnimmt. Denn nur dann kann man es erdulden.
Ausgerechnet die Tagesschau bekommt von einer Studie zum Wahrheitsgehalt gleich mehrfach eine Schlechtleistung bescheinigt, die sich gewaschen hat.
Neu ist die Entwicklung, dass sich in Ländern wie Großbritannien und den USA faktisch zwei feindliche Nationen herausgebildet haben, die sich an komplett unterschiedlichen ideologischen Werten orientieren.
Mit nichts beschäftigt sich die SPD lieber, als mit sich selbst. Und träumt sich auch bei lächerlichen 15 Prozent immer noch in des Willys Zeiten. Realitätsverlust und kontinuierliche Selbstverzwergung scheinen mittlerweile Kernanliegen der SPD zu sein.
Europa ist das „christliche Abendland“. Die moralischen Werte, durch die Bibel transportiert, waren Grundlage für die Errichtung demokratischer Staaten. Kardinal Reinhard Marx kritisiert nun diesen Begriff als „ausgrenzend“. Hat er das auf dem Tempelberg in Jerusalem gelernt?
Zur Geldpolitik der EZB: „Ein Teil des Pulvers ist verschossen“.
Das neudeutsche Wort Fremdschämen lässt sich für die Flieger-Doppelpanne nicht verwenden, da es sich bei Mueller-Development und Leyen-Airlines um Töchter desselben Konzerns handelt: Germany-Limited.
Vor drei Wochen klang Fed-Chef Jerome Powell noch deutlich unnachgiebiger und schickt die Wall Street damals auf Talfahrt. Umgekehrt gelingt dem breiten US-Index S & P 500 mit der Kursänderung ein fulminanter Jahresauftakt und mit knapp zehn Prozent Plus die beste Zehn-Tages-Performance seit Juli 2009.
Wenn es Schrauben mit linksdrehendem und rechtsdrehendem Gewinde gibt - gibt es dann auch nicht männliche und weibliche Schrauben, die aus Diversitätsgründen mit Trans-Schrauben quotiert werden?
Nicht jeder Ort weckt für alle Menschen die identischen Begehrlichkeiten, aber nur die Dinge, die in irgendeinem Detail besonders sind, haben das Potential, unsere Vorstellungswelt zu besetzen und damit Teil unserer eigenen Geschichte, unserer Persönlichkeit zu werden.
Tichys Einblick dokumentiert den Vortrag von Dr. Thilo Sarrazin im Seminar "Denken und Denken lassen" am 10. Januar 2019 an der Universität Siegen.























