Stefan Kretzschmar und die Meinungsfreiheit

Stefan Kretzschmar nimmt die Meinungsfreiheit als eingeschränkt wahr. Die einen stimmen ihm zu, die anderen tun genau das, was er kritisiert: Sie labeln seine Aussagen als "gefährlich", drängen ihn in eine unbequeme politische Ecke, stellen absurde Nazi-Fragen. Ihre Kritik ist unlauter, unehrlich und unfair.

 
Der ehemalige Spitzenhandballer Stefan Kretzschmar hat in einem Interview mit t-online über Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten gesprochen, und warum es diese kaum mehr gibt. Weiter erklärt er, dass er die Meinungsfreiheit als eingeschränkt wahrnimmt. Es gäbe hier keine Meinungsfreiheit, „für alle kriegst du auf die Fresse“. Gerade Sportler hätten mit Repressalien von Werbepartnern zu rechnen, wenn sie sich abseits der Mainstream-Meinung äussern würden.

Die Reaktionen in der Öffentlichkeit sind interessant: Die einen stimmen Kretzschmar zu, die anderen tun genau das, was er kritisiert: Sie labeln seine Aussagen als „gefährlich“, drängen ihn in eine unbequeme politische Ecke, stellen absurde Nazi-Fragen. Ihre Kritik ist unlauter, unehrlich und unfair.


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Kommentare ( 19 )

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Es gibt keine Meinungsfreiheit, insbesondere ist die Meinung verboten, es gebe keine Meinungsfreiheit.
Im übrigen haben wir eine Meinungsfreiheit wie in der DDR:
Die Leute haben 2 Meinungen, eine öffentliche politisch-korrekte und eine tatsächliche, die aber nur im engsten Familien- und Kollegenkreis vertreten wird.

Wer mehr von und über Tamara Wernli sehen möchte, dem sei das kurze Portrait des SRF empfohlen, bei 3Sat ausgestrahlt und in der Mediathek verfügbar (mit der leider inzwischen üblichen Synchronisation des Schweizerdeutsch):

http://nrodl.zdf.de/dach/3sat/19/01/190115_reporter_online/2/190115_reporter_online_3296k_p15v13.mp4

Meine Güte! Das ich das in diesem Irrenhaus namens BRD im Jahre 2019 erleben respektive lesen/ mit eigenen Ohren hören darf; einer der bekanntesten und buntesten Sportler (wenn auc nicht mehr aktiver Sportler) redet Klartext und lässt die politisch korrekte Meinung ziemlich alt aussehen.
Vlt gibt es doch noch einen Hoffnungsschimmer am Horizont?!

Diese Hoffnung gibt es, aber sie ist recht schwach:
Man muss Rückgrad beweisen, zu sich und zu seiner Überzeugung stehen – egal, was kommt.
Wenn jeder darauf hofft, dass der Nachbar vorangeht, werden die Vernünftigen zurückgedrängt. Es liegt an jedem von uns!
Und es fängt klein an: Beispielsweise mit der Verweigerung der Gender-Sprache…

Kretzschmar hat Rückgrat und Recht.
Mehr Aufrichtige wie ihn braucht das Land, und weniger Duckmäuser und Rektalivasive wie z.B. die BT-Abgeordneten der CDU und SPD. Die GrünInnen gehören zu den Brandstiftern.

Kretzschmar hat recht, Punkt.
In der Demokratie / nach dem Grundgesetz sind auch andere Meinungen erlaubt.
Wenn sich die Inhaber dieser gänzlich anderen Ansicht jedoch zu Hohepriestern der Moral aufschwingen, quasi die Lufthoheit über die öffentliche Meinung auschließlich für sich selbst beanspruchen, muss die Frage nach der Meinungsfreiheit gestellt werden.
Und damit stehen diese Kleingeister als das da, was sie sind: denkunfähige, obrigkeitshörige Mitläufer ohne inneren Kompass, bar jeglicher historischen Erfahrung bzw. ohne gedankliche Erkenntnisfähigkeit. Grade mal 30 bzw. 74 Jahre her, der große Schock mit der „einen“ Meinung, da lechzen schon wieder Blinde nach schmerzvoller Erfahrung. Manche lernen es eben nie…

Die vielen Aufrufe zur Ächtung von AfDlern zeigen ihre Wirkung. Jeder der gefordert hat und immer noch fordert Menschen mit der „falschen“ Partei, der „falschen“ Gesinnung, der „falschen“ Haltung aus der Gesellschaft zu verbannen, ist ein feind der demokratie und muss bekämpft werden. Nein, nicht mit Gewalt aber es ist langsam an der Zeit, dass sich die Prominenten oder weniger Prominenten, ob Sportler oder Künstler oder nur einfach in der Öffentlichkeit stehen, anfangen nachzudenken und das Ergebnis auch öffentlich zu machen. Ich glaube einfach den ganzen Lippenbekenntnisse nicht. Gut, verdrehte Typen wie Gröhlemeier oder Campino kaufe ich ab, dass sie… Mehr

Selbst am Arbeitsplatz unterhält man sich nur noch im vertrautem Kreis über Politik. Weiß man doch dass der Arbeitgeber, öffentlich rechtlich, eher links ausgerichtet ist.

Wenn man so will, könnte man auch von einem „geistigen Bürgerkrieg“ sprechen, wobei die „Mainstreamtruppen“ aber klar im Vorteil sind. Aufgrund ihrer medialen Deutungshoheit sind sie in der Lage, jeden zum Abschuß freizugeben, der den linken Meinungskorridor nach rechts verläßt. Beispiele hierfür gibt es genug. Diese Deutungshoheit, die wie Mehltau über unserem Land liegt, muss gebrochen werden.

Spätestens diese Reaktionen der Angesprochenen sind eine Bestätigung des von Herrn Kretzschmar Gesagten – voilà.

Jetzt geht es schon den einfachen, gut-meinenden Leuten an den Kragen. Auf der einen Seite ist dies bedrückend, aber auf der anderen Seite ein Hoffnungszeichen. Denn immer wenn eine führende Elite in der Vergangenheit derartig hysterisch reagiert hat, war ihr Ende nah. Politische Änderungen scheinen in Deutschland stets schlagartig zu erfolgen: Siehe Fall der Mauer. Vielleicht ist es ja diesmal auch so. Genug Menschen, die von Frau Merkels „Weiter so“ die Nase gestrichen voll haben, gibt es wahrscheinlich und eine gelbe Weste hat auch jeder.