Wie die Eliten das Volk verachten: Bevölkerung, willst du ewig meckern?

Die Bevölkerung müsse endlich bereit sein, Opfer zu bringen, so der ehemalige Innenminister. Für wen? Für Leute wie Merkel, de Maizière, Habeck, Baerbock, Klingbeil, Bas, Merz? Nicht im Entferntesten geht ihm auf, dass diese Politiker jegliche Autorität verspielt haben, so etwas zu verlangen.

Screenprint: ZDF / Markus Lanz

Thomas de Maizière gab gestern bei Lanz eine eindrückliche Demonstration der Abgehobenheit, Arroganz und Wirklichkeitsblindheit von Deutschlands dysfunktionalen Eliten, vom feisten Leben in Neu-Versailles. Der Mann, der bisher immer auf die eine oder andere Art von Steuergeldern lebte, der über eine fürstliche Pension verfügt, mokierte sich bei Lanz kaltschnäuzig:

„Wenn jetzt meinetwegen Medikamente, die Zuzahlung zu Medikamenten angehoben wird, die seit zehn Jahren nicht angehoben worden ist, ist das nicht eine Versündigung an der Bevölkerung. Das stimmt einfach nicht. Und deswegen sage ich, dass die Erwartungshaltung an die Regierung, die alle Probleme löst, ohne dass es irgendeinen Beitrag der Bevölkerung gibt, die geht nicht auf.“

Dem feinen Herrn de Maizière dürfte entgangen sein, dass die „Bevölkerung“ ständig Beiträge leistet, manche sogar aus Gründen von Regierungspfusch leisten muss. Die Pointe lautet, dass Merkels und de Maizières Turbo-Einwanderung in die Sozialsysteme selbige in Schieflage brachte. Die Erhöhung der Beiträge, auch über den Umweg der Streichung von Leistungen oder der Erhöhung von Zuzahlungen, in der Gesetzlichen Krankenversicherung ist eine direkte Folge davon, dass Merkel und auch de Maizière Millionen Leute ins Land geholt haben, die keine Beiträge zahlen, die nichts beitragen, aber versorgt werden auf Kosten derer, die Beiträge bezahlen.

Wo würde Deutschland heute stehen, wenn Merkel und de Maizière nicht 2015 die Grenzen aufgerissen hätten und alle Welt ins deutsche Sozialsystem eingeladen hätte? Es würde schon genügen, wenn die Regierung nicht ständig Probleme produzieren würde. Ohne eine Bundeskanzlerin Merkel, ohne einen Kanzleramtsminister und Bundesinnenminister Thomas de Maizière würde es Deutschland heute wesentlich besser gehen.

Im Jahr 2015 hatte ich in meinem Buch „Gehört Luther zu Deutschland“ bereits von der von Merkel und de Maizières initiierten Bildungskatastrophe via Turboeinwanderung gewarnt: „Innenminister Thomas de Maizière hat vorsorglich angekündigt, dass man Standards im Bildungsbereich wird senken müssen. Man muss dem Mann danken, dass er ausgesprochen hat, was niemand in der Regierung zu sagen wagt, was aber jeder Bürger in diesem Land, der seine Erfahrungen mit dem Bildungssystem Deutschlands gemacht und eins und eins zusammenzählen kann und vor allem will, ohnehin klar ist. Die Regierung rechnet jetzt schon damit, dass es weniger Bildung für Kinder geben wird, zumindest für diejenigen, die nicht auf Privatschulen gehen. Fragt man die Eltern, die doch mit ihren Steuern die Schulen bezahlen, ob sie mit der Absenkung von Bildungsstandards einverstanden sind?“

Deutschland könne etwa an Schulen oder bei der beruflichen Ausbildung derzeit kaum an seinen Standards festhalten, beschied damals der gleiche Mann die deutschen Bürger, der heute bei Lanz verkündet, dass die Bevölkerung endlich bereit sein müsse, Opfer zu bringen.

De Maizière versteigt sich tatsächlich zu der Äußerung: „Nehmen wir einmal an, wir würden auf das Wohlstandniveau von 2020 gehen. Dann sind fast alle unsere ökonomischen Probleme gelöst. Und so bittere Armut war da eigentlich nicht.“ Es sind nicht die hohen Energiepreise, es ist nicht der Zusammenbruch der Infrastruktur, die er mit zu verantworten hat, es ist nicht die Inflation, es ist nicht der Jobabbau im großen Stil und die Flucht der Firmen ins Ausland, sondern schuld an unseren wirtschaftlichen Problemen sind die, die in Deutschland noch arbeiten und Ansprüche haben. De Maizière erregt sich darüber, dass die Bürger es ablehnen, „dass uns vorgeschrieben wird, wie wir reden sollen“, und „dass uns gesagt wird, welches Auto wir fahren wollen“.

Im Umkehrschluss will de Maizière, der sich vorstellen kann, mit der Linkspartei zusammenzuarbeiten, also, dass den Bürgern vorgeschrieben wird, wie sie zu reden, welches Auto sie zu fahren haben. Die Bürger haben Hände an die Hosennaht „das dann auch zu akzeptieren und ihren Beitrag dazu zu leisten“. Die Bevölkerung müsse endlich bereit sein, Opfer zu bringen. Für wen? Für Leute wie Merkel, wie de Maizière, wie Habeck, wie Baerbock, wie Klingbeil, wie Bas, wie Merz? Warum? Wann beginnt eigentlich Thomas de Maizière persönlich, Opfer zu bringen?

Nicht im Entferntesten geht ihm auf, dass diese Politiker die Autorität verspielt haben, etwas zu verlangen. Sie überzeugen immer weniger und können daher nur mit Macht etwas durchsetzen, aber eben nicht mit Akzeptanz.

Zur Person: Thomas de Maizière ist der Cousin Lothar de Maizières, des letzten Regierungschefs der DDR, der stasibelastet ist, der Neffe von Clemens de Maizière, der mehr als stasibelastet war, ein eifriger Zuträger und Verfasser von IM-Berichten. Clemens de Maizière arbeitete mit Merkels Vater Horst Kasner eng im Weißenseer Arbeitskreis der evangelischen Kirche zusammen, der forciert für eine Kirche im Sozialismus, sozusagen eine SED-Kirche eintrat. Der de Maizière-Clan hatte Anteil daran, Angela Merkel den Weg zum Aufstieg der Macht zu ebnen. Über eine sehr lange Zeit war Thomas de Maizière eine wichtige Hilfe für Merkel. Er trägt Mitschuld an Merkels Migrationspolitik und an den Opfern, die die Bevölkerung bringen musste.

Die Selbstgewissheit und Arroganz von Thomas de Maiziere ist die Selbstgewissheit und Arroganz von Deutschlands dysfunktionalen Eliten, die Deutschlands wahres Problem darstellen.

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