Wenn die Nationalhymne ertönt, stehen normale Menschen auf und singen mit. In Deutschland hingegen kann es passieren, dass der Kneipenwirt den Ton abschaltet und stattdessen ein Pride-Lied einspielt. Nicht einmal zur WM dürfen sich Deutsche über ihr Land freuen.
picture alliance/dpa | Christoph Reichwein
In ihrem ersten Spiel im Rahmen der Fußball-WM trifft die deutsche Nationalmannschaft am 14. Juni auf weit entfernte Nachbarn: Die Insel Curaçao liegt zwar in der Karibik, gehört aber zum Königreich der Niederlande.
In Köln möchte eine Gruppe von Studenten das Spiel live verfolgen – in einer Kneipe im hippen Belgischen Viertel. Doch ausgerechnet in der Stadt, die sich selbst feiert wie keine andere, hält man von Heimatliebe wenig: Als die Nationalhymne erklingt, wird der Ton ausgeblendet. Stattdessen wird ein Lied eingespielt, das freie Liebe besingt – passend zum Pride-Monat. Die Studenten leeren ihre Kölschgläser und ergreifen die Flucht.
Deutsche Hymne? Ton aus!
Sie sind nicht die einzigen, die sich an der Zensur der Hymne stören. Auf Google erntet die Gaststätte ebenfalls Unverständnis: Eine ganze Reihe 1-Stern-Bewertungen beklagen die Weigerung, die Nationalhymne ertönen zu lassen. „… bin selbst links eingestellt“, schreibt zum Beispiel Niklas, „aber die eigene Hymne bei einer Weltmeisterschaft zu zensieren ist einfach einer zu viel! Eine Hymne zu spielen hat nichts mit rechtem Gedankengut zu tun und da kann man meiner Meinung nach durchaus differenzieren…“. Da hilft laut Niklas auch nicht das ansonsten „geile Kneipen-Ambiente“.

Google-Bewertungen einer Kölner Fußballkneipe nach dem Spiel Deutschland vs Curaçao
„Unverständlich respektlos“, „absolut schade und enttäuschend“, „absolutely disrespectful behavior during the German national anthem“, kommentieren andere Gäste die Entscheidung der Kneipe, die so auch nicht zum ersten Mal vorgeht. Auch zwei ältere Google-Kommentare beklagen das Ausblenden der deutschen Nationalhymne – augenscheinlich beim Halbfinale der UEFA Nations League 2025. Damals sei der Ton ausgeschaltet worden, nachdem die portugiesische Nationalhymne erklungen sei.
Deutschlandbegeisterung – in Indonesien
Während die dritte Strophe des Lieds der Deutschen hierzulande auf Verachtung und Ablehnung stößt, wird Deutschland anderswo gefeiert: Auf der indonesischen Molukkeninsel Ambon – und nicht nur dort – werden zu Ehren der deutschen Nationalmannschaft Auto-Korsos abgehalten.
Wie die BILD-Zeitung berichtet, trägt die deutsche Nationalelf dort den Spitznamen „der Panzer“. Woher die Begeisterung kommt, ist nicht bekannt. Die BILD weist allerdings darauf hin, dass der Fußball eine „verbindende Rolle“ gespielt habe, um Gräben zwischen muslimischen und christlichen Bevölkerungsgruppen zu überwinden: Schwarz-Rot-Gold als Zeichen für Verbundenheit und Gemeinschaft?
Vielleicht findet sich bei den Fernpatrioten auf den Molukken auch noch ein Plätzchen für die Kölner Studenten, die auf der Suche nach einem deutschlandfreundlichen Ort sind, um die weiteren WM-Spiele anzuschauen – in einer Strandbar vielleicht?
Aber die irrationale Ablehnung der eigenen Nation, die teils in offenen Hass übergeht, scheint ein doch einzigartig deutsches Phänomen zu sein: Hier feiern Linksradikale mit dem Slogan „Bomber Harris, do it again!“ die Zerstörung deutscher Städte im Bombenhagel – Selbsthass, der mit der Verdammung nazideutscher Verbrechen nichts zu tun hat.
Diese Autoaggression erweist sich gerade in Bezug auf die Nationalfarben und die Nationalhymne – der Linken liebste Hassobjekte, wenn es gegen Deutschland geht – als unbegründet und kontrafaktisch: In der Saarbrücker Zeitung etwa lässt Isabell Schirra verlauten, dass es „ein Verbrechen gegen die guten Sitten“ sei, die Deutschlandflagge zu zeigen. Ob sie sich trauen würde, das zu schreiben, wenn sie wüsste, dass sie damit nicht nur Deutsche, sondern auch die Indonesier auf Ambon beleidigt?
Schwarz-Rot-Gold hat keine Haken
„Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wurde bei der Heim-WM vor 20 Jahren das Schwarz-Rot-Gold allgegenwärtig gezeigt“, erinnert Schirra an das unbeschwerte, geradezu legendäre „Sommermärchen“ 2006. Doch die Sache hat einen Haken (genau genommen sogar vier). Bezogen auf die Flaggenmeere auf den Fanmeilen ist ihre Aussage womöglich formal korrekt. Jedoch wurde Schwarz-Rot-Gold bereits seit 1933 nicht mehr gezeigt, weder allgegenwärtig noch sonst wie. Schirra scheint entfallen zu sein – oder sie unterschlägt bewusst –, wie die deutsche Flagge während des Zweiten Weltkriegs aussah.
Es gibt also für Demokraten keine historische Begründung dafür, die deutsche Flagge abzulehnen, da hilft es auch nicht, die Kritik mit nationalsozialistischem Grundrauschen zu unterlegen.
Das Lied der Deutschen
Die Ablehnung der Nationalhymne ist nicht weniger absurd. Haydns Melodie, einfach und erhaben, ist es wert, gesungen zu werden. Oft, laut, mit Inbrunst. Und auch die Worte haben es in sich. Einigkeit, Recht, Freiheit: Maßvoller und bodenständiger geht es kaum. Man vergleiche dieses Motto beispielsweise mit der martialischen Haltung, die in der Marseillaise zum Ausdruck kommt, die besingt, wie „unreines Blut die Furchen tränken“ solle. Was kann daran verwerflich sein, dem eigenen Volk Wohlergehen und Glück zu wünschen?
Deutschsein ist wahrlich nicht einfach. Wo Menschen selbst in diesem unschuldigsten aller denkbaren Kontexte die Freude an der Heimat vergällt werden soll, zeigt sich eine typisch deutsche Form misanthropischer Kleingeistigkeit. Die sollte man tatsächlich ächten. Für eine Fahne hingegen, die für den schicksalhaften Kampf um Demokratie steht, und für eine Nationalhymne, die die Grundlagen gelingender Demokratie besingt, muss sich wahrlich niemand schämen.




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Diese Leute werden nicht mal dann zur Besinnung kommen, wenn ihr Lebensstandard dem in Bangladesh gleicht – sie werden sich dankbar darin suhlen, die „Schuld“ ihrer Vorväter gesühnt zu haben.
Wenn man die Nationalhymne abdreht, warum schaut man dann überhaupt dieses Spiel? Das Geschäft mit der Übertragung will man dann doch machen. Inkonsequent und unlogisch. Wenn man auf diesem Trip ist, sollte in dieser Lokalität der Fernseher einfach ganz aus bleiben.
Die holländische Nationalhymne:
Wilhelmus van Nassouwe
bin ich, von deutschem Geblüt,
dem Vaterland treu,
bleibe ich bis zum Tod.
Woher kommt diese Obsession mit den Nationalsymbolen des Staates, der uns seit Jahrzehnten ausraubt, uns in den wirtschaftlichen Ruin führt, totalüberwacht, uns die Wohnung stürmt, wenn wir die falsche Meinung haben, auf uns einschlägt, wenn wir gegen den Entzug unserer Grundrechte demonstrieren? Wieso um alles in der Welt gibt es immer noch einige Verwirrte, die genau diesen Staat verherrlichen? Sind das alles Transferleistungsempfänger, die auf diesen Staat angewiesen sind? Sicher würde ein ausgebeuteter Steuersklave nie auf die Idee kommen diesem Staat die Treue zu schwören, nach allem, was dieser ihm angetan hat. Das vorausgeschickt, es gibt wirklich nichts Unerklärlicheres als… Mehr
Was die Absurdität angeht, Millionären beim Ballspiel zuzujubeln, geh ich mit. Was die Fahne angeht: SchwarzRotGold sind mittlerweile die Farben des Widerstandes. Das gilt genauso für die Hymne. Deshalb mögen die Altparteien sie nicht. Und genau deswegen zeigt man die Farben und singt die Hymne.
Ich gebe zu, ich habe da noch die Bonner Republik im Kopf. Das geht so schnell nicht weg…
Wenn die Deutschen aus der Tatsache, daß sie laut des noch formal gültigen Grundgesetz der Souverän dieses Landes sind, die politischen Konsequenzen zögen, könnte es schnell besser werden…
Ich bin heute mit meiner Frau ein wenig bei uns rumgefahren und haben etwas abgeholt.Kein einziges Auto hatte irgendein Deutschlandsymbol.Früher waren immer die Spiegel mit kleinen deutschen Überziehern zu sehen,an den Fenstern hingen kleine Deutschlandfähnchen.Nichts aber auch gar nichts.Warum?
Wenn man mit diesen Dingen heute zum einkaufen fährt und man kommt nach 15 Minuten wieder aus dem Laden raus,kannste dir gleich nen Abschlepper bestellen,weil diese linken A……r dein Auto komplett demoliert haben.
Ich kann gar nicht soviel saufen wie ich kotzen könnte.Was sind wir nur für ein Scheißland geworden das wir uns von Minderheiten auf der Nase rumtanzen lassen?
Bei uns im Saarland hängen in vielen Fenstern und auch auf Balkonen Deutschlandfahnen.
Und zwar in jedem Dorf und vielen Städten.
Kneipen schmücken ihr Außengelände mit Deutschlandfahnen.
Was will man mehr?
Ich bin 60 Jahre bekennender Deutscher, zu Allem bekennender Deutscher gewesen. Das ist vorbei. Zu Selbsthass, Flagellantentum und Sündenstolz bekenne ich mich nicht und nie. Das überlasse ich lieber Berliner und Brüsseler Charakterruinen und ideologischen Vollidioten.
Wann sieht man endlich “ Omas gegen Rechts“ , und Transgender und Queere auf dem Fußballplatz, dann winke ich auch mit 🌈 Regenbogen Fahne
Wir erleben jetzt das letzte Aufbäumen der Verrückten.
> Nicht einmal zur WM dürfen sich Deutsche über ihr Land freuen.
Worüber genau sollte man sich freuen? Liest die Autorin ihr eigenes Blatt nicht? Deindustrialisierung, Verarmung – von den Michels immer wieder und wieder gewählt…