Ein Jahr unter Präsident Karol Nawrocki hat Polen verändert. Er unterscheidet sich von allen seinen Vorgängern. Ihn kennzeichnet weder die Arroganz einiger linksliberaler Minister noch die historische Dummheit der ehemaligen postkommunistischen Eliten.
picture alliance / NurPhoto | Marcin Golba
Nach rund einem Jahr Amtszeit lässt sich feststellen, dass Karol Nawrocki in den Augen seiner Landsleute der vertrauenswürdigste Politiker Polens ist. Demoskopische Erhebungen zeigen, dass er seinen Aufwärtstrend fortsetzt. Er erfreut sich einer größeren Beliebtheit als zum Zeitpunkt seiner Wahl.
Aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IBRiS geht hervor, dass über die Hälfte der Polen mit Nawrockis Arbeit zufrieden ist. Dies deutet darauf hin, dass er nicht nur jene Wähler anspricht, die eine überdurchschnittliche Nähe zu konservativen Einstellungen aufweisen, sondern auch darüber hinaus. Und all dies trotz schwerer medialer Geschütze, die seit zwölf Monaten unaufhörlich gegen ihn aufgefahren werden.
Der promovierte Historiker und frühere Boxer vereint offenbar Eigenschaften, die breite Wählerschichten ansprechen. Er ist der erste Staatspräsident in der fast 37-jährigen Geschichte der Dritten Polnischen Republik, der sich trotz seiner akademischen Ausbildung nicht zum überheblichen Intellektuellen stilisiert, obgleich er durchaus sein gutes Recht dazu hätte.
Nawrocki besticht nicht nur bei „historischen Spaziergängen“ durch fachkundiges Wissen, das dem einen oder anderen Minister der aktuellen Regierung fehlt. Ob Business-Event, Literaturkongress oder Internationaler Chopin-Wettbewerb – der Präsident ist stets bestens vorbereitet und verfügt über rhetorische Fähigkeiten, die einen Tusk oder Trzaskowski etwas alt aussehen lassen. Vor allem jedoch lassen Nawrockis Auftritte nicht zu, dass bestimmte Politiker, die in der protokollarisch festgelegten Rangfolge nach ihm auftreten, patriotische Begriffe usurpieren, die ihnen eigentlich nicht zustehen. Denn nach den effektvollen präsidialen Reden wirken sie unauthentisch.
Präsident mit Basecap
Seine stilsicheren Auftritte bei politisch-historischen Kundgebungen halten Karol Nawrocki jedoch nicht davon ab, am nächsten Tag in einem T-Shirt oder mit Basecap in einem Imbiss aufzutauchen oder in einer Sportbar mit Jugendlichen ein Fußballspiel anzuschauen. Der leidenschaftliche Lechia Gdańsk-Fan ist regelmäßig im Stadion. Zugegeben: Auch seine Amtsvorgänger Andrzej Duda, Bronisław Komorowski und Lech Kaczyński zeigten sich häufig mit Vereinsschals.
Während sie aber bei den meisten Politikern wie Accessoires wirken, welcher sie sich bei dem nächsten anstehenden Termin schon wieder entledigen wollen, wirken sie bei Nawrocki ganz natürlich. Der 43-Jährige Gdańsker verkörpert den gelungenen sozialen Aufstieg: Er ist ein Staatschef, der in einem Plattenbau aufwuchs, aber trotz Bildung und Erfolg nie vergaß, woher er kommt und weshalb er darauf stolz ist.
Genau dies unterscheidet ihn von dem derzeitigen Premierminister Donald Tusk, dessen Biographie eigentlich viele erstaunliche Analogien aufweist, der (ähnlich wie Nawrocki) sogar aus einem vergleichbaren Danziger Stadtteil stammt und Geschichte studierte, der aber (anders als Nawrocki) vermutlich die eigenen „Jugendsünden“ vergessen möchte, um heute „besser“ auszusehen (in seiner eigenen Optik wohlgemerkt).
Dieser Plan ist allerdings eher kontraproduktiv: Dem 69-jährigen Ministerpräsidenten fehlt einfach die jugendliche Frische Nawrockis. Diese wird Tusk bis zum Ende seiner Amtszeit mit etwaigen Vergangenheitsausblendungsstrategien kaum wettmachen können. Auch nicht mit eigenen Memoiren, die mehrere für die Geschichte Polens bedeutende Ereignisse auslassen und ironischerweise dennoch mit „Szczerze“ („Aufrichtig“) betitelt sind.
Augenscheinlich hindert Donald Tusk irgendetwas daran, auf seine bisherigen Lebens- und Karrierestationen stolz zu sein. Etwas scheint ihn zu hemmen und nervös zu machen, was auch seine Körperhaltung bei Reden sowie Pressekonferenzen beeinflusst. Es ist jedenfalls eine andere Haltung als jene Karol Nawrockis, der mit allen Zeichen persönlicher Entspanntheit und Gelöstheit in den UN-Plenarsaal tritt und vor der Generalversammlung einen ausgereiften Vortrag über die polnisch-russische Beziehungsgeschichte hält.
Polnische Erfolgsstory
Ein wichtiger Bestandteil dieser erst einjährigen Erfolgsgeschichte ist gewiss die polnische First Lady. Marta Nawrockas Arbeit geht weit über die übliche Rolle einer Präsidentengattin hinaus, von der gemeinhin erwartet wird, dass sie hübsch ist, sich gesellschaftlich engagiert und bei Aufläufen der politischen Weltprominenz ihr Land würdevoll repräsentiert. Wenn die illustrierten Zeitungen und Hochglanzmagazine in Warschau nicht allesamt in den Händen von komplexbeladenen Parvenüs wären, die einfach nur westliche Muster nachäffen, für sozial Benachteiligte lediglich Verachtung übrighaben und deshalb an solchen polnischen Erfolgsstorys uninteressiert sind, dann müsste das Präsidentenpaar eigentlich regelmäßig auf deren Titelseiten zu sehen sein.
Denn diese Erfolgsstory gleicht einem verfilmungswürdigen Märchen, auch wenn sie ganz der Wirklichkeit entspricht: Eine junge Frau aus einem sozialen Brennpunkt wird schwanger mit einem Mann, der sich – wie so oft – als ein völliger Fehlgriff erweist. Sie möchte das Kind aber nicht abtreiben, trifft eine heldenhafte Entscheidung, wird alleinerziehende Mutter. Und dann wird sie belohnt. Sie findet den „Richtigen“, der ihren Sohn als den eigenen akzeptiert. Sie heiraten, bekommen zwei weitere Kinder.
Der Mann arbeitet hart, um seine Familie zu versorgen und obendrein sein eigenes Studium zu finanzieren. Er verteidigt seine Doktorarbeit, wird später Chef des prestigeträchtigen Instituts für Nationales Gedenken. Auch seine Frau steigt auf, wird eine geachtete Expertin für Steuerrecht. Und schließlich ziehen sie beide gemeinsam in den Warschauer Namiestnikowski-Palast ein – unter den triumphalen Klängen des „Mazurek Dąbrowskiego“, der polnischen Nationalhymne. Gibt es etwas Schöneres?
Das Problem daran ist, dass diese Geschichte in den heimischen Lifestyle-Magazinen derart erzählt wird, als sei sie „anstößig“ oder „unanständig“. Vielleicht sei dieses „Gebräu“ nicht ganz ohne Substanz, letztlich sei es jedoch „der höchsten Ämter unwürdig“, meinen die Redakteure mit den etwas massiven roten oder violetten Brillengestellen. Aber auch diejenigen regierungstreuen Journalisten, die mitunter als „ernstzunehmend“ gelten wollen, schlagen in die gleiche Kerbe. Sie versuchen die Bedeutung dieses Aufstiegs zu verdrehen, obschon sie ihn nicht selten in ähnlicher Weise erlebt haben, unabhängig davon, ob dieser nur bei der „Gazeta Wyborcza“ endete oder noch weiterging. Diese Artikel sind zumeist weniger mit Tatsachen als mit unverschämten und hasserfüllten Doppeldeutigkeiten übersät, mit unbelegten und unbegründeten Feststellungen, die vornehmlich nur das Präsidentenpaar ins Zwielicht bringen sollen. Wie sind dann aber in diesem Zusammenhang die steigenden Umfragewerte Nawrockis zu erklären?
Erfolg trotz Diffamierungskampagne
Die wachsende Popularität des Staatsoberhaupts ist u.a. darauf zurückzuführen, dass die meisten Polen inzwischen gegen die von den zahlreichen „Regierungsbulletins“ lancierten Versionen immun geworden sind. Alle Journalisten, denen auch nur ein Hauch von Glaubwürdigkeit am Herzen läge, müssten erkennen, dass jedwede Informationen über Nawrocki, die von verurteilten Verbrechern und Betrügern stammen, mit Vorsicht zu genießen sind.
In diesem Fall haben einige von ihnen jegliche journalistische Ethik vermissen lassen, was vielen Lesern nicht entgangen ist. Die Fakten über die Familie Nawrocki sind – trotz unablässiger medialer Artilleriefeuer von links – nicht etwa der Zensur anheimgefallen, sondern können woanders problemlos nachgelesen werden. Sie erreichen die Leser auf Umwegen. Vor allem aber haben viele Polen erkannt, dass Karol Nawrocki nicht als Anführer eines „rechten Sektiererklubs“ auftritt, sondern ihnen aus der Seele spricht.
Wie sie selbst stellt auch er wichtige und ehrliche Fragen: Darf ein ukrainischer Präsident die polenfeindliche UPA verherrlichen? Sollte die EU angesichts offener Grenzen und einer weitergehenden Zuwanderung sowie eines ungelösten Integrationsproblems in einigen Mitgliedstaaten nicht vollkommen anders reagieren, als sie es heute tut? Wie leistungsfähig ist ein polnisches Gesundheitssystem, das von einer dauernden Krise geschüttelt und in eine Finanzierungsfalle geraten ist, besonders bei den sozial Schwachen mit fühlbaren Konsequenzen, während Politiker der Regierungskoalition sowie regierungstreue Chefärzte durch üppige Bonifikationen und Gratifikationen glänzen?
Und es schließt sich die Frage an, ob das linke Lager von Donald Tusk die Anzeichen des politischen Kulturwandels in Polen überhaupt erkannt hat. Wohl eher nicht. Stattdessen versucht der Premierminister, womöglich auch mangels anderer Ideen, den für ihn unbequemen Präsidenten fast pausenlos zu diffamieren. „Der unermüdliche Magister Tusk kann es nicht lassen, Doktor Nawrocki immer wieder den Baseballschläger in die Hand zu drücken und ihn in die Ultra-Szene zu drängen“, schreibt das Monatsmagazin „Nowe Państwo“.
Zu allem Überfluss will Tusk nicht einsehen, dass die von ihm in den aussichtslosen Kampf entsandten Medienvertreter von ihren Interviewpartnern permanent bloßgestellt werden. Beispiel: Der ehemalige Boxer Dariusz Michalczewski, der ebenfalls aus Gdańsk stammt, erzählte dem Fernsehsender Zero, wie er und seine Freunde „nachdrücklich“ nach „irgendwelchen“ Informationen ausgefragt wurden, die Nawrockis Nähe zu „kriminellen Organisationen“ suggerieren könnten.
Auch warf Tusks Regierung dem Präsidenten vor, er sei „ukrainefeindlich“, ohne dass sie erst einmal überhaupt die geschichtspolitischen Ergüsse von Wolodymyr Selenskyj einer kritischeren Überprüfung unterzogen hätte. Vor einigen Monaten verlieh der ukrainische Präsident einer Spezialeinheit den Namen „Helden der UPA“ und sorgte damit bei vielen Polen für Empörung. In den Jahren 1943-45 ermordeten Angehörige der UPA tausende polnische Zivilisten. Es ging hier mitnichten um Pluspunkte beim Wahlkampf, für Nawrocki und jeden polnischen Patrioten war klar: Selenskyjs Verhalten war falsch. Polens Staatspräsident entzog ihm daraufhin den Orden des Weißen Adlers. Diese Entscheidung wurde schlagartig und unüberlegt von Tusk kritisiert, von Millionen seiner Landsleute jedoch begrüßt, zumal sie später Wirkung zeigte: Kiew signalisierte im Zuge der aktuellen Krise erneut Dialogbereitschaft über dieses schmerzhafte Kapitel polnisch-ukrainischer Beziehungsgeschichte und der ukrainische Staatschef gab die Öffnung und Freigabe der Archive des Sicherheitsdienstes zu den tragischen Ereignissen in Wolhynien bekannt. Wenn Donald Tusk nun noch zeitnah einen kurzen Blick auf die eigenen Umfragen geworfen hätte, so würde er unweigerlich zum Ergebnis kommen, dass er und seine Regierung in dieser Hinsicht den völlig falschen Kurs eingeschlagen haben.
Nerven wie Drahtseile
Vermutlich wird der Premierminister jedoch irgendwann zugeben müssen, dass Karol Nawrockis Ukraine-Politik „Substanz“ habe. Tusks politische Volten haben es in der Vergangenheit wiederholt bewiesen. Als im Jahr 2022 noch die Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) regierte und einen Zaun an der polnisch-belarussischen Grenze bauen ließ, meinte Oppositionsführer Tusk, die Konservativen gingen gegen „arme Menschen“ vor, die „ihren Platz in der Welt“ suchten. Als er merkte, dass anschließend die Umfragewerte der Bürgerplattform (PO) rapide zu sinken begannen, änderte auch der Parteichef seine Meinung abrupt. Heute wird kein ausländischer Journalist etwas Negatives über den Grenzzaun aus seinem Munde mehr vernehmen. Versprochen.
Tusk wird Nawrocki den ersten Rang in den Umfragen auch deswegen nicht streitig machen können, weil der Präsident offenkundig Nerven wie Drahtseile hat. Auf die Sticheleien des Premiers reagiert er eben wie ein gewiefter Berufsboxer, der sich nicht aus der Ruhe bringen lässt. Er kommentiert nicht viel, sondern legt gezielt und vernünftig sein Veto ein, erklärt ausgiebig, was an den ihm vorgelegten Gesetzesentwürfen inakzeptabel sei. Anschließend präsentiert er einen eigenen, geänderten Entwurf.
Dieses besonnene Verhalten erzeugt den Eindruck von Stärke, einer Eigenschaft, die auf Dauer Vertrauen schafft. In einer Situation, in der das Sicherheitsgefühl der Polen zunehmend schwindet, die internationale Lage stetig unsicherer wird und das einzige spürbare Ergebnis der von der Regierung Tusk angekündigten Reformen bislang das zunehmende Chaos ist, verheißt die erst einjährige Amtszeit Karol Nawrockis Gutes für die Zukunft. Außerdem gilt der Boxer aus dem Präsidentenpalast als Garant für etwas, was sensible politische Beobachter lange für unmöglich gehalten haben:
Ein erfolgreich anmutendes Bestreben liberal-konservativer Parteien, ohne wechselseitige Konkurrenz zur nächsten Parlamentswahl im Herbst 2027 anzutreten. Was daraus wird, wird man angesichts der kürzlichen Spaltung der PiS noch sehen. Solcherlei „politisches Pubertieren“ hatte es in der gegenwärtig größten Oppositionspartei früher aber schon häufiger gegeben. Letztlich haben die eklatanten Regierungsfehler der Bürgerplattform oder der Postkommunisten (wobei sich beides nicht zwangsläufig ausschließt) die Konservativen immer wieder zusammengeführt, zumindest auf den Wahllisten. Wenn es in einem Jahr dazu käme, ist eine solche Einigkeit durchaus ernst zu nehmen.






Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein
„Der leidenschaftliche Lechia Gdańsk-Fan ist regelmäßig im Stadion.“
Das er „leidenschaftlicher Anhänger“ dieses Vereins ist ,zeigt auch seine Vergangenheit als Hooligan dort.
Man kann Karol Nawrocki nur viel Glück wünschen, denn Polen hat sich nach Jahrzehnten des wirtschaftlichen Aufschwungs in eine heikle Lage manövriert. Die Aufrüstung zur „stärksten Armee Europas“ verschlingt Unsummen, wobei das meiste Geld für Waffenkäufe in den USA drauf geht. Die Staatsverschuldung steigt rapide, die Inflation wird folgen, die Demographie bereitet Sorgen. Kann es ein gesundes polnisches Selbstvertrauen auch ohne Russophobie geben? Putin ist nicht Stalin.
Bisher arbeitet er zum Wohl des polnischen Volkes und nicht unbedingt zum Vorteil der EU-Oligarchie. Davon können wir hier nur
träumen. War vor kurzem in Polen. Die
reinste Erholung. Keine Angst vor Mord und
Totschlag auf offener Straße oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich habe innerhalb von 3 Wochen kein einziges, mit einer schwarzer Kutte bedecktes, Gespenst gesehen. Allerdings wächst die Skepsis gegenüber den Deutschen, vor allen gegen Ursula. Die Deutschen hält man, gelinde gesagt, für verrückt, weil sie
ihr Land und die Wirtschaft mit offensichtlicher Absicht in den Ruin treiben.
Polen ist 15 KM von mir entfernt. Neuerdings sehe ich immer mehr „Neupolen“ aus auch in Deutschland beliebten Herkunftsländern.
Ich kenne mich nur oberflächlich mit ihrer Politik aus, aber ist dies vielleicht auch schon ein Erfolg dieses Herren?
Liest sich wie eine einzige beweihräuchernde Eloge für einen polnischen Nationalheiligen, geschrieben von einem offenkundigen Fan, gerichtet an ein erstauntes deutsches Publikum. Einen solchen Artikel würde ich eher in der polnischen Version von der „Bunten“ oder der Monatsausgabe des Pis-Parteiblättchens oder dem Magazin des Vereins strammer Polenpatrioten vermuten. „Auch seine Frau steigt auf, wird eine geachtete Expertin für Steuerrecht.“ Na ist es denn die Möglichkeit … „… unter den triumphalen Klängen des „Mazurek Dąbrowskiego“, der polnischen Nationalhymne. Gibt es etwas Schöneres?“ Ja, was gibt es denn auch schöneres als die – welcher deutsche TE-Leser kennt sie nicht – Klänge der… Mehr
Vielen Dank für diesen sehr interessanten Artikel. Zum Thema UPA schrieb übrigens Götz Aly in seinem bedrückenden Buch „Wie konnte das geschehen“ ebenfalls über die 100.000 ukrainischen Hilfspolizisten. Im Dienst der SS und des SD in den Vernichtungslagern und bei der mörderischen „Partisanenbekämpfung“ engagiert.
Ich kenne weder die polnische Geschichte, noch die aktuelle Politik, daher kann ich dazu keine Stellung nehmen. Bemerkenswert fand ich den Satz „…die übliche Rolle einer Präsidentengattin hinaus, von der gemeinhin erwartet wird, dass sie hübsch ist, sich gesellschaftlich engagiert und bei Aufläufen der politischen Weltprominenz ihr Land würdevoll repräsentiert.“ Wenn ich mir unsere „Politprominenz“ in Bayreuth in Erinnerung rufe (nicht nur die Frauen, sondern genauso die Männer), dann ist deren billige Mittelmäßigkeit das nachgerade perfekte Spiegelbild unseres Landes. Der eine mit Hochwasserhosen, der andere mit matten Gesundheitsschuhen, labbrig sitzenden Anzügen, die Damen häßlich wie Nacht, in Roben bei denen… Mehr
Augenscheinlich hindert Donald Tusk irgendetwas daran, auf seine bisherigen Lebens- und Karrierestationen stolz zu sein. Da war doch etwas mit Amtsmissbrauch, Vetternwirtschaft und Korruption und das anschließende Asyl in Brüssel. Auf so etwas kann man wirklich nicht stolz sein. Der Karol Nawrocki kann aber stolz darauf sein, das Amtsmissbrauch, Vetternwirtschaft und Korruption in seinem Lebenslauf fehlen.
„Gdansk“ heist Danzig, „Wrazlaw“ heist Breslau und Stettin bleibt Stettin…..
unvergessen,das diese Gebiete nur zur „Verwaltung“ von den Siegermächten Polen zugeschlagen wurden
Grenzen ändern sich auch wenn man das nicht mag. Manchmal kann das den Krieg vorbeugen wie man das an der Grenze zwischen NL und B gemacht hat. Wenn Sie auch da wohnen wollen – hindert Sie keiner. Ich war mit Kindern da – kein Problem für Leute die Geld haben.
Und Kopenhagen heißt København.
Und London heißt London.
Und jetzt?
Immerhin hat Breslau heute noch ganz offiziell einen preußischen Königspalast (dort war ich übrigens wieder mal im Juli): >>>Der Königliche Palast – Dolny Śląsk Travel<<<
Berlin blieb zwar in Schland, hat aber trotz partiellen Wiederaufbaus keinen königlichen Palast – das Ding heisst „Humboldt Forum„. Dort gibt es keine stilechte Innenräume – in Breslau hat man schon welche eingerichtet (Mitteltrakt, 1. Geschoss).
Ich warte darauf, daß irgendein Polnischer Mandatsträger endlich mal bereit ist, für das illegal okkupierte Deutsche Territorium Pacht zu zahlen. Da kommen einige Bio. € zusammen.
Mir schaudert vor dem Tag, an dem die ehemals von der deutschen Wehrmacht, SS und Einsatzgruppen überfallenen Länder faire Reparationen für die ungeheuren Schäden, die Ausplünderungen und vor allem für die millionenfach abgeschlachteten Menschen, Männer, Frauen und Kinder durchaus gerechtfertigt fordern werden. Ich wünsche mir deshalb, meine immer noch revanchistischen Landleute mögen endlich unsere ungeheure Kriegsschuld anerkennen und ihre sie schon wieder nach Osten treibenden Füße besser ganz still halten.
Wenn man sich mit dem Schulwissen, editiert durch die Amis im Reeducation Plan, zufrieden gibt, dem ist nicht zu helfen. Deutschland befreite seinerzeit Polen von einer Kriegstreiber-Militär-Diktatur. Da können wir schon etwas Dankbarkeit erwarten.
Naja. Die Deutschen haben leider (nicht nur) in Polen gehaust wie die brutalstmöglichen, primitiven Barbaren. Von Kultur und Bildung dieser selbsternannten Bildungsnation hat man dort nichts gemerkt. Sicher war das damals nach der Regierung Pilsudski keine echte Demokratie aber im Vergleich zu unserem menschenverachtenden, primitiven und gierigen Regime der genozidären, wildgewordenen und mörderischen Kleinbürger war das doch eine ganz ordentliche Regierung. Bin immer wieder überrascht wie Deutsche die Verbrechen der Hitlers, Goebbels, Heydrichs, Himmlers, Eichmanns, Franks und anderer Lemuren immer noch zu relativieren suchen und dann sogar noch freche Forderungen stellen. Man muss im übrigen vor Willy Brandt und seiner… Mehr
Willy Brandt war mit seiner Ostpolitik völlig gescheitert. Es war der Hardliner Ronald Reagan, der die Sowjetunion mit einem Fake in die Knie zwang. Sie faseln.
Übrigens hat der sicherlich nicht von den Amerikanern umerzogene Ernst Jünger in seinen Tagebüchern „Strahlungen“ ebenfalls von diesen „ungeheuren Verbrechen der Deutschen im Osten“ geschrieben. Das empfehle ich Ihnen als Lektüre für die Sommerferien.
Eventuell könnte man das Breslauer Stadthistorische Museum im weiter oben erwähnten Königspalast besichtigen, wo Säle zum Zweiten Weltkrieg nicht fehlen. Darunter Fallbeil einer Guillotine, mit der in Breslau damals allerlei „Wehrkraftzersetzung“ und „Delegitimierung“ bestraft wurde. Ich staunte im Juli, als ich neben dem Ding ausgestellte Dokumente zum einen der Hingerichteten gesehen habe – ein gewisser Stanislaus Peisert geb. 1896 im Wartheland mit den Eltern Ferdinand Peisert (geb. 1840) und Bibianna Nawrocka (nur zufällig gleicher Name wie im Topic) – mit einigen Vorfahren auch aus dem früheren Breslau. Ein Onkel meines Vaters.
Sie sollten das unterscheiden. Der Osten ist weit & reicht über Wladiwostok hinaus. Gefangene Polnische Soldaten gingen ganz normal in Kriegsgefangenschaft. Im Konflikt mit der Sowjetunion war das etwas völlig anderes. Wegen der aufkommenden Greuel im Russischen Bürgerkrieg, hatte Lenin bereits früh alle Konventionen, wie Land-/Seekriegsabkommen verlassen. Stalin ratifizierte 1929 nur das Abkommen zur Behandlung Verwundeter (Soldaten). Es gab also im Osten kein Völkerrecht, insofern ist auch Katyn in diesem Kontext zu verstehen, als Stalins Rache für den Polnisch-Sowjetischen-Krieg. Ich empfehle Ihnen generell einfach historische Bildung. Ein hilfreiches Buch ist das „Schwarzbuch des Kommunismus“ von Stéphane Courtois & Co., allerdings… Mehr
Na ja, wie Sie meinen…
Aber die Polen wurden in der jüngeren Geschichte auch mehr gebeutelt als sie sich gefallen lassen mußten.
Und das illegale Okkupieren begann, glaube ich, am 1. September 1939. Wer ist da noch einmal über wen hergefallen?
Ähnlich heute dem Ukraine-Konflikt hatte die Polnische Militärdiktatur, wie die Tschechei, Deutsche Territorien illegal okkupiert & nach dem 1. Weltkrieg mit jedem Nachbarn Krieg angefangen. Die Deutsche Mehrheit auf den okkupierten Territorien wurde gemordet, mißhandelt, ihrer Rechte beraubt & vertrieben, alles völkerrechtswidrig. Es war der Deutsche Kaiser, der Polen 1917 erschuf, offernsichtlich ein Fehler, den die Russen absehbar korrigieren werden. Polen stellt auch heute noch für seine Nachbarn eine nicht kalkulierbare Bedrohung dar.