Blick zurück - nach vorn

Jens Spahn will sich mehr Zeit für die Familie nehmen, so dass Kanzler Fritz im verbliebenen Kabarett der Namenlosen einen Nachfolger suchen muss. Und Hape Kerkeling traut sich zu, den Steinmeier in Bellevue zu geben. Es wird immer wilder.

VON Stephan Paetow | 19. Juli 2026
Auswanderer-Geschichte

410 Kilometer Atlantikküste, 2,4 Millionen Wähler und ein politikinteressierter 68-jähriger Aussteiger aus Österreich: Mit dem Versprechen, seinen Goldschatz im Wert von angeblich 36,2 Milliarden Euro für nötige Infrastrukturmaßnahmen im Bundesstaat Rio Grande do Norte zu verwenden, will der in Wien geborene Werner Rydl in Brasilien zum Senator gewählt werden.

VON Richard Schmitt | 18. Juli 2026
Elternzeit für lange:

Nicht die Maskenaffäre, sondern die Debatte um sein Familienmodell beendet Spahns Zeit als Fraktionschef. Für das nach eigener Anschauung lernfähige System Merz vergrößern sich damit die Probleme, aber auch die allerdings sehr unwahrscheinliche Möglichkeit, etwas dazuzulernen.

VON Klaus-Rüdiger Mai | 18. Juli 2026
Es fehlt akut an physikalischer Hygiene

Bilder von lustig drehenden Windrädern und glitzernden PV-Anlagen vor sommerlich schöner Landschaft sollen den Eindruck erwecken, dies sei unsere energetische Zukunft. Umweltneutral und emissionsfrei sei diese Art der grünen Stromerzeugung. Dieses Framing ist falsch. Die Umweltneutralität ist dreist gelogen. Erkenntnisse dazu werden ignoriert oder abgestritten. 

VON Frank Hennig | 18. Juli 2026
Union in der Falle

Jens Spahn lässt die CDU ein Verbot verteidigen, dessen teure Auslandsumgehung er selbst nutzte. Jetzt fordern immer mehr aus der eigenen Partei seinen Rücktritt. Will Merz diese im kommenden TV-Interview etwa auch alle als „rechts" diffamieren, wie er es im Fall der Skandale um seinen Amigo Weimer getan hat? / Update: Spahn ist mit seinem Rücktritt diesem Dilemma zuvorgekommen.

VON Sofia Taxidis | 18. Juli 2026
Wer arbeitet und Steuern zahlt, ist der Dumme

Jetzt beginnt das große Endspiel vor der Staatspleite. Klingbeils SPD will organisierte Steuerhinterziehung künftig mit bis zu 15 Jahren Haft bestrafen, so hart wie Totschlag. Dazu kommen 15 Jahre Belegpflicht und 1.500 neue Fahnder samt KI gegen Bürger und Unternehmer. Wer arbeitet und erwirtschaftet, steht unter Generalverdacht.

VON Klaus-Rüdiger Mai | 18. Juli 2026
Scharia auf dem Vormarsch

Schwere Turbulenzen während des Turkish-Airlines-Fluges von Samsun in die Türkei nach Düsseldorf: Laut Bundespolizei und der Staatsanwaltschaft soll ein 29-jähriger Deutscher aus dem Ruhrgebiet eine Flugbegleiterin ins Gesicht geschlagen haben - er hatte sich geweigert, neben einer Frau zu sitzen, und berief sich dabei auf die Scharia.

VON Richard Schmitt | 18. Juli 2026
Was hat Merz geschafft? Zu wenig.

Der Bürger kann sich nicht in der Sommerfrische erholen von der Übergriffigkeit des Staats, von Wohlstandsvernichtung, vom Abstieg des Landes. „Wir schaffen das.“ Auch dieser unselige Spruch entstammt einer Sommerfrische-PK, gesprochen 2015 von Angela Merkel. Später wiederholt von Friedrich Merz. Geblieben sind Selbstgefälligkeit, Selbstüberschätzung, Schönfärberei.

VON Wolfgang Herles | 18. Juli 2026