Ein Firmenchef wollte Gutes tun. Für jedes verkaufte Auto spendete er einen Jungbaum. Darf er jetzt nicht mehr – weil er nicht die gewünschte Haltung zeigt. Und nein: Diesmal geht es noch nicht einmal um die AfD.
IMAGO / Rupert Oberhäuser
Bis vor kurzem gehörte der Unternehmer Mike Kühne zu den hoch angesehenen Partnern des Evangelischen Schulzentrums Bad Düben. Jetzt nicht mehr. Denn Kühne demonstrierte aus Sicht der Schulleitung mit den falschen Leuten für die falsche Sache. Das Kooperationsprojekt zwischen dem Eigentümer mehrerer Autohäuser und dem Schulzentrum erhielt zunächst einmal großes Medienlob: Seit 2023 spendete die Firma für jedes verkaufte Auto einen Jungbaum, den die Schüler der Einrichtung dann pflanzten. Am 16. April 2026 kündigten die Verantwortlichen des Schulzentrums den Vertrag „mit sofortiger Wirkung“.
Der Grund: Kühne hatte in Leipzig zusammen mit anderen Mitgliedern des Vereins beziehungsweise der Partei „Team Freiheit“ vor dem Erich-Zeigner-Haus für die Kürzung der Steuergelder demonstriert, die bisher überwiegend linke Organisationen kassieren, die sich selbst als NGOs bezeichnen. Genauer gesagt: Er und die anderen Beteiligten der kleinen Kundgebung drückten aus, dass sie die Streichung der Mittel für politische Vorfeldorganisationen, wie sie Bundesfamilienministerin Karin Prien ankündigt, für richtig halten. Sinn und Zweck der Demonstration bestand also darin, der CDU-Politikerin den Rücken zu stärken.
Genau das empörte die Führungsfiguren des Schulzentrums so sehr, dass sie Kühne schon einen Tag danach als Baumspender ablehnten. „Bei der Auswahl unserer Kooperationspartner legen wir als Schule besonderen Wert darauf, dass deren öffentliches Handeln mit den Grundsätzen und Werten unserer Einrichtung vereinbar ist“, so die entsprechende Passage in dem Kündigungsbrief. Welche Werte genau, das teilte das unterzeichnende Trio nicht mit. Es sparte sich auch jeden Dank für die bisherige Zusammenarbeit. Stattdessen heißt es in dem Schreiben: „Eine Verbindung unserer Schule mit der von Ihnen erzeugten öffentlichen Wirkung möchten wir künftig vermeiden.“
Bei dem Erich-Zeigner-Haus e.V., getragen von dem „Leipziger Netzwerk für Demokratie“, handelt es sich nach eigener Definition um „ein zivilgesellschaftliches Projekt zur Förderung und Stärkung der Demokratie in Leipzig. Wir unterstützen, beraten und vernetzen Vereine, Institutionen, Organisationen, Initiativen, Schulen und engagierte Leipziger:innen, die sich für ein demokratisches Zusammenleben einsetzen.
Das Projekt richtet sich an bereits vorhandene Akteure der Demokratiearbeit sowie an interessierte Leipziger:innen aus dem gesamten Stadtgebiet, die sich für ein demokratisches Zusammenleben und gegen Ungleichwertigkeitsideologien einsetzen sowie menschenfeindlichen und antidemokratischen Positionen entgegentreten wollen.“
Zu den Unterstützern zählen DBG, der BUND, ein obskures, aber gleichwohl mit sächsischen Landesmitteln finanziertes „Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus“ – und eben, bis jetzt jedenfalls, das Familienministerium mit dem Geldtopf „Demokratie leben!“ Da von dort in Zukunft die Steuermittel vermutlich nicht mehr so vorbehaltlos fließen wie bisher, sieht der „Zeigner-Haus e.V.“ erwartungsgemäß die “Zivilgesellschaft in Gefahr“.
In seinem Antwortschreiben an das Schulzentrum wies Unternehmer Kühne darauf hin, dass von 42 aus Steuermitteln finanzierten Organisationen in Leipzig nur sechs politisch neutral seien – und der Rest „dem politisch linken Spektrum zuzuordnen“. Er merkte außerdem an, dass das Schulzentrum es offenbar nicht mit seinen nicht näher spezifizierten Werten vereinbaren kann, wenn ein Bürger die Entscheidung einer CDU-Bundesministerin unterstützt.
Unter dem Strich bleibt: Für die Schulleitung zählt die selbstbescheinigte Haltung mehr als gepflanzte Bäume. Öffentlich gemacht hatte den Vorgang Tim Drygala, Mitgründer von „Team Freiheit“ und Juraprofessor an der Universität Leipzig.
Gegen Drygala geht der bislang ebenfalls staatlich mitfinanzierte Verein „HateAid“ seit kurzem juristisch vor, weil der Wissenschaftler ihm vorhielt, Personen – etwa Luisa Neubauer – mit Steuermitteln bei Prozessen zu unterstützen, die das aber nicht nötig hätten. Drygala kommentierte, er sehe einem möglichen Verfahren gelassen entgegen.


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Die Bäume nicht ausgraben die linken könnten sie noch brauchen ihre Gegner aufzuhängen ( Satire)
Ein evangelisches Schulzentrum baucht keine Spenden und auch keine Bäume.
ich an deren Stelle würde die bisher gespendeten Bäume wieder ausgraben, und sie woanders bei Gleichgesinnten wieder eingraben.
Zitat: „In seinem Antwortschreiben an das Schulzentrum wies Unternehmer Kühne darauf hin, dass von 42 aus Steuermitteln finanzierten Organisationen in Leipzig nur sechs politisch neutral seien – und der Rest „dem politisch linken Spektrum zuzuordnen“ “
> Oh, Oh, hier sollte werter Herr M. Kühne zukünftig wohl besser auf seine zum Verkauf stehenden Auto’s achten.
Denn man weiß mittlerweile ja, was auch in Leipzig der linke Mob und seine linken Krawallos unter „Gespräche auf Augenhöhe“ und was unter „Demokratie“ am verstehen sind.
Unternehmer sind ja sowieso schon zu 49% suspekt. Zumindest in Deutschland. Ein Hauch, und man ist Bösewicht. Es geht immer mehr Leuten so: Einfach die Brocken hinwerfen. War nach Corona schon so. Viele Ehrenamtliche Sozialschädlinge, also Ungeimpfte, und auch Geimpfte, die nicht die Schildwache geben wollten, fielen im Ungnade³. Viele machten dann doch wieder weiter, weil sonst die Sportgruppe, Kindermannschaft oder Hausaufgabenhilfe ausgerechnet für die weggefallen wäre, die es am nötigsten brauchten. Das hat in der Politik allerdings dazu geführt, dass das Maß an Frustration und Wut gar nicht wahrgenommen wird, was in der Bevölkerung vorhanden ist. Sie bauen eine… Mehr
Moment mal. Eine Organisation möchte, daß NGOs also NICHT-REGIERUNGS-Organisationen weniger Geld von der Regierung bekommen … !
Und das reicht aus, das Gutmenschen deren Mitgliedern dann die Stühle vor die Türe stellen und auf sinnvolle Projekte verzichten ?
Du kannst‘es dir nicht ausdenken !
Kollegium Evangelisches Schulzentrum Bad Düben: 31 Frauen und acht Männer – da Frauen, geschlechtsbedingt, keine Solidarität zum einheimischen Mann beziehungsweise zum Volk hegen („Es wird sehr emotional übers Dritte Reich berichtet. Häufig werden gerade die Schicksale der Juden stark emotionalisiert. Das spricht vor allem Mädchen an.“ Genau das spiegeln auch die Antworten deutscher Mädchen wider. Im Vergleich zu Jungen ist ihr Gefühl von nationaler Identität viel schwächer. „Die Antipathie gegenüber dem Eigenen wächst und das ist nicht gut. Da verfehlt die Pädagogik ihr Ziel.“ https://www.welt.de/politik/deutschland/article13813483/Nationalstolz-Warum-sich-die-Deutschen-selbst-nicht-moegen.html), überrascht die Verbannung des offensichtlich patriotischen Mike Kühne durch das Evangelische Schulzentrum Düren mitnichten, das… Mehr
Eine Schule hat Werte. Das ist an sich schon überraschend, denn üblicherweise wird eine solche Fähigkeit nur einem Menschen zugeschrieben. Ein Mensch mit Werten, jedenfalls soweit sie ehrlicher Natur sind, würde sich indes sicher nicht hinter einer Gesamtheit aus Sach-, Personalmitteln und Schutzbefohlenen verstecken. Er würde nicht für sich in Anspruch nehmen, für andere nach außen auftreten zu dürfen – jedenfalls nicht, wenn er nicht zu diesem Zwecke gewählt wurde. Aber Demokratie wird oft ja abgelehnt und gerade auch von Leuten, die sie am lautesten im Munde führen. Möglicherweise sind das jedoch nicht die Leute, mit denen engagierte Bürger, die… Mehr
Ich hab noch ein größeres Grundstück in der Gegend, da kann Herr Kühne gern Bäume spenden unter strikter Vermeidung von Evangelischen Schulzentren und ähnlichen woken Truppen. Im Gegenzug komme ich zu Protesten gegen ebensolche Vereine und deren Staatsfinanzierung.
Daraus kann man nur den Schluss ziehen, dass die Schulleitung linksextremististisch ergo verfassungsfeindlich ist. Dem freien Träger sollte sofort die Erlaubnis für das Betreiben einer Staatlich anerkannten Ersatzschule entzogen werden. Solchen Ungeist auf Kinder loszulassen, ist untragbar. Wie sagte Bert Brecht: der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.