Großbatterien gelten derzeit als eines der großen Versprechen der Energiewende. Doch sie sind nicht nur ineffizient, sondern auch umweltschädlich: Was sauber und klimafreundlich daherkommt, wird mit Umweltzerstörung erkauft, die jedoch erst sichtbar wird, wenn man sich Technik und Prozesse hinter den Batteriespeichern genauer anschaut.
IMAGO / Joerg Boethling
Überall im Land sollen gigantische Batteriespeicher entstehen: Zuverlässige Kraftwerke werden in die Luft gesprengt; grüne Minister wie der unselige Christian Meyer in Niedersachsen freuen sich vor den Ruinen und sprechen von Batterieparks, die für die sogenannte „Energiewende“ an alten Kraftwerksstandorten errichtet werden sollen, neben Solarparks, an Umspannwerken, in Industriegebieten. Planer und Politiker werfen mit Giga-Größen nur so um sich.
Das Wort „Batterie“ klingt harmlos. Da denkt jeder: Prima, habe ich auch zuhause in der Fernbedienung, in der Taschenlampe, im Wecker, im Handy, im Laptop. Man steckt sie hinein, das Gerät funktioniert. Doch zwischen der Knopfzelle im Haushalt und einem Batteriespeicher mit einer Kapazität von 400, 800 oder 4.000 Megawattstunden liegt nicht nur ein Größenunterschied, sondern ein ganzer Rohstoff-, Bergbau-, Chemie-, Brand- und Entsorgungskomplex.
Sie wissen nicht, wovon sie reden
Die Bundesnetzagentur meldete für 2024 bereits rund 9.710 Anschlussanfragen für Batteriespeicher ab der Mittelspannungsebene. Die beantragten Anlagen kamen zusammen auf etwa 400 GW Leistung und 661 GWh Speicherkapazität. In Betrieb waren zu diesem Zeitpunkt dagegen erst 921 Batteriespeicher mit rund 2,3 GW Leistung und 3,2 GWh Kapazität. Außerdem gab es rund 3.800 Anschlusszusagen mit zusammen 25 GW Leistung und 46 GWh Speicherkapazität. Die Behörde betont ausdrücklich: Eine Anschlusszusage bedeutet noch nicht, dass jedes Projekt gebaut wird. Aber dies zeigt schonmal die Größenordnung, um die es hier geht.
Bei heutigen Kupfererzen liegen die Gehalte oft unter einem Prozent; bei Lithium-Hartgestein geht es um wenige Prozent Lithiumoxid. Daraus folgt: Für 1 GWh Batteriespeicher müssen in Bergwerken oder Tagebauen grob 55.000 bis 135.000 Tonnen Erz und Gestein bewegt, gebrochen, gemahlen, aufbereitet und chemisch verarbeitet werden.
Ein Fass ohne Boden
Mit einer Lastwagenladung ist das nicht transportiert. Das entspricht 2.200 bis 5.400 schweren Lkw-Ladungen, Dutzenden Güterzügen, 20 bis 48 Rheinschiffen oder ungefähr einem ganzen Schüttgutfrachter voll Erz und Gestein – und das pro Gigawattstunde. Und diese Gigawattstunde reicht bei deutscher Durchschnittslast im Netz rechnerisch nur gut eine Minute.
Nimmt man dagegen die extrem hohe Zahl der 661 GWh-Anschlussanfragen als theoretische Obergrenze, dann käme man auf etwa 36 bis 89 Millionen Tonnen Erz und Gestein. Das wäre ein eigener Bergbaukomplex.
Damit wird sichtbar, was im Wort „Batterie“ verschwindet. Der Speicher steht am Ende sauber in weißen Containern hinter einem Zaun. Die zerstörten Landschaften liegen anderswo: in Lithiumgruben, Kupferminen, Graphitlagerstätten, Phosphatabbau, Raffinerien, Chemiewerken und Tailings-Becken.
Wohin mit dem umweltschädlichen Müll?
Dann kommt das Ende der Batterie. Die kleine AA-Zelle gibt man im Supermarkt ab. Der E-Bike-Akku kommt ordentlich, wie das die neuen Ideologoen suggerieren wollen, zurück zum Händler oder zu einer Sammelstelle, die überdies noch wozu auch immer „qualifiziert“ ist. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass größere Lithium-Ionen-Akkus als Industriebatterien gelten und von entsprechenden Vertreibern oder ausgewählten kommunalen Sammelstellen angenommen werden können.
Rechtlich gibt es Rücknahme- und Recyclingpflichten. Eine weitere Verordnung aus dem Hause EU – nämlich die Batterieverordnung – schreibt unter anderem Rückgewinnungsziele vor: Lithium soll bis Ende 2027 zu 50 Prozent und bis Ende 2031 zu 80 Prozent zurückgewonnen werden; für Kupfer, Kobalt, Nickel und Blei gelten höhere Quoten von 90 beziehungsweise 95 Prozent. Das deutsche Batterierecht verpflichtet Hersteller beziehungsweise Organisationen der Herstellerverantwortung zur Rücknahme und Entsorgung; das neue BattDG verlangt sogar insolvenzsichere Sicherheiten für Rücknahme und Entsorgung.
So sieht es auf dem Papier aus. Die praktische Frage bleibt: Wo ist die industrielle Rücknahmekette für die Mengen, die jetzt in die Landschaften gebaut werden sollen? Wo sind die Anlagen, die nicht nur Pilotmengen, sondern hunderttausende Tonnen Altmodule aufnehmen? Wer bezahlt die Demontage, wenn Projektgesellschaften verschwinden? Was passiert mit beschädigten, brennenden oder teilzerstörten Modulen? Gerade Lithium-Eisenphosphat-(LFP)-Batterien, die heute bei stationären Speichern bevorzugt werden, enthalten kein wertvolles Kobalt und Nickel. Das macht sie sicherer und billiger, aber das Recycling wirtschaftlich schwieriger, weil weniger hochpreisige Metalle zurückgewonnen werden können. Fachquellen beschreiben LFP-Recycling deshalb ausdrücklich als wirtschaftlich anspruchsvoller.
Nur für Festreden geeignet
Hinzu kommt die Brandgefahr. Fachliche Brandschutzhinweise betonen, dass bei Lithium-Ionen-Großspeichern ein Totalverlust der betroffenen Anlage im Brandfall oft nicht verhindert werden kann. Die US-Umweltbehörde EPA weist darauf hin, dass Brände in Battery Energy Storage Systems schwer zu löschen sein können, erneut aufflammen können, schädliche Gase freisetzen und für Reinigung und Entsorgung spezialisierte Verfahren benötigen.
Die öffentliche Netzlast Deutschlands lag 2025 bei 466 TWh, also im Durchschnitt bei rund 53 GW. Eine Gigawattstunde Speicherinhalt reicht bei dieser Durchschnittslast rechnerisch für etwa 1,1 Minuten. Selbst 46 GWh Batteriespeicher entsprächen nur rund 52 Minuten durchschnittlicher öffentlicher Netzlast. Dann ist die sündhaft teure Batterie leer.
Diese Leistung wird erkauft mit der Zerstörung von Wäldern und anderen Naturräumen – angeblich, um das Weltklima zu retten.





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Und wie lange hält so eine Batterie?
Achzig Jahre? Ein Jahr?
Wieviel Strom geht für Heizung und Kühlung der Batterie drauf?
Braucht es einen Wachdienst, um Antifa-Anschläge, wahlweise russische Drohnen oder ukrainische Spreng-Trupps abzuwehren?
Wie nimmt die Speicherkapazität über die Lebensdauer ab? Gibt es jemanden, der die Leistungswerte garantiert?
Nein?
Schade.
All das wäre entscheidend für eine Wirtschaftlichkeitsrechnung (falls erwünscht).
Religiöse interessiert nicht die Wirklichkeit, für sie ist die Religion die letztendliche göttliche Wirklichkeit. Es ist gleichgültig, ob man das zwanghafte unintelligente, weil unhinterfragte Glaubenseinerlei Religion nennt oder Ideologie, es ist dasselbe, und Religiöse bzw. Ideologen kann man höchst selten eines Besseren belehren. Wenn ein streng gläubiger Moslem jemandem den Kopf abhackt oder dies zu tun sich bemüht, dann wird er als psychisch gestört betrachtet. So gesehen, ist er das auch, nur ändert das nichts an der Tatsache, dass seine dahintersteckende Ideologie außerordentlich gefährlich bis tödlich ist, denn sie treibt ihn dazu, und davon ist er nicht wegzukriegen. Wenn man… Mehr
Ich frage mich seit langem ständig, was man den Deutschen ins Trinkwasser gemischt hat?
Jede Dampfmaschine ist sinnvoller , als dieser Dünnschiss.
Bei yt findet man Videos wie so ein Großspeicher in den USA brannte. Auch hatte sich einer in seinem Garten extra ein kleines Haus für Batteriespeicher gebaut mit Lüftung, Heizung und Klimaanlage für die Batterien. Das Haus ist morgens mit einer lauten Detonation explodiert und hat sich in den Gärten verteilt, brannte aber nicht. Auch hier in Deutschland hatte ein Paar ein Haus mit PV und Batteriespeicher und E Auto. Dachten alles richtig gemacht bis der Batteriespeicher das ganze Haus abbrannte und jetzt stehen die mit nichts da. In Osthessen explodierte der Elektronik Audi nachts mit lautem Knall und das… Mehr
Die Frage, die sich mir bei diesem Schwachsinn hier stellt ist immer die Gleiche … wie soll sich so etwas jemals rechnen? Also bekommt man für das vorhalten Geld? und dann für das Bereitstellen auch wieder? Aber dann muss es wie immer vordefinierte Preise geben oder gelten die Preise der „Börse“? Und was ist mit dem Eigenverbrauch? Es ist ja nicht so dass diese Speichermonster komplett OHNE Energie rumstehen wie ein Fass Öl… die fressen auch massiv Energie (verlieren also ständig „Energie“) durch das halten im „optimalen“ Temperaturbereich… sprich im Sommer muss aufwendig gekühlt werden und im Winter müssen sie… Mehr
Es rechnet sich für die Protagonisten dieses Quatsches und die Hersteller. Und schon ist klar, dass geframt werden muss bzw. gelogen, dass sich die Balken biegen, und damit haben wir weitere Absahner des Quatsches: die medialen Verbreiter.
Wie man davon wegkommt? Nur, absolut nur durch den Zusammenbruch der Wirtschaft und Gesellschaft. Dann brauchen die alle sehr schnelle Pferde, die sie hoffentlich nicht bekommen!
So wie der gesamt linksgrüne Energiewende-Unsinn mit E-Autos, Windrädern, Solarmodulen, Nachtspeicherdings, GrünerStahlHumbug usw. – mit Subventionen, Subventionen und noch mehr Subventionen.
Wenn’s sich alleine rechnen würde und wirtschaftlich darstellbar wäre, bräuchte man keine Subventionen.
Der tägliche Energieverbrauch Deutschlands liegt bei 8.000 GWh. Das wäre also allein die Größenordnung um tägliche Schwankungen aufzufangen. Um auch mal eine mehrwöchige Wetterlage mit schwächerem Wind (Azorenhoch) zu kompensieren kann man nochmal eine Größenordnung drauflegen, für saisonale Schwankungen dann nochmal.
Also die bisher installierte Kapazität hat eher Alibifunktion.
Um sich das auszurechnen braucht man nicht mal nen Bierdeckel.
Ca. 560 GWh/J. = ca. 1500 GWh/Tg.
Ich habe das falsch geschrieben: Der Jahresverbrauch liegt bei ca. 560 TWh/J.!!
„Batterie speichert Strom hier – die Grube dafür liegt anderswo“
Das gleiche gilt auch für Fossile. Die Kraftwerke erzeugen Strom hier, die Gruben für das, was dort verbrannt wird, liegen woanders.
Ja man kann dieses Fass aufmachen aber es zeigt eigentlich nur, dass sie nichts aber auch gar nichts verstanden haben… gut macht nichts… es ist eh schon zu spät die Grünen Khmer haben bereits ihr teuflisches Spiel in Gang gesetzt und ernten nun den Untergang der einstmals 3. Weltwirschaftsmacht…
Jo, schon klar.
Nur Autour hat alles verstanden.
Autour hat tatsächlich sehr viel verstanden, während ihrereiner definitiv gar nichts versteht ‼️
Na, dann klären Sie mich oder Autour doch mal auf!
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich und für Aufklärung/Informationsbeschaffung müssen sie schon selber sorgen 😜🥳🤦♂️.
Nur soviel, es geht hier um eine, im Grunde überflüssige Speicherung, von nicht bedarfsgerechtem/zufällig erzeugten Strom, während es bei einem klassischen Kraftwerk um grundlastfähige Strom- und Wärmeerzeugung geht. Wenn man hier nicht ein völlig hirnverbrannte Energiewende durchziehen würde, dann wäre dieses Batterie-Mist erst gar nicht nötig und zudem würde man sich das völlig unwirtschaftliche Betreiben von 2 Energieerzeugungssystemen sparen.
Na, jetzt genug aufgeklärt?!
Weil schon jemand geschrieben hat, die zuständige Ministerin, auch die werte Frau Merkel, hätten ja ein naturwissenschaftliches Studium abgeschlossen, und müssten eigentlich wissen… usm usf., muß man ganz klar sagen: Das hat überhaupt nichts miteinander zu tun, und beeinflusst solche Entscheidungen nur marginal! Solche Projekte werfen naturgemäß gigantische Gewinne ab, mehrere Verteuerungen während der Bauzeit eingerechnet. Bereits das genügt als Versuchung, alle Bedenken zu vergessen, sowie jegliche Chemie, Physik, Mathematik, Ökonomie, alles! Nur: Geld, will haben!!!! Da referieren dann die „Experten“ der betr,. Firmen vor dem Publikum der „Entscheidungsträger“ mit leuchtenden Augen, und bei beiden klingelt im Kopf schon die… Mehr
Die Beschreibung dessen, was derzeitige Akkutechnologien zu welchem Aufwand zu leisten vermögen ist mMn recht gelungen. Man sollte noch den Faktor von etwa 2 beim Aufwand einbeziehen der sich daraus ergibt daß man diese Akkus, ausser in Notlagen nie leer und nie voll haben will: Man wird zur Optimierung der Lebensdauer sowie von tatsächlich verfügbarer Lade- und Entladeleistung solche Akkus bei Füllgraden von 20 .. 80 Prozent betreiben. Darüber sinkt die Ladeleistung und die Alterung der Zellen steigt schnell an, man wird unerwartet anfallenden Wind- oder PV Strom irgendwie entsorgen müssen statt ihn zu speichern. Darunter steigt der Innenwiderstand der… Mehr