Die AfD steigt in der aktuellen INSA-Sonntagsfrage für Bild am Sonntag auf 28 Prozent und baut den Vorsprung zur Union auf vier Punkte aus. Merz entwickelt sich zur Belastung für die Union. Die CSU droht an der 5-Prozent-Hürde zu scheitern und müßte sich über Direktmandate retten.
picture alliance / Andreas Gora
Die neue Umfrage von INSA für Bild am Sonntag verfestigt den Aufwärtstrend der AfD – und den Sinkflug der Union um Senkblei-Bundeskanzler Friedrich Merz. Die AfD steht hier nunmehr bei Werten von 28 Prozent und erreicht damit in dieser Erhebung einen neuen Höchstwert. Die Union fällt auf 24 Prozent zurück und ist damit nicht mehr nur deutlich überholt, sondern klar hinter sich gelassen.
Für Friedrich Merz ist das ein weiterer vernichtender Befund. Er war angetreten, die Union aus der Ampelverwüstung herauszuführen, das bürgerliche Lager zu sammeln und der AfD das Wasser abzugraben – nach eigenen Worten zu halbieren. Tatsächlich passiert das völlige Gegenteil. Die Union verliert weiter an Boden, Merz sortiert sich unter Klingbeil als zweiten Mann ein und überlässt in der Außenwahrnehmung der ausgebombten SPD die Führungsrolle – während die AfD davonzieht. Der Abstand wächst, und mit ihm bestätigt sich von Woche zu Woche immer mehr der Eindruck, dass die CDU unter Merz zwar regiert, aber nicht führt.
Die Wähler sehen sehr genau, was diese Regierung liefert und was nicht. Sie sehen eine Union, die den großen Richtungswechsel angekündigt hat und dann im Regierungsalltag wieder im alten deutschen Kleinmut versinkt. Sie sehen ein Kanzleramt, das den Anspruch auf Erneuerung vor sich herträgt, aber in allen wesentlichen Punkten das genaue Gegenteil geliefert hat. Genau davon lebt die AfD. Sie muss gar nichts Neues erfinden. Es reicht, dass die Konkurrenz ihre eigenen Versprechen abräumt.
Noch härter wird der Befund beim Blick auf die Machtarithmetik. Stabile Mehrheiten im Bundestag gestalten sich immer schwieriger, wenn die AfD weiter ausgeschlossen bleibt. Das heißt übersetzt: Je stärker die AfD wird, desto tiefer treiben Union, SPD und Grüne das Land in die Dreierbündnisrepublik. Mehr Reibung, mehr Erpressbarkeit, mehr Stillstand. Die Wähler bekommen also genau die Art von Politik, die sie längst satt haben.
Die übrigen Parteien treten derweil auf der Stelle oder bleiben zu schwach, um das Bild grundlegend zu verändern. In der INSA-Erhebung kommen SPD und Grüne nur noch auf 14 beziehungsweise 13 Prozent. Linke 11 Prozent, BSW 3 Prozent, FDP 3 Prozent. Die kleinen Parteien scheitern an der Fünfprozenthürde, die großen verlieren an Zugkraft, und am Ende verdichtet sich alles zu einer Lage, in der eine Partei wächst, während der Rest nur noch verwaltet, taktiert und blockiert.
Das politische Zentrum hat sich diesen Zustand selbst eingebrockt. Wer über Jahre jede Kritik moralisch beschimpft, jede Abweichung skandalisiert und jede inhaltliche Korrektur verweigert, darf sich nicht wundern, wenn immer mehr Wähler das als geschlossenen Machtkartellbetrieb lesen.
Die Brandmauer sollte die AfD isolieren. Inzwischen isoliert sie vor allem die Union von jenen Bürgern, die einmal ihr natürliches Wählerreservoir waren. Diese Leerstelle füllt nun die Konkurrenz. Die Zahlen zeigen es schwarz auf weiß.
Für die Union ist das eine selbstgewählte strategische Selbstzerstörung in Raten. Solange sie nach rechts scharf redet, um danach in der Regierung links weich zu landen, wird sie weiter an Zustimmung verlieren. Solange sie den Anspruch auf Kurswechsel erhebt, aber den alten Konsensbetrieb fortsetzt, wird die AfD wachsen. Nicht trotz der Union, sondern wegen ihrer Halbheit. Leider zerstört die Union auf ihrem Weg nach unten das Land gleich mit.
Fun-Fact: bei diesen Werten würde die CSU den Sprung über die 5-Prozent-Hürde und damit den Einzug in den Bundestag verpassen. Sie würde sich nur über die Direktmandate ins Parlament retten; da liegt sie in Bayern mit weitem Abstand vorne. Aber eine Blamage für Parteichef Markus Söder wäre es doch: So schwach war die CSU noch nie.

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Mit Merkel hatte der Linkskurs der Union begonnen, Merz setzt ihn nicht nur fort, er beschleunigt ihn.
Er übersieht, daß die Deutschen in ihrer Mehrheit keine Linken sind und zeigen ihm und seiner Regierung diese Einstellung klar auf.
Das was jetzt abgeliefert wird ist nicht die M I T T E , das ist LINKS und Weg in den Abgrund.
Union, seid Ihr zu Dumm das zu verstehen, oder ist das Euere Absicht ?
Die Wählerschaft wird Euch das nicht durchgehen lassen.
„nach eigenen Worten zu halbieren“
Das Halbieren wird er schaffen – nur anders herum. Es bleibt eigentltlich nur noch die Satire.
CDU + SPD + Grüne + Linke > 50%
Immer noch.
CDU + SPD + Grüne + Linke = Die eine Partei. Die CDU würde m.E. auch mit der SED oder der DKP koalieren, nur um an der Macht zu bleiben. Um die Sache geht es ihr schon lange nicht mehr, bestenfalls noch verbal.
AfD = Die andere Partei.
In Wahrheit haben wir eine Zwei-Parteien-Landschaft. Solange das so ist und die eine Partei die Mehrheit hält, wird sich nichts ändern,
Die CDU versagt kläglich in der Krise. Was geboten ist, schlägt sie aus linksideologischem Kalkül aus. Das ist keine Volkspartei mehr. Das ist eine linke Klientelpartei für woke Minderheiteninteressen, die die Zeitenwende dümmlich arrogant verschlafen hat.
Letztlich war es das Werk der Langzeitkanzlerin Merkel. Sie hat die CDU sozialdemokratisiert und die Konservativen in der Union weggemobbt.
Merkel hat federführend dafür gesorgt, dass die AfD von Anfang an skandalisiert und ausgegrenzt wurde. Merkel war sogar drauf und dran mit den Grünen ins Bett zu steigen. Sogar die Wetterfahne Söder liebäugelte mit einer schwarz-grünen Koalition. Dieser Marsch der CDU/CSU in den sozialistischen Denkraum fällt der Union nun auf die Füße, seit Deutschlands Wohlstand schwindet und wieder konservative Politikrezepte gefordert sind. Sie hat dazu die Leute nicht.
AfD gewinnt!
….. Je stärker die AfD wird, desto tiefer treiben Union, SPD und Grüne das Land in die Dreierbündnisrepublik ….. und genau das wird nach der nächsten Wahl passieren, ein Dreierbündnis aus CDU/CSU, SPD und Grünen, würde reichen und wieder geht alles weiter wie bisher. Wann begreift auch der letzte, wer eine andere Politik will muss AfD wählen. Diese muss so stark werden, dass ein regieren ohne sie nicht mehr möglich ist. Wer kritisiert aber sein Kreuz immer noch bei Alt- oder irgendwelchen kleinen Parteien macht, F….e halten und das zu genießen was man in der Wahlkabine bestellt hat. Lieber Ulli,… Mehr
Man kann nur hoffen, dass der ganze grüne CDU/SPD-Dreck schnell auf dem Müllhaufen der Geschichte landet. Die SPD hat ja schon Vorsprung und die FDP ist schon angekommen.
„Demokratie“ bedeutet nicht, sich der Mehrheit der Dummen unterzuordnen.
„UnsereDemokratie“ lebt genau davon.
ich glaube nicht, dass „unsere Demokratie“ von einer Mehrheit betrieben wird. Die größte Bevölkerungsgruppe in Deutschland tickt eher konservativ. Sie hat nur noch nicht begriffen dass mitunter Parteien wie die CDU nicht mehr konservativ sind. Folge..sie bekommen eine Politik die sie sich gar nicht wünschen.
Sie setzen Ihre Hoffnung auf eine „Mehrheit“ an Bürgern, die mehr als 10 Jahre brauchen, um zu begreifen, daß die „Unsere-Demokratie“-Parteien wie die CDU nicht die eher konservative Politik machen, die sie sich wünschen? Erstaunlich!
Das glaube ich eher nicht. Die Mehrheit ist in irgendeiner Weise abhängig von Steuergeld, die Bürgergeldempfänger direkt, die staatlichen Angestellten und Beamten in den Rathäusern, Verwaltungen, Behörden direkt, die Politiker von kommunal bis Bundestag/Bundesrat direkt, die NGOs indirekt. Die brauchen diese Politik des Aussaugens der noch knapp 30% produktiv Tätigen, weil diese die einzige Quelle für neues Geld sind. Deshalb befürchte ich auch bei um die 30% eine „natürliche“ Decke für die AfD. Wir sind längst nicht mehr in einer Demokratie, wir sind in einer *Ineptokratie – eine Herrschaftsform, worin die Unfähigsten von den Unproduktivsten gewählt werden, wobei die Mitglieder… Mehr
Was wollt ihr? Fritze ist das Aushängeschild der Nationalen Front, so eine Art Frühstücksdirektor. Und die wurde mit über 70% Zustimmung in den Bundestag gewählt.Also: Fritze verkauft die Politik der Nationalen Front und die Wähler wollen es so. Das ist nun mal Demokratie.Also gönnt den Wahlschafen ihre Achterbahnfahrt nach unten, sie haben es so gewollt. Oder ist es der Sturz vom Hochhausdach? Was wollt ihr, bisher gings doch gut. Platsch.
Ich glaube, dass von den 70 % Einiges eiskalter echter Wahlbetrug ist. Vor allem in den Großstädten, auch dort leben nicht nur verblödete gehirngewaschene Wähler.
Ach so, die CDU verliert das bürgerliche Lager. Ist aber nicht schlimm. Sie ketten sich ja ohnehin an die Sozialisten und wollen die noch übertreffen, was Überwachung und Bevormundung anbelangt. Für das bürgerliche Lager und deren Interessen haben die schwarzen Sozis nichts mehr übrig. Farewell, ihr schwarzen Kuckucks.