Die neueste Idee aus dem sozialistischen Baukasten von Finanzminister Klingbeil ist die Wohnraumbewirtschaftung. Dazu möchte er eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft gründen. Bezahlen sollen das diejenigen, die ohnehin schon alles bezahlen. Bei der Vergabe werden sie allerdings die letzten sein, wenn sie denn überhaupt eine Wohnung bekommen.
picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
Einst könnte es heißen, der Lars war’s. Die SPD, die kaum noch jemand wählen will, sucht ihr Heil unter großem Getöse und großer publizistischer Unterstützung in der Errichtung des Sozialismus. Eisbrecher hierfür soll der Wohnungsbau sein. Der Genosse Klingbeil will „im großen Stil“ Wohnungen bauen und dafür eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft gründen – natürlich unter Verschwendung erheblicher Steuermittel. Nur hat der Mann nicht die geringste Ahnung, was er da tut. Denn eine staatliche Wohnbaugesellschaft wird nicht effizienter und schon gar kostengünstiger arbeiten als eine private Wohnbaugesellschaft. Im Gegenteil. Sie hat nur einen Vorteil, sie kann Verluste produzieren, so viel sie will, weil der Steuerzahler die Verluste ausgleicht – und sie wird auch Verluste produzieren. Außerdem werden bei dieser Gelegenheit neue Posten für verdiente Genossen geschaffen.
Deshalb verdecken Klingbeils Potjomkinsche Dörfer, auf deren Wände das Wort Reform steht, nur ein einziges großes Loch, Klingbeils Haushalt, und alles, was gerade wohltönende Namen bekommt, wie Reform, was mit hohlem Pathos mit der Agenda 2010 verglichen wird, erfüllt nur einen einzigen Zweck, die Mittelschicht zu schröpfen, sie auszurauben. Denn Klingbeil benötigt Geld, unter anderem für eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft. Dass sie sich nicht selbst tragen wird, sondern wie die staatlich finanzierte EEG-Wirtschaft am Steuertropf hängen wird, ist klar.
Doch ein zweites kommt hinzu. Als in der DDR am 2. Oktober 1973 vom Zentralkomitee der SED auf seiner 10. Tagung das Wohnungsbauprogramm beschlossen wurde, wurde das Ziel ausgegeben, das Wohnungsproblem als soziales Problem zu lösen. Das hieß, dass jeder eine, aber nicht seine Wohnung bekommen wird. Mit der staatlichen Wohnungsbaugesellschaft kommt auch die staatliche Wohnraumbewirtschaftung und die staatliche Wohnraumverteilung. Diese staatliche Wohnungsverteilung war an bestimmte Kriterien gebunden. In der DDR gehörten zu den Kriterien die Größe der Familie beispielsweise.
Doch welche Kriterien wird Klingbeils famose Wohnbaugesellschaft anlegen. Blickt man auf die positive Stellungnahme der SPD zum grünen 24-Punkte-Programm zur Islamisierung Deutschlands, das am Donnerstag im Bundestag diskutiert und in den Innenausschuss verwiesen wurde, das Programm, das mit Blick auf die Wahlen in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz zweimal von den Grünen im Bundestag vor der Beratung zurückgezogen worden war, dann steht folgende Reihenfolge zu vermuten:
- Migranten,
- deutsche Familien mit Migrationshintergrund,
- gleichgeschlechtliche Paare,
- deutsche Familien ohne Migrationshintergrund.
Klingbeils sozialistischer Plan sieht Steuererhöhungen und Leistungsreduktionen für die Mittelschicht auch zum Zwecke des Unterhalts einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft vor, die mit Verlusten arbeiten wird und auf staatliche Zuwendungen angewiesen ist wie die Klimaplanwirtschaft. Der Wohnungsmarkt für die Mittelschicht wird sich weiter dramatisch verschlechtern, vor allem für die deutschen Familien. Es gilt die alte Weisheit: Was geschieht, wenn die Staatliche Plankommission in die Wüste kommt? Dann wird der Sand knapp. Mutatis mutandis: Was geschieht, wenn Klingbeil die staatliche Wohnungsbaugesellschaft gegründet haben wird, dann werden die Wohnungen noch knapper – und zwar für die, die zwangsweise die staatliche Wohnungsbaugesellschaft zu finanzieren haben. Ein typischer Fall von sozialdemokratischer Ironie.
Es kann wirklich nur Kommunisten einfallen, dass dieser Staatsbetrieb zusätzlich auf dem Markt agieren würde. Das Gegenteil wird sein: Er wird verdrängend wirken, nicht mehr Wohnungen werden entstehen, sondern, wenn man viel Glück hat, nicht katastrophal weniger, weil die staatliche Wohnungsbaugesellschaft auch private Wohnungsbaugesellschaften oder Immobiliengesellschaften vom Markt verdrängen wird.
Allzu moderat, dennoch deutlich äußerte sich der Zentralverband Deutsches Baugewerbe zu Klingbeils Plänen: „Wir begrüßen ausdrücklich den Vorschlag des Bundesfinanzministers, den Wohnungsbau in Deutschland zu stärken. Zweifel bestehen jedoch, ob die Gründung einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft hierfür das geeignete Instrument darstellt. Deutlich wirkungsvoller wäre es, private Investitionen gezielt zu fördern. Zehntausende angehende Bauherren warten auf attraktive KfW-Konditionen, um ihren Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Jede neu gebaute Wohnung trägt dazu bei, den Mietmarkt zu entlasten.“
Doch der Zentralverband missversteht gründlich, dass es Klingbeil nicht um die Familien geht, die ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen wollen, sondern um den Bau von billigen Plattenbausiedlungen. Das Ergebnis des Wohnungsbauprogramms der DDR nannte der Dichter Heiner Müller einmal sarkastisch „Fickzellen mit Fernheizung“.
Die Ausweitung sozialistischer Elemente in der Sozialen Marktwirtschaft wird die Marktwirtschaft à la longue in eine grün-sozialistische Staatswirtschaft mit privaten Elementen, die allerdings auch nur staatssubventioniert überleben, transformieren. Wenn Merz und Klingbeil mit ihren „Reformen“ fertig sind, können wir nur vom Stand der DDR-Wirtschaft im Jahr 1989 träumen. Auf der Geschäftsgrundlage von Milliardenkrediten handelt die Regierung ohnehin schon.


Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein
wie ist das derzeit und war es in der Vergangenheit mit „Staatlichen“ Baupojekten, kamen und kommen die in der Regel nicht deutlich teuerer als geplant und vorher großspurig propagandistisch hinausposaunt?
Wurde in der Vergangenheit nicht Vieles das „Staatlich“ war privatisiert weil staatlich betrieben unrentabel?
Warum fällt mir nur bei der Lektüre des obigen Beitrags schlagartig die „Neue Heimat“ ein??? „Filz as Filz can“ und dann „Pleite“. Genau so wirds wieder laufen. Es gibt halt verdammt viele Leute die ums Verrecken nicht aus Fehlern lernen … bzw. reichlich Leute die mit den abgedroschensten sozialistischen Vorschägen hinter dem Ofen hervorgelockt werden können. Was sagte doch schon Einstein über die Dummheit, das Universum und die Unendlichkeit???
Die Neue Heimat und die DDR mit der Staatlichen Planwirtschaft. Führte die nicht in die Pleite? Wie war das z.B. mit den Plattenbauten? Waren die nicht heuntergekommen und wurden deshalb an Privat veräußert um sich der Kosten zu entledigen?
Dieser Klingbeil ist ein Machtpotentat und Sprücheklopfer, wie er im Buche steht! Ein Volksverarscher! Da die Bundesanstalt für Immobilienanlagen (BImA) auch die bundeseigenen Wohnliegenschaften verwaltet und davon 10% leer stehen, müte er nun als Finanzminister wissen, daß erauf einen Handstrich ca. 400000 Wohnungen zur Verfügung hat. Er will nicht die „Wohnungsnot“ verhindern, er will neue gut bezahlte Pöstchen für Parteimitglieder, am besten für seine „Genossen“. Er will bundeseigenes Sachvermögen in Geldvermögen umwandeln … . Früher nannte man das schlicht „schachern“. Einfache bezahlbaren Wohnraum schafft man so nicht. Er trickst und verarscht, dieser Genosse!
Mmmh, ob das Volkseigene Kombinat Gussbeton Greifswald schon begonnen hat, die Module für „Laber Lars'“ Plattenbauten zu produzieren? Ach, nicht genug Energie für die Zementproduktion?
Aiferbitscht!
Vorschlag: Die Staatswohnbaugesellschaft wird ausschließlich über die Rentenbeiträge von Staatsangestellten sowie die Rückstellungen für Pensionen von Beamten und der Alterversorung von Politikern finanziert.
Wenn das ganze dann Verlust macht, dann bekommen die halt entsprechend weniger ausgezahlt. Oder müssen nachschießen, indem die Gehälter und Bezüge gekürzt werden.
Verantwortung beginnt bei den Verantwortlichen selbst.
Alles richtig, aber alle meine Kollegen finden Kapitalismus furchtbar und Hilfe vom Staat ganz toll. Und so wählen sie auch.
Den Deutschen ist halt nicht mehr zu helfen. Das muss man endlich einsehen und persönlich die Konsequenzen ziehen. Dann sollen sie eben im Kollektiv untergehen, mein Mitleid hält sich in Grenzen.
Staatskapitalismus ist schon Mist, aber unser Privatkapitalismus ist Oberscheiss!
Dann will ich mal kundtun, wie das läuft unter sozialistischen Wohnraumträumen. Ich wohnte mit meiner Angetrauten in einem 8 m² großen Kinderzimmer in der Wohnung ihrer Eltern (eine 2,5-Zimmerwohnung, etwa 60 m² Wohnraum). Auf dem Wohnungsamt erfuhren wir, dass es keine Wohnung für uns gab. Das war 1980, also etwa 7 Jahre nach der 10. Tagung des ZK der SED. Im September gleichen Jahres kam unsere Tochter zur Welt. Vorsprache beim Wohnungsamt, man hatte keine Wohnung für uns und wir waren nicht berechtigt für eine eigene Wohnung. Wir waren halt keine Bonzen, auch meine Schwiegereltern nicht. Ein reichliches Jahr später… Mehr
Wunderbar beschrieben, genau so war es. Im Westen sehnen sich offensichtlich viele nach dem Sozialismus, keine Ahnung von dem was da auf sie zukommt. Vielleicht sollten sie es schnellstmöglich erfahren!
Man könnte ja auch noch einen Mietenstopp landesweit anordnen, fast hätte ich gesagt reichsweit. Anbieten würde sich zBsp der Geburtstag des Kanzlers.
Ups, das ist ja schon wieder ein Griff in die Geschichte:“Am 20. April 1936, dem 47. Geburtstag Adolf Hitlers, hat die damalige Reichsregierung angeordnet, die Mieten in Deutschland einzufrieren.“
Der ist noch einfacher gestrickt, als er es ohnehin frank und frei und völlig unbedarft jeden Tag zum Besten gibt.
Deutschlands zur Zeit größten lebenden
Philosophen kann man nur beipflichten wenn ers sagt „ Erklär mal einem Bekoppten das es bekkloppt ist ! „
Klingebeil ist Spartaner! Natürlich nicht hinsichtlich seines Lebensstils oder seiner körperlichen Verfassung, da ist er und sein sozialistisches Gleichgesindel eher das entenleberpastetenessende Gegenteil. Aber hinsichtlich der Behandlung der Urbevölkerung handelt er exakt genauso: die Deutschen werden zu Heloten gemacht, zu rechtlosen Staatssklaven, die den Eingewanderten das Leben finanzieren müssen und die folgenlos gejagt und umgebracht werden dürfen. Max Mustermann soll 10 Stunden am Tag arbeiten, während Mahmud, Ahmed und Ali tagsüber im Boxclub trainieren, nachmittags Mustermann junior zusammenschlagen und abends Max´ Tocher und Frau kulturell bereichern. Aber Max wählt Grüne, SPD, CDU oder FDP, insofern will er Sklave sein. Zitat… Mehr