Höhere Ausgaben, höhere Schulden, höhere Steuern, höhere Abgaben

Lars Klingbeil langt weiter zu: Er plant 2027 Ausgaben aus dem „Sondervermögen“ Bundeswehr in Höhe von 27,5 Milliarden und aus dem „Sondervermögen“ Infrastruktur und Klima in Höhe von 58,2 Milliarden Euro. Rechnet man Kernhaushalt und Sondervermögen zusammen, stellt er einen Haushalt von 629 Milliarden Euro auf. 2024 kam man noch mit 476,8 Milliarden Euro nicht aus. Die 629 Milliarden sind natürlich wieder nicht das letzte Wort.

picture alliance / Flashpic | Jens Krick

Jetzt haben die Reisenden der Oberklasse jegliche Scham verloren. Auf dem Oberdeck der Titanic gerät die Party außer Rand und Band und wird immer schriller. Es ist, als ob der Finanzminister den Kapitän bittet, so dicht an den Eisberg heranzufahren, damit er sich vom Berg Eis abschlagen kann für seinen Daiquiri, auch auf die Gefahr hin, dass das Schiff dabei den Eisberg rammt. Eisbergeis für die Daiquiris ist der letzte Schrei, das Must-have der Regierung und ihrer Klienten.

Das Ausgabenvolumen des Bundeshaushalts des Jahres 2024 belief sich zunächst auf 476,8 Milliarden Euro. Da aber die Regierung mit dem Geld nicht auskam – auch weil sich der Finanzierungsbedarf für die erneuerbaren Energien, die angeblich nichts kosten, verdoppelte von circa 10 auf circa 20 Milliarden Euro –, wurde ein Nachtragshaushalt eingebracht, sodass der Bundeshaushalt schließlich ein Ausgabenvolumen von 488,9 Milliarden Euro statt 476,8 Milliarden Euro hatte.

Im Jahr 2025 betrug das Volumen des Bundeshaushalts 502,55 Milliarden Euro. Der Bundeshaushalt 2026 listet Ausgaben von insgesamt 524,54 Milliarden Euro auf. Das entspricht einem Anstieg von etwa 4,6 Prozent gegenüber 2025 und einer Nettokreditaufnahme, die bei knapp 98 Milliarden Euro liegt. Obendrauf kommen noch die Sonderschulden für Verteidigung und die Sonderschulden für Infrastruktur und Klima, die eher Investitionen in die Haushaltslöcher des Politikwissenschaftlers Klingbeil darstellen.

Nun wollen Klingbeil und Merz im Jahr 2027 unter anderem für Selenskyj, für Gaza, für Syrien, für Tansania, für den Sudan, für den tiefen Staat ihrer NGOs, für alles Mögliche und alles Unmögliche rund 543,3 Milliarden Euro ausgeben, 50 Milliarden mehr als noch 2025. Wie gesagt, die Sonderschulden Bundeswehr und die Sonderschulden Infrastruktur und Klima kommen noch obendrauf.

Klingbeil langt richtig hin und plant Ausgaben aus dem „Sondervermögen“ Bundeswehr von 27,5 Milliarden und aus dem „Sondervermögen“ Infrastruktur und Klima von sage und schreibe 58,2 Milliarden Euro, wahrscheinlich zum Stopfen von Haushaltslöchern, für die Ukraine usw. usf. Rechnet man Kernhaushalt und „Sondervermögen“ zusammen, stellt Klingbeil einen Haushalt von 629 Milliarden Euro auf. Noch einmal die Zahl langsam und zum Begreifen:

629 Milliarden Euro

Die Neuverschuldung allein im Kernhaushalt, also ohne beide „Sondervermögen“, soll auf 110,8 Milliarden Euro steigen und wird mithin circa ein Fünftel des Bundeshaushaltes betragen.

Die Regierung rechnet mit Steuereinnahmen von 398,4 Milliarden, also von fast 400 Milliarden Euro. Mit der von der Regierung gern gesehenen Explosion der Treibstoffpreise, der Lebenshaltungskosten und der Inflation dürfte die Summe noch steigen. Steigen wird sie schon deshalb, weil die Regierung Klingbeil eine Zuckersteuer einführt, die noch einmal die Lebensmittelpreise treiben wird. Schamlos und unanständig ist die Demagogie, mit der zu Werke gegangen wird, weil Klingbeil behauptet, dass die Erlöse aus der Zuckersteuer für steigende Gesundheitskosten benötigt werden. Die Finanzierung der Gesundheitskosten für Millionen von Migranten und für Bürgergeldempfänger „Zucker“ zu nennen, ist schon zynisch.

Auch Markus Söder von der Christlich Sozialistischen Union ist für die Einführung einer „Zuckersteuer“ und einer „Reichensteuer“. Die Party muss eben weitergehen.

Bei Steuereinnahmen von fast 400 Milliarden Euro lässt sich ein ausgeglichener Bundeshaushalt ohne Schulden aufstellen. Im Jahr 2021 hatte der Bundeshaushalt ein Volumen von 396 Milliarden Euro. Das ist möglich, es verlangt nur eines: eine Regierung, die deutsche Interessen vertritt, die für die Familien, für die Bürger, für die Arbeitnehmer, Unternehmer, Handwerker, Selbständige in Deutschland Politik macht.

Aber auf dem Oberdeck sieht man eben nur das Oberdeck.

Anzeige

Unterstützung
oder

Kommentare ( 14 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

14 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
Guzzi_Cali_2
28 Minuten her

Wieder mal großes Lob an die TE-Bildredaktion: Wie das Antifanten-Larsi mit glasigem, unbedarften Blick durch die Gegend stiert. Der Kopf paßt nicht zu dem Anzug, aber zum massigen Körper, der Helmut Kohl zur Ehre gereicht hätte. Er meint wohl, wenn man eine Krawatte anhat, ist man automatisch kompetenter Finanzminister. Ein rote Krawatte traut er sich wohl nicht, ist vielleicht ein bißchen viel Donald Trump…

Urmeli
36 Minuten her

Schlimmes Ende,
schon man seh,
mit,
Pas de deux.
Und,
Tanz der Zuckerfee.

Schwabenwilli
38 Minuten her

Nachher kann man Klingbeil alles in die Schuhe schieben nur damit der eigene Untergang noch eine Weile nach hinten verschoben wird.
So nicht Friedrich.

jansobieski
41 Minuten her

Nach F.J. Strauss ist ja der Geldumgang des Sozis vergleichbar mit dem Umgang eines Hundes mit Wurst (bezüglich des Anlegens eines Vorrates). Von Vorratshaltung sind wir ja auch weit entfernt. Im Gegenteil, der Hund kauft bereits alle Metzgereien leer und frisst sich weiter und weiter durch. Man meint, dass es auch schon figürlich bei dem „Hund“ gut zu sehen ist.

giesemann
43 Minuten her

Denk an Berlin ich an der Spree, dann tut mir gleich der Beutel weh.
Gruß vom Klingelbeitl Lars.

woderm
46 Minuten her

Vergleichsweise war es in der sozialistischen DDR wohl so, dass die Regierung gegen den Mangel ankämpfte, was aus Systemgründen erfolglos war, wogegen man heute den Eindruck hat, dass die Regierung alles daransetzt, existenziell bedrohlichen Mangel herbeizuführen.

Landdrost
48 Minuten her

Der Bund will doch jetzt von den 12 Mrd € Migrantenkosten, die die gesetzlich Versicherten tragen 0,25 Mrd € übernehmen, immerhin gut 2%. Naja, wird wahrscheinlich noch nicht einmal den inflationsbedingten Anstieg ausgleichen, aber gut, damit der Puls vom sensiblen Lars nicht unnötig in die Höhe geht, zahlt doch jeder gerne mehr.
Mittlerweile sind selbst die miesesten Bezeichnungen Komplimente.

Last edited 48 Minuten her by Landdrost
Nibelung
50 Minuten her

Mit der Sektsteuer und Tabaksteuer hat man den 1. Weltkrieg teilfinanziert, mit der Kaffesteuer ging es weiter um die Kassen aufzufüllen und die Zuckersteuer ist in Folge die neue Sektsteuer, wobei es nur ums ausnehmen geht und sonst um nichts. Von Einsparungen, wie z.Bsp. durch Reduzierung des Sozialhaushaltes oder der Finanzierung der Ukraine wird dabei nicht gesprochen und so belastet man jene, wo noch was zu holen ist und wer das hin nimmt ohne dieser Sozialistenbande die rote Karte zu zeigen, dem müssen sämtliche Sicherungen durchgebrannt sein. Was wollen wir denn noch alles zulassen, damit sie uns mit warmen Worten… Mehr

Ohanse
51 Minuten her

Alles nur, weil eine Horde Rentner bewusstlos immer noch das Kreuzchen bei CDU und SPD macht.

yeager
56 Minuten her

Diejenigen die SPD wählen, die wählen die SPD nicht für eine verantwortungsvolle, nachhaltige Finanzpolitik.
Sich über Klingbeils Finanzpolitik zu beschweren ist so, als ob man einem Wirt einer Bar vorwirft Alkohol auszuschenken.