Bas phantasiert sich als Märtyrerin für die Demokratie in den „Knast“ hinein

Bärbel Bas vergleicht sich mit Helmut Schmidt und sieht sich als heldenhafte Widerstandskämpferin bereits im Gefängnis. Zwischen Selbstüberhöhung und Realitätsverlust ihrer Vorsitzenden wird die politische Geisterfahrt der SPD immer rasanter.

picture alliance/dpa | Britta Pedersen
Bärbel Bas (SPD) bei den Familienunternehmern, Berlin, 12.06.2026

Bärbel Bas, Bundesarbeitsministerin und SPD-Co-Vorsitzende, fährt offenbar gern neben der Spur. Sehr anschaulich hat die Motorradfahrerin Bas das bei ihrem sonntagabendlichen Wohlfühltalk am 7. Juni bei ARD-Frau Caren Miosga dokumentiert.

Über ihre Gewohnheiten als Bikerin tat sie dort, angesprochen auf das Durchfahren bei einem Stau auf Autobahnen, kund: „Ja, das muss man … Natürlich! Wenn die Maschine heiß wird. Ich muss Fahrtwind haben, insofern muss ich dann schon mal.“ Dann ihre Bitte an Autofahrer: „Jeder Autofahrer: Bitte Platz machen, wenn Motorradfahrer kommen! Die müssen da durch.“ Moderatorin Miosga vergaß nachzufragen, ob das dann auch für die sie begleitenden Bodyguards gelte.

Nun, wenigstens von einer Bas’schen Geisterfahrt mit ihrer Harley Davidson ist bislang nichts bekannt geworden. Solche Fahrten unternimmt sie allerdings in immer kürzeren Abständen als „Spitzen“-Politikerin: als Bundesministerin mit dem mit Abstand größten Jahresetat (197,4 Milliarden von 524,5 Milliarden Euro) und als Co-Chefin der zuletzt in Umfragen auf 12 Prozent geschrumpften vormaligen Volks- und Arbeiterpartei SPD.

Bärbel Bas sieht sich als Märtyrerin im Kampf für Demokratie schon im Knast

Nun sieht sich Bärbel Bas offenbar direkt auf dem Weg in den „Knast“. Am 12. Juni 2026 sagte sie am „Tag des Familienunternehmens“ im „Adlon“ in Berlin, als sie über notwendige Reformen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt sprach:

„Es wird von dieser Regierung abhängen, ob dieses Land demokratisch bleibt oder nicht. Und diesen Mut, uns mit allen anzulegen, mit den eigenen Leuten, mit wem auch immer, den brauchen wir jetzt. Und ob ich dann am Ende im Knast lande, weil andere sagen, die muss weg, das Risiko gehe ich ein.“

In der Diskussion war Bas von einem Teilnehmer auf das Handeln des damaligen Hamburger Innensenators Helmut Schmidt während der verheerenden Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 mit 347 Toten angesprochen worden. Der spätere Verteidigungsminister (1969 bis 1972) und Bundeskanzler (1974 bis 1982) hatte sich damals über juristische Zuständigkeiten hinweggesetzt und die Bundeswehr zum Einsatz beordert. Der Einsatz der Bundeswehr im Innern, also etwa für Katastrophenhilfe, war damals qua Grundgesetz noch ausdrücklich verboten.

Und was macht Bas daraus? Sie vergleicht sich mit dem legendären Helmut Schmidt und zieht eine gewagte Parallele zum Kampf für „unsere Demokratie“. Noch einmal Bas: „Und ob ich dann am Ende im Knast lande, weil andere sagen, ,die muss weg‘, das Risiko gehe ich ein.“ Wer die “anderen“ sind, sagt Bas nicht, aber es dürfte klar sein: Es ist das „einheitsbraune“ Volk. Diese Definition hatte Bas am 21. Mai 2026 beim Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“ vom Stapel gelassen. Wörtlich sagte sie beim Deutschen Kulturrat: „Wir wollen Farbe bekennen und wehren uns auch gegen dieses sogenannte Einheitsgrau oder – ich will es sogar braun nennen – auch wenn manche sich danach sehnen. Aber so ist es halt nicht mehr. Und das ist auch gut so.“

Schon häufiger neben der Spur

Bei so viel Selbstinszenierung ist fast schon in Vergessenheit geraten, wofür Bas unmittelbar zuvor „gut“ war. Am 6. Mai 2026 sagte sie im Bundestag im Rahmen einer Regierungsbefragung auf eine Frage des AfD-Abgeordneten René Springer: „Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein.“

Bei einer Landeskonferenz der NRW-Jusos hat Bärbel Bas Ende August 2025 zu den Forderungen von Kanzler Friedrich Merz (CDU) nach Einschnitten im Sozialbereich gesagt: „Diese Debatte gerade, dass wir uns diese Sozialversicherungssysteme und diesen Sozialstaat finanziell nicht mehr leisten können, ist – und da entschuldige ich mich jetzt schon für den Ausdruck – Bullshit.“ Das sagte Bas über den Regierungschef, mit dem sie nach wie vor am Kabinettstisch sitzt und für Grinsfotos posiert.

Dass Friedrich Merz Bärbel Bas irgendwann mal wieder in die richtige Spur hätte bringen wollen, ist nicht bekannt.


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Kommentare ( 71 )

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Dieter
25 Tage her

Frau Bas bewirbt sich gefühlt jeden Tag neu für die Auszeichnung mit dem S.Esgen-Preis 2026…
Was ist aus der Dame eigentlich geworden?

A rose is a rose...
25 Tage her

Bei Frau Bas‘ Gefängnisphantasien kommt mir eine andere Politikerin in den Sinn, deren Schaufensterpuppen-Figur seit einiger Zeit von unseren Kindern (angeblich zu Bildungszwecken) in einer Gefängniszelle befragt werden kann. Macht sich die Dame Bas etwa Sorgen, dass sich die so vorgeführte Politikerin zukünftig an diese Behandlung ihres Konterfeis erinnern wird?

Edward S.
25 Tage her

Wieso phantasiert? Die alle haben beim Corona-Verbrechen mitgewirkt und brechen tagtäglich das GG. Zudem stünde Hochverrat im Raum. Genau das weiß sie.

andreas
25 Tage her

Vielleicht kippt sie ja mal mit der Harley. Ist ein schweres Stück Eisen, da kann allerhand passieren. Nicht, dass ich’s ihr wünschen würde 😉.

Deutsche Demokratische Bundesrepublik
25 Tage her

Die hat nicht nur einen gewaltigen Sprung in der Schüssel…

Orlando M.
25 Tage her

Bei der Bundestagswahl 25 zog sie mit 39,0 % der Erststimmen direkt in den Bundestag ein. Hier ist eben nicht nur der Kopf morsch, sondern auch die Glieder. Wer noch jung ist und eine Familie zu ernähren hat, dem bleibt nur noch die Flucht vor dem Sozialfaschismus.

Waldschrat
25 Tage her

Bas gehört ohne jeden Zweifel in den Knast. Sie hat soviele Straftaten auf dem Konto, da wäre jeder andere schon längst eingefahren.

Karl Renschu
25 Tage her

In den Knast muss sie. Aber keines Falls weil sie weg müsste. Sondern für ihre Verbrechen.

Nibelung
25 Tage her

Sie entspringt dem klassischen Milleu der meisten Sozialisten und erst aufgestiegen in der eigenen weltfremden Hierarchie, stellen sie oftmals eine Gefahr dar und das ist eine der negativen Eigenschaften, die vom Sozialimus ausgeht, weil sie in völliger Verkennung bewährter Normen zumeist gegensätzlich handeln und das hat was mit der eigenen Sozialisation zu tun und Merkel ist das beste Beispiel, was werden kann, wenn das Vorleben der Alten zur eigenen Katastophe wird. Damit ist man auch nicht begünstigt und wer dann zwangsläufig sich im roten oder grünen Mief entwickelt wird von der Einseitigkeit umfaßt und stört das eigene Denkvermögen, denn das… Mehr

Rasparis
25 Tage her

Diese Gestalt wurde im Kleinbürgertum und auf der Hauptschule sozialisiert – Ortsvereine der Spezialdemokraten, wo der Höhepunkt der Autorität ein Sport- und Deutschlehrer mit zu viel Zeit, Langeweile und -weil es zu nix anderen gereicht hat- „pädagogischen“ Halbwissen ist, sind auch nicht dazu angetan, das Format zu heben. Im Heimatort meiner Frau im Eichsfeld wollte im April 1945 der N.S.D.A.P. Ortsgruppenleiter die anrückende, 2.amerikanische Armee, unterstützt von der 8.USAAF mit insgesamt rund 4000 Flugzeugen, mit ein paar quergestellten Leiterwagen, einem eilig vor dem Dorf ausgehobenen Schützengraben und ein paar Dutzend alter Männer mit Karabinern und Schrotflinten „aufhalten“. Der zog sich… Mehr

Last edited 25 Tage her by Rasparis