Die Bürger sehen vielfachen Wortbruch, Schulden, Abgabenbelastung, den Verrat an freiheitlichen Werten. Gerade weil sie es immer deutlicher sehen, will Merz jetzt durchgreifen. Nach dem Scheitern der Chatkontrolle in Brüssel soll das freie Netz in Deutschland unter Kontrolle gebracht werden. Dieser Kanzler ist zur Gefahr für Deutschland geworden und muss gehen.
picture alliance / Andreas Gora
Friedrich Merz galt vielen Unionlern jahrelang als die Hoffnungs- und Erweckungsfigur, die nach Angela Merkel alles richten und das Land wieder auf die Spur setzen wird. Mittlerweile ist bei vielen nicht nur diese Hoffnung gewichen – Merz‘ Verrat und Bruch aller Versprechen haben sich in offene Verachtung gegen ihn verkehrt. Man hat schon keine Erwartungen mehr und wird mit jedem Tag trotzdem weiter verraten und enttäuscht. Die Union macht sich keine Vorstellung davon, wie die Stimmung auf den Straßen, in den Kneipen, Vereinen, Unternehmen ist. Die Enttäuschung durch Merz‘ Verrat sitzt dort so tief, dass diese Wähler nicht mehr zurückgewonnen werden können. Es sei denn, die tragische Ära des Kanzlers der zweiten Wahl kommt nun schnell zu ihrem Ende. Die Union steht am Beginn dieser Entwicklung. Es ist hier wie so oft in diesem Land: Es kommt mit einem Erdrutsch.
Alleinherrscher ohne Herrschaft
Friedrich Merz ist nicht mehr nur ein politischer Irrtum. Er ist zu einer ganz realen Gefahr geworden. Kaum scheitert in Brüssel die Chatkontrolle, kündigt er schon den deutschen Alleingang dazu an. Was die EU nicht durchwinkt, soll dann eben national durchgedrückt werden. So regiert kein Demokrat mit Respekt vor Freiheitsrechten. So handelt ein Machtpolitiker, der jede neue Niederlage nur noch als Aufforderung versteht, den nächsten Zugriff noch rücksichtsloser zu organisieren. Merz spielt den Alleinherrscher, aber hat die Beherrschten längst verloren.
Damit ist der Kern dieses traurigen Mannes freigelegt. Merz hat nie nur regieren wollen. Er will durchgreifen. Er will nicht überzeugen, sondern unterwerfen. Er will keinen freien Bürger, der sich wehrt, widerspricht und sich entzieht. Er will einen Bürger, der identifizierbar, einschüchterbar und jederzeit adressierbar ist. Darum geht es bei diesem neuen Vorstoß. Nicht um den vorgeschobenen Kinderschutz. Der ist längst von Experten abgeräumt, was den Kanzler der traurigen Gestalt nicht daran hindert, das Lügenkonstrukt trotzdem zu bemühen. Nicht um irgendeine technische Lücke. Es geht um Macht. Es geht um Kontrolle. Es geht um den tiefen Wunsch dieses Apparats, endlich auch den letzten unkontrollierten Raum der Gesellschaft unter Aufsicht zu stellen.
Die Chatkontrolle ist kein Betriebsunfall. Sie ist Teil eines Gesamtangriffs. Klarnamenpflicht, Ausweislogik, Meldestellen, Druck auf Plattformen, Strafanzeigen, politische Einschüchterung, immer neue Grenzverschiebungen zwischen legitimer Strafverfolgung und staatlicher Jagd auf missliebige Äußerungen. Das alles gehört zusammen. Es ist die Architektur eines Staates, der sich nicht mehr als Diener freier Bürger versteht, sondern als Vormund, Aufseher und Richter über das, was gedacht, gesagt und geteilt werden darf.
Und Friedrich Merz persönlich treibt das voran. Ganz genau jener durchtriebene Mann, der den Wählern in jeder Hinsicht völlig anderes versprochen hatte, als er dann gehalten hätte. Den man mit Fug und Recht einen Lügner nennen kann. Er ist angetreten als bürgerlicher Korrektor und regiert als Vollstrecker des Gegenteils. Er sprach von Finanzsolidität und lieferte Schulden. Er sprach von Verlässlichkeit und lieferte Wortbruch. Er sprach von Ordnung und liefert eine Republik, die ökonomisch weiter ausgehöhlt, institutionell entkernt und freiheitsrechtlich angegriffen wird. Alles, was einmal nach Grenze, Maß oder Bindung aussah, hat er abgeräumt. Nicht aus Not. Aus miesem Charakter.
Merz wirkt politisch inzwischen wie ein Süchtiger im Endstadium. Einer, der durch sein Haus läuft und in jeder Schublade, in jedem Schrank, in jedem Winkel noch etwas sucht, das sich zu Geld machen, verpfänden oder opfern lässt, um die nächste Dosis Macht zu finanzieren. Erst wurden Prinzipien über Bord geworfen. Dann Wahlversprechen. Dann fiskalische Vernunft. Dann bürgerliche Glaubwürdigkeit. Und weil all das nicht reicht, greift er jetzt nach der Freiheit selbst. Nach dem privaten Wort. Nach der digitalen Sphäre. Nach dem Raum, in dem Bürger sich dem Zugriff des Staates noch ein Stück weit entziehen konnten.
Bei Merz drängt sich längst ein anderer Befund auf: ein zutiefst eitler Politiker, der Zustimmung nicht als Geschenk des Wählers, sondern als ihm geschuldete Huldigung betrachtet. Bleibt diese Liebe aus, kippt seine Haltung nicht in Selbstprüfung, sondern in persönliche Kränkung. Dann regiert er nicht mehr für die Bürger, sondern gegen sie. Dann wird aus gekränkter Eitelkeit politische Vergeltung. Genau daher rührt dieser fanatische Drang zu Kontrolle, Einschüchterung und Überwachung: Wer vom Land nicht getragen wird, will es sich eben gefügig machen. Merz ist kein Kanzler, der Deutschland dienen will, sondern einer, der ein widerspenstiges Volk für seine Verweigerung büßen lassen möchte.
Die Bundesrepublik steht wirtschaftlich unter Druck wie noch nie. Der Vertrauensverlust in Politik und Institutionen ist auf einem Rekordstand. Die Menschen erleben, dass sie für immer weniger Leistung immer mehr zahlen sollen, während die politische Klasse sich an der Sprache der Zumutung berauscht. Und was fällt Merz ein, während all das auseinanderfällt? Nicht Entlastung. Nicht Rückbau. Nicht Konzentration auf die wirklichen Probleme. Sondern Überwachung. Wieder Überwachung. Immer mehr Überwachung.
Das ist kein Zufall. Es ist das alte Muster einer politischen Klasse, die ihre Legitimation verliert.
Wer materiell versagt, greift moralisch an. Wer politisch scheitert, sucht die Kontrolle über Kommunikation. Wer die Bürger nicht mehr überzeugen kann, will sie markieren, sortieren und abschrecken. Genau deshalb kommt dieser Vorstoß jetzt. Nicht trotz der Krise, sondern ihretwegen. Die Herrschenden spüren, dass ihnen das Vertrauen entgleitet. Also versuchen sie, den Raum zu verengen, in dem dieses Misstrauen sichtbar, hörbar und wirksam werden kann.
Merz steht dabei nicht als einsamer Irrläufer da. Er steht an der Spitze einer Politik, die jede Grenze nur noch als Hindernis betrachtet. Scheitert der Durchgriff in Brüssel, dann soll er eben in Berlin durchgesetzt werden. Reicht das moralische Argument nicht mehr, dann wird der Druck erhöht. Reicht die bestehende Rechtslage nicht, dann wird eine neue geschaffen. Immer ist die Botschaft dieselbe: Der Bürger ist nicht frei, sondern verdächtig. Das freie Wort ist nicht schützenswert, sondern gefährlich. Die anonyme oder pseudonyme Rede ist nicht Ausdruck bürgerlicher Vorsicht, sondern ein Missstand, den der Staat beseitigen muss.
Man muss sich klarmachen, was das in der Konsequenz bedeutet. Wer Klarnamen und Identitätsnachweis im Netz durchsetzen will, will nicht bloß Ordnung. Er will Abschreckung. Er will, dass der Bürger vor jeder Zuspitzung, jeder Kritik, jeder Polemik und jeder unbotmäßigen Bemerkung einen Moment lang innehält und sich fragt, ob dafür irgendwann die Polizei vor der Tür stehen könnte. Genau dieser Effekt ist gewollt. Das Schweigen soll nicht offen befohlen werden. Es soll sich ganz von selbst einstellen.
Das ist der Weg in den autoritären Staat neuer Bauart. Nicht mit offenen Verboten, sondern mit Regulierungen, Nachweispflichten, Verdachtskategorien und digitaler Gängelung. Nicht mit einem großen Schlag, sondern mit vielen kleinen Schritten, die am Ende dasselbe Ziel haben: den freien Bürger in einen überwachten Untertanen zu verwandeln, der sich nur noch innerhalb staatlich definierter Korridore bewegt.
Und ausgerechnet Friedrich Merz, der einmal als Gegenfigur zu diesem Abstieg verkauft wurde, hat sich zum Werkzeug dieses Abstiegs gemacht. Darum hassen ihn immer mehr seiner ehemaligen Anhänger so sehr, so tief, so pur. Er hat nicht nur seine Versprechen gebrochen. Er hat seine politische Seele schon vor langer Zeit verkauft, seine Glaubwürdigkeit verpfändet und Deutschland einem Kurs ausgeliefert, der wirtschaftlichen Schaden, institutionellen Verfall und freiheitsfeindlichen Zugriff miteinander verbindet. Er ist nicht die Lösung für den Niedergang dieses Landes. Er ist längst Teil seines Antriebs.
Darum reicht es nicht mehr, ihn zu kritisieren. Es reicht nicht mehr, von Enttäuschung zu sprechen oder von Irrwegen. Die Lage ist klar. Ein Kanzler der zweiten Wahl, der sein Wort immer wieder gebrochen, das Land in immer neue Schulden gestürzt, alle verraten hat, die auf ihn gesetzt haben, und nun auch noch nach dem freien Netz greift, hat jedes moralische Recht verspielt, weiter im Amt zu bleiben. Wer in einer Krise nicht die Freiheit schützt, sondern sie schleift, regiert gegen das Land. Wer auf sein eigenes Scheitern mit noch mehr Zugriff antwortet, ist nicht mehr länger tragbar.
Friedrich Merz ist nicht mehr zu korrigieren. Er ist nicht mehr zu entschuldigen. Ein Mann, der in dieser Lage nicht Freiheit, sondern Kontrolle wählt, nicht Vertrauen, sondern Einschüchterung, nicht Bürgerlichkeit, sondern den Überwachungsstaat, darf dieses Land nicht weiter führen.





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Nicht nur Merz muss gehen, sondern auch die ganzen Linken in der CDU (Wüst, Prien, Günther, um nur die schlimmsten zu nennen). Die lauern doch nur darauf, diesem unfähigsten Kanzler aller Zeiten zu folgen und unser ehemals geliebtes Heimatland noch mehr in den sozial-ökologischen Tod zu führen.
Trump und Putin, mit sehr kräftiger Hilfe der Europäer, haben Deutschland und Europa in eine Situation manövriert in der die beiden Grossmächte sehr wahrscheinlich Europa bald den Energie Saft abdrehen werden und durch die dann zwangsläufig entstehenden Grosskrisen der von beiden Grossmächten angestrebte Regime Change in Europa eingeleitet wird. Merz und der Rest von EUropa: Schachmatt. Ob Merz die Situation realisert? Gemessen an seinem konfrontativen Verhalten und seinen untermauernden Aussagen bezüglich Trump USA und Putin Russland eher nicht. Haben Merz und Co den geostrategischen Paradigmenwechsel in der Form einer freundschaftlichen Zusammenarbeit der USA und Russland überhaupt wahrgenommen und welche Folgen… Mehr
Ich sehe das nicht als „Ausverkauf“, sondern als die totale Vernichtung des ehemaligen Deutschlands. Er führt das von der EU-Zerstörerin Merkel angefangene Werk konsequent fort. Die Wähler machen mit, ob Merkel oder unfähige Ampel. Wieso protestieren die nicht, gehen zu Hunderttausenden auf die Straße, lassen sich die Vernichtung nicht gefallen, bieten Merz und seinen Spiesgesellen, inkl. EU Diktatorin v.d.Leyen die Stirn ? Ist denen vollkommen egal, was aus ihren Kindern wird, die jetzt schon in den Schulen Misshandlungen erdulden müssen, die Frauen, die einem Mob von Vergewaltigern ausgeliefert sind ? Deutsches Volk gehorcht, dient, unterwirft und „last but not least“… Mehr
Wahrscheinlich ließen sich Versagen und Fehlleistungen noch bei keinem Bundeskanzler vorher so eindeutig aus dessen Charakter erklären
Wie harmlos muten da z.B. die Neureichen-Vorlieben eines Schröder für Brioni-Anzüge und Cohiba-Zigarren an
Dieser Kanzler verwaltet nicht treuhänderisch ein hohes Staatsamt, sondern betreibt den Ramschladen „Friedrich Merz“.
Wem der Blick nicht verschlossen ist, konnte in ihm noch nie eine Lichtgestalt sehen und in den schwarzen Reihen gibt es genügend Abnicker, die seinen Fähigkeiten entsprechen und wer da nun in grenzenloser Fehleinschätzung anderes erwartet, ist selbst verlassen, denn mit dieser Gurkentruppe ist wahrlich kein Staat mehr zu machen und ihre Verlustzahlen sind gewaltig, bezogen auf die ehemalige Ausgangsposition und das gleiche gilt für die Schwarzen in Bayern, die auch nicht mehr vom heiligen Geist durchdrungen sind und damit die ganze Sippschaft ruinieren. Das kann jedem nur recht sein, der mittlerweile schon zu den anderen und wahren Glaubensbrüdern übergetreten… Mehr
Wenn Merz glaubt, gute Politik zu machen, braucht er keine Bodyguards mehr und kann problemlos durch die deutschen Städte spazieren, zusammen mit seinen Freunden Klingbeil und Konsorten
Ich bewundere Merz und er soll unbedingt weitermachen. Wie Merkel verfolgt er skrupellos sein Ziel Deutschland von dritten abhängig zu machen und gleichzeitig das Vermögen der Bürger an dritte weiter zu geben. Es ist wie bei Corona. Die Mehrheit will es so und das ist nun mal Demokratie. Was wäre in unserem Land los, Massenaufstände usw. , wenn die Interessen der Bürger genau so konsequent verfolgt würden. Wenn ein Kanzler mit Lügen regieren kann, dann wollen die Menschen belogen werden.
Die Politik der UNION orientiert sich offensichtlich nicht an den Interessen des Volkes, sondern eher an den Interessen der Hochfinanz und des Great Reset. Die Blackrock Plandemie – Wie Merkel & Merz Deutschland für Blackrocks ‘Great Reset’ opfern – YouTube Das „C“ in den Parteinamen hätte aus Gründen der Ehrlichkeit schon längst gestrichen werden müssen. Denn diese Politik richtet sich nicht an der Goldenen Regel und den Zehn Geboten aus. «Demokratie kennt keine Brandmauern»: Köppel, Hahne und Ralf Schuler über Merz, die CDU und die AfD – YouTube Wahrheit! CDU beerdigt sich selbst! Peter Hahne prophezeit den Untergang – Yahoo… Mehr
Ach wenn es wenigstens ein Ausverkauf wäre. Er verschenkt Deutschland an die EU und deutsche Steuergelder an die Ukraine
Trifft m.E. alles zu, bis auf eins: „Durchtrieben“ ist Merz nicht. Merz
ist unfassbar eitel, und daher dumm von der Art, wie Eitle dumm werden. Durchtrieben war Merkel: sie beherrschte die Rollen der harmlosen Pfarrerstochter und der fürsorglichen „Mutti“ perfekt, und verwandelte im Handumdrehen die CDU von einer seriösen Bürgerpartei in eine Herde blökender Klatschhasen. Zumindest bewies sie Menschenkenntnis, als sie Merz als zu dumm aussortierte und statt seiner schlaue Lakaien um sich scharte. Merz hat nicht einmal Menschenkenntnis. Glaubt er wirklich, ein mediokrer Provinzanwalt könnte als Außenminister in der gleichen Liga wie Lawrow oder Rubio mitspielen?
Spielt hier der Dunning Kruger Effekt mit hinein?
Merz hält sich tatsächlich auf einer Ebene wie ein Adenauer.
Adenauer hat unter den schlimmen Umständen das beste herausgeholt für Deutschland, ist sogar 1955 nach Moskau gereist.
Die Politik von Merz ist rein destruktiv ob im Verhältnis zu den USA, von denen Deutschland zu 100% abhängig ist, wie auch zum grossen Nachbarn Russland mit denen Merz faktisch jeden Kontakt ablehnt.
Ein Verhältnis schlechter als zu Zeiten der Sowjetunion.
Doch, der ist durchtrieben und faul. Dem ist sind wir auch vollkommen gleichgültig. Hauptsache sein Geld kommt regelmäßig. Wer nicht spurt von uns, dem hetzt man die Justiz auf den Hals.
Das System ist genauso aufgebaut und so funktioniert es. Sieht man doch an Nordkorea. Dort hat es eine Familie geschafft, sich die unbegrenzte Macht auch noch mit Atombomben zu sichern.
Genauso läuft es jetzt auch hier. Als nächstes stellt man uns den Saft ab und teilt uns Benzin zu.