„Mini-Islamisten“: Arche-Chef warnt vor Islamisierung an Schulen

Regelmäßig setzt Wolfgang Büscher Warnrufe in den Medien ab: Er kann aus der Praxis der Kinder- und Jugendarbeit berichten und warnt seit langem vergeblich vor zunehmender Islamisierung und Radikalisierung unter Kindern und Jugendlichen.

IMAGO / Funke Foto Services

„Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“, stellte der damalige Bundespräsident Christian Wulff am 3. Oktober 2010 fest. Und noch Anfang 2015 behauptete Angela Merkel im Interview mit der FAZ: „Eine Islamisierung sehe ich nicht.“

Beide Aussagen stammen aus der Zeit vor der Flüchtlingskrise, die die Präsenz des Islam innerhalb kurzer Zeit deutlich erhöht hat. Doch die „Unterwanderung“ des deutschen Staates und der deutschen Gesellschaft durch den politischen Islam, die der Investigativjournalist Sascha Adamek in seinem gleichnamigen Buch dokumentiert, war da schon in vollem Gange.

Weicht die Naivität im Umgang mit dem Islam allmählich einem größeren Realismus und Problembewusstsein für die Gefahren, die von einer Islamisierung für eine freiheitliche Gesellschaft ausgehen?

Dafür gibt es zumindest Hinweise: Nicht nur, dass das Innenministerium sich unter Alexander Dobrindt von der islamfreundlichen Politik Nancy Faesers abwendet. Die Entwicklungen scheinen mittlerweile so gravierend zu sein, dass selbst das links-woke Berlin sie nicht mehr ignorieren kann: 2025 gab Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) den „Berliner Gewalt- und Konfliktbarometer“ beim Institut Allensbach in Auftrag. Die wissenschaftliche Befragung unter Kindern und Jugendlichen an rund 450 Grund-, Ober- und Berufsschulen soll neben Erkenntnissen zu Mobbing und Gewalt auch über „religiösen Konformitätsdruck“ Auskunft geben.

Denn immer wieder machen entsprechende Vorfälle deutschlandweit Schlagzeilen: Ethnisch deutsche Kinder werden gemobbt und drangsaliert, Mädchen mit muslimischem Migrationshintergrund unter Druck gesetzt, sich islamischen Kleidungsvorschriften zu unterwerfen, muslimische Schüler dazu angehalten, zu fasten. Auch gegenüber Lehrkräften, insbesondere Lehrerinnen, zeigen sich immer wieder Chauvinismus und mangelnder Respekt.

Wolfgang Büscher, der langjährige Chef des evangelischen Kinder- und Jugendwerks „Arche“, hat sich bereits mehrfach zu Wort gemeldet und unliebsame Tatsachen offen benannt.

Nun kritisierte er gegenüber Focus-Online, dass es „wesentlich effektiver gewesen“ wäre, „die Befragung auf Brennpunktschulen zu konzentrieren“. An solchen Schulen läge der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund teils bei bis zu 90 Prozent. Er befürchtet eine Verwässerung des Ergebnisses dadurch, dass auch Schulen berücksichtigt werden, die aufgrund der soziologischen Zusammensetzung der Schülerschaft nicht von diesem Problem betroffen sind.

Den Sachverhalt selbst beschreibt er mit klaren Worten. Mitarbeiter der „Arche“ berichten laut Büscher, dass Schüler, die sich nicht der strengen Auslegung des politischen Islam beugen, „ausgegrenzt, bedrängt, eingeschüchtert“ würden. Nichtmuslime würden zur Konversion gedrängt. Die Aggressionen gehen Büscher zufolge zumeist von Schülern mit arabischem Migrationshintergrund aus.

Dies entspricht den Recherchen Sascha Adameks, der die planmäßige Islamisierung über das Bildungssystem vorrangig mit der Muslimbruderschaft in Verbindung setzt.

Finanzieller Treiber dieser Entwicklung ist vor allem Katar, das weltweit hohe Summen in Bildungseinrichtungen, auch in Hochschulen und Universitäten, investiert, und sich so Einfluss sichert. Aber auch linke NGOs und der deutsche Staat fördern Strukturen und Organisationen, die mit dem politischen Islam in Verbindung stehen.

Wolfgang Büscher bezeichnet radikalisierte muslimische Kinder und Jugendliche als „kleine Hardcore-Muslime“ und „Mini-Islamisten“ und dieses Phänomen mit einer Warnung: „Der Druck, den der politische Islam über Kinder muslimischen Glaubens an unseren Schulen auf Mitschüler ausübt, wird immer größer. Wenn die Politik jetzt nicht einschreitet, könnten wir das in ein paar Jahren bitter bereuen“, so Büscher gegenüber dem Focus.

Er zeigt sich pessimistisch: Dass genügend Mut, Geld und Wille vorhanden sein könnten, um an den Zuständen etwas zu ändern, bezweifelt er.

Die weiterhin zögerliche Haltung der Politik gibt ihm recht. Immer noch wird über die Propagierung des Kunstbegriffs „antimuslimischer Rassismus“ Kritik am Islam mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit identifiziert.

Eine differenzierte und grundsätzliche Debatte über die negativen Auswirkungen der Islamisierung und nicht zuletzt darüber, ob die in westlichen Gesellschaften durch die Auseinandersetzung mit dem Christentum geprägten Vorstellungen, Kriterien und Sprachregelungen gegenüber Religionen dazu geeignet sind, dem Islam und dem Phänomen des politischen Islam beziehungsweise Islamismus gerecht zu werden.

Ohne diese selbstkritische Perspektive dürfte die Entwicklung eines Instrumentariums, das der Islamisierung Einhalt gebieten kann, schwerfallen. Auch die Frage nach ausländischer Einflussnahme scheint weiterhin nicht die Aufmerksamkeit zu genießen, die ihrer Bedeutung angemessen ist.

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Kommentare ( 60 )

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60 Comments
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Hosenmatz
12 Tage her

Der Islam ist und bleibt eine menschenverachtende Ideologie mit Weltherrschaftsanspruch und damit die größte Bedrohung der freiheitlich demokratischen Grundordnung!

Haba Orwell
12 Tage her
Antworten an  Hosenmatz

TE beschrieb mal, wie Spanien sich vor wenigen Jahrhunderten für die katholische Weltherrschaft ruinierte. Jede monotheistische Religion hat zumindest zeitweise solche Ansätze gehabt.

Dagmar Henn verlinkte im Bösen Medium aus dem Heiligen Land – es gibt nicht nur Hetze auf der Welt: >>>Abier auf X: „Sometimes, light finds its way to u from the most unlikely corners.. https://t.co/MSWr02nONw“ / X<<<

Fralarovi
11 Tage her
Antworten an  Hosenmatz

Warum besinnen wir uns nicht wieder auf den authentischen christlichen Glauben, ohne die die freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht auskommt?

Böckenförde-Diktum – Wikipedia

Nibelung
12 Tage her

Interessant ist doch die Tatsache, daß von muslimischen Funktionären in dieser Frage keine Stellungnahme erfolgt um diese Tendenzen einzugrenzen, bzw. den politisch Verantwortlichen dabei zu helfen eine ungute Entwicklung zu stoppen, die für die deutsche Gesellschaft auf Dauer nicht förderlich ist. Es gibt zwar einzelne Stimmen, die es aus eigenen Reihen erkennen, aber die stellen absolute Minderheiten dar und so wird das Geschehen einfach hingenommen in der Annahme, es wird sich von allein regeln und jeder Soziologe heute schon bestätigen könnte, was morgen aus den gleichen geworden ist, die sich schon daran üben, diese Gesellschaft mittelfristig zu übernehmen. Das geschieht… Mehr

Marcel Seiler
12 Tage her
Antworten an  Nibelung

Der Islam bedient sich der Freiheiten und der Demokratie westlicher Gesellschaften, um genau diese Freiheiten und die Demokratie abzuschaffen. Laut sagen tut er es natürlich nur sehr selten.

humerd
12 Tage her

Regelmäßig setzt Wolfgang Büscher Warnrufe in den Medien ab. Er ist Teil der Asylindustrie.
Wer in dieses Land Kinder setzt, handelt verantwortungslos.

H. Priess
12 Tage her

Ich las gerade, an Wiens Pflichtschulen sind 41,6% Schüler muslimisch. Elon Musk kommentierte das mit: WOW! Da ist bei uns noch sehr viel Luft nach oben.

Or
12 Tage her

Ich behaupte mal, das Mantra „Eine Islamisierung sehe ich nicht.“ haben auch die Mächtigen des ehemaligen buddhistischen Afghanistan, hinduistischen Indien nun Pakistan und christlichen Byzanz täglich gebetet.

Marcel Seiler
12 Tage her
Antworten an  Or

Indien wurde m.W. einfach militärisch erobert, nicht unerwandert. Der Islam ist zwar intellektuell beschränkt, aber in der Gewaltanwendung äußerst erfolgreich.

giesemann
12 Tage her

Heute gegründet hätte Islam sofort Probleme mit den §§ 129 bis 131 StGB, mindestens. Es ist eben die Ideologie einer kriminellen Vereinigung nach § 129 StGB, ex tunc, also von Anfang an. Schon der Prophet selbst hat dies gezeigt, als er die Juden von Medina massakrierte, weil sie sich ihm nicht unterwarfen. So wollen sie es mit den Heutigen ebenfalls machen.

E.Frei
12 Tage her

Islam und europäische Aufklärung sind ganz offensichtlich nicht kompatibel. Bei den ersten Einwanderern z. B. aus der Türkei spielte Religion kaum eine Rolle und hat soweit funktioniert. Mit jeder neuen Generation und weiterer Zuwanderung hat sich Integration jedoch immer weiter als Illusion herausgestellt, wie jeder erkennt, wenn er den Kopf nicht im Sand stecken hat. Eine junge Generation, die man durch realitätsferne und ideologische Erziehung zu einer Hypertoleranz quasi „erzogen“ oder weichgewaschen hat, trifft also immer mehr auf eine kulturell völlig konträr sozialisierte Generation, welcher Toleranz und Gewaltfreiheit meist als Schwäche eingetrichtert wurde. Man setzt diese quasi wehrlos gemachten Kinder… Mehr

OJ
12 Tage her

Ein neuer islamischer Staat wird in Deutschland, schon beginnend im Kindergarten, in Schulen gegründet. Überall in Deutschland❗

Last edited 12 Tage her by OJ
giesemann
13 Tage her

Und noch Anfang 2015 behauptete Angela Merkel im Interview mit der FAZ: „Eine Islamisierung sehe ich nicht.“
Das heißt doch: Aber wenn, dann gnade uns Gott.

joly
13 Tage her
Antworten an  giesemann

Das sehe ich differenzierter. Dieser Spruch sagt aus, dass Merkel nicht sehen will oder nicht sehen kann. Sie verweigert sich die Realität ihrer niederschmetternden Politik zu Kenntnis zu nehmen und nutzt die von ihr finanzierte Zivil-Gesellschaft inkl. Kirchen, Gewerkschaften und NGOs gegen Kritiker an ihrem Tun vorzugehen. So etwas nenne ich Selbstindoktrination oder Eigenhypnose.
Wer das nicht glaubt setzte sich mal für 4 Wochen in einen Aschram und summe 10 Stunden am Tag ohmmm ohmm ohmm. Danach versteht er Merkel und Co.

Kassandra
13 Tage her
Antworten an  joly

Merkel sieht wohl – und belügt uns. „Auszug aus der Rede von Angela Merkel auf dem 17. Parteitag der CDU am 01.12.2003 in Leipzig: „…und wir sind ein Land, das im Übrigen Anfang der sechziger Jahre die Gastarbeiter nach Deutschland geholt hat, und jetzt leben sie bei uns. Wir haben uns ne Weile lang in die Tasche gelogen. Wir haben gesagt, die werden schon nicht bleiben. Irgendwann werden sie weg sein. Das ist nicht die Realität, und natürlich war der Ansatz zu sagen, jetzt machen wir hier mal Multikulti und leben so nebeneinander her und freuen uns übereinander. Dieser Ansatz… Mehr

Medea
13 Tage her

Von der Natur könnte man lernen:
Schon Babys der giftigen Arten sind extrem gefährlich:
– unterschätzt
– Vom Schlüpfen an giftig
– Im Gegensatz zu den „Großen “ noch unfähig,
ihr Gift zu „dosieren “

Bei KI ist das unschwer nachzulesen.
Der Vergleich hinkt nur leicht.