Der Tagesschau-Bericht über eine angebliche Lehrerin aus Teheran wirft immer mehr Fragen auf. Neue Hinweise deuten auf ein Umfeld hin, das kein zufälliger Alltag ist, sondern ein vom Regime gezielt geduldetes und genutztes Zerrbild.
Screenprint: ARD/Tagesschau
Die Tagesschau sendete am Ostermontag in der 20 Uhr Ausgabe einen Beitrag über eine Iranerin. Dieser löste eine hitzige Debatte in den sozialen Netzwerken aus. Es ging um die Frage, ob der Beitrag ein Stück Propaganda des Mullah-Regimes sei. Die Protagonistin gab sich betont westlich, nutzte trotz den Internet-Blackouts ihr Mobiltelefon, um zu surfen und ging Gassi mit ihrem Hund, der eigentlich als „haram“ (unrein) im Islam gilt. Mittlerweile verdichten sich die Hinweise zu der Protagonistin, im Tagesschau-Beitrag als 45-jährige Lehrerin Sepideh aus Teheran vorgestellt.
Diese Recherche beleuchtet die einzelnen Punkte der Skeptiker und sie zeigt auf, dass die Protagonistin Kontakte in die Metal-Szene pflegt:
Nachdem meine Recherche den Hinweis auf eine Nähe zu der Metal-Band „5grs“ ergab, meldeten sich weitere Nutzer auf X mit neuen Hinweisen .
Die gezeigte Lehrerin Sepideh bekommt hiernach auch einen Nachnamen, soll mit einem Band-Mitglied liiert sein und mit diesem zusammenleben. Andere Social-Media-Posts weisen darauf hin, dass die Protagonisten dem sogenannten „Reformisten“-Umfeld zugerechnet werden.
Dieses steht der Islamischen Republik nicht feindlich gegenüber und setzt sich für Reformen ein. Anhänger dieses Milieus profitieren von gewissen Freiheiten, welche der breiten Masse verwehrt sind. Insofern wird der westliche Lebensstil mit Rockmusik, Hunden und ohne Verschleierung geduldet, sofern dieser weitestgehend im privaten Umfeld stattfindet.
Die fragwürdige ARD-Produzentin im Studio Teheran
Eine zentrale Rolle bei der Produktion des fragwürdigen Beitrags spielt wohl die ARD-Produzentin Miriam Samii aus dem Studio Teheran. Exil-Iraner bemerken, dass diese Mitarbeiterin durch Posts in Social Media auffällt, die das Regime keineswegs kritisch beleuchten. Die zeigt, dass diese Akteurin das gewünschte Bild ins Ausland transportiert, welches die Machthaber im Iran befürworten.
ARD-Produzentin Samii scheint offenbar im Besitz der sogenannten „weißen Karten“ zu sein. Das heißt, dass sie trotz des Internet-Blackouts ungehinderten Zugang zum Internet hat. Dies ist ein Privileg, welches nur wenigen zugesprochen wird.
— Maryam E (@mrym0me) April 10, 2026
An anderer Stelle teilen Nutzer den Post der ARD-Produzentin Samii aus dem Studio Teheran. Der Clip soll Anhänger des Regimes während eines Wahlkampfes zeigen. Diese feiern erkennbar frenetisch Vertreter des Regimes.
Unter anderem adressiert der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit die Frage an die Tagesschau, ob Samii eine Mitarbeiterin des Studios in Teheran sei.
Die Tagesschau, bzw. die BR äußerten sich nach den ersten kritischen Fragen, die kurz nach Ausstrahlung aufgetreten sind, nicht erneut zu den weiteren Fragen und Vorwürfen. Auf erste Presseanfragen ließen die Anstalten verlauten, dass der Beitrag nach journalistischen Standards produziert worden sei. Die Protagonistin entspreche zwar nicht den Klischees, an der Produktion sei aber nichts auszusetzen. Weitere Fragen ließ die ARD unbeantwortet.
Das Schweigen der ARD dröhnt laut
Der Umstand, dass sich die ARD, bzw. der BR in Schweigen hüllen, zeigt, dass diese Propaganda-Stück in der Tagesschau ausgesessen werden soll. Die Anstalten täten besser daran, diesen Vorfall lückenlos und transparent aufzuklären. Doch dazu scheinen die Verantwortlichen nicht in der Lage zu sein. Diejenigen, die den Finger in die Wunde legen und aufzeigen, welche Stellen durchaus problematisch sind und aus welchem Grund, werden in der Regel von den Anstalten abgekanzelt. In der Vergangenheit nannte der ÖRR seine Kritiker „rechte Hetzer auf X“, weil diese sachlich auf Fehler hinweisen.
Die letzten Tage erhärten die Annahme, dass offenbar ein Netz aus regimetreuen Akteuren mit dem Studio in Teheran verknüpft ist. Die Erzählung weist zu viele Lücken auf, die noch vor einer Ausstrahlung hätten geklärt werden müssen. Dazu gehört eine valide Information zur Nutzung des Internets der Protagonistin. Dazu eine Einordnung, inwiefern Berichterstattung aus dem Iran problematisch sein kann und diese Anfällig für Mullah-Propaganda ist. Indem die Tagesschau bewußt darauf verzichtet, wird nahegelegt, dass man den Zuschauern nicht das ganze Bild präsentieren möchte. Und das kann wiederum nur absichtlich passieren.
Nach dem kürzlichen KI-Skandal bei „ZDF heute“, ist dies ein weitere Entgleisung, die einer großen Redaktion wie der Tagesschau nicht unterlaufen darf. Auch wenn aus dem Iran heraus nicht kritisch berichtet werden kann, muss in der Redaktion eine Einordnung durch Moderator oder Sprecher erfolgen, damit der Zuschauer die Inhalte richtig versteht und offensichtliche Gegensätze als Zentrifugalkräfte fungierend den Beitrag sprengen. Da dies nicht erfolgt ist, bleibt der bittere Beigeschmack, dass Mullah-Propaganda ungefiltert im deutschen Fernsehen zur besten Sendezeit verbreitet wurde. Dafür sollte niemand gezwungen werden einen Rundfunkbeitrag zu zahlen.



Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein
Inzwischen steht anscheinend durch Recherchen in Social Media fest, dass es sich tatächlich nicht um eine Wohnung gehandelt hat, sondern um den Clubraum der Musikgruppe „5gr“ (wie man es sogar an den Zeichen der Sofa-Beine erkennt).
Dort hingen die Musiker ab und probten auch, wie man es in anderen Videos sehen kann.
Und die Protagonistin war anscheinend die Lebensgefährtin des Band-Leaders von „5gr“.
Also insgesammt ein abgekatertes Spiel des ÖRR.
Ich finde sowas einfach nur zum 🤮
Klar, ohne Kopftuch mit einem Hund (die im Iran als „Haram“ gelten) im Park alleine ohne männliche Begleitung spazieren gehen wollen und die öffentlich rechtlichen schnallen nichts.
Wieviel Dummheit ist bei denen eigentlich erlaubt bevor die Polizei kommt?
Die haben uns doch gesagt, dass die Neuen sich integrieren – und die Frau gilt nun als bester Beweis. Unglaublich. Nur nicht zahlen, den „Beitrag“.
Auch im ÖRR wurden/werden gezielt Personen beschäftigt, die aufgrund ihrer Herkunft und Sprache Kontakte in andere Länder haben.
Guckt man sich im heutigen Deutschland um – nach gut 65 Jahren islamischer Besiedlung – , so findet man mittlerweile nicht wenige Korangläubige mit Herkunft aus islamisch beherrschten Staaten im ÖRR, in der öffentlichen Verwaltung [bspw. Bürgermeister], in Landes-/Bundesparlamenten oder in Landes-/Bundesregierung.
War wohl auch 1989, als die Grenze „aufging“, auch schon so.
Und jetzt halt wieder. Auch in Ämtern und Organisationen finden sie Unterschlupf.
In den Medien wird leider kein abgewogenes Iran-Bild präsentiert. Einerseits macht Iran exzessiv Gebrauch von der Todesstrafe. Andererseits sitzt dort ein Jude per Gesetz im Parlament. Ich konnte mich vor 10 Jahren persönlich vor Ort in Teheran davon überzeugen, dass Juden dort mit Kippa in der Öffentlichkeit zu sehen waren – anders als in Saudi Arabien oder Neukölln. Die iranischen Schiiten sind auch weniger fanatisch als die Sunniten. Der Schleier wird eher locker umgelegt und verhüllt meist nicht einmal die Haare. Die Frauen hatten sich seinerzeit über Lockerungen gefreut, z.B. durften sie wieder Fahrrad fahren. Die Leute konnten sich damals… Mehr
Früher bezahlten wir nur Rundfunkgebühren, wenn wir entsprechende Geräte angemeldet hatten. Heute zahlen wir alle zwangsweise diese Demokratieabgabe, auch wenn wir die ÖRR nicht nutzen. Früher gab es noch Journalismus. Und heute? Eins muss man der GEZ lassen, die wissen bestens Bescheid über die Bürger in diesem Land. Ist man umgezogen oder wurde die Demokratieabgabe nicht bezahlt, hat man umgehend ein Schreiben im Briefkasten.
Das liegt daran, dass die Einwohnermeldeämter jedem, der dafür bezahlt oder ihnen wichtig erscheint, die Adressen geben. In einer echten Demokratie und einem echten Rechtsstaat gäbe es das nicht.
Ich frage mich, wie eigentlich Frankreich, England, USA, Kanada, Australien usw. ohne Einwohnermeldeämter und Personalausweise funktionieren.
Da läuft eine direkte Leitung von da nach da – und auch Sterbefälle sind denen schneller bekannt, als die Angehörigen abmelden können.
Solange eine linke urbane Minderheit das Kopftuch ablegen wollte und dafür auf den Straßen krakeelte, galten die Mullahs hierzulande als böse alte Männer. Man unterstützte die Protestler in jeder Form und nahm locker auch einen Bürgerkrieg in Kauf. Nun, da stattdessen die USA Krieg gegen die Mullahs führen, sind letztere plötzlich gar nicht mehr so schlimm – bischen kauzig und streng vielleicht, aber sonst eigentich ganz ok.
Absurd und verlogen!
Dieser löste eine hitzige Debatte in den sozialen Netzwerken aus: DER Grund, soziale Netzwerke zu beschränken. Die Frage Fake / Propaganda soll nicht mehr öffentlichkeitswirksam gestellt werden können.
Quod erat exspectandum.
Diese gleichgeschalteten Propagandamistschleudern ARD & ZDFake singen das Lied des Todes vom inter.nationalen Sozialismus & religoider Tyrannei im Chor vereint.
Aber der GRÜNEN Claudia Roth & dem Genossen Steineimer, wird´s gefallen haben.
Einfach nur WDRlich.
Mullah und Pfaffe ist direkt vergleichbar mit einer Verunglimpfung der Geistlichkeit und der Mullah war früher der einzige Geistliche, der in der Regel lesen und schreiben konnte und Allahs Wort verkündete, wie der Pfaffe ebenso, der die niedersten Dienste an der Glaubensfront zu verrichten hatte und dennoch sind sie alle Geistliche im Sinne des Glaubens und sie unterscheiden sich nur in ihrer Stellung und damit die herabgewürdigt wird, nennt man die höchste Geistlichkeit im Iran Mullahs, anstatt Ajatollahs, so wie das bei uns üblich ist in dem man den Bischoff oder den Papst in der Regel nicht als Pfaffen bezeichnet,… Mehr
Mullahs gibt es nur bei den Schiiten. Alle anderen islamischen Richtungen kennen keine Hierarchie.
Was ist dann mit dem Großscheich Ahmed Al-Tayyib, seit 2010 amtierender Großimam der Al-Azhar Universität in Kairo, der auch dem vorigen Papst bei der Enzyklika „fratelli tutti“ die Feder geführt haben soll und den von grünHabeck/Müller als oberster „trusted flagger“ in Deutschland eingesetzten islamischem Schriftgelehrten aus Kairo, Ahmed Gaafar (ohne wiki!), wohl „beratend“ zur Seite steht?
Hier beide mit Erzbischof Justin Welby, der inzwischen wegen Vertuschung sexuellen Missbrauchs zurück getreten ist und ersetzt wurde: https://www.nius.de/nachrichten/news/digitalministerium-distanziert-sich-nach-nius-enthuellungen-von-neuer-zensur-stelle-sympathie-fuer-hamas-nicht-mit-der-ausuebung-als-trusted-flagger-vereinbar/4e0ddc7c-6ad1-4b13-8ba0-5d04cb79d4f9
Wenn man sich nur einmal bewusst wird, dass Deutschland in den Islam verliebt ist, ergibt auf einmal alles Sinn.