Das Wachstum der AfD ist nur ohne Brandmauer zu bremsen

Auch wenn der Dem-Block es nicht begreifen will: Die einzige Möglichkeit, das AfD-Wachstum zu begrenzen, ist der Abriss der Brandmauer, also die Öffnung des normalen Parlaments- und Regierungsbetriebs für die AfD.

IMAGO / dts Nachrichtenagentur

Masse zeigt ab irgendeinem Punkt Wirkung. Quantität wird Qualität. Wann der Punkt erreicht ist, entzieht sich der Prognose. Wissen sollten Beobachter von dieser alten Wirkungsweise – wenn schon die Handelnden im politmedialen Komplex nicht.

„Zerbricht die Brandmauer durch inneren Widerstand in der CDU?“ Fragte Roland Tichy und schloss an, „damit könnte die politische Landschaft in Sachsen-Anhalt, aber auch in Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen kippen.“

Sein Schlussabsatz beschreibt den springenden Punkt: „Zu breit verankert ist die Partei mittlerweile in der Bevölkerung – und die persönliche Kenntnis widerlegt den ständig geäußerten Vorwurf des Faschismus oder der Verfassungsfeindlichkeit. Trotz des medialen Trommelfeuers wächst die Zustimmung zur AfD und zeigt, dass diese Methode sogar das Gegenteil bewirkt: Immer mehr Wähler wenden sich von der CDU ab, weil diese zugleich immer näher an Grüne und Linke heranrückt.“

Die Verteufelung eines Konkurrenten wie der AfD funktioniert um so besser, je weiter weg das Publikum vom Verteufelten ist – am allerbesten, wo das Publikum keine leibhaftigen AfDler persönlich kennt, sondern nur das Medienbild. Deshalb ist das Bild in Nachbarschaften und Gemeinden – in kleinen sozialen Einheiten – , wo die Leute regelmäßig miteinander zu tun haben, ein anderes. Nimmt dann die Dichte des persönlichen Kennens von leibhaftigen AfD-Nachbarn zu, wird die Fernpropaganda wirkungslos. Diese Verdichtung vollzieht sich parallel zu dem Erlebnis von immer mehr Bürgern: Trotz der Propaganda der alten Medien, sehen sie, Regierung wie Scheinopposition laufen vor den überfälligen Reformen an allen Ecken und Enden des maroden Staates davon, beschuldigen die Arbeitsbürger, zu wenig zu arbeiten, nehmen ihnen noich mehr Geld ab für gleichzeitig immer weniger Dienstleistungen.

Letzteres ist ja der Grund, warum immer mehr Bürger in Umfragen mitteilen, wen sie im Unterschied zu früher nicht mehr wählen wollen: CDU, SPD, Grüne und FDP.

Aus der Sicht des Dem-Blocks hat dieser den Zeitpunkt verstreichen lassen, in dem die AfD noch „leicht“ hätte verboten werden können.

Das heißt weder, Versuche des Dem-Blocks wären ausgeschlossen, noch sie hätten bei der bekannten Besetzung des Bundesverfassungsgerichts mit Ex-Politikern und anderen Befürwortern der Brandmauer keine Chance auf Erfolg.

Was auch immer der Dem-Block bei 41 Umfrageprozenten in Sachsen-Anhalt noch vor der Wahl am 6. September und/oder danach zur Wahl des Ministerpräsidenten an Verhinderung und Behinderung der AfD mit und ohne BSW unternimmt, ließe die AfD-Ergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September hochschnellen.

Wieder aus der Sicht des Dem-Blocks ist die einzige Möglichkeit, das AfD-Wachstum zu begrenzen, der Abriss der Brandmauer, also die Öffnung des Parlaments- und Regierungsbetriebs für die AfD.

 

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