Der Pranger wird morsch, noch bevor Christian Ulmen so richtig daran festgenagelt ist. Bei Miosga stellt seine Ex Collien Fernandes nun klar: Er hat weder Fotos verfälscht noch Deepfakes produziert. Das TV-Tribunal aber findet trotzdem statt. Inklusive Justizministerin. Von Brunhilde Plog
Screenprint: ARD / Caren Miosga
Wenn man die Sache genau betrachtet, ist der Fall Fernandes gegen Ulmen seit Sonntagabend endgültig tot. Denn bei Caren Miosga will die Traumschiff-Schauspielerin die Sache nochmal „aufdröseln“, wie sie sagt. Danach allerdings bleibt der Zuschauer völlig ratlos zurück. Denn was ist denn nun eigentlich der Vorwurf? Offenbar wurden irgendwelche Nacktbilder irgendwelcher Pornodarsteller unter ihrem Profilnamen verschickt.
„Es wurden Fake-Profile auf Social Media auf meinen Namen angemeldet“, erzählt Collien „Erfandes“ Fernandes. Das aber ist gar keine Neuigkeit. Sie hatte es bereits 2019 im NDR ausgeplaudert. Damals wusste sie auch, dass ihr Mann dahinter steckte. Er habe es sogar mit ihrem Einverständnis getan, und deshalb nannte sie es damals auch nicht „Fake“-Profile. Sie erzählte NDR-Podcasterin Eva Schulz stattdessen freimütig, man würde seine Urheberschaft daran erkennen, dass er immer das Fernandes weglasse und sie dann nur Collien Ulmen sei.
„Was aber echte Videos waren und keine KI-Generierten“, ergänzt Miosga. Und Fernandes bestätigt sogar: „Das ist nämlich der Punkt.“
Erinnerungen werden wach an einen Auftritt, als Ulmen irgendwo auf dem Roten Teppich rund um ein totes goldenes Reh erzählte, er arbeite gerade an einem Projekt namens „Who wants to fuck my Girlfriend?“ („Wer will meine Freundin ficken?“). Collien Fernandes stand seinerzeit lachend an seiner Seite.
Was also bleibt von den Erfandes-Vorwürfen? Die von der siechenden Illustrierten „Der Spiegel“ groß aufgemachte Story, die seit zehn Tagen den ÖRR beherrscht, angeblich die Justizministerin mobilisiert (oder andersherum?) und tausende Menschen zu Demonstrationen auf die Straße treibt, scheint noch schneller und noch dramatischer zu zerfallen als seinerzeit die Mär von der Potsdamer Wannseekonferenz 2.0. Dort fabulierten die linken Geschichtenerfinder (Eigendarstellung) vom Projekt „Correctiv“ eine Story von angeblich geplanten Massendeportationen zusammen, und die Medien, allen voran der ÖRR, verkaufen das üble Geraune seitdem als Wahrheit. Und das selbst nach einem finalen Gerichtsurteil, das die Lüge entlarvte.
Hier bei Ulmen/Fernandes macht nun der Spiegel aus dem Verschicken von Pornobildern die Herstellung von Deepfakes. Was im Übrigen zum unterstellten Zeitpunkt „vor Jahren“ schon rein technisch gar nicht so einfach möglich war.
Dass der Beschuldigte in dieser C-Promi-Schmierenkömodie überhaupt nicht zu Wort kommt, gehört bei Miosga zum Konzept. Pikant: Ulmens Anwalt Christian Schertz hatte sogar angeboten, in die Sendung zu kommen, doch Miosga lehnte ab. Die Runde sei bereits voll, hieß es. Entsprechend fassungslos machte dann die Nachricht am Nachmittag, dass die Runde sehr wohl erweitert worden sei – nämlich um die linke Aktivistin Theresia Crone. Normalerweise geht sie für die Klimahysterie auf die Barrikaden, heute für den Kampf gegen sexuelle Übergriffe. Wie bei den Neubauers und Thunbergs ist man da ja flexibel. Klima, Palästina, irgendwas mit Sex – was eben gerade zieht.
Die Runde des Abends ist damit komplett. Vier Köpfe, eine Meinung. Und klar ist auch: Miosga spuckt ihren Kritikern ins Gesicht. Sie kennen keine Scham mehr beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen. „Als Anwalt von Ulmen würde ich die Miosga-Sendung mit einem Eilantrag nach § 1 23 VwGO zu stoppen versuchen“, schreibt Verfassungsrechtler Josef Franz Lindner auf X, und zwar „wegen Gefahr der Verletzung des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch vorverurteilende Tribunalisierung.“
Und so kommt es bei Miosga, wie es kommen muss. Ganz dicke, ganz derbe, mit der woken Keule immer schön druff, damit es auch der letzte senile Zuschauer kapiert. Für Gegenmeinungen ist kein Platz. Berufswokistin Crone, die früher in der Kanzlei des umstrittenen, linksaktivistischen Anwalts Can-jo Jun (auch Mitglied im HateAid-Beirat) tätig war, berichtet von ihren eigenen Erfahrungen mit gefälschten Pornobildern. Und klagt, sie werde plötzlich als „Subjekt von Verschwörungstheorien“ dargestellt. Sagt sie als Klimaaktivistin. Keine Pointe.
Natürlich tritt auch wieder Josephine Ballon auf, die Geschäftsführerin der Denunzianten-Organisation HateAid, die gerichtsfest als „linkswoke Faschistende“ bezeichnet werden darf (Landgericht Hamburg, Az. 324 O 63/26). Wegen ihres Kampfs gegen die Meinungsfreiheit wurde sie von den USA bereits mit einem Einreiseverbot belegt. Das alles erfährt der Zuschauer selbstverständlich nicht. Stattdessen bekommt Ballon minutenlang per Einspieler eine kritiklose Bühne. Sie, wie alle anderen Gäste, prangert aus vollen Rohren 60 Minuten lang digitale Gewalt an Frauen an. Über reale Gewalt, etwa die durchschnittlich mehr als zwei Gruppenvergewaltigungen täglich, spricht niemand.
Auch Justizministerin Stefanie Hubig nicht. Sie klagt zwar, dass auch die reale Gewalt an Frauen zunehme, doch auch hier kommt nur die halbe Wahrheit ans Licht. Dass die Mehrzahl der Schutzsuchenden in Frauenhäusern Ausländerinnen sind, auch das wird nicht thematisiert. Dafür bemüht sich Hubig, klarzustellen, dass sie zum Fall Fernandes/Ulmen keine Stellung nehmen wolle. Als sie am Tisch Platz nimmt, ist Fernandes auch bereits zum After-Show-Buffet verschwunden. Das wird wohl Vorgabe der Rechtsabteilung im Justizministerium gewesen sein: kein gemeinsamer Auftritt mit der halbseidenen Anklägerin. Zu sehr haben #Hubig und #Miosga am Nachmittag auf X getrendet. Und Fernandes hat ihre Schuldigkeit ohnehin bereits getan.
Auch, dass für den bösen Herrn Ulmen immer die Unschuldsvermutung gelte, wird in der Sendung mehrfach pflichtbewusst erwähnt. Hach, sie sind ja alle so herrlich rechtschaffen bei der ARD.
Hubig wie auch Crone reden überraschenderweise nicht der Klarnamenpflicht im Internet das Wort. Sehr zum Leidwesen Miosgas, die mehrfach insistiert. Für Crone wäre das ein „Ablenken vom eigentlichen Diskurs“ und wirke „wie so’n großer Fleischhammer“ – immer gut, wenn man eloquente Gäste im Studio hat, die sich auszudrücken wissen. Hubig gibt zu bedenken, bei einer Klarnamenpflicht müsse man „die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs und des Bundesverfassungsgerichts berücksichtigen“.
Ronen Steinke gibt den Knallharten. Er ist sogar dafür, dass bereits das Erstellen von Deepfakes und gefälschten Fotos strafbar sein sollte. Das würde den Zugriff auf private Rechner und Dateien erfordern, noch bevor überhaupt irgendetwas veröffentlicht wurde. Für Ronen überhaupt kein Problem: „Ich glaube schon, dass es legitim ist, da eine Grenze zu ziehen.“ Natürlich müsse man aber für Kunst, Satire und Wissenschaft Ausnahmen machen, gibt Hubig zu bedenken. Und als Politiker müsse man ja sowieso ein dickes Fell haben, mahnt auch Steinke. Hubig nickt eifrig.
„Schwachkopf“-Habeck und „Drecks Suffkopf“-Merz, die wegen solcher Nickeligkeiten bereits hunderte einfache Bürger angezeigt oder ihnen gar die Polizei ins Haus geschickt haben, lassen recht freundlich grüßen.
Epilog: Das Thalia-Theater hat angerufen. Sie wollen das Stück gern aufführen.





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Da hat die Drohung von Ulmens Anwalt wohl regelrecht Panik ausgelöst. Ich würde mir wünschen, dass Ulmen alle Beteiligten verklagt und öffentlich anprangert. Aber das wird wohl Wunschdenken bleiben, da die Beiden nun wieder in aller Munde sind. Das Schmierentheater hat somit seinen Zweck erfüllt, Zensurgesetze für die WokoHaram und Dschungelcamp Einladung für Collien,,erfandes“(einfach geil) Fernandes.
Die Welt steht möglicherweise am Rande des 3. Weltkrieges und so eine Billig-Schauspielerin, deren Namen ich noch nie gehört hatte, die fast niemanden interessiert, will den Medienraum einehmen, um sich wichtig zu machen? Journalistinnen, Journalisten, Politikerinnen und Politiker, die sich darauf einlassen, können – meiner Ansicht nach – nicht ganz „bei Trost“ sein. Armes Deutschland…!
Ich vermute das die Ex von Herrn Ulmen ihre 5 Minuten Ruhm haben wollte. Am besten verewigt in einem Gesetzestext der ihren Namen trägt. Das Problem: Die Möglichkeit das es funktioniert ist höher als die das sie sich selber auf einer Anklagebank wiederfindet. Irre was hier nur noch abgeht.
Pointiert ist DAS ist also das Ergebnis der November-Revolution 1918: ein Gesinnungs-, Propaganda- und Repressionsstaat; vulgo Polizeistaat.
DAS haben die damaligen „Demokraten“ ganz toll gemacht.
Die Deutschen lebten bis 1918 in einem nicht fehlerfreien, doch vergleichsweise großartigen, liberalen Staat in größtenteils in Übereinstimmung. Dagegen ist der gegenwärtige Zustand ihres Gemeinwesens in mehrfacher Hinsicht desaströs..
Insofern fällt es schwer, Friedrich Nietzsches Diktum, Demokratie sei die Verfallsform des Staates zu widersprechen.
Speziell angesichts des Zustandes der gegenwärtigen Bundesregierung, aber auch des aktuellen Staats- und Gesellschaftszustandes.
Der Dilettantismus des (kommunistischen) Besatzerkonstruktes BRD (https://www.youtube.com/watch?v=hIu80oSC728 ab 3:25 — https://taz.de/Proteste-gegen-Pegida-und-Co/!5020381/), das alltäglich den Versuch unternimmt, unser Volk mittels Diffamierungen sowie Lügen zu spalten, nunmehr: autochthone Frauen gegen autochthone Männer (Lenin: „Wir müssen alle möglichen Tricks, Intrigen, Betrug, List, illegale Mittel und Vertuschungsmethoden verwenden und die Wahrheit verdecken.“), wird stets stärker!
Dass diese Colleen sich noch an die Öffentlichkeit zu gehen traut…
Analoge und digitale (sexuelle/sexualisierte) Gewalt gegen Frauen gibt es – ohne Frage und muss bekämpft werden. Die Mittel und rechtlichen Grundlagen wären vorhanden, werden aber je nach Opfer und Täter Kategorie unterschiedlich eingesetzt. Vermutlich wird dieser Promi Rosenkrieg bewirken, dass die wahren Opfer trivialisiert und weiter allein gelassen werden. Wie wäre es daher mit der Einführung einer aktiven Sterbehilfe für analog vergewaltigte und dann traumatisierte Frauen wie in Spanien?
Und hier schlüsselt Danisch akribisch und ganz ausführlich auf, wie „Ricarda Lang“ – so es nicht 2 davon gibt, ihn in einen Rechtsstreit zog – wobei auch da sein kann, dass HateAid federführend ist und die grüne von dem Debakel, in ihrem Namen angerichtet, tatsächlich erst im Nachhinein erfuhr: https://www.danisch.de/blog/2026/03/30/kampf-gegen-hateaid/ „Dieser Blogartikel richtet sich insbesondere an Rechtsanwälte, die Mandanten gegen HateAid oder andere Abmahn- und Klage-NGOs vertreten, und an Versicherungs- und Steuerrechtsexperten.“ Bitte helft mir, HateAid das Handwerk zu legen. . Vielleicht ist der Skandal viel größer, als wir alle bislang annahmen – und von Hodenberg wie Ballon viel tiefer… Mehr
Da wird ein diffuses, vagabundierendes Erregungsbedürfnis befriedigt. Der Anlaß ist beliebig und rasch wechselnd:
Im an wirklich bedeutenden Ereignissen armen Leben des Normalbürgers spielen Surrogate, wie sie vor allem das Fernsehen liefert, eine große Rolle.
„Am farbigen Abglanz haben wir das Leben.“
…“zerfällt in Echtzeit“… – macht aber nichts: die treuen Zuschauer und Leser unserer Premium-Medien (D. Hayali) haben es trotzdem geschluckt. Diese Form der medialen Kampagnenpolitik ist nicht für Leser von Tichy’s oder anderen neuen Medien gemacht, sie konzentriert sich, intelligenterweise, ganz speziell auf das Publikum, das das Überleben der Blockparteien garantiert. Bisher auch mit Erfolg. Richtigerweise glaubt niemand bei ARD und ZDF oder in den Propagandaabteilungen der Regierung noch daran, „rechte“ Zuschauer und Leser zurückzugewinnen, umso radikaler bearbeitet man die noch Gläubigen. Es herrscht Krieg…