Die CDU Sachsen-Anhalts hat auch die Mitte aufgegeben und schleppt sich als linke Partei im Geleitzug von Grünen, SPD und Linken durch den Wahlkampf – müde, selbstverloren, unfähig eines originellen und eigenen Gedankens. Sie verwechseln Phrasen mit Worten und wundern sich, dass sie ihre Wähler an die AfD verlieren.
picture alliance/dpa | Hendrik Schmidt, Metodi Popow - Collage: TE
Jetzt rächt sich für die CDU in Sachsen-Anhalt die Lex AfD und das Kuscheln mit den Grünen, den Linken und der SPD. Im Vergleich zur letzten Umfrage von INSA vom 25. März hat in der INSA-Umfrage vom 13. Mai 2026 die CDU wieder 1 Prozentpunkt verloren und würde nur noch 24 Prozent der Wähler von sich überzeugen können. Die AfD würde an der absoluten Mehrheit kratzen, und käme nun auf 42 Prozent. Würden nur noch SPD und Linke, wie es bei dieser Umfrage aussieht, in den Landtag einziehen, dann könnte die Regierungsmehrheit durchaus bei 43 Prozent der Stimmen liegen. Die Linke würde 13 Prozent und die SPD 6 Prozent der Wähler überzeugen, die Grünen und das BSW verfehlten mit jeweils 4 Prozent den Einzug ins Parlament Die FDP ist mit ihren 3 Prozent ohnehin in die WG Sonstige eingezogen.
Ausgehend von diesen Zahlen verfügten die Blockparteien CDU, Linke, SPD über 43 Prozent der Stimmen, die AfD über 42 Prozent. Das heißt, Sachsen-Anhalt würde eine linke Regierung bekommen, in der die Linken, auch wenn sie nominell nicht in der Regierung sitzen, das Sagen haben, wenn es nicht zum überraschenden Aufstand in der CDU-Fraktion kommt.
Der Wahlkampf der CDU ist so blamabel wie enttäuschend ein reiner Anti-AfD-Wahlkampf. Offensichtlich fehlt es in der CDU Sachsen-Anhalts an Sachverstand, denn Anti-AfD ist kein Gewinner-Thema, sondern ein Verlierer-Thema. Und es wird zum Mühlstein am Fuß, wenn die Schreckensszenarien immer gröber werden. Eine Landtagswahl ist kein Exorzismus, und wenn Teufelsaustreibung das Einzige ist, was das C im Parteinamen noch rechtfertigt, dann kann man auch in gekreuzten Hammer und Sichel ein Kreuz erblicken.
Die CDU Sachsen-Anhalts hat nicht nur das rechte Spektrum, sie hat auch die Mitte aufgegeben und schleppt sich als linke Partei im Geleitzug von Grünen, Sozialdemokraten und Linken durch den Wahlkampf, müde, selbstverloren, unfähig eines originellen und eigenen Gedankens. Sie verwechseln Phrasen mit Worten und wundern sich, dass sie ihre Wähler an die AfD verlieren.
Das Herz der mitteldeutschen Industrie, das mitteldeutsche Chemiedreieck hört langsam auf zu schlagen. Der Chemiegigant Dow Chemical schließt beispielsweise Anlagen in Mitteldeutschland aufgrund zu hoher Energiekosten und der CO2-Bepreisung. Man kann einwenden, dass an hohen Energiekosten, an der CO2-Bepreisung, am Rohstoffmangel die Landesregierung keine Schuld trägt, denn die falschen Entscheidungen für die Bundesrepublik und für die Region werden in Brüssel und in Berlin getroffen, doch wird die Bundesregierung von der CDU geführt, von der Partei, die auch Sachsen-Anhalt regiert.
Man kann in Sachsen-Anhalt keinen Unterschied zwischen Friedrich Merz und Sven Schulze sehen – und darin liegt das Problem der Landesregierung, das Problem der CDU Sachsen-Anhalts und Sven Schulzes. Er hätte sich niemals mit den Grünen, den Linken, der SPD einlassen dürfen, sondern das, was man früher einmal bürgerliche Politik nannte, neu definieren und vorantreiben müssen.
Sachsen-Anhalt ist das Land der Reformation, reformatorischer Eifer hätte Sven Schulze innerhalb der CDU angestanden, für die inhaltliche Erneuerung der CDU, gegen die Bandmauer einzutreten und eine neue, moderne Politik für Deutschland und Sachsen-Anhalt zu formulieren und für sie zu kämpfen. Er hätte die AfD hinter sich lassen können, wenn er auf der Höhe der Zeit stehen würde, so lässt jetzt die Zeit ihn hinter sich.

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Ich möchte nicht wissen, was im Hintergrund die Blockparteien rotieren um irgendwie ein AFD-Verbot an den Start zu bekommen. Die übervollen Futtertröge, an denen sich die Borstenviecher suhlen, sind mächtig gefährdet…
Ich bin Ü70 und unterstütze Tichys seit deren Gründung, ebenso die AfD und das hat Gründe: Die Union und der ÖRR belügen uns seit Merkel nach „Strich und Faden“. Merz hat heute wieder mal getönt, er will alles besser erklären. Gleichzeitig erhielt ich heute die Mitteilung über die Erhöhung meiner Witwerrente – 32 € pro Monat und der Zuschuss zur Krankenversicherung verändert sich seit Jahren nicht. Was ist das wieder ein perfides Spiel von Merz und Klingbeil? Da bleibt nach der Erhöhung der Krankenkassenbeiträge und Pflegeversicherungsbeiträge, wie im letzten Jahr ein Minus pro Monat, statt einer Erhöhung! Dafür das unser… Mehr
Na, na, na – ein CDU-Politiker und „für etwas (Richtiges) kämpfen“? Die zwei Dinge passen schon lange nicht mehr zusammen.
Erstens : Wenn die AfD, was so zu hoffen ist (!), die absolute Mehrheit schafft, dann gibt es auch einen AfD-Innen- und Justizminister. Dann gibt es sicherlich auch einen Haftbefehl gegen Angela Merkel. Die Gründe reichen ja sogar für mehrere Haftbefehle. Zweitens: Gelegentlich wird ja schon die Nachfolge des Stehgeigers diskutiert. Mir persönlich wäre es völlig egal, ob es eine Frau oder ein Mann wird. Mehr gibt es ja nicht… Aber mein Vorschlag wäre ein Buddhist. Sukharit Bhakdi hätte sicher das Zeug, dieses Land wieder mit sich selbst zu versöhnen und dafür zu sorgen, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.… Mehr
Vergessen zu schreiben…
Den Vorschlag Bhakdi würde ich mir von der AfD wünschen. Natürlich.
Zittat: „Er hätte die AfD hinter sich lassen können, wenn er auf der Höhe der Zeit stehen würde, so lässt jetzt die Zeit ihn hinter sich“ > Mhh, abgesehen davon, dass ich auch hier wieder irgendwie das Gefühl habe, als wenn immer noch an dieser vergrünten, mit Merkel’anern durchsetzten und Brandmauer-geschädigten CDU geglaubt wird, so verstehe ich hier dann auch nicht, was es „Land & Volk“ bringen soll wenn hier ein ein einzelnder CDU’ler wie Sven Schulze die Wahl gewinnen würde? Selbst wenn Sven Schulze dann Rückgrat zeigen würde, gäbe es da dann doch noch all die unverbesserlichen Wegner’s, Klöckner’s… Mehr
Lieber Herr Mai, wann trennen Sie sich endlich von der Vorstellung, dass die CDU sich plötzlich neu erfinden könnte.
Sie ist am Endpunkt einer 20 Jahren langen Entwicklung angekommen, die von Merkel geplant und konsequent über die Jahrzehnte durchgezogen wurde:
Nämlich eine gleichgeschaltete Parteienlandschaft zu schaffen, die gemeinsam einen Staat aufbaut, der von sozialistischen Staats-Dirigismus, Auflösung der nationalen Identität und digitaler Überwachung der Bürger geprägt ist.
Das erkannten 2013 bereits führende Merkelkritiker aus Wirtschaft, Wissenschaft sowie Politik und gründeten deshalb die „Alternative für Deutschland“.
Die nüchternen, daher umso wirkmächtigeren Worte von Leser „Der Ingenieur“ sollte man in den Redaktionstagungsräumen aller sich bürgerlich nennenden Medien in diesem Land an zentralem Ort gut leserlich aufhängen.
Kurzum:
Merkel hat m.E. ihr Ziel fast schon erreicht, aus der marktwirtschaftlichen BRD quasi eine planwirtschaftliche DDR 2.0 mit digitalem Überwachungsstaat zu machen.
Davor können uns jetzt nur noch die Ost-Deutschen retten, die diesen Wahnsinn bereits aus der Vergangenheit kennen.
Selbst wenn die AFD in Sachsen-Anhalt mit absoluter Mehrheit gewinnt hat das definitiv keinen Einfluss auf Deutschland in den nächsten drei Jahren ❗
Eines müssen wir auf jeden Fall ganz genau überprüfen:
Die Wahlunterlagen bei den nächsten Wahlen. Den kriminellen Eifer des Kartells sollte man nicht unterschätzen.
Nach dem Wahltag wissen wir Bescheid. Über die Prozente, wer zu wem aus welchem Grund gewechselt ist, nach einiger Zeit auch welche Gründe für das plötzliche Absacken der Prozentpunkte für die AFD verantwortlich sind. Was wir nie erfahren werden, sind die Tricks mit den Briefwählern, bei denen es seltsame Wählerverhalten festzustellen gibt, die mit den Prognosen der Vorhersagen absolut nicht konform gehen wollen. Und, sollten alle diese Segnungen nicht helfen, dann werden die Wahlen für ungültig erklärt wie in Thüringen und Mutti wird dafür sorgen dass alles demokratisch aussieht, aber sie, als angelernte Ostdeutsche, alles in der Hand hat, frei… Mehr
Machen wir uns doch nicht zu viel Hoffnung! Es sind Umfrage-Prognosen. Bei der Wahl kommt‘s leider weniger auf die Wähler an, sondern auf den, der auszählt. Aber ich gebe zu, es ist schön, bis zum Wahlausgang wenigstens ein bisschen zu träumen!