Der NRW-Innenminister entzieht sich immer wieder jeder Verantwortung. Letztes Beispiel: Jägers Versäumnisse im Fall des Terroristen und Berlin-Attentäters Anis Amri. Ein Gutachter soll entlasten. Doch an dessen Objektivität mehren sich die Zweifel.
Die Saarland-Wahl zeigt, dass die SPD an einem Scheideweg steht. Die CDU freut sich in der SPD einen willigen Mehrheitsbeschaffer zu haben. Die SPD braucht Optionen, wenn sie mit Schulz die SPD wieder zu einer Regierungspartei machen will.
Mach mit bei der Kollegen-Jagd: Ver.di veröffentlichte eine Checkliste, wie man Kollegen (und Kolleginnen) mit anderer Meinung erkennen und beim Arbeitgeber verpfeifen kann. Ein falsches Wort - gemeldet. Ein Witz in der Kantine - schwups, schon weg.
Beim Streit ums Fleisch, der in Indien ein Politikum ersten Ranges ist, geht es um mehr als Symbolik. Zum Unmut der Hindu-Eiferer ist das südasiatische Land in den zurückliegenden Jahren zum größten Rindfleisch-Exporteur der Welt avanciert.
Ist Bayern wirklich sicherer geworden, wie Innenminister Joachim Herrmann und im Gefolge viele Medien behaupten? Ein Blick in die Statistik zeigt etwas anderes - wie übrigens auch der Bundestrend.
Die CDU erlangte mit 40,7 % der Stimmen 47, 1 % der Mandate. Die SPD erzielte mit 29,6 % der Stimmen 33,3 % der Sitze. Die Linken erreichten 12,9 % der Stimmen, aber 13,7 % der Abgeordneten. Die AfD kam mit 6,2 % der Stimmen nur auf 5,9 % der Mandate.
Im Herbst läuft alles darauf hinaus, dass eine geschwächte Merkel mit einem Vizekanzler Schulz die Mehltau-Politik fortsetzen wird. Das wiederum wird dann den kleinen Parteien kurzfristig etwas Leben einhauchen.
Hans Herbert von Arnim stellt heute in Stuttgart eine 60seitige Analyse des Skandals einer Blitzgesetzgebung binnen dreier Tage vor: unter dem Titel „Die Arroganz der Macht. Der baden-württembergische Diätencoup".
Am Ende sucht Deutschland in der Politik wie in den anderen Sparten der Unterhaltung überall nur den Superstar. In einem Volk, in dem das Leben nicht nur für dessen Jüngere sowieso hauptsächlich aus Party besteht, passt das perfekt.
Das war doch ein schöner Sonntag! Die Sonne strahlte tagsüber wie Martin Schulz, wenn er die Wahl im Saarland gewonnen hätte. Dann hätten auch die Demoskopen und Demagogen allen Grund zur Freude gehabt.
Wer soll nun den Prognosen eines Super-Schulz noch Glauben schenken, nachdem einseitige Medien und ihre Demoskopen auf breiter Front derart heftig daneben lagen?
Es dampft und pfeift der Schulz-Zug, aber bleibt im Bahnhof stehen: Saarland ist ein Sensationsergebnis - auch wegen der starken CDU und dem Absacken der Grünen.
Überschriften, deren Anspruch der Text nicht einlöst, sind keine Werbung für ein Blatt oder anderes Medium.
Wie sagte Steinmeier? „Mut ist das Lebenselixier der Demokratie?“ Wie wäre es mit Ehrlichkeit und Vernunft? Für „ein bißchen Frieden“, wie unsere Nicole sang, die sicher heute im Saarland auch zur Wahl geht. Meint Matthias Matussek.
Der sogenannte Sondergipfel in Rom, eine mehr von den Veranstaltungen mit einem einzigen Inhalt: Gesundbeten.
In diesem Jahrhundert geht es um die grundlegende Neuordnung im gesamten Westen. Weder in Amerika noch in Europa sind Personen oder Gruppierungen sichtbar, die das nötige Think Big haben. Aber Probleme suchen schon immer ihre Löser, nicht umgekehrt.
Weise einst: "Das ist eine gute Bereicherung unserer Arbeitswelt und unserer Gesellschaft, dass da nicht überall ältere graue Herren durch die Gegend laufen und langsam mit dem Auto auf der Autobahn rumfahren, sondern das wird eine lebendige Gesellschaft."
Da ist was los! Die Südländer feiern 60 Jahre EU mit Schnaps und Trallala, Schulz schaffte, was vor ihm nur Stalin hinbekam, die Maasi will das Wort „Agenda" auf den Index setzen. Und Erdogan gibt alles, mit extrascharf.
Obwohl dafür ein triftiger Rechtsgrund fehlt, wurden die vier – zulässigen - Überhangmandate, die alle bei der CDU angefallen sind, 2013 ohne Not erstmals auch im Bund ausgeglichen - nicht aber durch vier, sondern durch 29 Ausgleichsmandate - das Siebenfache!
Bei der Wahl von "Rechtspopulisten" oder „Rechtsaußen“ handelt es sich für viele schlicht um das einzig verbliebene Instrument, dem „Ich will das nicht“ noch Ausdruck zu verleihen - Nein zu sagen.



























