Der heutige SWR-Intendant Kai Gniffke hat 2018 einen "missionarischen Eifer" seiner früheren Tagesschau-Redaktion gegen die AfD zugegeben. Ein Jahr zuvor hatte er noch in den Tagesthemen beteuert: "Wir wollen informieren, nicht missionieren".
Bild: Tagesschau
Im Rahmen der re-publica-Konferenz im Mai 2018 wurde auf einer Podiumsdiskussion auch das Thema „Neutralität im Netz – Was dürfen/können/ sollen Journalisten im Netz“ diskutiert. Da moderierte im „Monitor Forum“ ausgerechnet der linkspopulistische Georg Restle von der WDR-Sendung Monitor ein Gespräch mit der linkspopulistischen Moderatorin Dunya Hayali, der linkspopulistischen Journalistin Silke Burmester und mit Kai Gniffke, dem damaligen Chefredakteur der Tagesschau und der Tagesthemen. Gniffke ist mittlerweile die öffentlich-rechtliche Karriereleiter hinaufgerutscht bis zum Intendanten des Südwestrundfunks.
Gniffke sagte Folgendes in die Tagesthemen-Kamera:
Das hätte man gemacht, so Gniffke weiter, weil die Leute die Partei noch nicht gekannt hätten und damit sie die einordnen könnten. „Dann haben wir irgendwann einmal gemerkt: Mittlerweile ist die Partei bekannt, es braucht dieses Etikett nicht mehr. Weil was hat dieses Etikett gemacht? Es hat genau diese Wirkung entfaltet: dass die Leute sich irgendwie stigmatisiert fühlen. Und das braucht es nicht. Und wir sollten auch zwischen den Zeilen den Leuten nicht irgendetwas unterjubeln.“
Also erst hat man es etikettiert, dann war es drin in den Köpfen, dann brauchte man es gar nicht mehr? Diffamierung, Denunziation und Diskreditierung erfolgreich abgeschlossen? Was für ein journalistischer Offenbarungseid! Aber offensichtlich der Karriereleiter dieses Journalisten nicht abträglich.
Di Lorenzo scheint seitdem diese Aussage betreffend komplett abgetaucht, die von ihm verantwortete Zeitung darf weiterhin als mustergültig angesehen werden, was ausgerechnet die vormals von ihrem Chefredakteur kritisierte Beseeltheit angeht.
Beide Ausschnitte der Gniffke-Reden stellte zuerst ein User auf Twitter zusammen und wurde damit vielfach geteilt. Die Zuschauer vergessen also nicht. Und wenn doch, dann findet sich immer einer, der es dem Vergessen wieder entreißt. Und das ist gut so.




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