Grundschulkinder skandieren „Free Palestine“ – und niemand will verantwortlich sein

Linke und islamistische Ideologien machen auch vor dem Klassenzimmer nicht halt: Wenn fünfjährige Vorschüler „Free Palestine“ skandieren, stellt sich die Frage, wie viele Menschen im Bildungssystem tätig sind, die ihre Position vor allem als Gelegenheit betrachten, um Kinder zu indoktrinieren.

picture alliance / Sipa USA | SOPA Images

Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter interessieren sich normalerweise für Fußball, Tiere, Videospiele, Eiscreme oder den nächsten Schulausflug. Ganz sicher nicht für den Nahostkonflikt und geopolitische Konflikte. Und von politischen Kampagnen wissen sie rein gar nichts. Dafür braucht es immer Erwachsene. Sehr „engagierte“ Erwachsene, denen so gar nichts mehr heilig ist außer deren eigene Weltanschauung.

Der Fall von Modena ist ein Lehrstück darüber, wie tief politische Ideologie inzwischen in Teile des Bildungswesens eingesickert ist: Nach übereinstimmenden Medienberichten, wir stützen uns auf die ausführliche Berichterstattung der Tageszeitung Il Giornale und des Resto del Carlino, sollen Kinder aus mehreren Grundschulen und einer Vorschule bei einer Veranstaltung „Free Palestine“ skandiert haben. Anwesend waren Lehrer, lokale Politiker und weitere Gäste. Für zusätzliche Brisanz sorgte die spätere Bekanntmachung, dass sich unter den Beteiligten auch eine Person befunden haben soll, gegen die Ermittlungen im Zusammenhang mit Terrorismusvorwürfen laufen.

Das kollektive Wegducken

Der Bürgermeister von Modena, Massimo Mezzetti, erklärte umgehend, die politischen Parolen seien nicht während seiner Anwesenheit gefallen. Sollte dies später geschehen sein, halte er den Vorgang für unangemessen. Kinder dürften nicht instrumentalisiert werden, ließ er wissen. Eine bemerkenswerte Aussage. Vor allem, weil sie vollkommen richtig ist. Kinder dürfen nicht instrumentalisiert werden. Punkt. Damit wäre die Debatte eigentlich beendet.

Doch wenn der Bürgermeister selbst feststellt, dass Kinder nicht für politische Zwecke eingespannt werden dürfen, stellt sich zwangsläufig die Frage, warum dies überhaupt geschehen konnte. Wer hatte die Idee? Wer organisierte die Veranstaltung?

 

Wer hielt es für pädagogisch sinnvoll, Minderjährige mit politischen Botschaften zu konfrontieren, die sie weder historisch noch politisch einordnen können? Vor allem aber: Warum passiert so etwas auffallend häufig immer nur in eine politische Richtung?

Denn betrachten wir die Realität. Wann haben wir zuletzt erlebt, dass Grundschüler konservative Slogans skandieren sollten? Wann wurden Sechsjährige aufgefordert, über Grenzschutz zu diskutieren? Wann hätten wertekonservative Politiker versucht, Kindergartenkinder und Grundschüler für rechte Politik zu erwärmen oder zu instrumentalisieren? Wann marschierten Kindergartenkinder mit Transparenten für niedrigere Steuern durch die Turnhalle? Nicht in Italien, und auch nicht in Deutschland, wo die antidemokratische Brandmauer immer noch steht, aber bröckelt.

Politischer Aktivismus an Schulen kommt fast ausschließlich aus demselben ideologischen Milieu. Von Linksaußen. Und genau deshalb wirkt die permanente Empörung der politischen Linken über angebliche „Beeinflussung“ von rechts unglaubwürdig. Denn ausgerechnet jene Kreise, die ständig vor Manipulation warnen, scheinen keinerlei Problem damit zu haben, wenn Kinder für die eigenen politischen Narrative eingespannt werden.

Viele Lehrer verstehen sich längst nicht mehr ausschließlich als Pädagogen. Sie sehen sich als gesellschaftliche Veränderer und Aktivisten. Der Unterricht wird dabei zunehmend zur Bühne für weltanschauliche Botschaften. Schule soll nicht mehr nur Wissen vermitteln. Sie soll Haltung und Gesinnung produzieren. Das ist eine gefährliche Entwicklung. Denn die Schule gehört weder Parteien noch Aktivisten. Sie gehört den Kindern. Und die haben ein Recht darauf, ihre politischen Überzeugungen später selbst zu entwickeln. Ohne Manipulation.

Besonders unerquicklich ist dabei die erstaunliche Naivität, mit der manche Verantwortliche offenbar agieren. Oder sich gar gestützt und bestätigt fühlen vom linken politischen Establishment – in Italien auch als ‚Radical Chic‘ bekannt.

Im Zusammenhang mit der Veranstaltung erklärte der Bürgermeister von Modena, er habe die Person, gegen die Terrorvorwürfe erhoben wurden, lediglich als Dolmetscher wahrgenommen und von ihrem Hintergrund nichts gewusst. Mag sein. Doch auch das wirft Fragen auf. Wer prüft eigentlich die Beteiligten solcher Veranstaltungen? Wer lädt sie ein? Wer stellt Kontakte her? Wer übernimmt Verantwortung? Oder gilt im politisch-pädagogischen Komplex mittlerweile die Regel: Hauptsache, die Botschaft stimmt, alles andere ist zweitrangig?

Genau diese Mentalität hat Europa in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme beschert: Hier versagt ein System, das über Jahre hinweg zugelassen hat, dass politische Aktivisten immer stärker in Bildungsinstitutionen eindringen. Wer Kindern politische Parolen beibringt, bildet keine mündigen Bürger. Er benutzt sie. Wer Grundschüler zu Trägern politischer Botschaften macht, fördert nicht deren Urteilsfähigkeit. Er verhindert sie.

Und wer glaubt, dies geschehe im Namen einer höheren moralischen Wahrheit, hat den Kern demokratischer Bildung nicht verstanden. Demokratie lebt vom freien Urteil, nicht von vorgegebenen Antworten. Die Grundschulkinder von Modena verdienen deshalb Aufmerksamkeit über Italien hinaus. Denn in Westeuropa gilt: Modena ist überall.

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Kommentare ( 17 )

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Mausi
18 Tage her

Bevor Kinder bis 16 vorm Internet durch EU Regeln geschützt werden, indem jeder Internetzugang mit angeblich anonymer Ausweispflicht verbunden wird, sollte sich die EU überlegen, wie sie Kinder vor diesen Lehrern schützt. Denn zumindest soweit die Bildung in staatlicher Hand ist, gehört das zu den Kernaufgaben. Und wie sie Kinder vor Mißbrauch über Teilnahme an Demos schützt. Eltern können ihre Kinder ja mitnehmen, wohin sie wollen, aber Teilnahme von Kindern ohne elterliche Begleitung? Oder gar als schulische PflichtVeranstaltung? Kindergärten und -krippen sind natürlich oft nicht in staatlicher, sondern in kirchlicher Hand. Aber Kindergärten sind auch gesetzlich geregelt. Diese Gesetze müssten… Mehr

Kassandra
18 Tage her

Was fehlt: was für Kinder waren das? . People have no idea how deeply and systematically Palestinian children are brainwashed to hate and kill Jews. We showed 20 strangers raw, unedited Palestinian propaganda footage from Gaza. The strangers’ reactions said it all-shock, horror, sadness. The hatred taught to children from the cradle is nothing short of child abuse. This is the theft of childhood. Children are rainwashed to hate. Trained to kill. And who funds it? The UN. UNRWA. Western governments. The very organizations that claim to protect children are PAYING to destroy their souls and turn them into terrorists.… Mehr

Moses
18 Tage her

Die fortschreitende Islamisierung wird sich weiter in den unterschiedlichsten Ereignissen zeigen.

Sabine Schoenfelder
18 Tage her

Kinder werden brutal utilisiert und MIßBRAUCHT. Es ist eine Schande. Kinder interessieren sich weder für Sex, noch für Politik.
Solche Vorgehensweisen demonstrieren den Verfall unserer abendländischen Kultur. Schämt Euch.

Mausi
18 Tage her
Antworten an  Sabine Schoenfelder

Kinder sind immer das Einfallstor diktatorischer Bestrebungen bzw. von Diktaturen. Sie zu mißbrauchen, das fällt unter Verletzung der Menschenwürde. Und all diese nicht elterlichen Institutionen sind in meinen Augen in größerer Versuchung, diesen Mißbrauch auszuüben, als die leiblichen Eltern. Praktisch ist es, dass immer nur Eltern oder Kirchen dem Vorwurf Mißbrauch ausgesetzt sind. Der Staat ist angeblich immer der Retter.

Sabine Schoenfelder
18 Tage her
Antworten an  Mausi

Der Staat ist angeblich immer der Retter.“ Genau.
Das ist die Kernbotschaft staatlicher Rechtfertigung.
Schaffe Krisen, Kriege, Pandemien, damit WIR, der Staat, wichtig und bedeutungsvoll sein können…
Wir bilden das faschistoide Gebilde absolutistischer Macht und nehmen Industrie, Judikative und Medien mit ins Boot.
Wer zahlt, bestimmt die Regeln….und der Gewinn an Macht und Geld wird verteilt und in DEN MACHTBESTAND investiert….
Eigentlich ganz einfach.

joly
19 Tage her

Ich erinnere mich da an einen Vorfall in Deutschland. Aus welchem Grund auch immer haben muslimische Kinder auf einer Bühne mit Schusswaffen das Erschießen von Nichtmuslimen vorgespielt. War damals ein echter Aufreger – sogar in den ÖRR.
Es stellt sich die Frage was schlimmer ist. Für Palästina indoktriniert zu werden oder zur Erschießung von Kuffar.
Generell sollte gelten, wer Kinder so indoktriniert, sollte bestraft und ausgewiesen werden. Die Eltern, die ihre Kinder zur Verfügung stellen ebenfalls.

Last edited 19 Tage her by joly
Schwabenwilli
19 Tage her

Geben die Geschichtsbücher etwas her über die Menschen die einwandernden Islamis Tür und Tor geöffnet haben und damit gleichzeitig zum Untergang der eigenen Kultur und Religion beigetragen haben?

Ich vermute es wird immer der gleiche Menschenschlag gewesen sein.

Kassandra
18 Tage her
Antworten an  Schwabenwilli

1453, bei der entscheidenden Schlacht um Byzanz, soll einer die „Kerkaporta“ offen gelassen haben, durch die die Eindringlinge dann „siegreichen“ Zugang fanden. Stefan Zweig schreibt über die Eroberung von Byzanz, fast am Ende des Kapitels: „Manchmal spielt die Geschichte mit Zahlen. Denn genau tausend Jahre, nachdem Rom von den Vandalen so denkwürdig geplündert worden, beginnt die Plünderung Byzanz‘. Fürchterlich, seinen Eiden getreu, hält Mahomet, der Sieger, sein Wort. Wahllos überläßt er nach dem ersten Massaker seinen Kriegern Häuser und Paläste, Kirchen und Klöster, Männer, Frauen und Kinder zur Beute, und wie Höllenteufel jagen die Tausende durch die Gassen, um einer… Mehr

Haba Orwell
19 Tage her

> Wann haben wir zuletzt erlebt, dass Grundschüler konservative Slogans skandieren sollten?

Warum sollten die überhaupt politische Slogans skandieren? Eine Zeit mit „Free Poland“ gab es übrigens auch mal: https://pl.wikipedia.org/wiki/Katechizm_polskiego_dziecka (warum kennt de:Wikipedia oder en:Wikipedia das Thema nicht?)

Manfred_Hbg
19 Tage her

Zitat 1: „Der Bürgermeister von Modena, Massimo Mezzetti, erklärte umgehend, die politischen Parolen seien nicht während seiner Anwesenheit gefallen. Sollte dies später geschehen sein, halte er den Vorgang für unangemessen“ > Na, dann ist ja alles Gut und es kann wie gewohnt weiter gemacht werden. (Iro/Zynis off) – – – – – – Zitat 2: „Politischer Aktivismus an Schulen kommt fast ausschließlich aus demselben ideologischen Milieu. Von Linksaußen. Und genau deshalb wirkt die permanente Empörung der politischen Linken über angebliche „Beeinflussung“ von rechts unglaubwürdig.“ > Wobei hier aber doch wohl auch die Elternhäuser dieser Kinder nicht außer Acht gelassen werden… Mehr

Haba Orwell
18 Tage her
Antworten an  Manfred_Hbg

> Also sind die Eltern hier doch am mitmachen und auch das sollte doch eigentlich der wohlwollende „Polit-Elite“ bezüglich der massenhaften kulturfremden Einwanderung zu denken geben.

Diese Einwanderung aus Nahost gibt es nicht zuletzt deswegen, weil gewisses westliches „Bollwerk“ Nahost Stück für Stück erobert. Wenn man sie nicht haben will, sollte man auch diese Agenda ablehnen – sonst wird es widersprüchlich.
Alleine schon die Zerstörung von „7 Ländern in 5 Jahren“ im Namen dieser Agenda erhöht Anreize, aus den destabilisierten Ländern nach Westeuropa zu gehen.

Last edited 18 Tage her by Haba Orwell
Manfred_Hbg
18 Tage her
Antworten an  Haba Orwell

Nun ja, auch ich bin der Meinung, dass mit Blick auf den „Werte-Westen“ und bei dessen Verhalten und Vorgehen mit den sog. „Nahen Osten“ nicht alles richtig am laufen und zu kritisieren ist, Doch bei der Frage ob sich der „Werte-Westen“ bezüglich des „Mittleren und Nahen Osten“ vollständig raushalten sollte, wobei ich hier dann ganz besonders auch an den Iran mit seinen Obermufties und Allah-Fanatikern am denken bin, wird es meiner Meinung dann aber schwierig. Denn, so denke ich, abgesehen davon, dass dieser Iran mit seinen dort herschenden Allah-Fanatikern im ges. arabischen Raum – und darüber hinaus, nicht nur ein… Mehr

Kassandra
18 Tage her
Antworten an  Haba Orwell

Ja. Davon wollen Sie den Blick nicht wenden.
Andere sprechen von Jihad und islamischer Expansion – wie es im Koran befohlen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Islam#Ausbreitungsgeschichte
https://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Expansion
https://de.wikipedia.org/wiki/Islam_in_Europa

Biskaborn
19 Tage her

Auch Meloni ist längst ins Linke Milieu abgerutscht. Sie war ein konservativer Hoffnungsträger in dieser EU, wurde aber ganz schnell auf Linie gebracht, bzw. hat
sich bringen lassen!

Privat
19 Tage her

Immer weiter das üble Kartell wählen, damit alles so bleibt sie es ist in diesem dummen verkommenen Land, in dem die eigenen Bürger dem verkommenen Kartell nichts bedeuten.