Aydan Özoguz, die frühere Bundesbeauftragte für Integration, und Aiman Mazyek, der sich Vorsitzender des Zentralrats der Muslime nennt, aber nur ein paar ganz wenige vertritt, sollten zu Fußball besser schweigen.
Michele Tantussi/Getty Images
Ausgerechnet Aydan Özoguz, die frühere Bundesbeauftragte für Integration, warnt nun vor einer Spaltung der Gesellschaft in der Causa Mesut Özil. Da soll sie sich mal keine Sorgen machen, die deutsche Mehrheitsgesellschaft weiß diesen Fall schon gut einzuordnen jenseits dieser albernen Tänzchen von Oliver Bierhoff bis hinüber zu Aiman Mazyek, dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, der sich ebenfalls bemüßigt sah, sich in die Debatte einzuschalten und auf den wir auch gleich noch zu sprechen kommen.
Die deutsche Trainer-Legende Ottmar Hitzfeld nimmt deshalb auch kein Blatt vor den Mund, wenn er dem DFB eine Schlechtleistung bescheinigt und dabei noch vornehm genug agiert, es höflich auszudrücken: „Ich glaube, dass man Özil und Gündogan damit keinen Gefallen getan hat, sie mit zur WM zu nehmen, wo sie unter so gewaltigem Druck standen. So hatte es sicher auch Einfluss auf die Mannschaft. Die Spieler wurden ja ständig damit konfrontiert und bekommen auch mit, was geschrieben wird. Das war sicher nicht förderlich.“
Nein, hier gibt es keine komplizierten gesellschaftspolitischen Fragen, hier geht es schlicht darum, dass sich zwei deutsche Nationalspieler verhoben haben und dafür umgehend hätten Abbitte leisten müssen, wenn sie hätten weiterspielen wollen, was nicht geschah. Und obwohl es nicht erfolgte, wurden sie vom DFB mit nach Russland zur WM genommen, was der Folgefehler war. So einfach, so simpel.
Der Causa Özil/Gündogan die Krone aufgesetzt hat allerdings Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, der forderte nämlich, Oliver Bierhoff und DFB-Präsident Reinhard Grindel müssten wegen der Causa Özil zurücktreten. Ausgerechnet jener Aiman Mazyek, mit dem die Welt 2017 ein Interview führte und titelte: «Zentralrat der Muslime „Scharia und Demokratie sind vereinbar“». Wer so zitiert wird, sollte sich Rücktrittsforderungen – noch dazu auf einem Gebiet, auf dem er bisher nicht als Fachmann in Erscheinung getreten ist – sparen.
Verspätet. Zu spät. So agieren sonst nur in die Enge Getriebene, die um ihre hoch dotieren Jobs bangen. So betrachtet ist Mazyeks Forderung wiederum berechtigt, aber er ist hier ganz sicher nicht der erste Absender so einer Forderung.





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