Die demographische Alterung ist eine Strohmann-Argumentation

Die Rentenkommission empfiehlt Reformen zur gesellschaftlichen Anpassung an den wirtschaftlichen Niedergang und behauptet zur Freude der Bundesregierung, die demographische Alterung sei schuld.

IMAGO / dts Nachrichtenagentur
Alterssicherungskommission

In Deutschland gehört es zum Glaubensbekenntnis in Politik und Wissenschaft, dass der demographische Wandel die Funktionsfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme und insbesondere des umlagefinanzierten Rentensystems ursächlich bedroht. Erwartungsgemäß hat auch die von der Bundesregierung eingesetzten Alterssicherungskommission dieses Credo zum Ausgangspunkt ihrer Empfehlungen zur Rentenreform gemacht, die CDU/CSU und SPD noch in diesem Jahr 1:1 umsetzen wollen.

Gleich im ersten Satz ihres Berichts stellt die Kommission klar, dass es ihrer Auffassung nach die „demographische Alterung“ sei, die „die Alterssicherung in Deutschland vor tiefgreifende Herausforderungen“ stelle. Denn sie führe dazu, dass „immer weniger Beitragszahlende […] die Alterssicherung einer wachsenden Zahl von Rentenbeziehenden“ finanzieren müssten, was nicht nur die „verlässliche Absicherung im Alter“ gefährde, sondern auch Erwerbstätige „durch steigende Sozialabgaben zunehmend unter Druck“ setze, Arbeitgeber daher „vor höheren Belastungen“ stünden und obendrein „den Bundeshaushalt dauerhaft zu überfordern“ drohe.

Demographische Alterung: Ein alter Hut

Die demographische Alterung ist jedoch, anders als in der Rentendiskussion unterstellt, keine Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte, vielmehr setzte sie in allen entwickelten Volkswirtschaften bereits im Zuge der in Gang kommenden Industrialisierung vor etwa 200 Jahren ein. Seitdem altern diese Gesellschaften ‚von oben‘, da die Lebenserwartung im Alter aufgrund besserer Ernährung und Gesundheit stetig gestiegen ist und ‚von unten‘, da die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau stärker gesunken ist als die Kindersterblichkeit. In Deutschland lag die sogenannte zusammengefasste Geburtenziffer in den 1870er Jahren bei 4,7 Kindern pro Frau, in den 1960er Jahren erreichte sie 2,5 und fiel danach bis heute auf Werte um etwa 1,3.

Die demographische Alterung wird typischerweise als Altenquotient ausgewiesen, der den Anteil der über 65-Jährigen an den Personen im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 64 Jahren bestimmt. In Deutschland setzte sie ab den 1870er Jahren ein, allerdings entwickelte sie erst zum Ende des 19. Jahrhunderts einen spürbaren demographischen Effekt. Seitdem hat sich der Altenquotient alle 60 Jahre in etwa verdoppelt, so dass um 1900 knapp 10 über 65-Jährige auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter kamen, bis 1960 war der Altenquotient auf 20 angestiegen und bis 2025, also weitere gut 60 Jahre später, hatte er sich nochmals verdoppelt auf etwa 40. Die Belastung der tatsächlich den gesellschaftlichen Wohlstand erzeugenden Erwerbstätigen hat sich demnach seit 1900 grob überschlagen inzwischen vervierfacht. Denn im Unterschied zu damals müssen nicht mehr 10 Erwerbstätige für den Lebensunterhalt eines Rentners aufkommen, sondern heute sind es 2,5 Erwerbstätige die so viel zusätzlichen Wohlstand erzeugen müssen, dass sie jeweils einen Rentner versorgen können.

Aufgrund der Bevölkerungsvorausberechnung, die allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet ist, wird davon ausgegangen, dass der Altenquotient innerhalb der nächsten 60 Jahre keine Verdoppelung mehr erreicht, sondern abgeschwächt wächst. Bis 2070 müssen demnach 1,8 Personen im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 64 Jahren für die Alterssicherung eines über 65-Jährigen aufkommen. Allerdings wird der Anstieg des Altenquotienten der über 67-Jährigen durch die Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalter bis 2031 auf dann 67 Jahre deutlich gedämpft.

Demographie und Wohlstand

Bis in die jüngere Vergangenheit stellte die demographische Alterung weder für die – sogar immer bessere – Versorgung der Älteren ein Hindernis dar, noch überforderte sie Steuerzahler, Unternehmen oder Rentenbeitragszahler. Dies belegt die Rentenreform von 1957, bei der die bis dahin zum Teil kapitalgedeckte und infolge von Inflation und zwei Weltkriegen zerrüttete Rentenversicherung zunächst teilweise und ab 1969 vollständig durch die umlagefinanzierte Rente abgelöst wurde. Obwohl die demographische Alterung zu diesem Zeitpunkt bereits weit fortgeschritten war und nur noch 5 Personen im erwerbsfähigen Alter auf einen über 65-Jährigen kamen, entwickelten sich die Renten praktisch aus dem Stand von einem „Zubrot“ im Alter zu einer Lohnersatzleistung, die bei durchgängiger Erwerbsbiographie den Lebensstandard auch im Alter weitgehend sichern konnte.

1957 wurden die Rentenbeiträge von zuvor 11 auf zunächst 14 Prozent des Bruttolohns erhöht und in den 1970er Jahren stiegen sie sogar auf 18 Prozent. Die damals sehr hohen Reallohnsteigerungen führten zu absolut massiv steigenden Rentenbeiträgen, die durch die Heraufsetzung der Rentenbeitragssätze nochmals erhöht wurden. Der dadurch stark steigende Beitrag der Beitragszahler zur Finanzierung der Renten erlaubte es, die zuvor noch sehr hohen Bundesmittel sukzessiv zurückzufahren. Nachdem der Bund bis 1956 noch etwa ein Drittel zu den Ausgaben der Rentenversicherung beisteuerte, war es 1957 nur noch ein Viertel und bis kurz vor der Wiedervereinigung 1989 sank der Bundesbeitrag sukzessiv auf nur noch ein Siebtel.

Obwohl die demographische Alterung auch nach 1956 keine Pause einlegte, sich der durchschnittliche Lebensstandard der Rentner aufgrund real steigender Renten bis 1989 wohl verdreifachte und die Steuerzahler am Ende dieser Periode praktisch nicht mehr zur Finanzierung der Renten herangezogen wurden, kamen auch die Rentenbeitragszahler trotz massiv steigender Rentenbeiträge nicht unter wirtschaftlichen Druck. Ganz im Gegenteil verdoppelten sich die realen Nettolöhne und -gehälter der Arbeitnehmer, im Zeitraum von 1957 bis 1989.

Dass die demographische Alterung bis Ende der 1980er Jahre den Lebensstandard von Rentnern und Beitragszahlern nicht negativ beeinträchtigte, sondern bei weitem überkompensiert wurde, liegt an den damals durch Produktivitätssteigerungen erreichten gesellschaftlichen Wohlstandszuwächsen. Seit der in den 1850er Jahren voranschreitenden Industrialisierung erzielte die deutsche Wirtschaft bis zum Ersten Weltkrieg eine durchschnittliche Steigerung der Arbeitsproduktivität von etwa 1,5 Prozent pro Jahr. Zwar verlangsamte sich der Anstieg danach. Von 1950 bis 1973 erreichten die Unternehmen jedoch weit überdurchschnittliche Produktivitätssteigerungen von jährlich 5,9 Prozent, so dass die zwischenzeitliche Produktivitätsschwäche mehr als ausgeglichen wurde.

Infolgedessen wurde im Zeitraum von 1850 bis zur Rentenreform von 1957 in etwa eine Vervierfachung des in jedem Jahr pro Erwerbstätigen neu geschaffenen Wohlstands erreicht. Zwar schwächte sich das Produktivitätswachstum bis Ende der 1980er Jahre auf nur noch etwa 2 Prozent pro Jahr ab, dennoch wurde von 1957 bis zur Wiedervereinigung nochmals mehr als eine Verdopplung des jährlich erzeugten Wohlstands erreicht.

Die von Arbeitsproduktivitätssteigerungen ausgehenden Wohlstandszuwächse kommen primär den Erwerbstätigen zugute, was sich auch im historischen Verlauf durch die enge Verknüpfung zwischen Produktivitäts- und Realeinkommensentwicklung erkennen lässt. Die Realeinkommenszuwächse resultieren aus dem verminderten Arbeitsaufwand zur Herstellung einer Ware oder Dienstleistung gleicher Qualität und Menge, denn dies führt in wettbewerblich organisierten Märkten zu real sinkenden Preisen. Die so erzielten Wohlstandseffekte wurden in den vergangenen etwa 200 Jahren jedoch nicht ausschließlich in real steigende Nettoeinkommen umgemünzt, sondern in erheblichem Umfang etwa auch zur Senkung der individuellen Arbeitszeiten eingesetzt, die in diesem Zeitraum fast halbiert werden konnten.

Arbeitsproduktivität und Rente

In den vergangenen Jahrzehnten ist das Rentenversicherungssystem durch immer dürftigere Produktivitätszuwächse unter zunehmenden Druck geraten. Seit Anfang der 1990er Jahre ist der jährliche Produktivitätsanstieg deutlich unter den seit der Industrialisierung in Deutschland erreichten Durchschnittswert von gut 2 Prozent pro Jahr gefallen. Nach der Finanzkrise 2008 sackte der jährliche Anstieg der Arbeitsproduktivität pro Erwerbstätigenstunde sogar auf durchschnittlich 0,7 Prozent ab und seit 2018 sind es nur noch 0,3 Prozent.

Infolge der Produktivitätsschwäche sind die realen Bruttomonatsverdienste der Arbeitnehmer vor Abzug von Sozialabgaben und Steuern von Anfang der 1990er Jahre bis 2018 nur noch etwa 0,9 Prozent pro Jahr gestiegen. Da in diesem Zeitraum Steuern und Sozialabgaben stark gestiegen sind, haben die realen Nettoverdienste der Arbeitnehmer nur um 18 Prozent zugelegt. Den dürftigen Wohlstandzuwachs haben vor allem Rentner besonders zu spüren bekommen, deren Alterssicherung im Wesentlichen durch die gesetzliche Rentenversicherung erfolgt. Denn die sogenannte Nettorente, die den Rentnern in Westdeutschland vor Abzug der individuellen Steuerbelastung aus der gesetzlichen Rentenversicherung ausgezahlt wird, war bis 2018 inflationsbereinigt sogar um insgesamt etwa 10 Prozent gesunken.

Der Belastung der Realeinkommen von Beitragszahlern und Rentnern wäre noch deutlich größer gewesen, wenn die bis 1989 sukzessiv zurückgeführten Bundesmittel für die Rentenversicherung nicht massiv erhöht worden wären. Nachdem sie 1989 unter 20 Milliarden Euro pro Jahr lagen, wurden sie bis 2018 auf 94,6 Milliarden und inzwischen auf mehr als 120 Milliarden aufgestockt, so dass mittlerweile fast 30 Prozent der Renten über Steuern beziehungsweise Schulden aus dem Staatshaushalt finanziert werden.

Das Fiasko der gesetzlichen Rentenversicherung spitzt sich seit 2018 immer weiter zu. Wegen der inzwischen praktisch stagnierenden Arbeitsproduktivität wird kein Wohlstandszuwachs mehr erreicht und die obendrein klima- und energiepolitisch bedingt stark steigenden Energiekosten haben dazu geführt, dass die durchschnittlichen Reallöhne in Deutschland bis heute nicht über das Niveau von 2018 hinausgekommen sind. Bei fortschreitender demographischer Alterung bleibt also nichts anders übrig, als den stagnierenden Wohlstand auf immer mehr Menschen aufzuteilen.

Da die Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre bis 2031 abgeschlossen sein wird und dieser aktuell stark belastungsdämpfende Effekt nicht mehr zur Verfügung steht, wird das Rentensystem danach noch weit stärker als bisher unter Druck geraten. Denn innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums von heute bis zum Jahr 2040 wird der in Wellenbewegungen voranschreitende Altenquotient von 40 auf 50 steigen, so dass dann nicht mehr wie heute 2,5 Menschen im erwerbsfähigen Alter auf einen über 65-Jährigen kommen, sondern nur noch zwei.

Demographie-Strohmann

Die in der Produktivitätstagnation liegenden Ursachen für die Erosion der Alterssicherung blendet die von der Bundesregierung berufene Alterungssicherungskommission nicht nur vollkommen aus, sie insinuiert sogar, dass die Politik keine Möglichkeiten habe, das wirtschaftliche Schicksal Deutschlands zu beeinflussen. Um diese Botschaft zu vermitteln, schickt sie ihren Empfehlungen zur Rentenreform daher erklärend voraus, dass der demographische Wandel die einzige relevante Variable bei der Alterssicherung sei, diese sich aber „nicht durch Reformen aus der Welt schaffen“ lasse. Der einzig gangbare Weg zur dauerhaften Alterssicherung sei daher, dass sich die Gesellschaft kontinuierlich an die demographische Alterung anpasse. Die nun notwendigen Reformen zur Alterssicherung dürften daher nicht fälschlicherweise als „Ausdruck einer fundamentalen Krise des bestehenden Systems“ missverstanden werden. Vielmehr reflektierten sie, die Fähigkeit von Politik und Gesellschaft zu „stetiger Anpassung an sich ändernde gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen“.

Damit macht sich die Kommission einen schlanken Fuß, denn sie drückt sich vor der eigentlichen Aufgabe. Sie liefert einfach, was die Bundesregierung bestellt hat, indem sie die vermeintlich erst seit geraumer Zeit anschwellende demographische Alterung als Grund für notwendige Reformen anführt und indem ihre Reformempfehlungen ausschließlich auf die Bewältigung die demographische Alterung abzielen. Das gemeinsame Kalkül von Bundesregierung und Kommission besteht darin, eine Expertenempfehlung zu generieren, mit der die Regierungsparteien, die seit Jahrzehnten gemeinsam oder mit anderen Juniorpartnern den wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands managen, aus der politischen Verantwortung genommen werden. So wird nicht nur die politische Verantwortung für das seit Jahrzehnten rückläufige Produktivitätswachstum ausgeblendet, sondern zugleich auch die Verantwortung zurückgewiesen, die Fortsetzung des wirtschaftlichen Niedergangs durch geeignete wirtschaftspolitische und rentenpolitische Reformen abzuwenden.

Infolgedessen laufen die Empfehlungen der Alterungssicherungskommission ausschließlich darauf hinaus, die zukünftig anstehenden Wohlstandsverluste möglichst einzudämmen und anschließend zu verteilen. Zur Eindämmung der Wohlstandsverluste empfiehlt die Kommission die möglicherweise weiter steigende Lebenserwartung der Älteren durch eine proportionale Anhebung des Rentenalters zu neutralisieren. Zudem soll die Rentenkasse durch die Rücknahme sozialpolitisch motivierter Reformen wie die abschlagsfreie Rente ab 63 geschont werden. Des Weiteren empfiehlt die Kommission, neue Einnahmequellen anzuzapfen. Selbständige und Minijobber sollen dazu in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden. Da sie zwar sofort die vollen Rentenbeiträge in das umlagefinanzierte Rentensystem einzahlen, jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt Rentenzahlungen erhalten, könnten über Jahrzehnte „Einführungsgewinne“ realisiert werden.

Da diese kostendämpfenden und einnahmensteigernden Maßnahmen und Tricks jedoch längst nicht ausreichen, um die in Anbetracht von Produktivitätsschwäche und demographischer Alterung klaffenden Finanzierungslücken des Rentenversicherungssystems zu schließen, sollen zukünftig Steuerzahler, Unternehmen, Beitragszahler wie auch Rentner stärker belastet werden. Die Kommission empfiehlt, die Rentenbeitragssätze von derzeit 18,6 Prozent bis Mitte der 2030er Jahre auf bis zu 22,5 Prozent anzuheben und sie danach auf einem deutlich höheren Niveau als heute zu halten. Auch die schulden- beziehungsweise steuerfinanzierten Bundesmittel sollen weiter steigen. Dazu sollen die Bundeszuschüsse (die nur einen Anteil der Bundesmittel umfassen) von derzeit 2,2 Prozent des BIP auf bis zu 2,35 Prozent des BIP angehoben werden und nur im allergünstigsten Szenario sollen diese bis 2050 wieder auf das heutige Niveau sinken können. Nicht besser ergeht es den Rentnern, denn wie bisher soll die Entwicklung der Nettorenten vor Steuern an die Nettolohnentwicklung gekoppelt bleiben. Sollten die realen Nettolöhne jedoch zukünftig sinken, sind auch die realen Renten im gleichen Umfang betroffen.

Die Empfehlungen der Alterungssicherungskommission beruhen auf politischem Fatalismus. Solange es jedoch gelingt, die demographische Alterung für die Erosion des Rentensystems verantwortlich zu machen, dürften die politischen Akteure auch zukünftig darauf setzen, den wirtschaftlichen Niedergang lieber zu Lasten der Realeinkommen der erwerbstätigen Massen (sowie der Rentner) zu verwalten, anstatt ihre wirtschafts- und klimapolitische Agenda zu hinterfragen, die für den wirtschaftlichen Niedergang verantwortlich ist.


Mehr von Alexander Horn lesen Sie in seinem aktuellen Buch „Die Zombiewirtschaft – Warum die Politik Innovation behindert und die Unternehmen in Deutschland zu Wohlstandsbremsen geworden sind“ mit Beiträgen von Michael von Prollius und Phil Mullan.

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Kommentare ( 65 )

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65 Comments
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Aegnor
27 Tage her

Die Gewinne von Produktivitätssteigerungen stehen in erster Linie den Unternehmern, welche die dafür notwendigen Investitionen (in bessere Maschinen, Software, Ausbildung der Mitarbeiter, usw.) geleistet haben zu, sowie den Werktätigen die diese Verbesserungen dann umgesetzt haben. Dass, was dann am Ende übrig bleibt – keinesfalls mehr als ein Viertel – kann umverteilt werden. Wenn der Staat deutlich mehr wegnimmt, werden die Unternehmer nichts mehr investieren und/oder die Arbeitnehmer ihre Mitarbeit verweigern, da es sich für sie nicht rechnet. Insofern kann man nur davor warnen Produktivitätssteigerungen als Allheilwaffe für demografischen Niedergang zu betrachten. Sie können ihren Teil beitragen, sind aber kein Ersatz… Mehr

Juergen P. Schneider
27 Tage her

Die uninformierte Mehrheit der Untertanen wird die einseitige Argumentation betreffend die Rentenfinanzierung als endgültige Wahrheit schlucken. Auch die vielen Zugriffe des Parteienstaates auf die Rentenkasse zur Finanzierung versicherungsfremder Leistungen werden von vielen Bürgern nicht wahrgenommen. Mit einer mehrheitlich uninformierten Wählerschaft kann man gut Schlitten fahren und das eigene wirtschaftspolitische Versagen verdunkeln.

Nibelung
27 Tage her

Die demographische Alterung geht schon seit Jahrzehnten mit der falsch erklärten Emanzipation einher, wo man keine Verantwortung mehr übernehmen will für Kinder und sorgenlos leben will, bis am Ende die Rentenzahlungen nicht mehr aufgehen und das Übel eben verspätet vor der Haustür steht. Im Kern wurde damals schon die falsche Richtung eingeschlagen und ohne daß die Frauen es merkten wurden sie ins Geschäftsleben eingespannt in allen Formen und zumeist auf unterer Ebene und dann hat man auch keine Zeit und Muse mehr sich um Nachwuchs zu kümmern, was jederzeit regelbar gewesen wäre, wenn man für die Mutter Grundlagen geschaffen hätte,… Mehr

Lesterkwelle
28 Tage her

So lange die Ursuenden Klimawahn und illegale grenzenlose Migration nicht einem wirklichen Great Reset unterzogen werden, rasen wir der Katastrophe ungebremst entgegen. Wir graben uns selbst das Wasser ab. Dass das Demographieproblem seit Jahrzehnten eindruecklich beschrieben wird und dennoch ignoriert wurde, ist ein weiterer Beweis fuer das Versagen der politischen Elite.

Last edited 28 Tage her by Lesterkwelle
MeHere
28 Tage her

Beim Schlagwort „demografischer Wandel“ steigen ja die meisten Gehirne der Tagesschau-User aus. Wir haben ja seit spätestens 2014 eine „gelenkte Demokratie“, die über ÖRR und andere Kanäle den Bürger vorsätzlich desinformiert, um die gewünschten politischen Ziele durchzusetzen … die Rente ist auf alle Fälle bereits jetzt wertlos. Längst ist die Union oder SPD zur treibenden Kraft im Abbau von Rechtsstaat und Demokratie geworden … wie andere vorher. Ziel ist eine grundlegende Transformation der BRD in eine DDR 2.0. Zur Rente: Kurz: unsere Ausgaben sind zu hoch und Deutschland ist kein reiches Land mehr – evtl. auch nie gewesen. Der Import… Mehr

suesssauer
27 Tage her
Antworten an  MeHere

Neben den Kulturfremden die Milliardenschenkungen in das Kriegsgebiet nicht vergessen.

Konservativer2
28 Tage her

Wenn ich die Kommentare hier so lese, Frage ich mich, ob es das Deutschland, in das ich hineingeboren wurde, nie existiert hätte. Da scheint jeder zu glauben, das Geld für die Rente wächst auf Bäumen. Und hinterher war’s wieder keiner.

Last edited 28 Tage her by Konservativer2
Konservativer2
28 Tage her
Antworten an  Konservativer2

„…ob das Deutschland, …, je wirklich existiert hat.“

Britsch
28 Tage her

Bevor man die Probleme auf die demographische Alterung schiebt Erst mal sich mit dem Problem beschäftigen, viele Junge und auch ältere bis Rentenalter, die arbeiten könnten aber keine Lust dazu haben und nichts offiziell arbeiten. Zumindest nicht bereit sind Arbeiten zu machen, die Sie bekommen könnten. Dann sollte man noch betrachten wie viel Arbeitszeit heutzutage verloren geht, dadurch daß im Allgemeinen viel länger zur Schule gegangen wird als zu früheren Zeiten. Dann noch die ewigen Studenten. Studiengänge und Tätigkeiten danach die für das gemeine Volk eigentlich null Wert hat und nur kostet. Die Ganzen Zeiten bringen nichts in die Soziaklkassen,… Mehr

Konservativer2
28 Tage her

Jedem der heutigeng Boomer (zu denen auch ich gehöre) war klar, wie das Rentensystem funktioniert. Jetzt gibt es halt zu wenige Beitragszahler, das System an sich ist – wie zu erwarten war – unangetastet. Mich ärgert das maßlos, nun mit allen DINKS in einen Topf geworfen zu werden, denn wir haben unseren Beitrag geleistet.

Da hilft dieser Artikel ausnahmsweise keinen Millimeter weiter.

Simplex
28 Tage her
Antworten an  Konservativer2

🤣🤣 was halten Sie vom Begriff „Familienfaschismus“? Ihr zahlt unterm Strich bestenfalls 1/3 der Abgaben wie die Dinkies. Bsp. 2 Erw. 2 Kids. 3000 vruuto, Lstkl. 3, 34€ Lst., 280 Gkv….und 500 € Wohngeld. Seid mal ruhig. 580 € Kindergeld hatte ich vergessen.

Last edited 28 Tage her by Simplex
Konservativer2
28 Tage her
Antworten an  Simplex

Nonsens. Sie haben – woher auch – keine Ahnung, was es kostet, Kinder vernünftig großzuziehen. Das kostet ein Mehrfaches des Kindergeldes und der sonstigen „Einsparungen“, egal, wie viele man hat. Wohngeld? Was für Annahmen treffen Sie da?

DINKS haben immer Ausreden. Angebrachter wäre der Begriff „DINK-Faschismus“.

Verteidigt Euch übrigens im Falle eines Falles selbst und spart schön für’s Alter. Verteidigen und pflegen, ganz abgesehen vom Einzahlen in die Rentenkasse, sollen (euch) unsere Goldstücke. Meine Kids schicke ich woanders hin…

Last edited 28 Tage her by Konservativer2
Enrico
28 Tage her
Antworten an  Konservativer2

Einfaltspinselei bis weit über die Schmerzgrenze hinaus.
Anstatt zusammenzustehen gegen eine pol. verantwortungslose Bande, die den Zaster raushaut als gäbs kein Morgen mehr, wird sich untereinander – wie auch so eingeplant – gestritten wie die Kesselflicker.

Konservativer2
28 Tage her
Antworten an  Enrico

Typisch aggressive Reaktion eines Kinderlosen („Einfaltspinselei“, „Schmerzgrenze“). Ach. Ich Frage mich ernsthaft, ob ich als „Idiot“, der Kinder großgezogen hat, mit denen, die sich einen Lenz gemacht haben, solidarisch sein soll und meine Kinder auch noch für diese verheize. Die Situation wäre für mich komplett anders, wenn Kinderkriegen in meiner Generation „normal“ geblieben wäre, so wie in der Generation meiner Eltern – was eben nicht der Fall ist. Aufgrund vieler fehlender Erfahrungen, die sich in mehr als 18 Jahren ansammeln, halte ich Kinderlose (sofern gewollt) außerdem in vielen Dingen für – Einfaltspinsel. Außerdem wollen diese Leute, mittlerweile auf dem Weg… Mehr

Last edited 28 Tage her by Konservativer2
Britsch
27 Tage her
Antworten an  Konservativer2

Damals war es aber auch so, Diejenigen die nichts arbeiteten hatten auch nichts.
Eine Aebeit nicht zu machen, weil man keine Lust dazu hatte konnte man sich normalerweise nicht leisten. Schul und Ausbildungsjahre waren keine Herrenjahre. Heutzutage wird das nicht regulär arbeiten und ewig offiziell zur Schule gehen, studieren.üppig finanziert und verleitet geradezu dazu

Orlando M.
28 Tage her

Der kleine Mann rechts neben Merz trägt dieselbe Krawatte wie Merz, ein schwerer Fauxpas und Merz scheint das gerade zu bemerken. Das ist auch schon das Interessanteste an dieser Alterssicherungskommission. Sicher ist nur, dass nichts sicher ist.

Gert Lange
28 Tage her

Wer das Klima (oder anderes) zentral-planwirtschaftlich retten will und dabei Deindustrialisierung billigend in Kauf nehmen muss, verkleinert zwangläufig nutzbares Vermögen für Rente, Gesundheit, Infrastruktur, Bildung, ….
Also Leute eins geht doch nur, eigentumsbasierter Kapitalismus mit hoher Produktivität oder eben produktivitäts-schwachbrüstiger EU-gesteuerter Ökosozialismus, der Opferbereitschaft jedes Einzelnen zum Verzicht (außer der Politics) erzwingt verbunden mit der schönen Utopie glücklicher Zukunft, aber man hat doch (noch) die Wahl – nicht mehr lange, oder?