Linksextremist Simeon T. inszeniert sich vor Gericht als „welkende Blume“

Ein ungarisches Gericht verurteilt Simeon T., der sich als „non-binär“ bezeichnet und sich „Maja“ nennt, zu acht Jahren Haft wegen gemeinschaftlich begangener schwerer Körperverletzung. Gemessen an den brutalen Taten des Linksextremisten ein recht mildes Urteil, die Verteidigung will dennoch Berufung einlegen.

picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Denes Erdos

Terroristen, so sagt man, sehnen sich vor allem nach einem: Beachtung, Öffentlichkeit. Simeon T. , bekannt unter dem Namen „Maja T.“, hat dieses Ziel am Mittwoch erreicht. Der Antifa-Extremist, der sich als „non-binär“ betrachtet, verwandelte die Urteilsverkündung an einem Budapester Gericht in eine Theatervorstellung – mit einem ausschweifenden, melodramatischen Monolog, in dem er sich als „welkende Blume“ bezeichnete, deren Gefühle ein „Schrei nach Liebe“ sei.

Die Anklage lautete auf gemeinschaftlich begangene schwere Körperverletzung als Mitglied einer kriminellen Vereinigung. Die „welkende Blume“ hatte laut Staatsanwaltschaft zusammen mit anderen Linksextremisten im Februar 2023 in Budapest mehrfach wehrlose Passanten überfallen und teilweise schwer verletzt.

24 Jahre hatte die Staatsanwaltschaft gefordert, auch wegen der Schwere der Verletzungen, und weil die Täter selbst auf am Boden liegende, bewusstlose Opfer noch weiter einschlugen. Gemessen daran fiel das Urteil recht mild aus: Acht Jahre Haft ohne Bewährung.

Bemerkenswert, aber nur von wenigen Beobachtern thematisiert, ist die Tatsache, dass Simeon T. nicht wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation und auch nicht wegen eines Terrorakts angeklagt war. Dabei hatte Ungarn eigens wegen der deutschen Antifa/Hammerbande eine „Terrorliste“ eingeführt, auf der bislang nur die „Antifa“ und die „Hammerbande“ stehen. Hintergrund dieser Entscheidung der Regierung waren die von Simeon T. und seinen Mittätern begangenen Gewalttaten im Februar 2023.

Zu juristischen Konsequenzen hat diese Kategorisierung zumindest im erstinstanzlichen Verfahren nicht geführt: Simeon T. wurde nur die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Vor dem Gerichtsgebäude und im Gerichtssaal war der Andrang groß: Angereiste Antifa-Sympathisanten, Freunde und Familienangehörige lieferten sich Todesblick-Duelle mit ungarischen Rechtsradikalen. Auch die Presse war zahlreich zugegen, sowie der deutsche Linken-EU-Abgeordnete Martin Schirdewan. Beifall aus dem linken Pulk für Simeon T. beim Betreten des Gerichtssaals, Pfui-Rufe von Rechts. Der Richter, József Sós, rief den Saal zur Ruhe und warnte, er werde den Raum leeren lassen, sollte es zu lautstarken Beifalls- oder Missfallens-Bekundungen kommen.

War Simeon T. geisteskrank? Ein 132 Seiten starkes Gesundheitsgutachten liegt diesbezüglich vor, Simeon T. stimmte einer Verlesung jedoch nicht zu – Gott sei Dank, denn das hätte Stunden gedauert. Lediglich ein kleiner Auszug wurde referiert, wonach Simeon T. schuldfähig sei. Zudem war zu erfahren, dass Simeon T. zu Größenwahn und Theatralik neige, aber dabei unter Angst und Bedrücktheit leide. Er sei nicht grundsätzlich aggressiv, aber leide unter Angstzuständen, die wiederum zu Aggression führen könnten.

Anwalt und Angeklagter beschwerten sich, da sie keine Einsicht in das Gutachten erhalten hatten. Damit seien Simeon T.s Rechte verletzt worden.

Im Schlussplädoyer sprach die Verteidigung von „politischem Druck“ und davon, dass es unter solchen Umständen „schwer ist, ein faires Urteil zu fällen“. Auch sei Simeon T. auf den Aufnahmen der Gewalttaten nicht klar identifiziert worden (alle Täter waren vermummt).

Simeon T. erhielt das letzte Wort. Es war ein eher langer, gewundener Vortrag, in dem davon die Rede war, dass die ungarische Justiz politisch und nicht unabhängig sei, dass man Simeon T. in „Isolationshaft“ gehalten habe, um ein Geständnis zu erpressen, und anderes mehr. „Wir alle wissen, welches Urteil der Ministerpräsident erwartet“, behauptete Simeon T., und auch, dass die Staatsanwaltschaft eine Senkung der Strafforderung auf 14 Jahre in Aussicht gestellt habe bei einem Geständnis.

Isolationshaft? Simeon T. alias „Maja T.“ behauptet, kein Mann zu sein. Man konnte ihn also nicht in einem Männergefängnis unterbringen. Er hat aber einen Penis. Daher kam ein Frauengefängnis nicht in Frage. Was blieb, war Einzelhaft. Simeon T. nennt es „Folter“.

Manche deutsche Medien hatten Mühe, sich in ihrer Berichterstattung an die Fakten zu halten. Der Tagesspiegel nannte das Verfahren einen „Prozess um einen Angriff auf Rechtsextreme“. Nirgends ist jedoch von Rechtsextremen die Rede. Die Täter griffen wahllos Passanten an, die sie wegen ihrer Kleidung für „rechts“ hielten. Zudem böte auch eine tatsächlich vorliegende rechtsextreme Gesinnung keine Rechtfertigung für die brutalen Verbrechen, die die Hammerbande verübte.

Die Strafe fiel am Ende überraschend mild aus, dennoch will die Verteidigung Berufung einlegen. Im Berufungsverfahren kann das Urteil ohne Weiteres verschärft werden: Immerhin gibt es in Ungarn mittlerweile die – in diesem Verfahren bisher nicht genutzte – juristische Handhabe, den Antifa-Angriff als „terroristisch“ zu werten.

Fortsetzung folgt: Die Verteidigung will Berufung einlegen.

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Kommentare ( 54 )

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fatherted
5 Minuten her

Die Berufung könnte eine Chance auf eine höhere Freiheitsstrafe geben. Man soll die Hoffnung nie aufgeben.

Werner Geiselhart
5 Minuten her

Wenn man bedenkt, dass man in Deutschland ein paar Durchgeknallte wegen des Zünden eines Polenböllers vor einer Moschee zu 10 Jahren Knast verurteilt hat, wobei niemand zu Schaden gekommen ist, dann darf sich das Maja ja glücklich schätzen.
Es war ja vermutlich auch beim brutalen Überfall auf die Verkäuferin dabei, weil sie die falsche Kleidung verkaufte.
In unserer Lokalzeitung wird das Maja als Aktivistin bezeichnet, das einen Angriff auf Neonazis durchgeführt hat. Dass man nicht noch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes gefordert hat, das fehlte noch im wohlwollenden Bericht.

Dreiklang
14 Minuten her

Frau (non-binär) Maja T. ist mit Samthandschuhen angefasst worden. Wohl auch deshalb, weil man es sich mit Friedrich Merz, dem Posterboy des liberal-konservativen Lagers, nicht verderben wollte. Aber in der Berufung könnte sich das Bild wenden. Maja T. ist nämlich auch in Schland mit extremen Gewalttaten aufgefallen. Welche nicht unter „Körperverletzung“, sondern unter „versuchter Mord“ einzuordnen sind. Der Schuss (Berufung) kann also nach hinten losgehen. Und die CDU wird sich dafür zu verantworten haben, dass sie sich gerne des gewaltbereiten linken Lagers bedient, um etwas gegen die AfD in der Hand zu haben. (ja, man darf noch hoffen…)

Last edited 7 Minuten her by Dreiklang
Melly
15 Minuten her

Am besten acht Jahre ins Frauengefängnis und dann acht Jahre in den Männerknast. Man muss doch seine Vorstellungen der Welt berücksichtigen. Und die Küchenhilfe kocht für Ihn….der brauch doch solchen Grünen Fraß…

maik litoris
22 Minuten her

Spitzenidee,eine Revision wird in Ungarn bestimmt zu einem milderen Urteil führen…. NICHT !!
…und bitte nicht abschieben bevor das Urteil vollstreckt ist, machen wir ja schliesslich auch nicht.

tiptoppinguin
27 Minuten her

Jesus hat ja auch als Zeichen seiner Nächstenliebe 12 Antifanten (damals nannten sie sich Aposterll) um sich geschart und griff mit Hämmern und Pfefferspray Pilatus‘ Familie regelmäßig an, um die Faschisten aus Judäa zu vertreiben.
Dieser Mensch ekelt mich an. Möge er vergessen werden und im Jenseits für seine Taten büßen.

Verzeihtnix
29 Minuten her

Wollte der sich nicht schon lange zu Tode gehungert haben?

Minusmann
36 Minuten her

Unsere Mayas haben sich so sehr an die deutsche Kuscheljustiz (für Linke) gewöhnt, dass sie mit großen Augen vor den Realitäten im Rest der Welt stehen. Das haben sie gemeinsam mit Teilen unserer Qualitätsmedien, die linken Terror als sakrosankt verkaufen möchten und damit ihre armselige pubertäre „Haltung“ immer wieder auf das neue beweisen. Es sind diese Medien, die Maya & Co. die Legitimation für ihre Handlungen verschaffen.

jansobieski
45 Minuten her

Im Rahmen der Berufung sollte die Strafe dann verdoppelt werden.

OJ
45 Minuten her

Das dürfte witzig werden für der , die, das im ungarischen Knast. Die im Knast schon länger „Lebenden“ werden der, die, das richtig rannehmen (sie wissen schon was ich meine)❗