Thorsten Frei und der neue antifaschistische Schutzwall

Thorsten Frei erklärt die Brandmauer zur unverrückbaren Staatsräson der CDU und damit den politischen Stillstand zum Programm. Lieber hält die Union den rotgrünen Machtblock zusammen, als den Wählerwillen ernst zu nehmen – selbst wenn sie und das Land daran zugrunde gehen.

IMAGO / dts Nachrichtenagentur

Thorsten Frei hat als Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag ein Interview gegeben, dass man sich an Kurt Hager oder Erich Honecker erinnert fühlt. Man möchte fast paraphrasieren: Die Herrschaft von Merz und Frei in ihrem Lauf/hält weder Ochs noch Esel auf.

Mit der Brandmauer ist es wie mit der Berliner Mauer – beide mit erheblichem Aufwand als antifaschistischer Schutzwall proklamiert und propagiert –, diente die Berliner Mauer einzig und allein dem Erhalt der Herrschaft einer neofeudalen Kaste von Funktionären, indem sie mit Selbstschussanlagen und Stacheldraht dafür sorgte, dass niemand ausbrechen und ins Freie gelangen konnte. Nicht anders die Brandmauer, das Monument der scheiternden Demokratie, die die Herrschaft der schwarzrotgrünen Genossen und Blockfreunde absichern und dafür sorgen soll, dass keine andere Politik in Deutschland mehr gemacht werden kann als die rotgrüne Zwangspolitik und kein anderer Kurs mehr gefahren werden kann als der Kurs des Niedergangs Deutschlands und der Ausplünderung, Diskriminierung und Gefährdung der deutschen Bürger.

Den politischen, aber auch intellektuellen Zusammenbruch der Union verkörpert niemand neben Merz mitleiderheischender als Thorsten Frei, vormals gescheiterter Kanzleramtsminister, jetzt Merzens Drill-Seargent für die Unionsfaktion im Deutschen Bundestag. Mit der Wahl von Frei zum Vorsitzenden der Unionsfraktion haben die Abgeordneten von CDU und CSU auch den letzten Rest gefühlter Eigenständigkeit dem Possenspiel im Bundeskanzleramt geopfert.

Frei bläst mächtig die Backen auf und gibt den fürchterlich Entschlossenen, wenn er nach Magdeburg megaphoniert: „Das Kooperationsverbot mit der AfD ist ein Grundsatzbeschluss in der CDU. Es kann nicht je nach Bundesland anders beantwortet werden.“

Frei schließt aus, mit den einzigen, mit denen er eine Politik für Deutschland machen kann, zusammenzuarbeiten, so macht er lieber unter Klingbeil und Bas Politik gegen das Einheitsbraun, Politik gegen Deutschland. Mit Merkel 2015 wurde die CDU zur Anti-Deutschland-Partei. Jeden Mord, jeden Terroranschlag, jede Vergewaltigung, die Migranten in Deutschland verüben, die von Merkels neuem Volk ausgehen, jede Ermutigung der Täter, weil sie rechtsbeugend von Staatsanwaltschaften und Gerichten geschont werden, weil sie Migranten sind, haben die Funktionäre der Union persönlich zu verantworten, denn sie sind das genuine Ergebnis der Politik der Funktionäre der Union, nicht nur allein von Merkel, sondern von allen, von Frei, von Merz, von Dobrindt.

Das Kooperationsverbot mit der SED-Linken interessiert Frei nicht mehr, in schlechter Otto-Nuschke-Tradition, in schlechter Gerald-Götting-Manier läuft sich auf Berliner Geheiß die CDU in Sachsen-Anhalt warm für die Blockkooperation mit der SED-Linken. Frei hat es ungewollt bestätigt, wer Schulze wählt, wählt die SED-Linke. Aber was trennt eigentlich eine so programmatisch und intellektuell ausgezehrte Partei wie die CDU von der SED-Linken? Unter Klingbeil hatte Merz doch gezeigt, dass er jede linke Wendung mitmacht, wenn er nicht gerade Krieg gegen Russland führen will.

Frei zeigt sich allzu sicher, dass die Wahl in Sachsen-Anhalt „ganz sicher keine Katastrophe“ werden wird. Wie kann er so sicher sein? Sorgt man vor?

Frei behauptet: „Klar ist: Für die enormen Reformen, die wir uns vorgenommen haben, brauchen wir starke Regierungsparteien und starke Parteivorsitzende.“ Wenn er ergänzt: „Friedrich Merz ist der gewählte Bundeskanzler. Er wird für die gesamte Wahlperiode im Amt bleiben.“, sind wir in LalalaLand. Aber vielleicht hat Frei ja auch recht und die CDU ist inzwischen so schwach, dass Merz für die Versammlung von Opportunisten ein starker Parteivorsitzender ist?

Und Schuld an dem erbärmlichen Bild, das die Union und Merz bieten, ist natürlich nicht die vollkommen falsche Wirtschafts- und Energiepolitik, die zerstörerische Migrationspolitik, die Destruktion der Infrastruktur und der inneren Sicherheit, des Gesundheitswesens und das großangelegte Verdummungsprogramm unter dem Lable Bildungspolitik, die Zerstörung der Kultur, sondern Putin, die AfD und Trump, die natürlich, wie wir alle wissen, in Deutschland regieren. In Kabinett und Partei sei es „nicht so gelaufen, wie man es sich gewünscht hätte, aber das war eben den Umständen geschuldet.“ Das ist so billig, dass man mit Frei nie und unter gar keinen Umständen reden will. Klar, den Umständen, Winde, Regen und Sonne und dem plötzlichen Kälteeinfall auf dem Mars und den Missernten auf dem Mond geschuldet. Man muss schon so gar keine Achtung vor den Bürgern haben, mehr noch, man muss sie zutiefst verachten, wenn man es wagt, so daherzuschwätzen.

Merz habe Entscheidungen treffen müssen, die wieder andere Entscheidungen nach sich gezogen hätten. Wirklich? Nein, oh, aber sowas auch, ja wirklich, also, nein, doch, oh nein.

Man möchte Frei entgegnen, dass man das Kontinuität nennt oder die normale Forderung, die Folgen seiner Taten zu antizipieren. Doch Merz sagt oder macht etwas, um sich anschließend beleidigt darüber zu wundern, was es ausgelöst hat. Das Taten und Entscheidungen Folgen haben, scheint der CDU, scheinen Merz und Frei neu zu sein. Doch zumeist kommt Merz ja auch nur den Anweisungen des sensiblen Genossen Klingbeil nach.

Man will Frei nicht überfordern, was offensichtlich sehr schnell geschieht, denn der äußert doch tatsächlich: „Nach außen ist ein Bild entstanden, als würde die große Linie fehlen.“ Welche große Linie bitte? Die des Betrugs der Bürger? Des schnöden Machterhalts. Dass es ihre, nicht mehr die Demokratie der Bürger, keine Demokratie, sondern eine Oligarchie ist?

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Kommentare ( 54 )

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Mausi
28 Tage her

Mir wäre ein Kooperationsverbot gegen die umbenannte SED und ihre Absplitterung viel lieber.
Die Union vermittelt, dass sie sich nicht nach der Sache entscheidet, sondern nach Ideologie. Und die Ideologie ist noch nicht mal ihre eigene. Es ist die Ideologie, die ihr von AM aufgedrückt wurde. Es ist die demokratischerSozialismus und unsereDemokratie Ideologie. Die Union hat sich unterwandern lassen.

Rico
30 Tage her

Die Brandmauer ist der „lebende“ Beweis für die Dummheit der CDU/CDU wie auch für die noch grössere Dummheit derer Wähler.

Deutscher
30 Tage her

Ich sehe die Brandmauer als Schutz der AfD vor Kontamination mit dem Altparteienbakterium.

Last edited 30 Tage her by Deutscher
E.Frei
30 Tage her

Sich zum Büttel zu machen resultiert oft aus dem unbewussten Wunsch, es seinem Herrn recht zu machen und sich die Zuneigung zu sichern.
Zu glauben, man könne einen drohenden Kontrollverlust durch Gehorsam kompensieren, ist schon etwas grotesk.
Parteisoldaten sind eben folgsam.

R.Baehr
30 Tage her

Frei und alle anderen von der CDU sind nichts anderes als US-Vasallen, und haben seit 45 nur einen Auftrag: ein selbstbestimmtes Deutschland um jeden Preis zu verhindern, nicht umsonst sind die westlichen Allierten noch immer im Land. Die CDU ist ebenfalls Besatzungsmacht nur unter der eigenen Flagge, wird Zeit das diese Verr…… für immer von der Macht entfernt werden.

Deutscher
30 Tage her
Antworten an  R.Baehr

Sie sind Ost-sozialisiert, richtig?

Adorfer
28 Tage her
Antworten an  R.Baehr

Wie sagte der Schäuble (kennt ihn noch jemand ?) „Deutschland ist seit 1945 nicht mehr souverän“. Und wenn es einer wissen mußte (konnte) dann er. Wer dagegen aufmüpfig wird, heute noch, dem kappen wir die Gasleitung oder erhöhen die Zölle auf 100 Prozent. So einfach.

Ohanse
30 Tage her

Schwer vorstellbar, daß es jemanden gibt, der Frei wertschöpfend einsetzen könnte. Der wird weiterhin dem Steuerzahler zur Last fallen.

Ohanse
30 Tage her

Nach hinten raus sterben die CDUler und ihre Wähler weg wie die Fliegen, von vorne kommt nichts Brauchbares nach. Die haben auf der schiefen Ebene abwärts schon ein gutes Stück zurückgelegt und werden immer noch schneller. Soll Frei jetzt so eine Art Bremsklotz sein, oder die angezogene Handbremse der CDU? So der Typ Schiffsschaukelbremser vom Rummelplatz? Oder der Fallschirm der abstürzenden Union? Eigentlich egal. Das Ende ist immer die Landung ganz unten.

Micci
30 Tage her

Wichtig ist, dass die CDU möglichst rasch den Weg der italienischen Schwesterpartei geht: in die Bedeutungslosigkeit.
Diese Truppe von Schönwetterdemokraten, ansonsten aber reinen machthungrigen Opportunisten ist in keinem Fall auch nur ansatzweise reformierbar. Sinnbildlich für das, was die sind: immer noch 10-minütige Klatschorgien für die Deutschland-Abrissbirne, als schon lange erkennbar war, was für verbrannte Erde sie hinterlässt.

Sowas muss weg, und zwar rasch!

In diesem Sinne:
Alles Gute für Ulrich Siegmund kommenden Monat ! ! !

Dr. Rehmstack
30 Tage her

Schon jetzt fordern die herrschenden Zustände pro Jahr ein Vielfaches der Opfer als die ehemalige DDR: Die Anzahl von 40 Jahre Mauertoten erreichen wir inzwischen alle 3-4 Monaten durch Messereien und Amokfahrten.“
Das ist sehr gut, daß Sie diese abscheuliche Tatsache herausstellen, sie sollte wie ein Laufband oder wie die Schuldenuhr an herausgehobener Stelle kontinuierlich den Fortschritt der Bestrebungen nach Buntheit, Vielfalt und Gleichheit uns vor Augen führen. Axel Springer verordnete einst seinen Redakteuren, täglich zu zählen, wie viel Tage die Mauer in Berlin schon stand.

Lizzard04
30 Tage her

Ein williger Handlanger seines Herrn. Dann eben Untergang! Sie wollen es nicht anders!