Künstliche Intelligenz vermisst Laufwege, Belastung und Taktik bis ins Detail. Doch diese WM zeigt: Mut, Wille und Leidenschaft lassen sich nicht berechnen – und genau deshalb bleibt der Fußball herrlich unberechenbar.
picture alliance / Anadolu | Evrim Aydin
Alle vier Jahre verspricht der Fußball, sich neu zu erfinden. Früher waren es Elektrolyte, isotonische Wundergetränke und die große Wissenschaft vom perfekten Mineralhaushalt. Heute heißt die neue Religion Hydration Break, Tracker, Datenwolken und künstliche Intelligenz. Der Laptop sitzt inzwischen fast so selbstverständlich auf der Bank wie der Co-Trainer.
Die italienische „Gazzetta dello Sport“ beschreibt den WM-Alltag treffend: Pressing, Ballkontakte, Laufwege und Sprints – alles wird vermessen. Jede Bewegung wird zum Datensatz, jede Entscheidung zur Zahl. Nationale Verbände kaufen Millionen Datenpunkte ein, Analysten begleiten Mannschaften monatelang, Spieler tragen GPS-Sender, Algorithmen errechnen Wahrscheinlichkeiten. Die KI liefert dem Trainer in Echtzeit Hinweise darauf, ob der Linksverteidiger zwei Meter zu tief steht oder der Sechser drei intensive Läufe zu wenig absolviert hat.
Die Technik ist beeindruckend. Sie misst Belastungen, erkennt Muster, hilft dabei, Verletzungen vorzubeugen, und macht taktische Feinheiten sichtbar, die früher höchstens einem alten Libero mit Adleraugen auffielen. Selbst Standards werden inzwischen beinahe wie Schachpartien vorbereitet. Der Fußball wird zum Labor mit Rasen.
Und trotzdem: Wäre Fußball tatsächlich berechenbar geworden, müssten Paraguay, Algerien oder die Kapverden längst wieder zu Hause sein. Stattdessen schreiben gerade sie die schönsten Kapitel dieser WM, weil sich Leidenschaft eben nicht in Excel-Tabellen ausdrücken lässt.
Der Algorithmus kennt den Erwartungswert, der Mensch den letzten Zweikampf. Die KI berechnet Wahrscheinlichkeiten, aber keinen Mut. Sie erkennt Laufwege, aber keinen Glauben. Sie misst Pulsfrequenzen, aber nicht den Moment, in dem elf Spieler beschließen, an diesem Tag einfach keinen Ball verloren zu geben. Das ist der Unterschied zwischen einer Wetter-App und einem Gewitter.
Natürlich hilft die Wissenschaft. Niemand wird ernsthaft bestreiten, dass moderne Belastungssteuerung und Videoanalyse den Fußball verbessert haben. Auch Hydration Breaks sind längst mehr als bloße Trinkpausen. Sie sind zu kleinen taktischen Boxenstopps geworden, bei denen Trainer nachjustieren wie Formel-1-Ingenieure.
Aber Fußball ist eben kein Formel-1-Rennen. Er ist eher ein Fluss – und manchmal auch ein Fluch, wenn der Ball trotz aller Berechnungen einfach nicht ins Tor will. Den Spielfluss kann man vermessen, seine Strömung analysieren, seine Tiefe berechnen und seine Geschwindigkeit bestimmen. Doch wann er über die Ufer tritt, entscheidet oft ein einziger Moment.
Deshalb ist die eigentliche Superkraft dieser WM nicht die künstliche, sondern die menschliche Intelligenz: der Blick des Kapitäns vor dem Anpfiff, das kompromisslose Nachsetzen in der 93. Minute und die Überzeugung einer Mannschaft, die jeder Statistik widerspricht.
Der Mensch spielt, der Computer protokolliert. Und solange Wille, Glaube und Einsatz stärker sind als jede Rechenleistung, bleibt der Fußball herrlich ungehorsam. Vielleicht ist genau das seine größte Qualität: Er lässt sich von der Wissenschaft begleiten, aber nicht beherrschen.
Der Ball rollt eben noch immer lieber nach dem Herzen als nach dem Algorithmus. Und das ist gerade bei einer Weltmeisterschaft eine verdammt beruhigende Nachricht. Den nächsten Beweis dafür will Kap Verde erbringen. Es geht gegen Argentinien und Messi um den Einzug ins Achtelfinale.

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In der BRD ist es heute „normal“, das sich die Totalversager aus Politik, Wirtschaft und Sport ihr Versagen mit Millionen Euro bezahlen lassen.
Beispiel der VW Konzern und die von der alten Murksel zusammen mit dem damaligen VW Chef – Diers – verordneteten Elektrokisten.
Ich finde die TV-Analysen immer lustig wenn sie ein Standbild einblenden und dann der Experte einen Spieler um 20m verschiebt, weil er dort hätte stehen müssen um ein Tor zu schießen, oder zu verhindern. Das ist völlig idiotisch, weil wenn der Spieler um 20m verschoben gewesen wäre, dann hätten die Gegenspieler eine andere Situation und hätten sich entsprechend ausgerichtet.
Eine solche Analyse ist daher völlig nutzlos, weil jede Änderung im Spiel auch eine Änderung insgesamt aller Teilnehmer und Ball verursacht.
Das Land der Deutschen ist jetzt völig verrückt geworden.
Nach dem katastrophalen Abschneiden der deutschen Fußballmannschaft tritt der Bundestrainer zum Glück zurück.
Alles richtig.
Aber das der gescheiterte Bundestrainer Nagelsmann seinen „Rücktritt“ mit 7 Millionen Euro belohnt bekommt – Da kann ich nur sagen die Deutschen sind völlig verückt geworden.
Wofür bekommt der seinen Rücktritt vergoldet ? Für das Versagen ?
Mir reicht es hier schon lange. Für das verkommene irre Deutschland würde ich keinen Finger mehr rühren.
Nagelsmann hat sportlich versagt und vertragstechnisch brilliert. Wer absolut versagt hat ist die DFB- Spitze um Neuendorf. In solche Verträge muss eine Erfolgsstaffelung rein mit dem Recht auf Entlassung bei Erfolglosigkeit ohne Ansprüche auf Entschädigung. Aber in diesen Verbänden ist es wie in der Politik, es ist das Geld anderer Leute in diesem Fall der Vereine die den DFB mitfinanzieren. Also macht man Verträge zu Lasten anderer. Geht es schief zahlen andere, und geht es gut stellt man sich ins Rampenlicht. DFB- Präsident ist kein schlechtes Geschäftsmodell. Das selbe bei den Konzernlenkern. Versagen Sie wird ihnen der Abschied vergoldet. Auch… Mehr
Zitat: „Auch Hydration Breaks sind längst mehr als bloße Trinkpausen. Sie sind zu kleinen taktischen Boxenstopps geworden, bei denen Trainer nachjustieren wie Formel-1-Ingenieure.“
Ich möchte ja keinen emotionalen Traum zerstören, aber diese sogenannten Trinkpausen sind nicht anderes als eine Verschleierung dafür, dass man bei Übertragungen in den Austragungsländern jede Menge Werbung unterbringt. Zumal Trinkpausen in vollklimatisierten Stadien eigentlich unnötig sind.
Eine Trainernachjustierung ist ein Begleiteffekt und bringt in diesen Pausen so gut wie garnichts.
Weder die künstliche noch die natürliche Intelligenz hat herausgefunden, wer in der deutschen Mannschaft zum Kapitän taugt.
Die künstliche Intelligenz hat wahrscheinlich auch Goretzka und Neuer dringendst empfohlen, um möglichst viel WOKENES ins Spiel zu bringen. Rüdiger der Kopfabschneidegestiker und handgreiflich werdende wurde wahrscheinlich von der KI empfohlen, um keinen Rassismus aufkommen zu lassen.
Gut, dass Sie die Wetter App erwähnen. Wir haben in der Nachbarschaft einen Standardwitz, wenn wir uns begegnen: „Na, wie ist das Wetter?“ fragen wir uns. Jeder macht dann auf seinem nicht so smarten Phone die Wetter Ki App auf und zeigt sie dem Gegenüber. Dann gucken wir in den Himmel und lachen uns kaputt. Denn JEDESMAL haben wir unterschiedliche Meldungen auf unseren jeweiligen, nicht so smarten Phones – und das Beste: Keine der Meldungen stimmt mit der Realität überein ! Zum Schießen ! Aber nicht fürs Arbeiten als Dachdecker oder Landwirt zu gebrauchen. Genau so wird das mit den… Mehr
Zitat: „Pressing, Ballkontakte, Laufwege und Sprints – alles wird vermessen. Jede Bewegung wird zum Datensatz, jede Entscheidung zur Zahl.“
> Anstatt „Kniefälle“, KapitänsLGBTQA+armbinde und sonstiges politisches Haltung-Zeigen, sollten stattdessen für den deutschen Fußball endlich auch wieder „Preußische Werte“ gelten. Dann klappt’s auch wieder mti’n gewinnen.
Genau so ist es. Die KI kann nur das, was man im Durchschnitt von allem als richtig erachtet hat und der KI „angelernt“ hat. Nur eben, wird nie der menschliche Faktor einbezogen, weil eben jeder Mensch anders ist, sprunghaft ist, in Millisekunden sich ändern kann und dann im rechten Moment alle Reserven „raushauen“ kann, die man hat. Das gab es aber schon – eben etwas primitiver – als ich Leistungssportlerin war und durch den Staat gefördert wurde. Man wurde im Trainingslager analysiert (Sprint), die Armhaltung musste bestimmt sein usw. usf. Ich war nicht mehr ich selbst und die Leistung wurde… Mehr