Die oft verbreitete Aussage, junge Menschen seien für eine Fortsetzung der unkontrollierten Migration, dürfte als unwahr entlarvt sein: 65 Prozent der 16- bis 29-jährigen befragten Einheimischen sagten in der neuen Jugendstudie des Instituts t.factory, dass keine Flüchtlinge mehr aufgenommen werden sollen.
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Regelmäßig erhebt das renommierte österreichisch-deutsche Meinungsforschungsinstitut t.factory des Wiener Sozialwissenschaftlers Bernhard Heinzlmaier die Stimmungslage bei den jungen Menschen – und die Demoskopen von t.factory liefern nun erneut ein hochinteressantes Ergebnis: Dem Satz „Österreich sollte keine Flüchtlinge mehr aufnehmen, das Boot ist voll“ stimmen 39 Prozent der Befragten ohne Migrationshintergrund ganz zu, 26,3 Prozent meinen, „das passt ein bisschen“. Insgesamt meinen somit 65,3 Prozent der Befragten (Sample 800), dass das Boot bereits voll sei und keine weiteren Migranten aufgenommen werden sollen. Das Ergebnis dürfte bei einer Befragung von jungen Deutschen kaum anders ausfallen.
Nur 30,3 Prozent der von t.factory befragten jungen Österreicher meinen, dass noch weitere Flüchtlinge ins Land kommen sollten. Auffallend bei den Ergebnissen: Selbst die Befragten mit Migrationshintergrund stimmen mehrheitlich (55,5 Prozent) zu, dass ein Aufnahmestopp erfolgen soll.
Jugendforscher mahnt: „Politik pfeift auf die Meinung der Jungen.“
Und t.factory erwähnt dabei auch: Bei den über 60-jährigen Österreichern sind schon 80 Prozent für einen Zuwanderungsstopp. Dazu Jugendforscher und Kolumnist Bernhard Heinzlmaier auf X: „Und was macht unsere Politik? Sie pfeift auf die Jungen und die Alten. Was wir brauchen, ist mehr direkte Demokratie. Die Leute, die im Parlament sitzen, repräsentieren uns nicht mehr.“
Meinungsforscher Heinzlmaier kommentiert auf der Social-Media-Plattform X aber noch ein weiteres Ergebnis der Jugendstudie – so sagen bereits 75,6 Prozent der jungen Frauen, dass sie Angst hätten, im Dunkeln allein nach Hause zu gehen. Der Sozialwissenschaftler: „Schon 75 Prozent der jungen Frauen haben also Angst alleine nach Hause zu gehen, wenn es dunkel ist. Aber auch bei den jungen Männern sind es bereits fast 50 Prozent. Campino, dieser Musiker, dessen Musik bei uns zu Hause nicht einmal die Kinder aushalten, hat gesagt, dass alle Trotteln sind, die das Gefühl haben, dass unsere Städte immer unsicherer werden. Unter den Frauen sind es schon 75 % dieser Trotteln, die sich auf den Straßen unsicher fühlen, wenn es dunkel ist. Was hat dieser Mann nur für ein Menschenbild?“
Bereits im Frühjahr sorgte der in Wien und Hamburg lebende Sozialwissenschaftler mit einem weiteren Studien-Ergebnis für eine emotionale Debatte auf den Social-Media-Kanälen: 20 Prozent der Migranten unter 30 Jahren gaben bei der Befragung an, sich von der FPÖ am besten vertreten zu fühlen. Besser war nur die SPÖ mit 35 Prozent. Die Grünen landen bei mageren 15 Prozent. „Die FPÖ-affinen sind jene, die mir immer sagen, dass die Art, wie sich Syrer, Afghanen und Iraker in Österreich aufführen, für sie Image-schädigend ist“, sagte dazu Bernhard Heinzlmaier.
Es ist wie in Deutschland. Von denen, die FPÖ oder AfD wählen wollen, sagen viele damit Nein zu Rotschwarzgrün.



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