Fast 9.000 Abschiebungen scheiterten allein in diesem Jahr. Die 30-Tage-Vorwarnung und „No-Border“-Netzwerke machen das Untertauchen zum Kinderspiel. Und wenn die Merkel-Merz-CDU nun verspricht, untergetauchten Ausreisepflichtigen die Sozialleistungen zu streichen, ist Skepsis mehr als angebracht.
picture alliance/dpa | Sebastian Willnow
Plötzlich ist das Thema auf der Tagesordnung. Eine Abschiebung scheitert, weil der Betroffene nicht angetroffen wird und in der Folge untertaucht. Häufig unterstützen Personen aus der „No-Border“-Bewegung solche Abtaucher. Im Internet werden Daten über geplante Abschiebeflüge veröffentlicht – woher sie bekannt sind, bleibt eine offene Frage. Dann gibt es auch Gegenwehr im letzten Moment, Drohungen im Abschiebeflieger. Schon 8.826 Mal ist das so oder so ähnlich in diesem Jahr passiert. So berichtet Bild mit Verweis auf Regierungskreise. Im vergangenen Jahr misslangen beinahe 18.000 Abschiebungen.
Die Abschiebequote liegt je nach Bundesland zwischen zwei und 13 Prozent. Im Höchstfall wird also in einem gegebenen Jahr nur etwa ein Achtel der vollziehbar Ausreisepflichtigen abgeschoben. Dass man da von Vollzugsdefizit spricht, wäre kein Wunder.
Der Witz an der Sache: 30 Tage vor dem Abschiebeversuch verschicken deutsche Behörden eine Aufforderung zur freiwilligen Ausreise. So können sich gerade die Schlauen und Ungebundenen leicht entziehen. Zum Abschiebegewahrsam kommt es normalerweise nicht.
Aktuell steht es in etwa unentschieden in der Bilanz der abschiebenden Behörden: Bis zum 30. Juni dieses Jahres scheiterten 8.034 Abschiebungen, nur 9.663 gelangen – was 18 Prozent weniger sind als im Vorjahr, als zum Teil noch Olaf Scholz im Bund regierte. Die Regierung Merz hat offenbar nichts an dieser Stelle verbessert. Nach wie vor scheitert fast jeder zweite Abschiebungsversuch.
Teuer ist das System ganz sicher
Gleich mitgeliefert wird die Wortmeldung eines CDU-Migrationsexperten wie Günter Krings, der fordert, dass „wer untertaucht, sofort jeden Zugang zu Sozialhilfe verlieren“ müsse. „Der Rechtsstaat darf sich hier nicht vorführen lassen.“ Also: Wen wir aus den Augen verlieren, dem zahlen wir auch keine Sozialleistungen mehr. Aber das dürfte ohnehin schwierig sein.
Insgesamt sind das ohnehin Tropfen auf einen heißen Stein. Denn schon nach konservativen Schätzungen gibt es mehr als 250.000 ausreisepflichtige Ausländer in Deutschland, während nur 60.000 davon vollziehbar ausreisepflichtig sind. Weitere Gruppen dürften dazu kommen. Zum Beispiel jene Migranten, die abtauchen, bevor sie in der Kategorie „ausreisepflichtig“ landen, und die jüngst das Thema mehrerer parlamentarischer Fragen des AfD-Abgeordneten Raimond Scheirich waren. Kurz darauf kochte das Thema Abschiebungen in den Medien hoch. Sehr aufschlussreich.
Das Dunkelfeld der Illegalen noch nicht einmal im Visier
Bedenkt man nun die Möglichkeit, dass Ausländer sich auch völlig illegal, also ohne jeden Status in einem Land aufhalten können, dann dürfte die Zahl der Ausreisepflichtigen leicht die Marke 300.000 nehmen.
Zum Vergleich: In Frankreich leben laut neueren Schätzungen bis zu 700.000 Personen illegal, nach französischem Sprachgebrauch als „sans-papiers“ („ohne Papiere), im Land. In Italien sind es wohl 500.000. Und in Deutschland soll diese Zahl bei null liegen? Das scheint unwahrscheinlich und zu denken wäre dann doch an die vielen illegalen Einquartierungen im Ruhrgebiet und anderswo, wo ganze Roma-Familien zum Schein bei ein und demselben Berliner Friseur arbeiten. Dass die Bundesrepublik allen Zuwanderern Sozialhilfen in Hülle und Fülle verspricht, bedeutet keineswegs, dass wir einen wirklichen Überblick über die hier angesiedelte Bevölkerung haben.
Scheirich äußert sich auch zur Folgediskussion. Gegenüber TE spricht er von „leeren Drohungen und politischen Ankündigungen“ aus der CDU – also jener Partei, die „maßgeblich für die jahrzehntelange Fehlentwicklung in der Migrations- und Asylpolitik und das daraus entstandene Asylchaos mitverantwortlich“ sei. Die Forderungen seien zudem nicht neu. Schon im AfD-Programm „Zeit für Deutschland“ steht dazu: „Die Versorgung von Asylbewerbern ist von Geld- auf Sachleistungen umzustellen. Sozialleistungen für Nicht-Aufenthaltsberechtigte sind zu streichen und Rückführungen im großen Stil zu organisieren.“ Das Ziel der AfD sei die konsequente Durchsetzung bestehender Ausreisepflichten. „Wer ausreisepflichtig ist und sich seiner Abschiebung widersetzt, muss rechtsstaatlich konsequent zurückgeführt werden“, so Scheirich. Für den Bundestagsabgeordneten braucht es jetzt „keine weiteren Ankündigungen, es braucht konsequentes Handeln“.
Rechts-Obstruktion in Köln
Und es gibt noch einen Weg, um fällige Abschiebungen zu hintertreiben. Die Kölner Ausländerbehörde hat übrigens sogar eine eigene Abteilung „Bleiberechtsprogramm“. Als die Ausländerbehörde Coesfeld den Kölnern EU-Reisedokumente für 500 konkrete ausreisepflichtige Personen beschaffen wollte, ließ Köln die genannte Abteilung antworten. Man lehnte ab, denn die 500 Ausreisepflichtigen gab es laut der Abteilung „Bleiberechtsprogramm“ gar nicht – schreibt die Zeit. Das fasst den Nutzen und Wert der deutschen Bürokratie gültig zusammen.




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Bedenkt man nun die Möglichkeit, dass Ausländer sich auch völlig illegal, also ohne jeden Status in einem Land aufhalten können, dann dürfte die Zahl der Ausreisepflichtigen leicht die Marke 300.000 nehmen. Wer mal mit Hausverwaltung im Duisburger Norden zu tun hatte, der weiß um die Bedeutung dieses Satzes aus dem Artikel. Jede Menge Geschäftslokale, die als Unterbringung für Illegale dienen. Oder Wohnhäuser, die von Muslimen aufgekauft und unter der Hand „vermietet“ werden. Gibt es noch „Altbestand“ an deutschen Mietern – vor allem Alte – werden diese terrorisiert, bis sie freiwillig ausziehen (Sabotage an elektrischen Rollstuhl-Aufladestationen, kaputte Aufzüge etc…), bis diese… Mehr
Illegale hochkriminelle , werden nicht abgeschoben ?
Scheinbar , zählt der Wille des Souveräns , in dieser „Demokratie“ nicht viel.
Die Saboteure , sitzen im Bundestag .
Das 800.000-Wunder:
800.000 Abschiebungen sind politisch unmöglich?
Unsinn, es fehlt nur am Willen für das größte Logistikwunder der Menschheit.
Wir müssten lediglich ab morgen täglich 2.200 Menschen ausfliegen. Das bedeutet: Drei vollbesetzte Charterflieger pro Stunde, rund um die Uhr, ohne Pause.
Dass es dafür weder Flugzeuge, Piloten noch kooperationsbereite Herkunftsländer gibt, sind bloß kleinliche Details.❗
Es war doch auch logistisch möglich Millionen Illegaler hier her zu bringen. Das Problem ist, das diese Leute motiviert waren wegen den Leistungen die sie hier genießen. Bei uns jedoch hat die Politik soviel damit zu tun das Land vor die Wand zu fahren und sich selbst die Taschen mit Doktortiteln und Geld vollzustopfen, das man Merkels Armageddon der AfD überlässt. 2 Fliegen mit einer Klappe. Abschiebungen verlieren das öffentliche Interesse (im ÖRR findet das Thema nicht statt), und AfD = Böse und Anti-Kommunistisch.
> In Frankreich leben laut neueren Schätzungen bis zu 700.000 Personen illegal, nach französischem Sprachgebrauch als „sans-papiers“ („ohne Papiere), im Land. In Italien sind es wohl 500.000.
Damit ist Italien der hier so angehimmelten Meloni keineswegs von Absurditäten frei. Arbeiten diese Leute wenigstens irgend etwas oder könnten trotz „sans-papiers“ kassieren?
Italien legalisiert die Illegalen, genau wie Spanien.
Übermorgen sind sie dann bei uns und Italien hat für sich das Problem eliminiert.
Ganz einfach.
Deutschland ist zu verweichlicht. Wenn man wie in den USA bei ICE mit Sturmgewehr die Tür eintreten würde und auch Schüsse abgibt, dann kommt sowas nicht vor. Nachdem diese zwei Amerikaner Anfang des Jahres durch ICE abgeknallt wurden gibt’s kaum noch Gegenproteste gegen Abschiebungen.
Die Bevölkerung lernt eben nur durch Schmerzen und Brutalität.
Ist ICE nicht aus Minnesota abgezogen? Das Ballern bekommt ein Nachspiel: >>>Texas governor sued by Minnesota attorney general in ICE agent legal battle | AP News<<<
Die Wünsche dortiger Bevölkerung werden erfüllt – mal schauen, was daraus wird? Ich war nie dort und muss gar nicht in Minnesota leben.
Daran zeigt sich, wie die Altparteien den Laden auf linksextrem-grün gedreht haben. Zeit die Kollaborateure zu stellen, rauszuschmeißen und wieder Ordnung und Recht einkehren zu lassen. Zum Glück können die Meldestellen bald sinnvoll genutzt werden. Und ist das orientalische Gesindel erst aus dem Land, haben wir auch in den Gefängnissen Platz für die Täter, Mittäter und Nutznießer der Putschversuches, denn nichts anderes ist das.
Die Zeit der Abrechnung startet am 6. September.
Würde man den Untergetauchten sofort den Geldhahn abdrehen (in jedem anderem Land wohl eine Selbstverständlichkeit, nur bei uns überweist der Staat – inklusive Anwalt – brav weiter), müssten die „Aktivisten“ ihr „Gutmenschentum“ aus eigener Tasche bezahlen. Vielen würde wohl sehr schnell die Lust vergehen – aber unserer Regierung kennt solche Zusammenhänge nicht.
Warum lanciert man dann nicht einfach Nachrichten darüber, dass eine Abschiebung bevorsteht, dann tauchen sie unter. Dann sperrt man ihnen die Konten, stellt die Zahlungen ein. Geld werden sie abheben; das trauen die sich im Moment des Untertauchens einfach nicht. Wenn sie zufällig entdeckt werden, werden sie dann wirklich abgeschoben.
Man hört, dass die Untergetauchten sich bei Campino, Grönemeyer, Kerkeling, Niedecken und all den anderen Gutmenschen aufhalten sollen die diese gerne bei sich zu Hause aufgenommen haben.
Wenn deutsche Behörden deutsches Recht hintertreiben kümmerts unseren „Rechtsstaat“ nicht. Der wird nur tätig um unser Ausländerrecht zum Witz zu machen.